Doppelspalt-Experiment

Hier werden diverse Partikelmodelle diskutiert

Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Frau Holle » Mo 19. Jan 2026, 18:01

Lagrange hat geschrieben:Kannst du ein Doppelspaltexperiment mit Elektronen zeigen? Keine Simulation.

Ja, bei Hitachi durchgeführt. Prof Adams am MIT zeigt es im Hörsaal als Film. Zwar sagt er zwischendurch mal "individual photons", aber das ist nur ein Versprecher. Das Experiment wurde mit einzelnen Elektronen gemacht, eins nach dem anderen wohlgemerkt. Und das ist kein simuliertes Gedankenexperiment, sondern ganz real aufgenommen.
 
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Re: Hypothese

Beitragvon Frau Holle » Mo 19. Jan 2026, 18:54

rmw hat geschrieben:Und das Wort "Deutung" sagt eigentlich auch schon alles.

Was denn z.B.?

Die Tatsache, dass ein Apfel vom Baum zu Boden fällt kann man wie Newton deuten als Wirkung einer Schwerkraft oder wie Einstein als Ergebnis einer Raumzeitkrümmung. So oder so, deuten muss man die experimentellen Tatsachen immer, und die Deutung dann auch begründen.

Na du vielleicht nicht. Dir reicht ja ein schwammiges "vermutlich, möglicherweise, wahrscheinlich...".
 
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Frau Holle » Mo 19. Jan 2026, 19:07

Lagrange hat geschrieben:Alles muss eine logische Erklärung haben. Elektron hat ein elektrisches und ein magnetisches Feld, Neutron hat ein magnetisches Feld.

Die einzige logische Erklärung der Doppelspaltexperimente ist, dass z.B. ein Elektron weder Welle noch Teilchen ist, sondern es ist eben ein Elektron. Das hat sowohl Wellen- als auch Teilcheneigenschaften. Das gleiche gilt für's Photon.

Das Elektron hat kein elektrisches und magnetisches Feld, sonst gäbe es ja unzählig viele solche Felder, eins für jedes Elektron. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Das elektrische Feld "hat" ein Elektron als Anregung des Felds.
 
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon hmpf » Mo 19. Jan 2026, 19:30

Einfach mal nach „de-BROGLIE-Wellenlänge“ googlen:
https://www.leifiphysik.de/quantenphysi ... llenlaenge
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Strahlteiler

Beitragvon rmw » Mo 19. Jan 2026, 19:51

hmpf hat geschrieben:Wie ändert sich denn die „Mikrostruktur“ des Stahlteilers in Abhängigkeit des Gangunterschieds in den beiden Teilarmen?
Als Physiker kann ich mir jetzt ein Kopfschütteln nicht verkneifen.

Warum sollte es nicht möglich sein dass Photonen je nachdem wo sie auf das Atomgitter des Strahlteilers auftreffen entweder durchgelassen werden oder reflektiert werden.
An Atomgittern entstehen schließlich auch Streuungen von Photonen.
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Re: Strahlteiler

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 19. Jan 2026, 19:56

rmw hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Wie ändert sich denn die „Mikrostruktur“ des Stahlteilers in Abhängigkeit des Gangunterschieds in den beiden Teilarmen?
Als Physiker kann ich mir jetzt ein Kopfschütteln nicht verkneifen.

Warum sollte es nicht möglich sein dass Photonen je nachdem wo sie auf das Atomgitter des Strahlteilers auftreffen entweder durchgelassen werden oder reflektiert werden.
An Atomgittern entstehen schließlich auch Streuungen von Photonen.



Für Licht sind die Kristallgitter unerheblich. Die eigentliche Wechselwirkung von Licht besteht mit den Ladungsträgern (freie Elektronen). Aber auch bei Metallen gibt es im Wellenlängenbereich von Röntgenstrahlung. die können durch dünne Metallschichten dringen.

Gruß
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Beobachtung

Beitragvon rmw » Mo 19. Jan 2026, 20:02

Frau Holle hat geschrieben:Die Tatsache, dass ein Apfel vom Baum zu Boden fällt kann man wie Newton deuten als Wirkung einer Schwerkraft oder wie Einstein als Ergebnis einer Raumzeitkrümmung.

Bei der "Kopenhagener Deutung" geht es aber um Deutung aufgrund von Mathematik und nicht aufgrund einer Beobachtung.

Die "Raumzeitkrümmung" ist allerdings ebenso hypothetisch und eigentlch ist Hypothese noch zuviel gesagt.
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Re: Beobachtung

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 19. Jan 2026, 20:07

rmw hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Die Tatsache, dass ein Apfel vom Baum zu Boden fällt kann man wie Newton deuten als Wirkung einer Schwerkraft oder wie Einstein als Ergebnis einer Raumzeitkrümmung.

Bei der "Kopenhagener Deutung" geht es aber um Deutung aufgrund von Mathematik und nicht aufgrund einer Beobachtung.

Die "Raumzeitkrümmung" ist allerdings ebenso hypothetisch und eigentlch ist Hypothese noch zuviel gesagt.


Hier der Link dazu.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Strahlteiler

Beitragvon hmpf » Mo 19. Jan 2026, 20:08

rmw hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Wie ändert sich denn die „Mikrostruktur“ des Stahlteilers in Abhängigkeit des Gangunterschieds in den beiden Teilarmen?
Als Physiker kann ich mir jetzt ein Kopfschütteln nicht verkneifen.

Warum sollte es nicht möglich sein dass Photonen je nachdem wo sie auf das Atomgitter des Strahlteilers auftreffen entweder durchgelassen werden oder reflektiert werden.
An Atomgittern entstehen schließlich auch Streuungen von Photonen.

Sie haben das Michelson-Interferometer nicht verstanden. Der Strahlteiler wird von ebenen Wellen mit einem
Durchmesser von 3 bis 7 cm getroffen. Da kommt es nicht auf irgendwelche „Stellen“ im Strahlteiler an.
Die beiden Ausgänge des Interferometers bestehen aus parallelen Lichtstrahlen mit einem Durchmesser von
3 bis 7 cm. Je nach Gangunterschied sind diese Kreisflächen mit einem Durchmesser von 3 bis 7 cm an jedem
der beiden Ausgänge abwechselnd komplementär vollständig hell oder vollständig dunkel.
Dies lässt sich mit Teilchen nicht erklären.
Deshalb gibt es ja seit über 100 Jahren den Welle-Teilchen-Dualismus.
Zuletzt geändert von hmpf am Mo 19. Jan 2026, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Parabolspiegel

Beitragvon rmw » Mo 19. Jan 2026, 20:09

Rudi Knoth hat geschrieben:
rmw hat geschrieben:Mit einer Welle läßt sich noch nicht einmal ein gebündelter Lichtstrahl erklären.

Jede Taschenlampe mit Parabolspiegel zeigt, daß es geht.

Nur mit Licht, mit tatsächlichen Wellen wie Luftschall funktioniert das nicht.
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