Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » So 6. Feb 2011, 01:03

Kurt hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben:
Wenn Wind geht kommen sie zu unterschiedlichen "Zeitpunkten" zurück.
Wenn die Armlängen gegen Äther immun sind, oder ?
Klar, sind sie ja auch.
Eine Verformung tritt nur bei Beschleunigung auf.
Kurt's Raum-Zeit-Theorie-Postulat?
Oder wie?

Gruß
galactic32
 
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 01:16

galactic32 hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Die Wellenlänge verändert sich nicht, egal ob sich MM bewegt oder nicht.

Relativ zu welcher Referenz?


Zum lokalem Lichtleitbezug.
Hier ist stillschweigend die Erdoberfläche angenommen.
Denn sonnst wär die Aussage sinnlos.

galactic32 hat geschrieben:
Die Lichtgeschwindigkeit verändert sich nicht, egal ob sich MM bewegt oder nicht.

Die Lichtgeschwindigkeit wirkt anders.


Wie?

Ich hab den gleichen Bezug wie oben angenommen.
Und da läuft es in jede horizontale Richtung gleich, zumindest in diesem Zusammenhang hier.

galactic32 hat geschrieben:
Der Phaserkreisel wird ständig hin- und hergeschwenkt, so kann man das mindern, denn er ist dann immer gegenüber dem Bezug in (ausreichend grosser) Bewegung.
So wird's erzählt, z.B. in Wiki.
galactic32 hat geschrieben:Und wie treffend sind die Meß-Werte geworden?
Ganz gut, abzüglich der Schwelle die notwendig ist um den Einphaseffekt zu überwinden.
>>Ganz gut<< ist keine wissenschaftliche Antwort.
Meß-Werte sind von Natur aus immer ganz gut.
Wie direkt warst Du denn daran beteiligt?


Garnicht.
Ganz gut soll heissen dass es ausreicht um die gestellten Anforderung zu erfüllen.

galactic32 hat geschrieben:Bzw. wem hast Du diese Gerüchte abgekauft?


Ich kanns nicht beurteilen weil ich nicht dabei war, nur glauben.


galactic32 hat geschrieben:Gibt MM-Messungen in Flugzeugen?
Ja schon, aber die sind halt ziemlich langsam und sehr unruhig.[/quote]Wolltest Du nur flachsen?Gegen Unruhe gibt es Kautschuck- oder Gummibändchen.Damit gelang es Tunnel-Elektronenmikroskope hinreichend zu stabiliesieren.
Bei MM lässt sich das alles ganz logisch darstellen.
Dazu ist nicht viel Krips" notwendig, nur ein bisserl Naturverständnis.
Jo, nur umjekehrt die Logik folgt der Natur, der Physik.
Drei bisserl Naturverständnis eher.
Das bisserl Naturverständnis dieser hiesigen Erdlinge reicht offenbar nicht.
Es gibt sogar zweierlei Ergebnisse je nach Bewegungsrichtung.
Und damit lässt sich MM als funktionierend beweisen.
galactic32 hat geschrieben:Die Bewegung spielt die Rolle der Zeit-Dauer-Veränderung der Lichtuhr gegenüber einer "Ruhenden".
Das ist richtig, aber nicht ausreichend für MM.
Es spielt nicht nur die Bewegung eine Rolle, sondern auch die Richtung der Bewegung.
Bei MM ist dieser Umstand entscheidend.
Auch das wäre richtig, es gibt damit noch einen Umstand, und der wäre: keine materielle Längenänderung.
Aber frag mal einen SR-Hypothese-Angänger, ob sich die materielle Länge verändert, und wenn welche, die parallel zur Bewegungsrichtung oder/und die senkrecht dazu?
[/quote]

Hab ich schon öfter versucht.
Schweigen.

