Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 21. Mär 2009, 20:35

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Wo ist Dein Problem?


Dass sie weiter oben behaupten, dass im Fall a) der Beobachter relativ zum Lichtstrahl ruht.


Wenn ich am Straßenrand auf der Erdoberfläche ruhe, und ein Auto mit Scheinwerfern mir entgegen fährt, dann ruhe ich doch zum Lichtstrahl, oder nicht?


contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Weil es per Konvention festgesetzt wurde, nachdem man c experimentell immer auf der Erdoberfläche gemessen hat (auf einer Laborstrecke von ein paar Metern). Die Lichtgeschwindigkeit wurde nie anders gemessen als auf der Erdoberfläche, ich kann nichts dafür.


Auch das ist falsch. Aus sowohl experimentellen alsauch theoretischen Beobachtungen ist bekannt, dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit eine Konstante ist, die in jedem Inertialsystem gleich ist. Das wurde nicht "festgelegt".


Siehe eine kleine Aufstellung der experimentellen Messungen der Lichtgeschwindigkeit in der Geschichte der Physik hier:

http://18040.rapidforum.com/topic=10047 ... 3523705264

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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Ernst » Sa 21. Mär 2009, 20:41

contravariant hat geschrieben:dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit eine Konstante ist, die in jedem Inertialsystem gleich ist. Das wurde nicht "festgelegt".

So? ich nahm immer an, das wäre das zweite Postulat der SRT.
Postulat ist doch ein "Fremdwort", also ein Psynonym, für "Festlegung". Oder?
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » Sa 21. Mär 2009, 20:43

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wenn ich am Straßenrand auf der Erdoberfläche ruhe, und ein Auto mit Scheinwerfern mir entgegen fährt, dann ruhe ich doch zum Lichtstrahl, oder nicht?

Das Licht bewegt sich doch immer noch mit c auf sie zu, also ruhen sie nicht relativ zum Licht.


Die Aufstellung wäre sinnvoll, wenn sie die Fehlerintervalle der Messungen mit angeben würden.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » Sa 21. Mär 2009, 20:46

Ernst hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit eine Konstante ist, die in jedem Inertialsystem gleich ist. Das wurde nicht "festgelegt".

So? ich nahm immer an, das wäre das zweite Postulat der SRT.
Postulat ist doch ein "Fremdwort", also ein Psynonym, für "Festlegung". Oder?

Richtig. Allerdings kann ich in einer Theorie alles postulieren, was ich möchte. Eine Theorie gilt aber nur dann als richtig, wenn sie experimentell überprüft wurde. Stellt man dabei fest, dass ihre Postulate den Messergebnissen widersprechen, dann gilt sie als falsch (in dem Sinne, dass sie keine präzise Beschreibung der Natur liefert).
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Beitragvon Faber » Sa 21. Mär 2009, 21:14

@Bruno

Studieren Sie die deutsche Sprache! Es ist ein Unterschied, ob jemand sagt "Es ist so, dass dies und das ..." oder ob jemand sagt "Es ist so, als ob dies und das ...".

Gruß nach Pisa
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 21. Mär 2009, 22:01

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wenn ich am Straßenrand auf der Erdoberfläche ruhe, und ein Auto mit Scheinwerfern mir entgegen fährt, dann ruhe ich doch zum Lichtstrahl, oder nicht?


Das Licht bewegt sich doch immer noch mit c auf sie zu, also ruhen sie nicht relativ zum Licht.


Na gut, ich habe ja die gängige Denkweise und den gängigen Sprachgebrauch angesetzt: Ich ruhe relativ zum Lichtstrahl und der Lichtstrahl bewegt sich mit c zu mir.

Wenn Du es unbedingt besser inverse verstehst, kann ich auch sagen: Ich bewege mich mit c relativ zum Lichtstrahl und der Lichtstrahl ruht, meinetwegen... :? Das ist ja egal bei einer Relativgeschwindigkeit zwischen zwei Objekten, ob man beliebig und abwechselnd das eine oder das andere Objekt als ruhend oder als bewegt ansetzt, das ist trivial, es kommt ja dasselbe raus. Wie gesagt habe ich aber die gängige Denk- und Sprechweise gewählt, mein gutes Recht.

Das ändert also nichts an der Ermittlung der Relativgeschwindigkeit in diesem Fall a):
Sie ist immer c zwischen Lichtstrahl und ruhendem Beobachter am Strassenrand, wie ich es schon oben dargelegt habe.
Sind wir uns jetzt nun einig?



contravariant hat geschrieben:


Die Aufstellung wäre sinnvoll, wenn sie die Fehlerintervalle der Messungen mit angeben würden.


