Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon Kurt » Do 25. Dez 2025, 07:54

hmpf hat geschrieben:Manno, was ist daran so schwer zu verstehen?
Wenn man ein Rechtecksignal durch einen Tiefpass schickt, der alle Oberwellen wegfiltert, dann kommt ein
reines Sinussignal heraus.

Kapierst du denn immer noch nicht. Im Rechtecksignal ist nichts enthalten, es besteht aus zwei Flanken und dazwischenliegenden statischen Zuständen.
Wenn du damit einen Kondensator lädst/entlädst dann kommt halt eine Lade-Entladekruve raus die irgendwo wie ein Sinussignal aussieht, es ist aber keins, es ist der Ladevorgang eines Cs.

Erkläre uns wie denn die "Oberwellen" in das Rechteck kommen. Mach mal und zeig uns dieses Wunder.

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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon hmpf » Do 25. Dez 2025, 08:07

Kurt hat geschrieben:... Erkläre uns wie denn die "Oberwellen" in das Rechteck kommen. Mach mal und zeig uns dieses Wunder. ...

Genauso wie sie bei der Fouriertransformation herauskommen.
Digitalisieren sie mehrere Sinuskurven mit ganzzahlig vielfacher unterschiedlicher Frequenz.
Wenn Sie diese Kurven punktweise addieren kommt eine näherungsweise Rechteckfunktion dabei heraus.
Das kann man alles im Internet 1000-fach nachlesen.
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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon Kurt » Do 25. Dez 2025, 08:12

hmpf hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:... Erkläre uns wie denn die "Oberwellen" in das Rechteck kommen. Mach mal und zeig uns dieses Wunder. ...

Genauso wie sie bei der Fouriertransformation herauskommen.

Hat sie die Fouriertransformation hineingetan?


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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon hmpf » Do 25. Dez 2025, 08:19

Kurt hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:... Erkläre uns wie denn die "Oberwellen" in das Rechteck kommen. Mach mal und zeig uns dieses Wunder. ...

Genauso wie sie bei der Fouriertransformation herauskommen.

Hat sie die Fouriertransformation hineingetan?

Die Fouriertransformation ist eine Form der Spektralanalyse, die zeigt, welche Frequenzen mit welcher
Amplitude in einem Signal enthalten sind.
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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon Kurt » Do 25. Dez 2025, 08:38

Rudi Knoth hat geschrieben:Dies hat Kurt schon gemacht und in diesem Beitrag im 2. Bild dokumentiert. Wenn man runterscrollt sieht man auch die von ihm verwendete Schaltung.

Klick ins Bild macht es auf.

Rudi Knoth hat geschrieben:Er legt also das Rechtecksignal über Widerstände an Parallelschwingkreise an und misst die Spannung an diesen Kreisen. Er interpretiert das Ergebnis so, daß die "Oberwellen" von diesen Kreisen selbst erzeugt werden und im Rechtecksignal nicht enthalten sind.


Wie interpretierst du es denn?

Rudi Knoth hat geschrieben: In der Tat fließt im Resonanzfall Strom zwischen Spule und Kondensator und der resultierende Strom ist klein.


Er entspricht der Grösse die ihm die Flanke über den R eingebracht hat. Ab da ist der Schwingvorgang vorhanden. An der abnehmenen Schwingamplitude ist zu erkennen das sich die Schwingung über den R wieder abbaut, sie wird also kleiner.


Rudi Knoth hat geschrieben: Eine andere Schaltungsidee von mir wäre, eine Serienschaltung anstelle der Parallelschaltung einzusetzen und an einem darauf folgenden Widerstand die Spannung zu messen. Denn dann ist dieser Kreis im Resonanzfall niederohmig. Man kann dann einen Stromfluss zwischen Spule und Kondensator ausschließen.


Ein Reihenkreis ist identisch mit einem Par-Kreis.
Beide müssen geschlossen sein damit die Schwingung bestehen kann. Der Reihenkreis ist "aussenrum" geschlossen.

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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon hmpf » Do 25. Dez 2025, 08:55

Kurt hat geschrieben:... Wie interpretierst du es denn? ...

