Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » So 8. Mär 2009, 20:18

Hallo Ljudmil !

    . Das, was hier beschrieben wird, ist die klassische, Galileische Relativität. Einstein SRT ist eigentlich eine Verletzung der Relativität. Ihm hat der Name „Relativitätstheorie“ auch nicht gepasst.

Ich muss immer wieder feststellen, dass du einer der besten Kenner der Materie um die SRT bist.

Und wenn man deine Argumente liest, kann man sich in die Denkweise der
Menschen des auslaufenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts hineindenken.
So war der Zeitgeist, dem Einstein seinen Namen gegeben hat.

Ich bin auf gar keinen Fall ein Feind Einsteins. Eher ein Verehrer.
Und wenn ich Glück gehabt hätte, hätte ich ihn noch persönlich erleben können.

Vielleicht hätte ich in seiner Situation ähnlich gedacht und entschieden.

Die Zeit bleibt aber nicht stehen und die Wissenschaft schreitet voran.
Die Denkweise der Menschen vor 100 Jahren ist überholt und bedarf einer Korrektur.

Mit besten Grüßen Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » So 8. Mär 2009, 20:30

Hallo pauli,

oder eben das Higgsfeld, welches auch in der Lage sein soll die Gravitation zu erklären.

Gruß

Sebastian
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Re: Konstanz der LG

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 8. Mär 2009, 20:33

scharo hat geschrieben:
Zitat Lopez:
„So viel ich weiß war aber Albert Einstein der Erste überhaupt, der die Konstanz der LG relativ zu bewegten Beobachtern postuliert hat.“

Nein, das hat er damals nicht postuliert. Nirgends erwähnt er 1905 eine Konstanz relativ zu bewegten Beobachter. Es ist aber wahr, dass diese Konsequenz sich aus seiner Arbeit ergibt – das hat er damals nicht bemerkt.


Stimmt wohl, so ganz klar hat er das nicht in seiner Arbeit von 1905 postuliert, jedoch enthält meiner Meinung nach die Original-Formulierung seines 2. Postulats in der üblichen geschnörkelten Sprache (geschnörkelte Sprache war wohl zu dieser Zeit allgemein die Sprache der Wissenschaft) die Annahme der Bewegungsunabhängigkeit zum Beobachter - wieder als inverse Vorstellung:

Zitat Albert Einstein:

2. Jeder Lichtstrahl bewegt sich im „ruhenden“ Koordinatensystem mit der bestimmten Geschwindigkeit V, unabhängig davon, ob dieser Lichtstrahl von einem ruhenden oder bewegten Körper emittiert ist.


Das Wort „Beobachter“ steht zwar nicht explizit in dieser Formulierung (nur der Begriff „emittierender Körper“, sprich die Quelle), aber dadurch, dass zwangsläufig nur ein Beobachter eine Geschwindigkeit aus einer Lichtquelle überhaupt messen kann (wer sonst?), besagt diese Formulierung, dass ein Beobachter immer die gleiche Geschwindigkeit V misst, egal ob er relativ zur Quelle ruht oder ob er sich relativ zur Quelle bewegt.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » So 8. Mär 2009, 20:50

Hallo pauli,

die Gravitation ist aber schon eine entscheidende Größe bei der RT. Und wenn nun ein Äther auftaucht, der dazu in der Lage ist, dann ist der Higgsäther im Grunde der gesuchte Äther.

Würde ich jetzt mal so sagen.

Gruß

Sebastian
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » So 8. Mär 2009, 20:57

Hallo Uli !

    Das zu fordern nur der Forderung Willen reicht eben nicht, es gibt ja eigentlich auch schon was: die ART, die die SRT bekanntlich beinhaltet. Ist die SRT falsch, ist es wohl auch die ART, und dann
?

Bin ich nicht deiner Meinung!
Die ART hat mit der SRT nicht das Geringste zu tun !

Die ART ist eine Theorie der Gravitation, die SRT der Elektromagnetik.
Dass einige Bestandteile hinübergezogen werden, lässt sich nicht vermeiden.

Wenn wir beide der Auffassung sind, dass Einsteins Name auch in hundert Jahren ein Begriff bleiben wird, ist es hauptsächlich der ART zu verdanken,die
bei den Astronomen noch in keiner Arbeit infrage gestellt worden ist.

Da heute die Existenz einer dunklen,fast nicht detektierbaren Materie bei den
Astronomen unumstritten ist,ist ein Weiterleitungsmedium für die EM Wellenfronten kein Problem.

    Oder xxx wie Christian Anders konsultieren? Oder die anonyme Forschertruppe und Abgeordnetenbelästiger GO Meier?


Warum können sich die Relativisten nicht um eine Weiterentwicklung der SRT kümmern ?Die müssten doch die besten Kenner der Materie sein !

Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Ernst » So 8. Mär 2009, 21:06

Lieber Ljudmil,

Ich bin auch Mechaniker.

Aber wohl kein Technischer Mechaniker. Sonst würdest Du die Kinematik nicht in den Rang einer eigenständigen Wissenschaft erheben. Die Kinematik ist das eine Hilfs-Werkzeug der Technischen Mechanik. Es dient lediglich dazu, Bewegungsabläufe masseloser Strukturen abzubilden. Das andere Werkzeug der Technischen Mechanik ist die Dynamik. Die befaßt sich damit, die Ergebnisse der Kinematik mit den Massen und damit den Kräften in den Strukturen zu vereinigen und damit die Struktur physikalisch richtig zu beschreiben.

Wenn Du also meinst, irgendwelche physikalischen Erkenntnisse ausschließlich aus der Kinematik gewinnen zu können, dann ist das nicht der Weg der Technischen Mechanik, sondern der Weg des Ptolemeus.
Der konnte natürlich mit einem Bezugssystem Erde(v=0 omega=0) die Kinematik der Objekte im All mit Erde als Bezugssystem genauestens beschreiben. Er machte auch wie Du bei der Kinematik halt und hielt seine Beschreibung für physikalische Realität: Die Erde ruht und das gesamte Firmament dreht sich um die Erde. Der Irrtum resultiert daraus, daß zwar die Bewegung richtig erfaßt wurde, die Kräfte aber unterschlagen wurden. Hätte er das Fachgebiet der Dynamik beherrscht, hätte er herausgefunden, daß die Erde rotiert. Er hätte daraufhin die Bewegungsabläufe seiner Kinematik mit der Dynamik zusammenführen müssen uns schon hätte er das Weltbild von heute gehabt.

Ähnlich Ptolemeus stellst du dich hin, betrachtest die Erde als ruhendes nicht rotierendes System und konstantierst im Einklang mit der Kinematik, Rom und Oslo sind nicht zueinander bewegt. Die Dynamik und damit die Technische Mechanik ist Dir Wurscht. Die Hinzunahme der Dynamik und damit das Gesamtergebnis der Technischen Mechanik würde Dir aber zeigen, daß die Erde sich dreht (sie war nur kinematisch als ruhendes Bezugsobjekt brauchbar) und damit für Rom und Oslo unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeiten erzeugt, was deshalb auch eine Relativgeschwindigkeit begründet.

Die Rotation produziert KEINE Corioliskräfte. Corioliskraft ist eine SCHEINkraft = keine reale Kraft = die gibt es nicht.

Ljudmil! Du hast wirklich wenig Ahnung von Technischer Mechanik. Corioliskräfte wirken ganz real und man kann sie natürlich auch messen. Die Corioliskraft ist wie die Zentrifugalkraft auch eine Trägheitskraft (kein mir bekannter Technischer Mechaniker verwendet für Trägheitskraft den Begriff Scheinkraft).

Die DIFFERENZGESCHWINDIGKEIT zwischen München und Kairo ist demzufolge 100m/s RELATIV zum ABSOLUTEN BEZUGSSYSTEM. D.h. aus diesem absoluten Bezugssystem betrachtet, haben München und Kairo unterschiedliche Geschwindigkeiten, obwohl beide unbewegt zueinander sind.

Das soll ein Witz sein, oder?

Liebe Grüße
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am So 8. Mär 2009, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Big Mac » So 8. Mär 2009, 22:10

pauli hat geschrieben:Und wohin weiter? Wenn Postulate 1 + 2 stimmen, stimmt wohl auch der Rest.


Die Postulate stimmen leider nicht. Was meinst Du, weshalb führen wir diese Diskussionen überhaupt?

Hier muss noch gesagt werden, dass Einsteinsche Theorie durch "Gedankenexperimente" des Emil Rupp glänzend bestätigt wurde.

Dietmar wird natürlich auch hier das Gegenteil beweisen. :mrgreen:

Gruß
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 9. Mär 2009, 00:28

Hannes hat geschrieben:Du triffst genau meine Meinung, wenn du sagst, dass Namen wie Einstein,
Heisenberg, Schrödinger für die nächsten Jahrhunderte wichtige Begriffe bleiben werden und auch sollen !