Schau dir die vielen Beiträge um Panzer und Lichtbälle/Eier an, sind alle für die Katz weil niemend der Beteiligten es für notwendig hält zu erklären aus welcher Persperktive und bei welchen Umständen er das so sieht.
Denn in der herrschenden Theorie ist ja alles auf -ich sehe- es so (und dann ist es die ultimative Wahrheit) ausgerichtet.
Ein fataler Irtum.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 01:20

galactic32 hat geschrieben:
Eine Verformung tritt nur bei Beschleunigung auf.

Kurt's Raum-Zeit-Theorie-Postulat?
Oder wie?


Kein Postulat, Natur pur.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » So 6. Feb 2011, 01:42

Kurt hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Die Wellenlänge verändert sich nicht, egal ob sich MM bewegt oder nicht.
Relativ zu welcher Referenz?

Zum lokalem Lichtleitbezug.
Hier ist stillschweigend die Erdoberfläche angenommen.
Denn sonnst wär die Aussage sinnlos.
Stillschweigend.
Ist in der Wissenschaft so eine heikle Angewohnheit, mit dem verschweigen, wenn's nicht menschlich nötig ist.

Also die Wellenlänge ändert sich nicht zum lokalem Lichtleitbezug.
Und der wäre neben der Erdoberfläche, das Platin-Urmeter.Oder die Länge des Armes.
Dann sagst Du auch wir können mit der modernen Definiton den Urmeter auf die Zeit-Basis umstellen, zumindest hier auf der Erde.
Und die Wellenlänge ändert sich immer synchron zur materiellen Länge.
Ganz gleich ob sich die materielle Länge der Arme synchron mit der Länge der Welle im MM-Experiment durch den absoluten Äther bewegend kürzt oder nicht.
Also stimmig mit: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!
Die Lichtgeschwindigkeit verändert sich nicht, egal ob sich MM bewegt oder nicht.
galactic32 hat geschrieben:Die Lichtgeschwindigkeit wirkt anders.
Wie?
Ich hab den gleichen Bezug wie oben angenommen.
Und da läuft es in jede horizontale Richtung gleich, zumindest in diesem Zusammenhang hier.
Na die Dopplerschen Effecte tauchen auf.
Blau/Rot-Verschiebungen der CMBR und dergleichen.
Schau dir die vielen Beiträge um Panzer und Lichtbälle/Eier an, sind alle für die Katz weil niemend der Beteiligten es für notwendig hält zu erklären aus welcher Persperktive und bei welchen Umständen er das so sieht.
Denn in der herrschenden Theorie ist ja alles auf -ich sehe- es so (und dann ist es die ultimative Wahrheit) ausgerichtet.
Ein fataler Irtum.
Genau das prangert Jocelyne ganz zu recht an.
Daß muß nicht sein.
Wird die Menscheit drüber hinauswachsen müssen.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » So 6. Feb 2011, 01:57

Kurt hat geschrieben:Kein Postulat, Natur pur.
Was ist daran Natur pur:die Armlängen sind gegen Äther immun?
Natur pur wäre:Die materielle Länge gilt als eine Konsequenz des Licht-Prinzips.
Diese Materie schrumpft von einem absoluten Ruhepunkt aus gesehen,nach Lorentz mit der Wellenlänge und synchron mit allen sonstigen physikalischen Längen des bewegten Labors.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Faber » So 6. Feb 2011, 03:58

MichelsonMorley.gif
MichelsonMorley.gif (2.79 KiB) 4859-mal betrachtet

Das Bild zeigt die unterschiedlichen Wellenlängen in den Armen des Interferometers für den übersichtlichen Fall, dass die Relativgeschwindigkeit des Interferometers zum Äther v = 0,5c beträgt und die Länge der Arme sowie die Frequenz des Lichts so gewählt sind, dass die Länge der Arme bei c gerade 3 Wellenlängen entspricht. Bei c-v haben wir dann 6 Wellenlängen pro Arm und bei c+v 2 Wellenlängen pro Arm. Weiterhin mögen die Maxima zum Zeitpunkt t = 0 am Ausgang der Lichtquelle (unten) auftreten und folglich auch an allen Spiegeln sowie beim Eingang des Interferometers (rechts).

