Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 16. Jul 2011, 09:13

Hallo zusammen,

Siehe heutiger Offener Brief von Ekkehard Friebe an Prof. Hermann Nicolai vom Albert Einstein Institut über das Zwillingsparadoxon:

Offener Brief von Ekkehard Friebe an Prof. Hermann Nicolai

Viele Grüße
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Re: Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 17. Jul 2011, 08:58

Chief hat geschrieben:
Für mich sind sie völlig unklar! Wie sieht Deine Begründung aus?

Es geht für uns hier nicht darum, eine Lösung zu untersuchen und kontrovers zu besprechen, was sowieso völlig irrelevant ist für die Lehre dieser Theorie im öffentlichen Bildungssystem, auch wenn wir noch 100 Jahre eine Lösung im Internet kontrovers besprechen würden, sondern es geht darum vom Albert Einstein Institut die einzige, richtige Lösung verbindlich genannt zu bekommen, als die Institution, die explizit vom Bundesministerium am 9. Mai 2007 als kompetent und zuständig für einen wissenschaftlichen Meinungsstreit über die Relativitätstheorie genannt wurde:
Siehe: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2007/ ... yne-lopez/

Wie Ihnen bereits mitgeteilt, es ist nicht Aufgabe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, zu physikalischen Theorien Stellung zu nehmen oder im wissenschaftlichen Meinungsstreit Position zu beziehen.

Die Beurteilung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung obliegt den Fachleuten und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen. Im Falle der Relativitätstheorie wäre dies z. B. das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik / Einstein-Institut in Potsdam-Golm.


Viele Grüße
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Paradox

Beitragvon rmw » So 17. Jul 2011, 09:06

An sich reichen ja Dinge wie Invarianz der LG oder Längenkontraktion als "Paradoxon" richtiger gesagt sie sind Unsinn.
Oder z.B. für das Licht vergeht bei Lichtgeschwindigkeit keine Zeit und der Abstand ist auch null. Komischerweise kann man mittels der Schwingungen des Lichts (oder was immer man darin sehen will) sehr genau Abstände messen. Auch so ein "Paradoxon"
Oder nach der SRT sind Geschwindigkeiten nur relativ zueinander, ein Raum an sich existiert dabei nicht. In der ART ist der Raum gekrümmt und zwingt die Planeten auf ihre Bahnen. Noch so ein "Paradoxon"

Also ich bleibe normalerweise sachlich und nüchtern unabhänig davon ob das die anderen auch sind. Aber manchmal frage ich mich schon was für ein Haufen Schwach... das sind die das für Physik halten.
Zuletzt geändert von rmw am So 17. Jul 2011, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 17. Jul 2011, 09:36

Highway hat geschrieben:
Dieses Paradoxon hat nur eine mögliche Lösung. Es kann dann widerspruchsfrei aufgelößt werden wenn weder Längenkontraktion noch Zeitdilatation angenommen wird!


Daran liegt in der Tat ein Widerspruch bei den verschiedenen Lösungen des Paradoxons:

- Manchmal wird angenommen, dass die relativistischen Effekte Längenkontraktion und Zeitdilatation nicht real sind (jeder Zwillinge "sieht" nur seinen Bruder jünger und verkürzt).

- Manchmal wird angenommen, dass die relativistischen Effekte Längenkontraktion und Zeitdilatation real sind (jeder Zwilling "ist" verkürzt und jünger als der andere bzw. der reisende Zwilling allein ist verkürzt und jünger).

Viele Grüße
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Re: Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Beitragvon Harald Maurer » So 17. Jul 2011, 10:57

Die Zwillinge fliegen nicht aneinander vorbei! Ich schrieb:
Wir starten jeweils ein Raumschiff an den Enden einer langen Laufstrecke und lassen beide zueinander fliegen. Den Start synchronisieren wir mit der Einstein-Methode, d.h. wir lösen im Mittelpunkt der Laufstrecke gleichzeitig jeweils einen Lichtblitz zu den Raumschiffen aus, und sie starten in dem Moment der Ankunft der Lichtstrahlen. In den Ruhesystemen der Raumschiffe kommt jeweils das andere Raumschiff näher und jeder Beobachter sieht die Uhr des anderen dilatiert, also verlangsamt laufen. Damit muss von jedem Bezugssystem aus angenommen werden, dass der jeweils bewegte, andere Beobachter gegenüber dem ruhend definierten langsamer altert!
Im Mittelpunkt der Laufstrecke treffen die beiden Raumschiffe zusammen und die Beobachter können ihre Uhren vergleichen.
Frage 1: sind jetzt beide Beobachter langsamer gealtert? Oder welcher?
Frage 2: was zeigen ihre Uhren? Das Ergebnis der ZD, oder ihre Eigenzeiten?Anmerkung dazu: die ZD ist kumulativ, die Uhren sind verlangsamt gelaufen und müssten eine dementsprechende Zeit anzeigen. Das aber widerspricht der Uhrenhypothese, nach welcher die Uhren in den Bezugssystemen der Raumschiffe selbst ihren Gang nicht verändern dürfen!

