Trigemina hat geschrieben:Jocelyne Lopez hat geschrieben:Du bist also schon lange vertraut mit dieser Thematik und kannst am besten meine Frage beantworten. Das wäre sehr nett, danke im voraus.
Deine Lorbeeren ehren mich zwar, jedoch fürchte ich
meiner Antwort nicht sehr viel mehr hinzufügen zu können betreffend der nicht-materiellen Längenkontraktion.
Leider habe ich Deine Aufklärung des Phänomens "
Längenkontraktion" immer noch nicht verstanden

, deshalb eben die Bitte um zusätzliche Erläuterungen.
Gut, nicht die Objekte selbst verkürzen sich bei Bewegung (die „
Längenkontraktion“ ist also sehr unglücklich genannt worden, so dass es zu Missverständnissen und zu Verständigungsschwierigkeiten führt), sondern die „
Raumzeit verformt“ sich zwischen zwei zueinander bewegten Objekten, die selbst materiell unverändert bleiben: das habe ich erst einmal verstanden, schon mal was, oder?
Ich möchte aber jetzt gerne noch wissen:
1) In welcher Form geschieht diese Verformung?
Liege ich richtig in der Annahme, dass der Raum sich zwischen den beiden Objekten
dehnt? Also, dass der Abstand zwischen den beiden Objekten länger wird, so dass die Laufzeit länger dauert?
Ist meine Beschreibung des Phänomens durch mein konkretes Beispiel mit dem Bogenschütze und der Zielscheibe weiter oben richtig?
2) Ist diese
Dehnung des Raums bzw. diese Vergrößerung des Abstands zwischen den beiden Objekten materiell oder ist sie ein Scheineffekt?
Du hast mir z.B. bei meinem Strandgedankenexperiment den Ort und den Zeitpunkt der Begegnung von jedem Beobachter mit der Wasserwelle unter Berücksichtigung der jeweiligen Längenkontraktion (bzw. der jeweiligen Raumdehnung) berechnet. Dehnt sich hier der Raum zwischen Beobachter und Welle materiell, so daß das Ereignis nach Deinen relativistischen Berechnungen in der Natur stattfindet?
Wäre nett, wenn Du gezielt diese beiden Fragen beantworten würdest.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez