rmw hat geschrieben:Ja man sieht einen kurvigen Flug, und man hat den scheinbaren Eindruck dass das Flugzeug beschleunigt. Eine scheinbare Beschleunigung und eine tatsächliche Beschleunigung sind zwei grundverschiedene Dinge.
Aber auf tatsächliche Beschleunigungen treffen sie schon zu gleichviel aus welchen System ich sie betrachte. Ich muß dazu nur wissen in welchen System ich mich selbst befinde.
Chief hat geschrieben: Wie rmw richtig schreibt können alle Zusammenhänge leicht erklärt werden wenn man eigene Beschleunigung kennt - und das ist praktisch immer der Fall. Eigene Beschleunigung hat keinen physikalischen Einfluss auf Ereignisse im System.
Das ist eine irreführende inkorrekte Darstellung. Ihr kommt einfach nicht klar mit dem Begriff Bezugssystem.
Daß ein rotierendes Bezugssystem als solches zu erkennen ist, steht außer Frage. Und daß ich aus diesem Bezugssystem daher in ein IS transformieren kann, wo dann Newton gilt, ist auch richtig.
Aber ein Bezugssystem ist ein Bezugssystem. Die Abläufe in diesem System sind bezüglich dieses Systems wahr,
tatsächlich vorhanden. Und so sind im rotierenden Bezugssystem krummlinige Lichbewegung und kraftfreie aber beschleunigte Objekte eben tatsächlich vorhanden. Newton ist daher dort nicht gültig. Es gilt dort nicht F=m*d²s/dt².
Man kann aber aus diesem rotierenden System die Abläufe in ein IS transformieren. Und da genügen sie dann den Newtonschen Gesetzen. In diesem Bezugssystem IS sind dann wieder die Abläufe tatsächlich Newton verträglich.
Man kann jedoch nicht sagen, die Abläufe sind in einem Bezugssystem scheinbar und im anderen tatsächlich vorhanden.
Noch ein letztes Beispiel. Es gibt so Tangentialplattenspieler, wo kein Arm vorhanden ist, sondern die Nadel auf einer Schiene radial von außen nach innen mit gleichförmiger Geschwindigkeit geführt wird. Die Nadel verhält sich also im Bezugssytem des Plattenspielergehäuses wie ein kräftefreier Körper mit gleichförmiger Geschwindigkeit. Also Newton-Verträglichkeit im IS des Plattenspieler-Gehäuses. Im Bezugssystem Platte beschreibt diese kräftefrei bewegte Nadel aber eine Spirale, d.h eine Bahn, für welche nach Newton eine Beschleunigung, d.h. eine Kraft vorhanden sein. Ein Widerspruch; Newton gilt nicht im rotierenden Plattensystem.
Nun kann ja niemand sagen, die gerade Nadelbewegung sei die tatsächliche Bewegung und die Bewegung im Plattensystem nur eine scheinbare Bewegung. Jeder kann ja die Platte in die Hand nehmen und sich die tatsächlich vorhandene Spirale ansehen oder gar betasten. Sie ist genauso real, wie die gerade Bewegung der Nadel im Bezugssystem des Gehäuses.
So, ich laß das jetzt. Das ist alles Konsens in der klassischen Physik ala Newton. Wenn ihr wollt, könnt ihr sonstwas konstruieren. Aber in der etablierten Physik gilt nun mal:
In rotierenden Bezugssystemen sind die Newtonschen Gesetze ungültig. Bezugssysteme, in welchen die Newtonschen Gesetze gelten, sind immer ISDa können eure Gedanken noch so schnell rotieren
Gruß
Ernst