Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » So 6. Nov 2011, 19:00

Ernst hat geschrieben:Daher ist mit der SRT auch nur eine Beschreibung aus dem Laborsystem möglich. Und da ist sie identisch mit der Annahme eines ruhenden Äthers. In diesem Bezugssystem beschreibt die SRT daher den Effekt korrekt.

Eine Theorie, die ein Phänomen nur aus einem BS beschreiben kann, hat natürlich weder mit dem Relativitätsprinzip noch mit der SRT etwas zu tun, die auf dem Boden des Relativitätsprinzips steht. Sondern dann liegt ein bevorzugtes BS vor - und da kommt eben nur ruhender Äther in Frage. Schon die Anisotropie der Lichtausbreitung in Bezug auf die Erdoberfläche (ein Lichtstrahl ist in Richtung Osten langsamer als nach Westen) widerlegt Einsteins 2. Postulat in erster Ordnung. Oder eben nicht, wenn man hier die Zuständigkeit der SRT negiert. Dann aber kann die SRT den Sagnac-Effekt eben nicht beschreiben.
Das kann man drehen wie man will, dieser Effekt lässt die SRT von jeder Warte aus alt aussehen.
Die Anisotropie der Lichtausbreitung hat man im OPERA-Experiment offenbar nicht berücksichtigt. Jedenfalls habe ich im Paper keinerlei Hinweis darauf gefunden.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » So 6. Nov 2011, 19:26

Hallo Ernst !
Es geht nicht um Licht in Medien. Sondern um Wellen im Trägermedium. Analog Wasserwellen. Wasserwellen werden immer vom strömenden Wasser mitgenommen. So werden Ätherwellen (Licht) eben vom strömenden Äther mitgenommen. Da gibt es gar keine Ausflüchte.

Genau das, was du jetzt schreibst, hast du mir als "diffusen Unsinn" vorgeworfen.
Es wäre an der Zeit, dass du dich entschuldigst.

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » So 6. Nov 2011, 20:23

Harald Maurer hat geschrieben:
Eine Theorie, die ein Phänomen nur aus einem BS beschreiben kann, hat natürlich weder mit dem Relativitätsprinzip noch mit der SRT etwas zu tun, die auf dem Boden des Relativitätsprinzips steht.

Das Relativitätsprinzip gilt nicht für beliebige Systeme, sondern ausschließlich für Inertialsysteme. Dies ist der Zuständigkeitsbereich der SRT und da kann sie eben Sagnac deuten. Eine Beschreibung aus dem rotierenden System kann sie nicht liefern, da sie beschleunigte Bezugssysteme gar nicht kennt. Sie kann beschleunigte Bewegungen naturgemäß nur aus einem IS heraus analysieren. Und das tut sie bei Sagnac perfekt.

Die Anisotropie der Lichtausbreitung hat man im OPERA-Experiment offenbar nicht berücksichtigt. Jedenfalls habe ich im Paper keinerlei Hinweis darauf gefunden.

Solche Anisotropie ist im wissenschaflichen Experiment bisher nicht nachgewiesen. Sonst wäre ja die SRT längst perdu.

Gruß
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Effekt

Beitragvon rmw » So 6. Nov 2011, 20:24

Ernst hat geschrieben:Hier nun die abschließende Darstellung. (Zur Genauigkeit: Die Konstruktion erfolgte mit einem Konstruktionsprogramm im großen Maßstab)

Es ist ersichtlich, daß die ballistische Emitterthese einen Effekt ergibt. Er ist allerdings in der Größenordnung kleiner als der Äthereffekt. In dieser Form kann daher der praktisch gemessene Sagnaceffekt nicht gedeutet werden.