Grüße
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Argumente

Beitragvon rmw » So 17. Jul 2011, 12:25

Veritatibus hat geschrieben:die Raumschiffe haben eine Ausdehnung, nun können Sie nicht in allen IS Anfang und Ende der Schiffe „gleichzeitig“ beschleunigen.

Das sind schon echt Argumente.
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Re: Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 17. Jul 2011, 17:50

Chief hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Es geht für uns hier nicht darum, eine Lösung zu untersuchen und kontrovers zu besprechen...


Poet hat die richtige Lösung gefunden! :mrgreen:

Veritatibus hat geschrieben:...die fliegen einfach aneinander vorbei und jeder sieht die Zeit des anderen langsamer vergehen...



Der Poet hat das Zwillingsparadoxon nicht einmal bei der Prosa-Beschreibung verstanden: Weder im Originalzwillingsparadoxon noch im veränderten Zwillingsparadoxon von Harald Maurer fliegen die Zwillinge aneinander vorbei. Naja, wenn die Relativisten eine komplette mathematische Beschreibung des Paradoxons geliefert hätten, wie es sich angeblich unbedingt gehört, hätte er sie vielleicht verstanden, vielleicht, sicher ist es aber das nicht. ;) Seit 100 Jahren streitet man sich also in Prosa über dieses Paradoxon, und trotz der ausgiebigen welchen von Poet, zeigt er, dass er sie nicht verstanden hat. 8-)

Der Ursprung aller Widersprüche der SRT, angefangen mit der Lösung des Zwillingsparadoxons und aller anderen Paradoxen, die aus dieser Theorie hergeleitet werden können, ist der Glauben, ob die Effekte real oder scheinbar sind.

Der orthodoxe Anhänger der SRT Dr. Markus Pössel konnte sich zum Beispiel zwischen den verschiedenen widersprüchlichen Interpretationen dieses Glaubens aus der Literatur nicht entscheiden, siehe seine Antwort an Peter Ripota: http://wissenschaftliche-physik.com/201 ... er-ripota/

Er hat zwar eine persönliche Präferenz für eine der von Peter Ripota zitierten Auslegungen geäußert (die vom Autor Klauber), die er „in weiten Teilen teilt“, jedoch „mit mindestens einer wichtigen Abweichung“... :? Also er teilt doch nicht die Auffassung von Klauber. Und wohl auch nicht die von Giulini in gr-qc/0011050.

Fazit: Er hat nicht mitgeteilt, an welche der widersprüchlichen Auslegungen er persönlich glaubt, die in der Literatur und in den Lehrbüchern über die relativistischen Effekten kursieren, und welche die richtige in seinen Augen sei: Er passt und verweist … auf die Literatur und die Lehrbücher! :shock: :cry:

Es gibt also gemäß dem Mitarbeiter vom Albert Einstein Insititut Dr. Markus Pössel keine 100%-ige richtige Auffassung der verschiedenen widersprüchliche Aussagen der SRT. Vielleicht weiß aber sein Vorgesetzter Prof. Hermann Nicolai die einzige, 100%-ig richtige Auslegung und dadurch auch die einzig richtige Lösung des Zwillingsparadoxons, wir werden sehen.

Viele Grüße
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Re: Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Beitragvon Kopernikus » Mo 29. Aug 2011, 19:54

Das ist eine Frage, die ich unabhängig von diesem Forum, aus Anlaß des Einsteinjahrs mir selbst gestellt habe.

Meine Vorläufige Analyse ergab zu Ihrem Thema :

an der bewegten Uhr wird eine kleinere Zeit abgelesen,
eine bewegte Strecke, z. Bsp. Uhrdurchmesser, wird verkürzt gemessen,
das Gewicht muß hier auf gemessen liegen,
denn wegen der Symmetrie müssen die 'Uhrenzeiger exakt physisch übereinander liegen.
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Re: Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 30. Aug 2011, 07:05

Kopernikus hat geschrieben:
an der bewegten Uhr wird eine kleinere Zeit abgelesen,
eine bewegte Strecke, z. Bsp. Uhrdurchmesser, wird verkürzt gemessen,
das Gewicht muß hier auf gemessen liegen,
denn wegen der Symmetrie müssen die 'Uhrenzeiger exakt physisch übereinander liegen.

Du vertrittst dann die Auffassung, dass die relativistischen Effekte Längenkontraktion und Zeitdilatation nur Meßeffekte sind ohne physikalische Realisierung in der Natur, oder? Diese Auffassung teilen alle Kritiker der Theorie - einschließlich im MAHAG-Forum seit Jahren.

