Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Di 8. Nov 2011, 23:23

Ernst hat geschrieben:Also in rotierenden Bezugssytemen gelten nicht die Newtonschen Gesetze und sie sind damit keine zulässigen Bezugssysteme zur Beschreibung dynamischer Vorgänge. Rotierende Systeme sind lediglich zur Beschreibung von Bewegungsabläufe (Kinematik) ohne Berücksichtigung von Kraftwirkungen geeignet. Also ein kleines Teilgebiet der Physik. Universelle Bezugssysteme sind auch in der Newtonschen Physik ausschließlich IS. Oder andersherum; IS sind Bezugssysteme, in welchen die Newtonschen Gesetze gelten. Rotierende Systeme deshalb nicht.

Diese Behauptung überrascht mich jetzt irgendwie. Bisher hat man doch die Vorgänge in rotierenden Bezugssystemen (Planetenbewegungen) recht erfolgreich mit Newton berechnen können! Wie denn, wenn hier seine Gesetze gar nicht gelten?

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Mi 9. Nov 2011, 09:42

Chief hat geschrieben:In dieser Animation habe ich ein IS gezeichnet in welchem die LG<c ist. Man kann genauso für alle anderen Spiegelpaare ähnliche oder gleiche Inertialsysteme definieren.

Zweifellos. Der Laborbeobachter müsste nun lt. SRT die LT anwenden, um festzustellen, welche LG ein Beobachter in diesem IS messen würde. Das Ergebnis wäre, dass sich die Lichtlaufstrecke verkürzt und auch die Laufzeit kleiner wird, und was herauskommt ist eine LG = c ! Die SRT sagt also keinen Sagnac Effekt voraus. Dennoch gibt es ihn - und es besteht kein Zweifel daran, dass dieser Effekt die SRT widerlegt!

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon galactic32 » Mi 9. Nov 2011, 09:44

Chief hat geschrieben:In dieser Animation habe ich ein IS gezeichnet in welchem die LG<c ist...

Dieser Satz wirkt völlig unzureichend.
Worauf bezieht sich eine solche Aussage, welches Modell der Entfernungs-, "Zeit"- und Geschwindigkeits-koordinatenfindung wird verwendet ?
Geometrisch zeitdynamisch braucht es hierzu eine absolut Methode der Zeit-Ermittlung, oder wie?
Und durch irgendeine unbekannte physikalische Macht scheinen auch noch materielle Abstände vom Bewegungszustand unbeeinflußlich, wenn man das orangene System auf sich wirken läßt.
Sollte jenes orangige System seinen Eigen-Äther mitführen?
Wie?

Die zum Verstehen führenden Zusammenhänge eines logisch nachvollziehbaren Raum-Zeit-Modell's bleiben ungeklärt. :?

Etwas Eigenkritik zu solch zusammen-"gebastelten" Eigen-Modell hülfte schon weiter :geek:

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon galactic32 » Mi 9. Nov 2011, 10:01

Chief hat geschrieben:In dieser Animation
Sollte sich das blaue Quadrat gegenüber dem schwarzen kontinuirlich vergrößern ?
Irgenwie sehr irritirend die Animation.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon galactic32 » Mi 9. Nov 2011, 10:21

Harald Maurer hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:In dieser Animation habe ich ein IS gezeichnet in welchem die LG<c ist. Man kann genauso für alle anderen Spiegelpaare ähnliche oder gleiche Inertialsysteme definieren.

Zweifellos. Der Laborbeobachter müsste nun lt. SRT die LT anwenden, um festzustellen, welche LG ein Beobachter in diesem IS messen würde. Das Ergebnis wäre, dass sich die Lichtlaufstrecke verkürzt und auch die Laufzeit kleiner wird, und was herauskommt ist eine LG = c ! Die SRT sagt also keinen Sagnac Effekt voraus. Dennoch gibt es ihn - und es besteht kein Zweifel daran, dass dieser Effekt die SRT widerlegt!
Na ja, erst mal müßte man wissen was denn nun die aktuelle gültige SRT sein soll, eine verläßliches Schriftwerk, auf das man sich beziehen könnte, wär da sicher absolut hinreichend.

Mit einer SRT-"Version" (> 1905), dann doch mit einem gewissen Äther, dürfte schon den Sagnac-Effect liefern.

Diese 1-Weg-Lichtpulsreisewege könnten direkt zu unterschiedlichen Längen führen.
Die Meter-Definition, Längenmeßmethode, über Zweiweg-LG, könnte dann genau nur in einem ungedrehtem System (also IS) so einfach verwendet werden.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 9. Nov 2011, 17:48

Harald Maurer hat geschrieben:Die Erklärung des Effektes muss aus allen beteiligten Bezugssystemen plausibel möglich sein.

