Jocelyne Lopez hat geschrieben:Chief hat geschrieben:Das Problem ist, wie Kurt richtig erklärt hat, dass Du nicht weißt wie die Ausbreitungsgeschwindigkeit in den Kabeln ist.
Aber doch, es ist doch in meinem Experimentvorschlag vorgesehen, dass man sie separat vor der Messung der Lichtgeschwindigkeit misst, und Joachim Schulz, der Experimentalphysiker ist, hat doch gesagt, dass es kein Problem sei die Geschwindigkeit der Übertragungssignale im BNC-Kabel (was das auch immer ist) zu messen - ich habe übrigens verstanden, dass es sich im Kabel um
elektrische Signale handelt, nicht um Lichtsignale, aber es spielt im Grunde genommen meiner Meinung nach keine Rolle, weil man sie von der Messung der LG sowieso abzieht und c+v im Kabel sich hin-und-zurück kompensiert:
Der Name BNC-Kabel wird vom Stecker geprägt.
Es ist ein BNC-Stecker an diesem Kabel angemacht.
Es kann auch genausogut ein N-Stecker oder ein SMA, oder sonsteiner sein.
BNC deswegen weil die gängigen Messgeräte eine BNC-Buchse haben.
Das Kabel ist eine geschirmte Leitung die das eingebrachte Signal zum Messgerät weiterleitet.
Gooogle mal nach BNC und HF-Kabel oder Messleitung.
Im Kabel breitet sich Licht langsamer aus als in VAC.
Es breitet sich nach den gleichen Gesetzen aus.
Also ist es auch deb gleichen Gesetzen unterworfen.
Eine "Funkwelle" wird sozusagen in das Kabel reingezwängt.
Stell dir einen Oszillographen vor, er stehe auf einem Tisch im Labor.
Er habe zwei Eingänge, daran jeweils ein gleichlanges BNC-Kabel angeschlossen.
Nun hänge beide Kabel an einen Generator der Signale erzeugt.
Der Oszi kann zwei Kanäle darstellen.
beide Kanäle zeigen das gleiche Signal.
Nun mach ein Kabel länger, jetu´zt istz ein Versatz am Oszi zu erkennen.
Das Signal das durch das länger Kabel gelaufen ist war länger unterwegs.
Das zeigt sich am Oszi dadurch dass es weiter rechts erscheint.
Selbstverständlich lassen sich die Laufzeiten des Kabels ausmessen.
Sie sind auch immer gleich, egal in welche Richtung das Kabel liegt, ob es aufgerollt oder ausgestreckt ist.
Es zählt die Länge das Kabels.
Das ist deswegen so weil das Signal im Kabel zwar langsamer läuft als sein Bruder im Vacuum, jedoch den gleichen Gesetzen unterworfen ist.
Heisst dass es einem Bezug folgt.
Wäre dieser Bezug nicht vorhanden wüsste das Signal nicht wie es zu laufen hat.
Dieser Bezug verhält sich... naja, habs schon geschrieben.
Wegen des Bezuges, seiner -Annagelung- an die Erdoberfläche, läuft Licht, das ist nichts anderes als Funk, oder ein Spannungspuls, in jede horizontale Richtung gleich.
Somit auch im Kabel.
Darum kann man die Kabellänge als Verzögerungselement betrachten, und zwar unabhängig der Richtung.
Wenn nun dieses Kabel bewegt wird, dann bewegt es sich gegen den Bezug.
Licht/Funk/Impuls... immer noch nach diesem Bezug.
Somit ist es nicht mehr egal ob sich das Kabel bewegt oder nicht.
Die ganze MM-geschichte dreht sich um die Messung der Bewegung gegen den Bezug, genannt Ätherwind.
Diese Bewegung steht also in Differenz zum Bezug.
Wenn du nun Licht von einer bewegten Quelle aussendest dann läuft dieses unabhängig der Quelle oder eines Detektors immer dem Bezug folgend.
Ebenso ist es mit dem Licht im Kabel, es folgt nicht dem Kabel, sondern dem Bezug.
Wenn nun ein Kabel dazu verwendet wird um ein Signal zur Uhr zurückzusenden, richtig
zurückzusenden, dann spielt die Laufdauer im Kabel eine entscheidende Rolle.
Die Laufdauer ist eben nicht von der Kabellänge abhängig, sondern vom Bezug den das Signal verwendet.
Darum hast du automatisch eine Zweiwegmessung.
Und dabei kompensiert sich eben der Grossteil des Differenzsignals aus.
Egal wer sagt dass sich die Laufdauer im Kabel bei Bewegung nicht verändet, es ist falsch.
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Laufzeit in Koaxkabeln bspw. kann genau bestimmt werden, so dass einer derart durchgeführten Labormessung eigentlich nichts im Wege stünde. Weshalb also nicht?
Wenn die Relativisten diese Messungen im Kabel für ihre Experimente gängig durchführen, warum könnten Kritiker das auch nicht tun?
Solange das Kabel am Tisch liegt, es also unbewegt gegen den Bezug ist, ist es eine feine Sache.
Das Kabel hat immer die gleiche "Länge", sprich Verzögerung.
Sobald es bewegt wird, eben nicht mehr.
Darum ist deine angedachte Methode nicht praxistauglich.
Ob das nun "Relativisten" oder "Kritiker" anders sehen spielt keine Rolle.
Es ist halt einfach so.
Denn wenn du bei Bewegung misst hast du eine andere Kabellänge.
Je nachdem wie es gerade liegt und in welche Richtung du dein Signal durchschickst.
Gruss Kurt