Und das ist eben die Kernfrage, die unbedingt geklärt werden muß und seit der Aufstellung der Theorie 1905 bis jetzt nicht geklärt wurde: Autoren der Relativitätstheorie vertreten hier widersprüchliche Auffassungen: Meßeffekt ohne physikalische Realisierung oder reale Effekte mit physikalischer Realisierung, siehe zum Beispiel hier: Anschein oder Realität?

Einstein selbst war offensichtlich dabei unschlüssig und hat beide Versionen vertreten, insbesondere ganz eindeutig eine Version mit realen Effekten bei seinem Gedankenexperiment mit geschüttelten Käfern 1911:

Zitat Albert Einstein:

Wenn wir z.B. einen lebenden Organismus in eine Schachtel hineinbrächten und ihn dieselbe Hin- und Herbewegung ausführen lassen wie vorher die Uhr, so könnte man es erreichen, dass dieser Organismus nach einem beliebig langen Fluge beliebig wenig geändert wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückkehrt, während ganz entsprechend beschaffene Organismen, welche an den ursprünglichen Orten ruhend geblieben sind, bereits längst neuen Generationen Platz gemacht haben. Dies ist eine unabweisbare Konsequenz der von uns zugrundegelegten Prinzipien, die die Erfahrung uns aufdrängt.

A. Einstein: Die Relativitätstheorie. In: Naturforschende Gesellschaft in Zürich. Vierteljahrsschrift.56. 1911, H. 1/2, S. 1-14;

Diese Realversion von Einstein, die mit der Aufstellung des "Zwillingsparadoxons" 1911 von Paul Langevin weltweit verbreitet wurde, ist die dominierende tradierte Version im breiten Publikum - da sie sich wohl gut verkaufen lässt. ;) Physik sollte jedoch keine Sache des Marketing sein und die internationale Petition der NPA zum Anlaß des 100-jährigen Jubiläums des Zwillingsparadoxons 2011, sowohl die Anfrage an das Albert Einstein Institut als die höchste wissenschaftliche Instanz für die Relativitätstheorie sind völlig gerechtfertigt. Es ist aber hoch wahrscheinlich, dass das Albert Einstein Institut darüber weiter schweigen wird. :(

Viele Grüße
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Re: Offener Brief von E. Friebe an Prof. H. Nicolai

Beitragvon Kopernikus » Di 30. Aug 2011, 10:03

Das ist genau das , was die Leute quält,
(mich insbesondere, wenn man selbst eine richtige Idee falsch formuliert)

Daß es sich hier nur um messen handeln kann, ergibt sich aus der Ableitung der
SRT:

ein mit v bewegtes System sendet ein Photon zum Zeitpunkt t = 0, x = 0 aus.
Nach der Zeit dt befindet sich das Photon in der Entfernung d = c * dt vom Koordinatenursprung des ruhenden Systems.
gleichzeitig müßte sich das Photon in der Entfernung d = c * dt + v * dt vom Koordinatenursprung des ruhenden Systems befinden , wobei
c * dt die Entfernung vom Koordinatenursprung des sich bewegenden Systems vom Photon ist.
Jetzt kommt die Prämisse: ich unterstelle , daß sich das Photon physisch nur an exakt einer Stelle des Raumes befinden kann, unabhängig von
irgeneiner durch eine Uhr gemessenen Zeit.

Dann sind die beiden Gleichungen d = c * dt und d = c * dt + v * dt nur lösbar, wenn dt = 0 oder v = 0.

Also bleibt nur der Ansatz, daß das bewegte System in x' und t' gemessen wird , also :

d = c * dt (ruhend) und d = c * dt' (bewegt) + v * dt, oder
c * dt - v * dt = c * dt'
Diese beiden Entfernungen müssen in Beziehung gesetzt werden.

Jetzt kommt die nächste Prämisse :

man nimmt an, daß c * dt - v * dt = k * (c * dt') ist, also die Strecken im bewegten System linear abhängig von den Strecken
im ruhenden System gemessen werden .
(Ob diese Lösung eindeutig bestimmt ist, weiß ich im Augenblick nicht)

somit ergibt sich für k die bekannte Lösung.

Noch einmal: daß es sich um eine Messung handeln muß, ergibt sich daraus, daß das Photon nicht einmal hier und einmal dort ist,
sondern man das Photon egal wie man rechnet, immer an derselben Stelle des Raumes finden muß und daß das unabhängig
von Uhren und Koordinaten ist.
Es darf das physikalische Prinzip, zwei Objekte können nur in einem gemeinsamen Raumpunkt kollidieren, nicht verletzt werden.
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