ZQUANTUM hat geschrieben:Stichwortartig:
Auf den ersten Blick sieht das natürlich wie eine Verharmlosung der Klima-Problematik aus.
Warum sollte man jemanden der historisch wissenschaftlich gesicherte Sachlagen vorträgt, auf den ersten Blick für einen Verharmloser der Klima-Problematik halten!?
Weil es bekanntlich gewisse antidemokratische "Kräfte" gibt, die alles und jedes verteufeln und als Lüge bezeichnen, was nur im Entferntesten nach Mehrheitskonsens und "Mainstream" riecht. Die machen auch vor gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht halt.
Solche sind es, die Ganteför gerne auf ihrer Seite sehen und seine Aussagen als Beleg dafür ansehen, dass es womöglich gar keinen Klimawandel gibt oder dass er nicht zum guten Teil menschengemacht sei oder die steigende CO2-Konzentration nicht verantwortlich sei, unser Leben in keine Weise bedrohen kann usw. usf. In deren Augen beruht die ganze Klimadiskussion auf Lüge und Propaganda.
Ganteför sagt sowas zwar nicht, ganz im Gegenteil, aber allein seine wissenschaftlich korrekte Aussage, dass hohe Temperaturen und CO2-Konzentrationen in der Erdgeschichte nichts Neues sind genügt solchen Leuten bereits um den Klimawandel als völlig harmlos anzusehen. Dass die Sache längst zum Politikum geworden ist wie u.a. damals die Pandemie vor wenigen Jahren dürfte dir wohl bekannt sein. Da gibt es nun mal Fanatiker auf beiden Seiten.
ZQUANTUM hat geschrieben:Ich würde behaupten, dass solche "Einschätzungen" a priori auf Unwissen der Rezipienten basiert und nicht auf dem vorgetragenen.
Ja, sicher. Es ist kein Geheimnis, dass die Anhänger der genannten "Kräfte" nicht gerade die hellsten Lichter im Hafen sind und sie vermeintliche "Fakten" einfach selber schaffen, was man neudeutsch Fake News nennt, seit der Trampel über dem Teich sowas salonfähig gemacht hat. Natürlich sind auch deren fanatische Gegner nicht gerade die hellsten, wenn sie sich auf Straßen kleben und sich für die letzte Generation der Menschheit halten. Die Mutter aller Dummen ist immer schwanger. So ist das leider.
Auch dieser art Überlegung erübrigt sich, die Aussagen Ganteförs btr., derer zu wissen nötig
Hä? Was das bedeuten soll müsste man raten. Schade, dass du dich noch immer nicht in verständlicher Sprache ausdrücken kannst. Ein Genitiv mach hier überhaupt keinen Sinn.
um das komplexe Thema in Gänze einschätzen zu können, wenn man denn die Zeit und die Motivation hat.
Also meine Meinungsbildung ist weitestgehend abgeschlossen. Eine Motivation mich noch tiefer mit dem Thema zu beschäftigen als schon geschehen habe ich nicht.
Die Wachstumsraten der Korallenriffe erreichten im Holozän mit 25 C im Mittel ihren Höhepunkt.
Das Riffwachstum reagierte nichtlinear auf die Meeresoberflächentemperatur und erreichte während des holozänen thermischen Maximums zwischen ~7.000 und ~5.500 Jahren vor unserer Zeitrechnung seinen Höhepunkt bei ~25 °C. Während dieses Zeitraums betrugen die atmosphärischen Kohlendioxidkonzentrationen (CO2) ~325 Volumenteile pro Million (ppm).
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41811791/Korallen am Great Barrier Reef erholen sich
Forscher stellen beim Great Barrier Reef den stärksten Korallenbewuchs seit 36 Jahren fest. Durch Störungen des Meeres kann das aber wieder zunichtegemacht werden.
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2022- ... mperaturenDiese von mir verlinkten Aussagen sind mM. genauso zu analysieren, in Relation zum Thema zu setzen, wie die deine.
Nicht wirklich. Die Korallen interessieren mich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Sollten sie in zu warmem Wasser eingehen, dann ist das sicher nur ein vorübergehendes Phänomen, das mich nicht tangiert. Da interessiert mich schon eher der Kuckuck: Weil die warmen Temperaturen im Jahr bei uns inzwischen deutlich früher einsetzen, nisten die Vögel auch früher, und wenn der Kuckuck schließlich von seinem Winterquartier im Süden zurück kommt, ist es bereits zu spät seine Eier noch in fremde Nester zu schmuggeln. Das bedroht seine Art ganz direkt, und wenn er nicht bald lernt, dass er besser früher zurück kommen sollte als es in seinen Genen verankert ist, dann ist er in wenigen Generationen weg vom Fenster. So eine komplexe Lebensform ist schon etwas anderes als Korallen. Es dauert wesentlich länger, bis die Evolution etwas Vergleichbares entwickelt. Aber natürlich hängt das Überleben der Menschheit auch nicht vom Kuckuck ab. Also kein Grund zur Panik.
Das Thema ist wie gesagt komplex, zu komplex um gleich rhetorisch zu werden... "So what?"
Wo liest du da Rhetorik raus? Das Thema ist auch nicht sonderlich komplex. Es wird wärmer auf der Erde und das Leben entwickelt sich entsprechend. Das ist alles.