Wie gesagt, die SRT erfaßt nicht rotierende Bezugssysteme. Daher kann sie Sagnac nur aus dem Labor IS heraus beschreiben. Man kann nun die LT auf das rotierende Spiegelsystem anwenden. Der rotierende Ring würde sich zu einem Oval verformen und die Analyse der Laufzeiten wäre mit der LT vorzunehmen. Da wäre Faber mit seinem Programm gefragt.
Man kann aber darauf verzichten, weil die Situation hier bezüglich einer Analyse nach SRT vereinfacht werden kann. Man entferne die Spiegelhalterung und lasse nur die einzelnen isolierten Spiegel um das Zentrum kreisen. Da gibt es nur rotierende Spiegelkoordinaten und einzelne Koordinaten innerhalb eines IS müssen nicht transformiert werden. Der (hier nicht relevante) Grenzwert dieser Koordinatengeschwindigkeit darf c allerdings nicht überschreiten. Und dann gibt es in diesem IS noch Licht, welches sich stets mit c ausbreitet. Alle Bedingungen zur SRT sind also erfüllt und damit auch die Erklärung des Sagnac Effektes. In dieser vereinfachten Betrachtung gleichen sich also die Ansätze von ruhendem Äther und SRT.
Es wäre aber schon interessant, die SRT Rechnung mittels Anwendung der LT auf die rotierende Einrichtung mit ihren Spiegelträgern durchzuführen. Es sollte das nämliche Ergebnis geben. Da könnten sich Relativisten Lorbeeren verdienen. ;)

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 9. Nov 2011, 18:10

Harald Maurer hat geschrieben:Diese Behauptung überrascht mich jetzt irgendwie. Bisher hat man doch die Vorgänge in rotierenden Bezugssystemen (Planetenbewegungen) recht erfolgreich mit Newton berechnen können! Wie denn, wenn hier seine Gesetze gar nicht gelten?

Dieser Einwand überrascht mich nun wieder. Man kann zur kimematischen Beschreibung (d.h. ausschließlich zur Beschreibung von Bewegungen) alle Bezugssysteme verwenden. Aber nur die Beschreibung aus IS ist kompatibel mit den Newtonschen Gesetzen.
Klassischer Fall eines rotierenden Bezugssystems ist das geozentrische Weltbild des Ptolemeus. Die Bewegungen der Objekte im Universum können damit exakt beschrieben werden. Nur gehorchen die so ermittelten Bewegungen nicht den Newtonschen Gesetzen. Drehten sich Sonne, Mond und Planeten 24 stündlich um die Erde, wären in Verbindung mit den Gravitationskräften keine stabilen Bahnen möglich.
In rotierenden Bezugssystemen sind die Newtonschen Gesetze ungültig. Systeme, in welchen die Newtonschen Gesetze gelten, sind immer IS.

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 9. Nov 2011, 18:23

Chief hat geschrieben: Man kann genauso für alle anderen Spiegelpaare ähnliche oder gleiche Inertialsysteme definieren.

Man kann für rotierende Spiegelpaare kein IS definieren, weil sie kein IS sind :!:

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 9. Nov 2011, 20:22

Chief hat geschrieben: Die Inertialsysteme werden für die Ausbreitung von Licht definiert - also vom Ort der Reflexion zum Ort der nächsten Reflexion.

Das sind dann keine IS, sondern Koordinaten, wie ich es gerade beschrieben habe.

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 9. Nov 2011, 20:39

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben: Man kann zur kimematischen Beschreibung (d.h. ausschließlich zur Beschreibung von Bewegungen) alle Bezugssysteme verwenden. Aber nur die Beschreibung aus IS ist kompatibel mit den Newtonschen Gesetzen.

Blödsinn.

In rotierenden Bezugssystemen sind die Newtonschen Gesetze ungültig. Systeme, in welchen die Newtonschen Gesetze gelten, sind immer IS.

Kompletter Unsinn! :mrgreen:

Das ist nun Dein persönlicher Super GAU.

Deine Ätherphantasien sind schon merkwürdig. Daß Du aber hier so offenbar zeigst, daß Du selbst von klassischer Physik nicht die Bohne einer Ahnung hast, disqualifiziert Dich phyikalisch ko.

Dieser Wiki Eintrag ist eigentlich für Physik Dummis gemacht. Aber dich überfordert offenbar selbst diese Simpelei.

Wiki hat geschrieben:In der Physik ist ein Inertialsystem (von lateinisch iners „untätig, träge“) ein Koordinatensystem, in dem sich kräftefreie Körper geradlinig, gleichförmig bewegen. In einem Inertialsystem gilt also das newtonsche Trägheitsgesetz in seiner einfachsten Form, nach der kräftefreie Körper ihre Geschwindigkeit in Betrag und Richtung beibehalten und Beschleunigungen proportional zur anliegenden Kraft erfolgen. Der Begriff Inertialsystem wurde erstmals von Ludwig Lange (1885) verwendet.
Bemerkenswerterweise drehen sich Inertialsysteme (innerhalb der derzeitigen Messgenauigkeit) nicht gegenüber dem Fixsternhimmel und sind gegenüber den Fixsternen geradlinig gleichförmig bewegt.
Verschiedene Inertialsysteme bewegen sich gegeneinander geradlinig und gleichförmig. Demgegenüber drehende oder anderweitig beschleunigte Bezugssysteme sind keine Inertialsysteme.Ein mit der Erde mitrotierendes Bezugssystem ist nicht inertial. In ihm gibt es keine kräftefreien Teilchen, sondern es treten Scheinkräfte auf.


Wenn Du Dir die Mühe machst, 10 Stunden darüber nachzudenken und noch Deinen Nachbarn befragst, wird Dir eventuell ganz schwach dämmern, was ich eingangs sagte:

In rotierenden Bezugssystemen sind die Newtonschen Gesetze ungültig. Systeme, in welchen die Newtonschen Gesetze gelten, sind immer IS

Gruß
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