Das wäre überhaupt nicht sinnvoll: Es geht nämlich hier nicht um den Wert der Lichtgeschwindigkeit, das ist hier nicht das Thema. Es geht hier darum zu zeigen, dass die Lichtgeschwindigkeit immer auf der Erdoberfläche gemessen wurde, auf Laborstrecken von ein paar Metern.

Also bewegt sich das Licht immer mit c relativ zur Erdoberfläche - egal was für einen Wert man misst oder festsetzt, das ist hier nicht relevant. Darum ging es nunmal. Du hast doch selbst die Frage gestellt, warum c im Bezugsystem der Erde immer konstant wäre. Dann hast Du eben die Antwort: Weil man sie immer im Bezugssystem der Erde gemessen hat, und bei der letzten Messung 1984 per Konvention mit einem Wert von 299.792.458 m/s relativ zur Erdoberfläche festgesetzt hat. Voilà. Sind wir uns auch hier einig?

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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » So 22. Mär 2009, 00:21

Chief hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Aus sowohl experimentellen als auch theoretischen Beobachtungen ist bekannt, dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit eine Konstante ist, die in jedem Inertialsystem gleich ist.

Sagnac und GPS messen aber c+v und c-v.

Gruß

Quelle? (Bei Sagnac muss man übrigens beachten, dass rotierende Bezugssysteme niemals IS sind...)
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » So 22. Mär 2009, 00:30

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Na gut, ich habe ja die gängige Denkweise und den gängigen Sprachgebrauch angesetzt: Ich ruhe relativ zum Lichtstrahl und der Lichtstrahl bewegt sich mit c zu mir.

Wenn Du es unbedingt besser inverse verstehst, kann ich auch sagen: Ich bewege mich mit c relativ zum Lichtstrahl und der Lichtstrahl ruht, meinetwegen... :? Das ist ja egal bei einer Relativgeschwindigkeit zwischen zwei Objekten, ob man beliebig und abwechselnd das eine oder das andere Objekt als ruhend oder als bewegt ansetzt, das ist trivial, es kommt ja dasselbe raus. Wie gesagt habe ich aber die gängige Denk- und Sprechweise gewählt, mein gutes Recht.

Es ist in der Tat egal ob man den Lichtstrahl oder den Betrachter als ruhend (in einem bestimmten Bezugssystem) annimmt. Nichtsdestotrotz ist es so, dass wenn Objekt A relativ zu Objekt B ruht, dann ruht auch Objekt B relativ zu Objekt A. Es handelt sich hierbei um eine ihrer heißgeliebten Relationen.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das wäre überhaupt nicht sinnvoll: Es geht nämlich hier nicht um den Wert der Lichtgeschwindigkeit, das ist hier nicht das Thema. Es geht hier darum zu zeigen, dass die Lichtgeschwindigkeit immer auf der Erdoberfläche gemessen wurde, auf Laborstrecken von ein paar Metern.

Zu J E D E M Messwert gehört auch die Angabe des Fehlerintervalls. Alles andere ist unwissenschaftlich (zumindest hält man das in den Naturwissenschaften so. Bei Jura oder so mag das anders sein. Aber wir diskutieren hier schließlich über Physik!)

Ausserdem ignorieren sie beharrlich einen interessanten Effekt. Man kann nämlich selbst auf der Erdoberfläche parallel zur Drehrichtung der Erde und senkrecht dazu messen. Sollte Einstein unrecht haben, dann sollten dabei zwei verschiedene Werte bei rauskommen.
Zuletzt geändert von contravariant am So 22. Mär 2009, 00:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » So 22. Mär 2009, 00:33

Chief hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Quelle? (Bei Sagnac muss man übrigens beachten, dass rotierende Bezugssysteme niemals IS sind...)

Quellen findet man überall. Von einem rotierenden System kann bei Sagnac keine Rede sein, das Licht befindet sich eindeutig im nichtrotierenden IS.

Gruß

Man findet auch überall Quellen die erklären, dass der Sagnac-Effekt der SRT nicht widerspricht.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » So 22. Mär 2009, 00:44

Chief hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Man findet auch überall Quellen die erklären, dass der Sagnac-Effekt der SRT nicht widerspricht.


Das sind nur leere Behauptungen ohne Beweis. Laut SRT darf es gar keinen Sagnac-Effekt geben, weil die relativistische Addition der Geschwindigkeiten immer eine LG=c ergibt.

Gruß

Deine Behauptungen sind leere Behauptungen ohne Beweise, da die SRT nur in IS gilt.
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