Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » So 30. Okt 2011, 12:47

Hallo Chief !

Das kannst Du ewig behaupten aber das bleibt trotzdem falsch. Das bedeutet dass Du Deine Theorie überdenken musst.

Sämtliche Versuche, mit der LG Messungen durchzuführen, sind falsch, wenn man mit wechselnden und bewegten Lichtleitern rechnet und dabei immer c einsetzt.
Die LG ändert sich selbst bei Durchgang durch eine millimeterstarke Glasplatte.
Bei Austritt wird die LG wohl wieder so schnell wie in Luft, aber wenn sich der Lichtleiter bewegt wie bei Sgnac kann man das bereits messen.
c ist nicht das geeignete Maßband für Messungen. Mit einem Gummiband kann man doch auch keine exakten Mesungen vornehmen..
Messungen von Windstärken könnte man nur mit Einwegmessungen vornehmen.
Jedenfalls müsste man bei einem geteilten Lichstrahl, der mit einer Hälfte durch eine Glasstab geleitet wird, mit der zweiten Hälfte in Luft weiterläuft, die Gangdifferenz feststellen können.
Das ist sicher der Grund dafür, dass man in der Astronomie von Messungen durch die LG weitgehend Abstand genommen hat und Messungen durch Spektralanalyse bevorzugt.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » So 30. Okt 2011, 15:39

Chief hat geschrieben:Das kannst Du ewig behaupten aber das bleibt trotzdem falsch. Das bedeutet dass Du Deine Theorie überdenken musst.


Wenn keine Referenz da ist, also das Null_v der Erde nicht bekannt, kann keine Aussage zum v der Erdendrehung gemacht werden.

Um die Erdendrehung zu messen ist eine Frequenzauswertung notwendig, anders geht es mit Licht nicht.
Es ist nicht möglich mit einem MMI, und das ist von M+G verwendet worden, also mit Strichverschiebung, die Erdendrehung zu messen.
Sie haben sich ins Bein geschossen.

Sag mir wie sie zu dem notwendigen Nullbezug gekommen sind, wie sie festgestellt haben wo der Strich bei Null v zu liegen hat, wenn sich die Erde nicht drehen würde.


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » So 30. Okt 2011, 16:37

Chief hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:...

Sag mir wie sie zu dem notwendigen Nullbezug gekommen sind, wie sie festgestellt haben wo der Strich bei Null v zu liegen hat, wenn sich die Erde nicht drehen würde.


Das habe ich schon 3 mal gesagt. Mit dem kleinen Rechteck erhält man eine vernachlässigbare Verschiebung und das ist der gesuchte Nullpunkt. Der Rechteck wird dann erweitert und die Striche springen in die neue Position. Daraus kann v relativ zum Äther ermittelt werden.


Kann es nicht, denn der kleine Weg, das kleine Rechteck, liefert nur eine zufällige Markierung.

Die Markierung die der grosse Weg, also das grosse Rechteck liefert ist auch nur zufällig.

Wenn du einen "richtigen" Strichabstand haben willst dann musst du entweder das kleine Rechteck oder das grosse Rechteck erst abgleichen, in der Länge variieren.
Denn von zwei zufälligen Strichstellungen ist keine gültige Differenz abzulesen.
Es geht nur wenn erst abgeglichen wird.

Nur wenn die Erde angehalten wird können die beiden Striche, die des grossen und kleinen Kreises, aufeinander zu null gestellt werden.
Erst dann würde sich, nein könnte sich vielleicht, eine Strichverstellung des grossen Rechteckstriches ereignen wenn die Erde v hat.

Mit einem MMI, und bei M+G handelt es sich halt mal um MMI's, ist eine Rotation sowieso nicht messbar.
Es wäre nur der "Ätherwind" erkennbar.
Sonnst nichts.

Man kann aus einem MMI keine umhüllte Fläche zaubern wenn man nur zwei Arme hat die nach MMI-Art zusammengesetzt sind.
Denn dann gibts keinen Kreis, keine umschlossene Fläche, sondern nur Hin-Rückweg.

Es geht nicht anders, sie hatten keine Nullreferenz, sie hatten auch das falsche Gerät, können somit nichts gemessen haben.


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » So 30. Okt 2011, 16:40

Chief hat geschrieben:Mit dem kleinen Rechteck erhält man eine vernachlässigbare Verschiebung und das ist der gesuchte Nullpunkt. Der Rechteck wird dann erweitert und die Striche springen in die neue Position. Daraus kann v relativ zum Äther ermittelt werden.

Die Auswertung des Sagnac-Effektes ist relativ einfach: Die Frequenz der gegen den Drehsinn laufenden Lichtwelle wird erhöht, die Frequenz der mit dem Drehsinn laufenden Welle wird erniedrigt. Das ergibt ein in der Auswerteeinheit durchlaufendes Streifenmuster. Die pro Zeiteinheit durchlaufenden Streifen sind ein direktes Maß für die zu messende Drehrate! Umgesetzt in elektrische Impulse führt man sie einem Zähler zu. Das ist alles.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » So 30. Okt 2011, 16:56

Chief hat geschrieben:Naja vor fast 100 Jahren war so etwas kaum machbar.

