Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Fr 13. Mär 2009, 22:08

Hallo Sebastian !

    damit kannst Du aber nicht erklären aus welchem Grund die Lichtgeschwindigkeit bei sich umkreisenden Sternen gleich bleibt.

Da hast du jetzt aber nicht genau mitgedacht :
Ich bin genau derselben Meinung wie Joachim :

.
    Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit einer Welle hängt dabei nicht von der Geschwindigkeit des Erregers ab,
Das heißt: die LG der sich umkreisenden Sterne bleibt gleich. Was ändert sich ? Die Frequenz, die man als Rot-oder Blauverschiebung spektroskopisch messen kann.

Auch bei der Frage, ob das Vacuum als Lichtäther anzunehmen ist, bin ich mit Joachim derselben Meinung!

Auch Joachim schreibt :Diese Polarisation pflanzt sich im neuen Medium mit der für das Medium spezifischen Wellengeschwindigkeit fort (c/Vacuum)

Hallo Gerhard Kemme !

    Wenn dies allerdings so ist, dann wird man, wenn man einer Lichtquelle entgegen fliegt eine höhere Geschwindigkeit als "c" messen und könnte daraus erkennen, dass man sich auf die Lichtquelle zu bewegt.

Nein ! Habe iich doch in meinem Post ganz genau erklärt !Wie kommst du darauf ? Wenn das Licht aus dem Glas der Abdeckscheibe in das Vacuum eintritt, nimmt es genau c an !
Und Joachim hat mit anderen Worten genau dasselbe gesagt. Womit möchtest du denn sonst messen ?


Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Fr 13. Mär 2009, 22:26

Hallo Faber !


    Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit einer Welle darf nicht mit der Bewegung eines Masseteilchens verwechselt werden. Um die Geschwindigkeit der Bewegung eines Masseteilchens zu vergrößern, muss Energie aufgebracht werden. Die Änderung der Fortpflanzungsgeschwindigkeit einer Welle an einer Materialgrenze bedarf keiner Energiezufuhr.

Muss ich dir beipflichten. Ich habe aber immer von einer Welle gesprochen.

Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 13. Mär 2009, 22:28

Hallo Hannes,

Auch bei der Frage, ob das Vacuum als Lichtäther anzunehmen ist, bin ich mit Joachim derselben Meinung!


dabei gibt es aber ein Problem:

Die Erde bewegt sich durch dieses Vakuum. Sie umkreist z.B. die Sonne. Aus diesem Grund wurde auch das Michelson-Morley Experiment durchgeführt. Wenn Du also etwas konstant zu einem Hintergrundvakuum annimst, musst Du unbedingt das Michelson-Morley-Experiment erklären.

Ein von der Erde mitgeführter Äther scheidet wegen der Aberration des Lichts aus.

Gruß

Sebastian
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Fr 13. Mär 2009, 22:52

Hallo Sebastian !

    Ein von der Erde mitgeführter Äther scheidet wegen der Aberration des Lichts aus
.

Der Brechungsindex der Luft ist fast 1, also fast ohne Bedeutung.
Erst in dichten Medien wie Glas oder Flüssigkeiten kommt die Mitführung zur
Wirkung. Aber auch dort dürfte die Mitnahme nicht 100% sein, wie das Experiment von Fizeau mit fließendem Wasser zeigt.

Dein Einwand ist daher nicht unbegründet.

In Haralds Experiment kann man die Aetherdrift in Luft messen.
Also darf dort der Aether noch nicht mitgeführt werden.

Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Gerhard Kemme » Sa 14. Mär 2009, 00:30

Hannes hat geschrieben:
    Wenn dies allerdings so ist, dann wird man, wenn man einer Lichtquelle entgegen fliegt eine höhere Geschwindigkeit als "c" messen und könnte daraus erkennen, dass man sich auf die Lichtquelle zu bewegt.
Nein ! Habe iich doch in meinem Post ganz genau erklärt !Wie kommst du darauf ? Wenn das Licht aus dem Glas der Abdeckscheibe in das Vacuum eintritt, nimmt es genau c an !
Und Joachim hat mit anderen Worten genau dasselbe gesagt. Womit möchtest du denn sonst messen ?


Egal, wie schnell die LG vor Eintritt durch das Abdeckglas auch war, man misst immer c/Vacuum.
Wenn ich mich mit meiner Meßapparatur gegen eine Lichtqelle (Stern) bewege, werde ich diese Bewegung mit dieser Meßapparatur nicht messen können.
Genau dadurch entsteht der Eindruck der Invarianz. Und genau das ist die Messung, die man vor mehr als 100 Jahren gemacht hat.
Dass die Fortpflanzungsgeschwindigkeit einer Welle nicht von der Geschwindigkeit des Erregers abhängt, ist mir eine Selbstverständlichkeit.


