Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 21:54

Faber hat geschrieben:Gegeben sei ein x,y-Koordinatensystem das in bezug auf den angenommenen Äther ruht. Die Lichtquelle ruhe zunächst im Ursprung und produziere eine ebene Welle, die sich in positive x-Richtung ausbreitet. Dann lautet die Wellengleichung:
g(x,t) = sin(2πf(t - x/c))
Diese Gleichung beschreibt eine ebene Welle, die sich in positive x-Richtung ausbreitet. Der Ausgang der Lichtquelle schwingt bei x = 0 gemäß g(0,t) = sin(2πft).
Nee.
Eine lineare Welle bestenfalls.
g(x,y,t) wäre eher anzusetzen.
Der Abstand der Lichtquelle zum halbdurchlässigen Spiegel sei L. Die Weglänge L0, die das Licht von der Lichtquelle zum Spiegel zurücklegt, ist größer als L, da das gesamte Gerät mit v in x-Richtung bewegt ist. Es gilt L0 = L + vT0. Dabei ist T0 die Zeit, die das Licht dafür benötigt, den Weg zurückzulegen. Da sich das Licht im Äther mit c bewegt, haben wir L0 = cT0. Wir erhalten:

T0 = L / (c - v)
L0 = L c/(c - v)
Das ist falsch rum!
So messen wir keine Zeiten T!So werden keine Längen L "interpretiert" gemessen .

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 21:57

Ernst hat geschrieben:
Faber hat geschrieben: Es ist richtig, dass bei angenommenem Äther wegen der Bewegung der Lichtquelle die Lichtsphären im Äther einen Dopplereffekt zeigen.

Es ist überhaupt nicht sinnvoll, irgendwie ins Bezugsystem Äther zu wechseln. Der gesamte Vorgang wird eindeutig aus dem System der Meßeinrichtung beschrieben. Und in diesem System tritt zu keiner Zeit und an keiner Stelle ein Dopplereffekt auf.
Warum wohl?

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 22:07

Faber hat geschrieben:Der Abstand der Lichtquelle zum halbdurchlässigen Spiegel sei L.
Umgekehrt.
Booten mit:
Der Antwortzeit zur Signalreise Lichtquelle zum halbdurchlässigen Spiegel und Rück sei 2*T (nach Definiton des Meters messung von T) .
L sei c*T weil c:=299...Km/sec ==> c=L/T !

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 8. Feb 2011, 22:22

fb... hat geschrieben:Deine Hypothese war (und ist), dass der Reflektor (Spiegel) die Phasenlage bestimmt.

1. Kann der Reflektor nur an einem bestimmten Ort etwas beeinflussen, nämlich dort, wo er sich eben befindet


Bild

Reflektoren (Spiegel) machen das, was Spiegel eben so machen. Sie reflektieren Wellen. Michelson verwendete polierte Metallspiegel. Die Spiegel im MMI reflektieren die einfallenden Wellen mit Phasensprung, die reflektierten Phasen sind deshalb um lambda/2 gegenüber den einfallenden verschoben. Diese Phasensprünge bei den Reflexionen treten im MMI jeweils 2 Mal auf, einmal am Strahlteiler und einmal am Spiegel bzw. einmal am Spiegel und dann am Strahlteiler. Sie bleiben daher in meiner Erklärung unberücksichtigt. Michelson hat die Strahlen mehrfach hin und her gespiegelt. Auch da heben sich die Phasensprünge auf.

Die Grundlage meiner Erklärung ist, dass die Phasen vom Spiegel unabhängig von der Lage des MMI zum Äther immer nur um den Phasensprung verschoben zurückkommen. In einem Arm von fester Länge kehrt der Strahl sowohl vertikal als auch longitdinal deshalb mit identischer Phasenlage zurück, weil vertikal die Geschwindigkeit kleiner und die Wellenlängen kürzer werden und deshalb die Reflexion genau so erfolgt, als wäre die Geschwindigkeit und die Wellenlängen gleich wie im longutidinalen Arm. Das bedeutet nicht, dass die Strahlen gleichzeitig zum Mittelpunkt (Strahlteiler) zurückkehren, sondern sehr wohl mit einem Zeitversatz. Das spielt keine Rolle, weil sie eben phasengleich sind, wenn sie einserseits vom Strahlteiler und andererseits vom Reflektor zum Detektor geschickt werden.

Wenn Michelson mit dem beweglichen Spiegel die Phasenübereinstimmung am Kreuzungspunkt der Strahlen einmal eingestellt hat, kann sich durch Drehung des MMI nichts mehr ändern. Weil sich Geschwindigkeiten und Wellenlängen proportional zur Drehung so anpassen, dass die Wellenzüge am Kreuzungspunkt stets phasengleich bleiben.

