Lieber Ljudmil
scharo hat geschrieben:schönes Bildchen! Glaube aber, es hat mit Corioliskraft wenig gemeinsames. Was addierst du überhaupt? Du nimmst zwei Kraftvektoren zu völlig verschiedenen Zeiten und versuchst irgendwie zu mitteln?
Bild links – ja, könnte gehen.
Bild mitte – s.oben. Aha, jetzt weiß ich, was Du da gemacht hast – die blauen sind die Bahngeschwindigkeitsvektoren und der rote Vektor ist die Zentripetalbeschleunigung. Ja, das ist auch aus dem rechten Bildchen klar zu ersehen – dort ist Coriolisbeschleunigung nämlich = 0.
Und ich dachte, Du wolltest was über Corioliskraft zeichnen.
Ich geb´s jetzt endgültig auf und ich muß mich zurückhalten, um das vorstehende zu kommentieren. Es ist nach all den Diskussionen so alles grottendaneben. Trotz der ganzen Diskussionen stehst Du immer noch vor einer Wand. Du nimmst auch nicht zur Kenntnis, was ich und andere konform mit der Technischen Mechanik mehrmalig beschrieben haben.
Ich schreibe es Dir letztmalig hin. Lies das bitte konzentriert durch.
Corioliskraft ist diejenige Kraft, die ein Körper dadurch erfährt, daß er sich auf einem rotierenden Körper bewegt.Verinnerliche bitte darum das:
Da ist nicht festgelegt, in welcher Richtung sich der Körper auf dem rotierenden Körper bewegtDer Körper kann sich in beliebiger Richtung bewegen. Die Kraft, die er
infolge der Bewegung erfährt ist, die Corioliskraft.
Die Corilkiskraft steht senkrecht auf der Bewegungsrichtung.
Ursache der Coriliskraft ist bei diesem Vorgang die Beschleunigung infolge vektorieller Änderung der Umfangsgeschwindigkeit
Und ich habe Dir drei solche beliebigen Bewegungsrichtungen aufgemalt:
a) radial
b) gerade, nicht radial
c) konzentrisch
Für alle drei habe ich die Bewegung des Punktes in der Zeit Δt=t2-t1 aufgemalt. Und für die Zeiten t1 und t2 habe ich Dir die Umfangsgeschwindigkeiten als blaue Vektoren eingezeichnet. Und unten habe ich Dir die Differenzbildung mit dem Differnzvektor (rot) dargestellt. Den Differenzvektor habe ich oben in den Bildern im Zeitmittel (t2-t1)/2 dargestellt. Differenzvektor/(t2-t1) ist die Coriolisbeschleunigung. Und da siehst Du, daß die Corioliskraft immer senkrecht zur Bewegungsrichtung wirkt.
a) in Umfangsrichtung
b) senkrecht zur eingezeichneten Bahn
c) radial nach innen
Und alles drei sind physikalisch betrachtet Corioliskräfteund der rote Vektor ist die Zentripetalbeschleunigung..
Ja, das ist auch aus dem rechten Bildchen klar zu ersehen – dort ist Coriolisbeschleunigung nämlich = 0.
Darum ist das alles Blech.
Ich hatte Dir das jetzt mit endlichen Differenzen anstelle infinitesimal so einfach wie möglich dargestellt. Du beharrst stur auf deiner Privatanschauung. Bitte. Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.
Ich wage auch schon gar nicht mehr, Dir nochmal mit der Berechnungsformel zu kommen; Du wirst sie wiederum einfach negieren oder nicht verstehen:

- Trägheitskraft2.jpg (27.05 KiB) 4888-mal betrachtet
Da steht für Corioliskraft doch ganz eindeutig:
F=-2mω x vWenn Du elementare Vektorrechnung beherrscht, dann liest Du F=-2mω
kreuz v und erkennst, daß der Vektor der Corioliskraft senkrecht steht auf dem Vektor v.
Wenn Du solche Rechnung nicht beherrscht, dann mußt Du einfach glauben, was in den Büchern steht. Oder wenn Dir das zu aufwendig ist, lies mal ausnahmsweise bei Wiki:
Falls sich der Beobachter im rotierenden Bezugssystem bewegt, wirkt auf ihn neben der Zentrifugalkraft auch die Corioliskraft. Diese steht senkrecht auf der Bewegungsrichtung und auf der Drehachse
Knapper kann man´s gar nicht ausdrücken.
Andere und ich haben versucht, Dich mit dem Inhalt von Lehrbüchern vertraut zu machen und tonnenweise Verständnishilfe zu liefern. Du glaubst das einfach alles nicht und interpretierst das alles nach Deinem Gusto. Man redet einfach gegen eine Wand. Falls Dir das weiterhin alles suspekt erscheint, dann bleibe weiter bei Deiner (in diesem Fall zurecht so genannten) Privatwissenschaft. Oder bilde Dich selbst weiter. Von mir hörst Du
dazu nicht mehr ein Wort.
Liebe Grüße
Ernst