Kurt hat geschrieben:Man sollte halt kapieren das man in Begriffen denkt, diese aber nicht real existieren.
"Real", "existieren", Realität, Existenz, Materie usw. sind auch Begriffe. Du findest wohl nie den Ausgang aus deinem geistigen Hamsterrad.
Kurt hat geschrieben:Das hat natürlich zwangsweise zur Folge das [...] eine andere Vorstellungswelt angesagt ist.
Eine Vorstellungswelt, die zwangsweise auch mit Begriffen ausgedrückt werden muss. Anders geht es nun mal nicht. Auch Tiere können denken mit Begriffen, nur bilden sie keine Worte dafür, oder nur rudimentär.
Gedanken und Begriffe existieren, aber ein Begriff ist etwas anderes als das, was damit gemeint ist. Materie ist ein gedanklich existierender Begriff, und das damit Gedachte ist etwas Greifbares, Messbares, falls man sich darauf einigen kann.
Das Denken und das Gedachte sind nicht dasselbe. Deshalb gibt es Definitionen für das Gedachte, was hinter einem Begriff steht. Es gibt Schulen und Lehrer, um die gedanklich existierenden Begriffe einheitlich zu beschreiben, so dass das dahinter stehende Gedachte in allen Köpfen möglichst gleich ist. Das nennt man lernen.
Anders kann man sich nicht vernünftig unterhalten, man würde immer aneinander vorbei reden, wenn jeder einfach Begriffe aufschnappt und verwendet, das dahinter stehende Gedachte aber jeweils ganz anders ist als das, was andere durch eindeutige Definition gelernt haben.
Wenn man sagt "der Himmel ist blau", dann muss eben jeder, der es hört und verstehen soll vorher gelernt haben was hinter dem Begriff blau steht, was dabei das Gedachte ist. Cranks rufen dann gleich "Schwachsinn!", weil sie es vorher eben nicht gelernt haben und in ihren cranken Köpfen das Gedachte ganz anders ist.
Das ist das Grundproblem mit euch Cranks: Ihr weigert euch einfach, das hinter einem Begriff stehende Gedachte in Einklang mit dem zu bringen, was das damit verbundene Gedachte in anderen Köpfen ist. So kann man nicht vernünftig diskutieren.
Denken geht nur mit einheitlichen Begriffen und ist Voraussetzung zum Verstehen. Aber denken allein führt noch nicht zum Verstehen. Zum Verstehen und verständlich machen, d.h. zum Erklären, muss das Gedachte beim Denken auch richtig verknüpft werden, nach gewissen Regeln. Das Regelwerk, also die Art und Weise, wie das Gedachte beim Denken verknüpft werden muss heißt Logik.
Das ist das zweite Problem von euch Cranks: Ihr ignoriert die Gesetze der Logik. Selbst wenn ihr mal etwas dazulernen würdet und wenigstens die einheitlich definierten Begriffe richtig verwenden würdet, wärt ihr immer noch unfähig oder unwillig, sie korrekt nach den Gesetzen der Logik zu verknüpfen, also unfähig zum Verständnis.
Es ist das schwerwiegendere Problem, weil man Logik nicht von anderen lernen kann. Dazu muss man bereits logisch denken können. Deshalb gibt es ein abgestuftes Schulsystem, wo man solchen, die zum logischen Denken nur begrenzt fähig sind, wenigstens die Bedeutung der Begriffe vermittelt, so dass sie Holz nicht mit Eisen verwechseln oder sowas Blödes. Da reicht es dann, wenn sie "nachplappern" können. Auch mit solcher Bildung kann man im Leben gut zurecht kommen, aber natürlich keine wissenschaftlichen Leistungen vollbringen, denn dafür reicht nachplappern nicht. Ohne jede Bildung, also ganz ohne Lernen wenigstens der einfachsten Begriffe geht es in der menschlichen Gesellschaft aber gar nicht, siehe Caspar Hauser.