Das nicht - da hat Herr Michelson einfach die Streifen durch seine Brille betrachtet und gezählt, wieviele Streifen innerhalb der Zeiteinheit vorbeiziehen. Das war ja eine gemütliche Angelegenheit: 1 Streifen in 24 Stunden ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » So 30. Okt 2011, 17:08

Harald Maurer hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Naja vor fast 100 Jahren war so etwas kaum machbar.

Das nicht - da hat Herr Michelson einfach die Streifen durch seine Brille betrachtet und gezählt, wieviele Streifen innerhalb der Zeiteinheit vorbeiziehen. Das war ja eine gemütliche Angelegenheit: 1 Streifen in 24 Stunden ;)


Wenn er Streifenverschiebung gemessen hat dann war es ein MMI.
Wenn er eine Frequenz gemesen hat, dann ein "Sagnac"

Er/beide hat Verschiebung gemessen, was war es also?
MMI oder SAGNAC

Beides geht nicht.
Bei einem SAGNAC können nur Frequenzen auftreten.

Waren es Arme oder eine umspannte Fläche?


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » So 30. Okt 2011, 17:31

Kurt hat geschrieben:Wenn er Streifenverschiebung gemessen hat dann war es ein MMI.
Wenn er eine Frequenz gemesen hat, dann ein "Sagnac"

Es gibt in beiden Fällen Streifen aufgrund von Interferenz. Im MMI ist es die konstruktive Interferenz zweier gleicher Frequenzen, im Sagnacinstrument ist es die Interferenz aus der Schwebung zwischen zwei ungleichen Frequenzen ("Beat-Frequenz")

Da gibt's einige Animationen zum Meditieren:
http://www.androcles01.pwp.blueyonder.co.uk/Sagnac/Sagnac.htm

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » So 30. Okt 2011, 17:46

Harald Maurer hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wenn er Streifenverschiebung gemessen hat dann war es ein MMI.
Wenn er eine Frequenz gemesen hat, dann ein "Sagnac"

Es gibt in beiden Fällen Streifen aufgrund von Interferenz. Im MMI ist es die konstruktive Interferenz zweier gleicher Frequenzen, im Sagnacinstrument ist es die Interferenz aus der Schwebung zwischen zwei ungleichen Frequenzen ("Beat-Frequenz")


Die Beat-Freqeunz ist eine Frequenz die angibt wie oft pro Zeiteinheit die Phasenlagen der beiden Signale zueinander durchlaufen werden.
Beim MMI, bei Ätherwind (Erde als nichtdrehend angenommen) stellt sich eine feste Phasenlage, also ein stehendes Muster ein.
Die Streifenlage ist einzig von der Phasenlage der beiden Signale zueinander abhängig.
Solange sich der Wind nicht ändert bleibt das Strichmuster stehen, seine Phasenlage zueinander konstant.

Das ist der entscheidende Unterschied zwischen MMI und SAGNAC.

M+G hat eine Strichverschiebung gemessen, also kann es sich nur um ein MMI gehandelt haben.
Wenn es ein SAGNAC-Interferometer war dann hat es nicht funktioniert!!!


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » So 30. Okt 2011, 19:04

Hallo Chief,



ich weiss nicht recht was du mir damit sagen willst.
Es geht nicht darum dass SAGNAC nicht funktioniert, sondern um Michelson + Gale.
Darum dass sie mit einer Streifenverschiebung die Erdrotation gemessen haben wollen.
Das ist mit einem Überlagerungsmuster, direkte Überlagerung der beiden "Strahlen", nicht als Strichverschiebung möglich.
Das geht nur mit der Sagnacfrequenz.
Im Film werden die Lasersignale von den Photodioden in eine Gleichspannung umgesetzt, dadurch ist die Frequenz nicht mehr vorhanden.
Die hatten damals aber keine solchen Dioden, auch keine Laser.
Sie hatten nur die Möglichkeit die Lichtsignale Phasenmässig durch direkte Überlagerung an der Leuchtfläche zu beobachten.
Und da kann bei Drehung des Gerätes keine Streifenverschiebung auftreten die ruht.
Sie haben entweder ein MMI verwendet oder ihr SAGNAC hat nicht funktioniert.


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » So 30. Okt 2011, 20:10

Kurt hat geschrieben: Es geht nicht darum dass SAGNAC nicht funktioniert, sondern um Michelson + Gale.

Falls Du es noch nicht erkannt hast:
Michelson-Gale ist Sagnac.

Und was der Mann da in seinem Experiment zeigt, ist ebenfalls Michelson-Gale.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am So 30. Okt 2011, 20:33, insgesamt 1-mal geändert.
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