Ich denke ein weiterer kleiner Effekt ist aus deiner Darstellung noch heraus zu lesen.
In deiner Zeichnung sind die Geschwindigkeiten als Vektoren dargestellt. Bei den Spiegeln ist es aber die Bahn, der Weg der Spiegel. Nun funktioniert das wieder wenn man einfach alle Geschwindigkeiten mit der gleichen Zeit t multipiziert dann sind alles Wege. Nur in dieser Zeit t haben die Spiegel S4 und S2 den gleichen Weg zurückgelegt. Das heißt der zurücklaufende Lichtrahl trifft nicht auf die Mitte des Spiegels S4 unter der Voraussetzung dass der vorwärts laufende Lichtstrahl den Spiegels S2 in der Mitte trifft. Die Ebene des Spiegels S4 entspricht zum gleichen Zeitpunkt der Tangente am Ende des hervor gehobenen Kreisbogenstücks. Das beeinflußt wieder die Richtung der Reflektion.
Ich behaupte nicht das dies den Sagnac Effekt erklärt, aber nachdem es um lauter sehr kleine Effekte geht ist dieser Effekt wohl auch nicht vernachlässigbar.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » So 6. Nov 2011, 21:04

Ernst hat geschrieben:Solche Anisotropie ist im wissenschaflichen Experiment bisher nicht nachgewiesen. Sonst wäre ja die SRT längst perdu.


Wenn sie sich in der Entfernungsberechnung nicht vertan haben dann könnte der -Fehler- die Bezugsanpassung zum "Raum" hin aufzeigen.
denn dann würden die Uhren unterschiedlich gehen.

Gruss Kurt
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Re: Effekt

Beitragvon Ernst » So 6. Nov 2011, 21:29

rmw hat geschrieben: Nun funktioniert das wieder wenn man einfach alle Geschwindigkeiten mit der gleichen Zeit t multipiziert dann sind alles Wege.

Ja, ich hatte anfangs darauf hingewiesen, daß ich aus Übersichtsgründen bei den Strecken den Faktor t weggelassen habe.

Das beeinflußt wieder die Richtung der Reflektion.

Möglich, daß dadurch kleine Zusatzeffekte entstehen.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon M.S » So 6. Nov 2011, 21:33

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Das Relativitätsprinzip gilt nicht für beliebige Systeme, sondern ausschließlich für Inertialsysteme. Dies ist der Zuständigkeitsbereich der SRT und da kann sie eben Sagnac deuten...


Und was besagt dann Deine SRT? Die LG ist nur in einem bevorzugten Bezugssystem konstant? :mrgreen:
Das hat leider mit Einstein nichts zu tun.

Gruß


Ein Inertialsystem ist eben ein "Bezugssystem mit Einschränkungen" ("bevorzugt" in deinen Worten).
In den Postulaten der SRT wird auch nur von Inertialsystemen (bezüglich des Gültigkeitsbereichs) gesprochen.
Fazit: Das hat mit Einstein's SRT sehr wohl etwas zu tun.

PS: Was ist eigentlich so kompliziert beim Unterschied BS und IS? Das ist doch "dodelsicher" definiert.
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Re: Drei Spiegel Sagnac

Beitragvon Ernst » So 6. Nov 2011, 21:35

Chief hat geschrieben: Und was willst Du damit beweisen? Aus welcher Richtung kommen sie zum "mitfließenden" Beobachter?

Weiter von hinten statt weiter von vorne.
Der Beobachter fließt ja nicht, sondern die über ihm vorhandenen Ätherschichten.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » So 6. Nov 2011, 21:40

Chief hat geschrieben: Und was besagt dann Deine SRT? Die LG ist nur in einem bevorzugten Bezugssystem konstant? Das hat leider mit Einstein nichts zu tun.

Du kennst nicht einmal das Postulat. :o
Nachhilfe für Dummis: Die LG ist in jedem IS konstant c. Ist da irgendwie von beschleunigten, rotierenden Bezugssystemen die Rede :?:

Staunend
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon M.S » So 6. Nov 2011, 22:00

Chief hat geschrieben:
M.S hat geschrieben:...


Wer bist Du eigentlich? :?:


Kommt drauf an.
Laut dir - NEP
Laut JL - britta
Laut mir - M.S
such dir's halt aus
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