Oben im Bild weht der Ätherwind horizontal, unten im Bild weht der Ätherwind vertikal. Die Maxima der Wellen zum Zeitpunkt t = 0 sind jeweils für einen Strahl links im Bild und für den anderen Strahl rechts im Bild separat dargestellt.

Bei diesen Gegebenheiten detektiert das Interferometer maximale konstruktive Interferenz. Und das ganz gleich, ob der Ätherwind horizontal oder vertikal weht. Das Licht beider Strahlen kommt in beiden Fällen jeweils mit gleicher Phasengeschwindigkeit, gleicher Wellenlänge, gleicher Frequenz und gleicher Phase am Interferometer an. Der Fall, dass kein Ätherwind weht, ist nicht dargestellt. Auch in diesem Fall detektiert das Interferometer maximale konstruktive Interferenz.

Ich tippe daher mal, dass Herr Maurer vollkommen recht hat, dass das Michelson-Morley-Experiment den Äther keineswegs widerlegt.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 08:51

Faber hat geschrieben:Bei diesen Gegebenheiten detektiert das Interferometer maximale konstruktive Interferenz. Und das ganz gleich, ob der Ätherwind horizontal oder vertikal weht. Das Licht beider Strahlen kommt in beiden Fällen jeweils mit gleicher Phasengeschwindigkeit, gleicher Wellenlänge, gleicher Frequenz und gleicher Phase am Interferometer an. Der Fall, dass kein Ätherwind weht, ist nicht dargestellt. Auch in diesem Fall detektiert das Interferometer maximale konstruktive Interferenz.

Ich tippe daher mal, dass Herr Maurer vollkommen recht hat, dass das Michelson-Morley-Experiment den Äther keineswegs widerlegt.


Und das stimmt nicht.
Du hast die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Der Wirt sagt dass es ein Untereschied macht ob sich die Arme längs oder quer zum "Wind" bewegen.
Längs dauert es länger.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 09:03

galactic32 hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Kein Postulat, Natur pur.
Was ist daran Natur pur:die Armlängen sind gegen Äther immun?
Natur pur wäre:Die materielle Länge gilt als eine Konsequenz des Licht-Prinzips.
Diese Materie schrumpft von einem absoluten Ruhepunkt aus gesehen,nach Lorentz mit der Wellenlänge und synchron mit allen sonstigen physikalischen Längen des bewegten Labors.


Hallo galactc32,
das Licht das in den beiden Armen läuft schert sich nichts darum ob es jemand beobachtet, wie es jemand, der von irgendeinem Punkte aus hinschaut, sieht.
Es läuft immer so wies der örtliche Bezug vorgibt.

Bei Annahme dass der örtliche Bezug der Äther sei, das -Ding- durch die sich die Erde zu zwängen hat, bewegt sich MM gegen diesen.
Und da gelten dann die Umstände die in den beiden Armen herrschen.
Diese sind derart dass das Licht im in Längsrichtung zur Bewegung liegendem Arm länger braucht als im anderen.
Und das ergibt die Phasenveränderung wenn die Arme vertauscht/gedreht weden.

Materie und Licht verhalten sich unterschiedlich, das ist zu beachten wenn man sich an die Überlegung zur mechanischen Länge, deren ev. Veränderung bei Bewegung, macht.
Das ist hier aber unwichtig weil es keinerlei Beschleunigung gibt, und selbst da muss man diferenzieren,
Also bleibt die Länge der Arme in jeder Richtung konstant.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » So 6. Feb 2011, 10:33

Die Überlegung ist ganz einfach.
Verfolgen wir einen der Strahlen während einer Drehung um 90°.
phasen_lage.JPG
phasen_lage.JPG (16.98 KiB) 4847-mal betrachtet