Das wird mir alles ziemlich doppel- und dreifachdeutig. Ein entgegenkommender Lichtstrahl hat in dem bewegten Bezugssystem eine Geschwindigkeit von v+c. Wenn in diesem bewegten Bezugssystem sich eine Messapparatur befindet, die aus einem Glas mit dahinter liegendem Vakuum besteht, dann würde aus der vorherigen Unabhängigkeit von Lichtstrahl und Bezugssystem mit dem "eingefangenen" Lichtstrahl eine Abhängigkeit oder Koppelung hergestellt worden sein, d.h. der Lichtstrahl befindet sich jetzt im Glas und dahinter liegendem Vakuum, welches sich bereits mit v bewegt. Was sich dann ereignet halte ich für etwas spekulativ, nach meiner Ansicht erfolgt eine Frequenzänderung gegenüber dem Sternenlicht - allerdings wird das Licht mit LG für das jeweilige Medium sich in diesem bewegen, d.h. c_Glas, c_Vakuum. Hatte man zuvor die Bewegung der Messvorrichtung mit v und das Sternenlicht mit c angegeben (entgegenkommend), dann hätte so von außen betrachtet die Lichtwellenfront im Glas die Geschwindigkeit c_Glas-v und im dahinter liegendem Vakuum die Geschwindigkeit c_Vakuum-v.
Insgesamt könnte man einen Vergleich machen, indem man annimmt, dass eine Person mit c_Person in Richtung eines waagerecht auf ihn zu laufenden Rollbandes v_Rollband sich bewegt. Geht er seitlich an dem Rollband vorbei, so beträgt die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen ihm und dem Rollband c_Person+v_Rollband. Wenn er auf das Rollband drauf geht, d.h. zu diesem in entgegengesetzter Richtung darauf längs läuft, dann wäre die Differenzgeschwindigkeit c_Person-v_Rollband. Aber alles ohne Gewähr.

mfg
Zuletzt geändert von Gerhard Kemme am Sa 14. Mär 2009, 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Big Mac » Sa 14. Mär 2009, 01:22

Eine geniale Beschreibung des Äthers ist hier (Frank Very 1919) zu finden (die Grundideen stammen von Emanuel Swedenborg). Es ist natürlich nicht alles 100%-ig richtig, aber für damalige Zeit sehr gut.

Wer weiß was es noch alles gibt.

THERE has arisen at the present time a new doctrine which declares that there is no ether, or universal atmosphere consecrated to the propagation of luminous waves, but that light consists of discrete "quanta" of luminous energy, thrown off from vibrating electrons and originating in their disturbed motion. This proposition appears to be well founded; but it does not therefore do away with the necessity for a universal medium, though this medium should no longer be called "the luminiferous ether." I have adopted for the universal interstellar atmosphere the name of "aura," a term which I have borrowed from Swedenborg, who uses it sometimes to designate a universal atmosphere, a "purer ether," assigning to it in the end a gravitational function, and placing it as an antecedent to the light-bearing ether.

While the universal aura, or "ether of space," as Sir Oliver Lodge calls it, has no mass, the case is different with the electrically organized "ether," of which Sir J. J. Thomson in his "Electricity and Matter" has said: "All mass is mass of the ether, all momentum, momentum of the ether, and all kinetic energy, kinetic energy of the ether." Here, however, he points out that "the concentration of the lines of force on the small negative bodies the 'corpuscles' [or electrons] is so great that practically the whole of the bound ether is localized around these bodies"
...
He also assigned both a vibratory and a corpuscular nature to his luminous "ethereal particle," thus combining the Newtonian and Huyghenian hypotheses a view to which we are in a fair way to return.* After several speculations of this sort, he restrains himself with the words: "Much more might be said, but which I omit, as I have no experiments to prove my statements."
...
Let us assume that there is around an electron a condensation of the aura in which its electric properties reside; that the electron both rotates on an axis and also pulsates with a radial, regular, and uniform motion at all points of
its surface, being urged to this motion by an internal resilience; and that its shape is that of an approximate sphere with a central core, for which a reason will be given later. The electron is incapable of further compression, but is surrounded by its own ethereal "atmosphere" in which the pressure diminishes outwardly at a very rapid rate. During steady motion, this atmosphere moves with the electron and virtually forms a part of it; but the adhesion is so slight that under sudden shock the envelope is stript off and becomes a spherical ethereal particle which pulsates and oscillates within limits, but does not rotate. The naked electron immediately takes to itself a new atmosphere formed out of the illimitable aura, and may almost immediately lose its garment again at the next shock.
...
The ether-particle thus formed is a sphere of the same size as the electron. Its pulsation gives it mass which, together with its onward motion, causes it to have momentum. Its oscillation gives it alternating positive and negative electric sign and a reciprocating magnetic field, the whole constituting a least quantum of electro-magnetic energy. Because the electrons everywhere repel each other, and because radiation is an affair of surfaces, the emission of radiant ether by any portion of matter, from its origin, takes the form of a spherical wave.


Gruß
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Sa 14. Mär 2009, 09:21

Hallo Big Mac !

    Eine geniale Beschreibung des Äthers ist hier (Frank Very 1919) zu finden (die Grundideen stammen von Emanuel Swedenborg). Es ist natürlich nicht alles 100%-ig richtig, aber für damalige Zeit sehr gut.

    Wer weiß was es noch alles gibt.

So sehe ich das auch !

Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Sa 14. Mär 2009, 09:30

Hallo Gerhard Kemme !

    . Was sich dann ereignet halte ich für etwas spekulativ, nach meiner Ansicht erfolgt eine Frequenzänderung gegenüber dem Sternenlicht

Warum trraust du dich nicht ? Deine Ansicht ist doch logisch.
Bei dieser Frequenzänderung wird wahrscheinlich der Anteil des +v
umgewandelt.Irgendwo muss die Energie des +v ja hinkommen.
Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Sa 14. Mär 2009, 09:41

Hallo Chief !

    der Äther wird durch Gravitationskraft wie jede "normale" Materie mitgeführt. Die Ätherteilchen sind so klein, dass sie jede Materie widerstandslos durchdringen (Elektronenradius=2,8*10^-15m

Die Aetherteilchen dürften auch fast ladungslos sein ( e+e- Paare)
und aus diesem Grund anders reagieren als normale Materie.
Zwischen Elektronen un Atomkern ist so viel Platz, dass ein fast ladungsloses Teilchen (oder auch Neutrino) auch fast unbehindert durchkann.

Und wenn ich an ladungslose Teilchen denke, die von der Gravitation beeinflusst werden, fällt mir sofort die "dunkle Materie"
ein, die von den Astronomen ja schon mit ziemlicher Sicherheit nachgewiesen wird.
Da fügt sich ein Puzzlestein in den anderen.

Es gibt also noch viel zu entdecken !

Mit Gruß Hannes
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Re: Coriolis

Beitragvon scharo » Sa 14. Mär 2009, 18:49

Hallo Faber,

„Auf diese Weise ist die Corioliskraft als Komponente der Summe aller wirkenden Trägheitskräfte eindeutig definiert bzw. identifizierbar.“

Eben nicht! Als Komponente wäre nur v-radial oder w eindeutig definierbar. Das Endprodukt aller Kräfte ist in beiden Fällen – d.h. einmal bei v radial, r Änderung und einmal bei v radial = 0 aber w-Änderung – ist identisch in Größe und Richtung. Nicht vergessen genau zu überlegen, was passiert mit der Zentrifugal- und Zentripetalkraft bei einer v-radial. Also, messen wirst Du immer das Gleiche.
Die Fragen sind: Wieso diese identischen Kraft-Endvektoren unterschiedlich heißen sollen und wieso diese realen Kraftwirkungen mit einer optischen Täuschung aus der Sicht eines sich mitdrehenden Beobachters, wo keine Kräfte wirken und wo die Corioliskraft als eine Einbildung des Beobachters beschrieben wird, gleich gestellt werden.

Die rhetorische Beschreibung von Ernst – von 100% zu 0% Kraftübertragung ist nichts anderes als ein Übergang von 100% Kraftwirkung (Kraft, Dynamik) und 0% optische Täuschung (Effekt, Kinematik) zu 0% Kraftwirkung und 100% optische Täuschung. Wie Du siehst, ist hier ein Übergang von Kraft zu Effekt beschrieben und kann nicht bedeuten, dass Kraft und Effekt das Gleiche sein sollen.

Ich hätte nichts dagegen, wenn man das alles unter einen Hut bringen und es Corioliseffekt nennen würde, oder Corioliskraft klar als nur ein Effekt bezeichnet. Aber, als Kraft, und das auch noch messbar, darzustellen, ist wohl nur ein Witz.

Gruß
Ljudmil
scharo
 
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