rmw hat geschrieben:
Bell hat geschrieben:
Das GPS-System bestätigt täglich trilliardenfach, dass die Lichtgeschwindigkeit gegenüber jedem Beobachter konstant ist.
Das glauben inzwischen die meisten RT Anhänger auch nicht mehr.
Da ist mir neu. Wer denn zum Beispiel?
rmw hat geschrieben:
Fest steht dass jeder Satelitt seine Position zur Erde in regelmäßigen Abständen aufgrund von zumindest 3 Messpunkten auf der Erde bestimmt, wobei die Position dieser Messpunkte zueinander genau bekannt ist.
Du schreibst so einfach, dass das fest steht. Ich habe hingegen von diesem Verfahren noch nie gelesen. Könntest Du einen Link geben, aus dem das hervorgeht.
Zitat:
Jeder weitere Messpunkt, also der Messpunkt dessen Position nun bestimmt werden soll, beruht auf genau den gleichen Annahmen für die Lichtgeschwindigkeit mit der die Referenzpunkte zueinander abgeglichen wurden. Geringfügige falsche Annahmen für die LG betreffen daher alle 4 Punkte im gleichen Maße und sind daher für das Messergebnis des 4 Punktes, des aktuellen Messpunktes herzlich gleichgültig.
Das trifft natürlich für jeden einzelnen Satelitten zu, jeder einzelne Satelitt kennt seine (fiktive) Position zu diesen (mindestens) 3 Referenzmesspunkten. Ein geringfügiger Fehler betrifft daher alle 4 Punkte von jedem Satelitten aus gesehen gleich und ist daher praktisch gleichgültig.
Kommt doch sehr darauf an, was man unter
Geringfügig falsche Annahmen für die LG versteht. Geht es um Abweichungen die aus atmosphärischen Störungen resultieren, so wäre das richtig. Nicht aber, wenn sich diese Abweichungen aus etwaigen Geschwindigkeitsadditionen von Sender und/oder Empfänger zur LG ergeben.
GOCE umkreist die Erde mit 7,7 km/s. Für den gilt das von Dir gesagte also nicht. Trotzdem kann gerade der seine Position auf 2 cm genau bestimmen unter anderem deshalb, weil er von atmosphärischen Störungen nicht betroffen ist.
Nähme man an, die LG wäre nicht konstant für alle Beobachter, müßte in den Gleichungen zur Positionsberechnung eben diese Geschwindigkeit zur Berechnung der Signallaufzeit vom Sender zum Empfänger berücksichtigt werden.
Je nachdem, ob man die Geschwindigkleit des Empfängers nun in der Formel berücksichtigt oder eben nicht, erhält man um 500 Meter andere Positionen, wie eine einfache Rechnung ergibt.
Die Signallaufzeit für 20.200 km beträgt mit c gerechnet 0,0673799 Sec.
Diese Signallaufzeit mit c multipliziert ergibt also genau 20.200 KM.
Erhöhe ich jetzt c um 7,7 Km/sec (v des GOCE), so erhalte ich mit der Signallaufzeit multipliziert eben nicht mehr 20.200 Km, sondern 20.200,519 Km, also eine um 519 Meter verschobene Position.
Die Angelegenheit ist so einfach und so glasklar, dass ich nicht kapieren kann, wieso sie geleugnet wird von Leuten, die von sich selbst vermuten, Grips im Kopf zu haben.
(Für c habe ich 299.792.458 m/s eingesetzt)