Vom Strahlteiler (S) werden während dieser Drehung die Wellenzüge stets mit derselben Phasenlage abgestrahlt.
Die Wellenzüge laufen hoch zum Spiegel A. Mit der Geschwindigkeit sqrt(c²-v²). Die Wellenlängen verkürzen sich mit
sqrt(1-v²/c²). Am Spiegel ergibt sich eine bestimmte Phasenlage. Diese muss nicht übereinstimmen mit der Phasenlage am Strahlteiler, denn sie ergibt sich durch die Armlänge (die in der Folge unverändert bleibt).
Der Spiegel A reflektiert die Wellenzüge runter zum Detektor (D 1). Ist der Abstand zum Detektor derselbe wie der Abstand zum Spiegel, kommen die Wellenzüge mit derselben Phasenlage an, die sie am Spiegel hatten. Ist der Abstand nicht genau derselbe, ergibt sich eine andere Phasenlage, was keine Rolle spielt, weil dies dann auch für den zweiten Strahl gilt. Wir nehmen aber den Idealfall an, dass Michelson sehr genau gearbeitet hat und die Abstände vom Strahlteiler zu den Spiegeln und zum Detektor übereinstimmen. Dann ergibt sich eben eine übereinstimmende Phasenlage am Spiegel und am Detektor, weil das der Doppler-Effekt auf dieser Strecke bewirkt. Auf dem Weg zum Spiegel A und runter zum Detektor haben die Wellenzüge dieselbe verminderte Geschwindigkeit und die proportional zu dieser Geschwindigkeit verkürzte Länge. Es ergibt sich sowohl am Spiegel als auch am Detektor deshalb auch immer die Nominalfrequenz.

Nun drehen wir die Anordnung auf die Situation B. Was geschieht? Die Wellenzüge werden noch kürzer, ihre Geschwindigkeit wird genau proportional dazu noch langsamer! Während der ganzen Drehung wird diese Beziehung der Wellenlänge zur Geschwindigkeit beibehalten. Das führt dazu, dass sich am Spiegel keine Änderung der Phasenlage ergeben kann. Der Spiegel am Ort B reflektiert nach wie vor dieselbe Phasenlage weiter. Die läuft zum Detektor und verändert sich nicht, weil auch auf diesem Weg diese Anpassung der Wellenlängen zur Geschwindigkeit erfolgt.
Wenn wir die Anordnung weiter drehen zur Situation C, geschieht wieder dasselbe. Die Wellenlängen werden noch kürzer, und genau entsprechend dazu noch langsamer! Sie sind beim longitudinalen Doppler-Effekt gelandet. Jetzt haben sie ihre größtmögliche Kürze und ihre langsamste Geschwindigkeit erreicht, und während der Drehung haben sich Wellenlängen und Geschwindigkeiten an jedem Punkt des Kreises genau so aneinander angepasst, dass sich nirgendwo eine Änderung der Phasenlage ergeben konnte. Der Strahl läuft nun in der waagrechten zum Detektor und kommt wieder mit derselben Phasenlage an, die der Spiegel am Ort C völlig unverändert empfangen hat. Auf diesem Weg bewirkt nämlich der longitudinale Dopplereffekt eine Verlängerung der Wellenlänge und genau entsprechend eine höhere Geschwindigkeit!
Also: auf dem Hinweg zum Spiegel werden die Wellenzüge langsamer und dementsprechend kürzer, auf dem Rückweg zum Detektor werden sie schneller und dementsprechend länger. Immer entspricht die Wellenlänge der Geschwindigkeitsveränderung. Einmal vom Strahlteiler abgesandt, können sich am Spiegel keine Änderungen der Phasenlagen ergeben. Stets erfolgt eine exakte Kompensation während der Drehung, also im Übergang vom transversalen zum longitudinalen Doppler-Effekt.
Dieses Kompensations-Spielchen läuft im zweiten Strahl ganz auf dieselbe Weise ab. Dass die beiden Strahlen zu unterschiedlichen Zeitpunkten am Detektor ankommen, spielt keine Rolle, weil sie bei der Ankunft immer dieselbe Phasenlage haben! Eine Zeitmessung findet nicht statt, die Strahlen sind längst da, wenn sie das Interferenzmuster erzeugen, und am Muster ist der Zeitversatz nicht erkennbar. Und trotz Drehung der Anordnung wird sich dieses Muster nicht verändern!
Wieviele Wellenzüge in den Armen unterwegs sind, spielt schon ganz und gar keine Rolle, denn es handelt sich ja nicht um einen einzigen Strahl samt seinen Wellenzügen, und er muss auch keine Wellenzüge dazu bekommen oder verschwinden lassen, denn der Strahl setzt sich kontinuierlich aus neuen, einzelnen Strahlen und Wellenzügen zusammen, die im Takt der Frequenz vom Strahlteiler kommen. Und jeder dieser Strahlen macht sein Kompensations-Spiel auf die gleiche Weise. Nirgendwo im Interferometer Michelsons konnte sich die Phasenlage verändern - ebenso wie die Frequenz blieb sie konstant. Die angeblich gemessenen ca. 8 km/s sind entweder ein Messfehler (die Gründe dafür habe ich schon erwähnt) oder könnten sich aus dem letzten Viertel der Lichtlaufstrecke ergeben, wenn die Position des Strahlteilers nicht hochgenau ist, was schon deshalb der Fall sein könnte, weil er aus Glas mit einer bestimmten Dicke bestand. Da die Reflexionen an den Oberflächen stattfinden, könnte sich diese Dicke auswirken. Allerdings hatte man auch ein Ausgleichsglas in den Strahlengang gesetzt.
Dieses Glas konnte zwar die Dicke für die durchlaufenden Strahlen kompensieren, nicht aber den Abstand der Reflexionen, an den Oberflächen, der sich durch diese Dicke ergibt.

Die Sache ist so einfach, dass ich mich wirklich darüber wundern muss, dass noch niemand darauf gekommen ist. Aber das Geschwindigkeits- und Zeitgespenst hat das wohl verhindert!

Grüße
Harald Maurer

Und noch eine Anmerkung für jene, denen der Gammafaktor für die Berechnung der Wellenlängen-Verkürzung auffällt. Das ist genau der Faktor, den man bei Fehlinterpretation dieses Experiments braucht für die Verkürzung der Arme in Bewegungsrichtung! Und um den Zeitversatz weg zu zaubern, braucht man die Zeitdilatation.
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 10:55

Harald Maurer hat geschrieben:Die Sache ist so einfach, dass ich mich wirklich darüber wundern muss, dass noch niemand darauf gekommen ist. Aber das Geschwindigkeits- und Zeitgespenst hat das wohl verhindert!



Hallo Harald,
eben weil es so einfach ist darum wundere ich mich etwas.
Du kannst das Zeitgespennst nicht wegzaubern, es ist vorhanden.

Nimm die Lichtlaufstrecke D_C , lass keinen Wind wehen.
Stell die Laufdauer fest.
Dann dreh sie in D_A Richtung
Es ergibt sich die gleiche Laufdauer.
Du kannst also in jede Richtung drehen, die Laufdauer ist immer gleich.

Nun lass Wind wehen.

Die Lichtlaufdauer in D_A wird grösser, denn die zu durchlaufenden Strecken sind länger
Nun dreh in D_C Richtung, die Laufdauer ist ebenfalls grösser.
Ja sie ist sogar grösser als in D_A Richtung.

Somit hast du unterschiedliche Laufzeiten.
Wenn du nun die Richtungen vertauscht dann ändern sich auch die jeweiligen Laufzeiten.
Das ist es was MM messen würde, worauf MM gesetzt hat.

Gruss Kurt
Kurt
 
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