Zweifelsohne werden die RT-Kritiker nicht in der Lage sein, die Relativitätstheorie von Albert Einstein wesentlich in ihrer Akzeptanz zu mindern, da sie mit höchstem Publikationsaufwand über ein Jahrhundert eingeführt ist und von der etablierten Wissenschaftswelt gelehrt wird. Allerdings war der geniale Mathematiker Albert Einstein nach meiner Ansicht ein schlechter Physiker, der die Trennlinie zwischen Mathematik und Physik nicht eingehalten hat. In der Physik muss dieser Steuermann von der Brücke - andere mögen da anderer Meinung sein.
Hannes hat geschrieben:Deswegen bin ich der Ansicht, man soll eine Korrektur der SRT ermöglichen,es würde dem Ansehen Einsteins sicher guttun.

Man wird noch mehr als ein Jahrhundert lang die Relativitätstheorie mit Korrekturen versehen, um sofort auf die alte Version zurückzuschwenken, wenn irgendwo die fundamentale Kritik nachlässt. Die Richtung der Verbesserungen ist auch bereits bekannt, man wird weiter auf Immunisierung per Abstraktion und Steigerung der Komplexität achten, den Propagandaaufwand erhöhen und kein gutes Haar an den Kritikern lassen. Insbesonders wird man echte Diskurse meiden. Systematisch gilt hier allerdings, dass man nicht einfach eine Theorie, wenn sie sich grundsätzlich als Falsch erweist, einfach durch ein paar Korrekturen richtig machen kann. Wenn Theorien, die sich als prinzipiell falsch erweisen, ebenmal korrigiert werden können, dann braucht keine Theorie mehr richtig sein, dann läuft es alles nach dem Prinzip, irgendwelche Behauptungen aufzustellen, deren Begründungen kompliziert darzustellen und dann, wenn die Kritiker mit viel Mühe die Widerlegung geschafft haben, dann einfach zu sagen, nun kommt die Korrektur und alles beginnt von vorne: Falsche Behauptungen, komplizierte, undurchschaubare Beweisführungen und bei Widerlegung korrigierte Neuauflage des Falschen.
Hannes hat geschrieben:Bei jeder Theorie ist eine Korrektur im Laufe der Zeit und mit neuen Erkenntnissen notwendig, ohne dass man sich darüber sonderlich aufregen muss.

Du verwechselst den Begriff der Korrektur mit dem der Falsifizierung. Die Fachwissenschaft Physik ist nicht nur aus Jux und Dollerei vorhanden, sondern hat wie andere Disziplinen von Wissenschaft der Spezies korrekte Ergebnisse zur Weiterentwicklung und zum Verständnis der eigenen Umwelt abzuliefern.

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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 9. Mär 2009, 00:50

pauli hat geschrieben:Und wohin weiter? Wenn Postulate 1 + 2 stimmen, stimmt wohl auch der Rest.

Das zweite Postulat stimmt auf keinen Fall, da ein Lichtstrahl in Bezugssystemen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auch unterschiedliche Geschwindigkeiten hat und es somit kein einheitliches c=2,99792458*10^-8 ms^-1 hat.
pauli hat geschrieben:In Spektrum der Wissenschaft habe ich mal gelesen, dass sie gezielt nach winzigen Verletzungen des RP suchen, indem sie versuchen festzustellen, ob hochfrequente Strahlung von Pulsaren etwas schneller ankommt als Niederfrequentere.
Mehr weiß ich dazu nicht.

Man wird immer wieder Einzelphänomene entdecken, die scheinbar Aussagen der SRT bestätigen. Allerdings bekommt man dann Schwierigkeiten mit der logischen Implikation: Einzelne experimentelle Übereinstimmungen mit der RT sind keine Bestätigungen. Es kann erst etwas bestätigt werden, was überzeugend hergeleitet, diskutiert und aufgrund der offenkundigen Richtigkeit auf breiter Ebene akzeptiert ist.

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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 9. Mär 2009, 01:03

Sebastian Hauk hat geschrieben:die Gravitation ist aber schon eine entscheidende Größe bei der RT. Und wenn nun ein Äther auftaucht, der dazu in der Lage ist, dann ist der Higgsäther im Grunde der gesuchte Äther.
Würde ich jetzt mal so sagen.


Sagen kann man vieles. Was überzeugt und das viele Sagen ersetzen kann, das wäre eine detaillierte Diskussion des Higgsäthers, ob die Übertragung elektromagnetischer Wellen und weitere Phänomene durch ihn überzeugend erklärt werden. Ich weiss nicht, ob du oder andere in eine solche Debatte wirklich sachkundig einsteigen wollen. Wenn ja, dann werden wir sie sicherlich irgendwann führen. Wenn nein, dann bin ich mal so frei und bitte darum, nicht einfach irgendetwas in die Welt zu setzen. Für mich wäre momentan fraglich, ob der Higgsäther überhaupt dem Begriff "Äther" genügen würde. Man wird sicherlich eingehender darüber debattieren.

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