Wenn man nur mit den Laufzeiten rechnet, bleibt die Anpassung an die Geschwindigkeit im vertikalen Arm durch die Verkürzung der Wellenlängen unberücksichtigt. Diese Verkürzung erfolgt genau mit dem Gammafaktor. Wenn sich über die gedachte Diagonale der Strecke die Wellenlänge nicht ändert, verschieben sich die Phasen am Kreuzungspunkt Strahlteiler natürlich. Denn dann laufen die Wellenzüge vom Strahlteiler zwar geschwindigkeitsvermindert, aber mit gleicher Wellenlänge hoch, wie sie im longitudinalen Arm vorliegen. Davon war Michelson ausgegangen. Und das war m.E. unvollständig gedacht...

Die Animation von Chef zeigt zwar den Laufzeitunterschied, aber nicht die Phasenlagen. Dazu müssten mehrere Wellen zu sehen sein und auch ihre Bewegung runter zum Detektor. Wenn sie da alle dieselbe Geschwindigkeit haben und die Abstände gleich bleiben, bestätigt das meine Anschauung. Denn die Phasengleichheit und infolge die Interferenz wird von Michelson zu Versuchsbeginn eingestellt.


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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 22:32

Highway hat geschrieben:Aber wir halten mal zur Sicherheit fest, dass sich ein Dopplereffekt ergibt, wenn man das Experiment aus dem Bezugssystem Äther betrachtet, was der Herr ja vor kurzem noch vollmundig verneint hat.

Laß es gleich wieder los. ;) Das zeigt nur wieder, daß Du die Dinge kaum nachvollziehen kannst. Bezüglich der Bewegung Äther relativ zur Versuchseinrichtung entsteht naturgemäß ein Dopplereffekt. Da bewegt sich ja etwas gegeneinander; was Voraussetzung für einen Dopplereffekt ist.
Nur hat das überhaupt keinen Belang in dieser Geschichte. Die Messung findet nämlich im System Versuchseinrichtung statt :!: Und in dieser Versuchseinrichtung ist alles starr miteinander verbunden. Die Abläufe in diesem System haben daher mit Doppler überhaupt nichts zu tun.

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon Faber » Di 8. Feb 2011, 22:35

Ernst hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Es ist richtig, dass bei angenommenem Äther wegen der Bewegung der Lichtquelle die Lichtsphären im Äther einen Dopplereffekt zeigen.

Es ist überhaupt nicht sinnvoll, irgendwie ins Bezugsystem Äther zu wechseln. Der gesamte Vorgang wird eindeutig aus dem System der Meßeinrichtung beschrieben. Und in diesem System tritt zu keiner Zeit und an keiner Stelle ein Dopplereffekt auf.

Warum nicht? Ich habe die Formel für die Laufzeitdifferenz in Abhängigkeit vom Drehwinkel der Apparatur selbstverständlich und ganz übersichtlich im Äthersystem hergeleitet.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 8. Feb 2011, 22:42

Ernst hat geschrieben:Die Abläufe in diesem System haben daher mit Doppler überhaupt nichts zu tun.


Du bestreitest den Umstand, dass sich die Wellenlängen im vertikalen Arm des MMI auf dem Weg zum Spiegel und zurück verkürzen?

BildBild

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 22:57

Faber hat geschrieben:Ist ja auch logisch, denn niemand erwartet, dass das Resultat des MM-Versuchs von der Farbe des Lichts abhänge.
Was?
Wie wurden denn die 8Km/sec Ätherwind gemessen?

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 22:58

Harald Maurer hat geschrieben:
Die Grundlage meiner Erklärung ist, dass die Phasen vom Spiegel unabhängig von der Lage des MMI zum Äther immer nur um den Phasensprung verschoben zurückkommen. In einem Arm von fester Länge kehrt der Strahl sowohl vertikal als auch longitdinal deshalb mit identischer Phasenlage zurück, weil vertikal die Geschwindigkeit kleiner und die Wellenlängen kürzer werden und deshalb die Reflexion genau so erfolgt, als wäre die Geschwindigkeit und die Wellenlängen gleich wie im longutidinalen Arm. Das bedeutet nicht, dass die Strahlen gleichzeitig zum Mittelpunkt (Strahlteiler) zurückkehren, sondern sehr wohl mit einem Zeitversatz. Das spielt keine Rolle, weil sie eben phasengleich sind, wenn sie einserseits vom Strahlteiler und andererseits vom Reflektor zum Detektor geschickt werden.

Was ist das denn für eine seltsame Reflexion. Das ist alles nicht richtig. Deine Animation enthält nämlich einige markante Fehler:

1. An der Reflexionsfläche müssen zu jedem Zeitpunkt die eingehenden Wellenpunkte und die reflektierten Wellenpunkte auf einem gemeinsamen Punkt liegen. Siehe Wiki:

Bild

2. Ist im Ätherwind die Wellenlänge der einlaufenden Welle anders als diejenige der reflektierten Welle.

Gruß
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Zuletzt geändert von Ernst am Di 8. Feb 2011, 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 23:00

Ernst hat geschrieben: Die Messung findet nämlich im System Versuchseinrichtung statt :!: Und in dieser Versuchseinrichtung ist alles starr miteinander verbunden.
Daß alles starr miteinader verbunden ist , wurde wie gemessen?
Kennst Du da Gegenmessungen?

Oder ein plausibles Postulat?

Gruß
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