Trigemina hat geschrieben:Du hast ja absolut recht! v lässt sich algebraisch herauskürzen. Jedoch habe ich aus didaktischen Gründen heraus bewusst darauf verzichtet, damit Jocelyne ihren Taschenrechner hervorkramt und es durchrechnet.
Trigemina hat geschrieben:Ihr beschwert euch darüber, dass ich einfach die Formel der relativistischen Geschwindigkeitsaddition hinklatsche ohne darauf einzugehen, wie diese überhaupt hergeleitet wird?
Die langjährige Erfahrung hat mich gelehrt, dass der Aufwand für lernresistente Kritiker nicht gerechtfertigt ist, da sie den Inhalt sowieso nicht verstehen wollen/können!
Würde es euch wirklich interessieren, hättet ihr eigenständig und ohne euch wie Kinder anzuleiten doch wenigstens bei Wikipedia nachschauen können.
http://de.wikipedia.org/wiki/Relativist ... tsaddition
Trigemina hat geschrieben:Ich habe mittlerweile die Herleitung der relativistischen Geschwindigkeitsaddition auf dem Papier hingekritzelt. Sie ist allerdings doch nicht so übersichtlich, und, leider auch nicht ausreichend didaktisch zufriedenstellend wie ich es eigentlich gehofft habe.
Da ich jedoch das Rad auch nicht unbedingt von neuem erfinden muss, verweise ich auf diese doch übersichtlich gestaltete Seite:
http://www.leifiphysik.de/web_ph11_g8/u ... hw_add.htm
Gut, da es hier ganz offensichtlich ist, dass Du sehr große Schwierigkeiten mit der Didaktik bei der Erklärung der Speziellen Relativitätstheorie hast, gebe ich Dir ein paar Tipps als Lernende:
Erst einmal vorweg etwas sehr Wichtiges:
Die mathematische Formulierung einer Hypothese hat keine Beweiskraft für die Gültigkeit dieser Hypothese in der Physik und in der Natur!Die Formel von Lorentz/Einstein ist
eine Beschreibung des Postulats der Invarianz von c relativ zu allen Beobachtern. Eine
Beschreibung ist jedoch kein
Beweis, Du kannst das wohl verstehen, oder nicht? Genauso kann man in der gesprochenen Sprache verschiedene Formulierungen für dieses Postulat sich einfallen lassen, die vom Sinn her unter sich gleich und auch gleich mit den verschiedenen mathematischen Formulierungen sind, zum Beispiel: „
Alle Beobachter messen die gleiche Geschwindigkeit des Lichts c, unabhängig von ihren eigenen Geschwindigkeiten v“ oder zum Beispiel auch : „
Die Relativgeschwindigkeit zwischen einem Lichtstrahl und allen Beobachtern ist invariant“, usw. usw.
Die verschiedenen Formulierungen eines Postulats sind ausschließlich deskriptiv, sie sind dafür konzipiert,
um Lernenden dieses Postulat verstehen zu lassen, sie müssen also zwangsläufig in der mathematischen Sprache und in allen natürlichen Sprachen vom Sinn her gleich sein.
Man wählt nach didaktischem Können oder nach Gefühl die eine oder die andere Formulierung je nach Kenntnis- und Bildungsstand der Lernende, denen man dieses Postulat verstehen lassen möchte. Wenn Du zum Beispiel dieses Postulat 6-jährigen Kindern erklären möchtest, dann wirst Du vielleicht eine Formulierung in dieser Art auswählen: „
Das Licht nähert sich von Euch allen immer mit der gleichen Geschwindigkeit, es lohnt sich nicht davor wegzurennen“. Wenn Du es 10-jährigen Kindern verstehen lassen möchtest, die schon in der Grundschule die Geschwindigkeitsaddition von Galilei/Newton gelernt haben, dann könntest Du zum Beispiel es so erklären: „
Die Geschwindigkeit des Lichts addiert sich nicht zu den Geschwindigkeiten der anderen Objekte“ und Du könntest dazu die einfach zu verstehende Formel c+v=c angeben, sie werden sie mit Sicherheit verstehen. Wenn Du das Postulat Gymnasialschülern erklären möchtest, die schon Algebra gelernt haben, könntest Du sagen: „
Die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und allen Beobachtern ist immer invariant mit c, unabhängig von den Geschwindigkeiten v der Beobachter“ und Du könntest zum Beispiel die Formel von Lorentz/Einstein in einer ihrer modernen Formulierungen angeben.
Verstehst Du, dass die verschiedenen mathematischen Formulierungen dieses Postulats nur deskriptiv sind und keine Beweiskraft in der Physik und in der Natur haben? Verstehst Du, dass die Berechnungen immer richtig sein werden, d.h. dass sie immer nur das gleiche Ergebnis liefern müssen bei allen Formulierungen? Das ist sehr wichtig das zu verstehen und zu akzeptieren.
Also jetzt meine Frage:
Verstehst und akzeptierst Du, dass es viele mathematischen Beschreibungen dieses Postulats geben kann, dass sie unter sich equivalent sind und dass sie immer dasselbe Ergebnis c liefern, wenn man sie mit irgendwelchen Zahlen ausrechnet, weil die Mathematik keinen Unterschied in der Verarbeitung von kleinen und großen Zahlen macht?
Könntest Du gezielt meine Frage beantworten?
Viele Grüße
Jocelyne Lopez