Sie haben das Prinzip der Spektralanalyse nicht verstanden.
Ihre LC-Resonanzkreise können als Detektor für eine einzelne Frequenz verwendet werden.
Wenn Sie die Frequenz Ihres Rechtecks langsam verändern, wird ein einzelner LC-Resonator
immer dann anschwingen, wenn seine Resonanzfrequenz ein ganzzahlig Vielfaches der eingestellten
Rechteckfrequenz ist.
Damit zeigt dieser Spektralanalysator genau das Gleiche wie eine Fourier-Spektralanalyse.
Das kann man alles im Internet 1000-fach nachlesen.
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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon Rudi Knoth » Do 25. Dez 2025, 09:01

@Kurt Heute 8:38

Wie interpretierst du es denn?


Nun daß nur die Ströme der Oberwellen eine Spannung am Oszi erzeugen.

Er entspricht der Grösse die ihm die Flanke über den R eingebracht hat. Ab da ist der Schwingvorgang vorhanden. An der abnehmenen Schwingamplitude ist zu erkennen das sich die Schwingung über den R wieder abbaut, sie wird also kleiner.


Das stimmt schon. Nur der Strom "bleibt" im Schwingkreis und nur ein kleiner Teil fliesst durch den Schwingkreis. Natürlich sieht man die Spannung an Spule und Kondensator.

Ein Reihenkreis ist identisch mit einem Par-Kreis.
Beide müssen geschlossen sein damit die Schwingung bestehen kann. Der Reihenkreis ist "aussenrum" geschlossen.


Das stimmt nicht. Denn die Spule ist dann an einem Ende der Rechteckspannung angeschlossen und der Kondensator am anderen Ende. Wie sollen dann Ladungen von einem Anschluß des Kondensators durch die Spule ans andere kommen?

Gruß
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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon Kurt » Do 25. Dez 2025, 09:12

hmpf hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:... Wie interpretierst du es denn? ...

Sie haben das Prinzip der Spektralanalyse nicht verstanden.

Du kannst davon ausgehen das ich es verstanden habe.

hmpf hat geschrieben:Ihre LC-Resonanzkreise können als Detektor für eine einzelne Frequenz verwendet werden.


Selbstverständlich können sie das, wird ja in jedem Radio so gemacht.
Man sollte halt wissen wie so ein Resonanzkreis sich verhält wenn man ihn für bestimmte Anwendungen/Umstände einsetzen will.
Man sollte auch wissen wie sich dieses Gebilde verhält wenn man es mit schnellen Änderungen beaufschlagt.

hmpf hat geschrieben:Wenn Sie die Frequenz Ihres Rechtecks langsam verändern, wird ein einzelner LC-Resonator
immer dann anschwingen, wenn seine Resonanzfrequenz ein ganzzahlig Vielfaches der eingestellten
Rechteckfrequenz ist.


Nein, dazu muss ein Sinussignal angelegt werden, alle anderen Signalformen bewirken das was ich in den Bildern gezeigt habe.

hmpf hat geschrieben:Damit zeigt dieser Spektralanalysator genau das Gleiche wie eine Fourier-Spektralanalyse.


Na und!!
Er ist nichts anderes als ein Empfänger, ja er kann sogar als reines Softwaregebilde ausgelegt sein.

hmpf hat geschrieben:Das kann man alles im Internet 1000-fach nachlesen.


Man kann das was da seit Jehrzehnten geschrieben steht auch überprüfen. Und man wird, wenn man einen Draht zur Realität hat, festellen das einem da so mancher Stuss vorgesagt wird.
Es gibt sogar welche die diese, dort behaupteten Unmöglichkeiten, glauben, nicht schnallen welcher physikalisch Unmögliches da verbreitet wird.

hmpf hat geschrieben:Soviel kalter Kaffee am Weihnachtsmorgen ist schon heftig.


Du sagst es.

Kurt

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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon Rudi Knoth » Do 25. Dez 2025, 09:27

@Kurt » Do 25. Dez 2025, 9:12

Selbstverständlich können sie das, wird ja in jedem Radio so gemacht.
Man sollte halt wissen wie so ein Resonanzkreis sich verhält wenn man ihn für bestimmte Anwendungen/Umstände einsetzen will.
Man sollte auch wissen wie sich dieses Gebilde verhält wenn man es mit schnellen Änderungen beaufschlagt.



Kurzzeitige Impulse haben auch ein breitbandiges Frequenzspektrum.

Na und!!
Er ist nichts anderes als ein Empfänger, ja er kann sogar als reines Softwaregebilde ausgelegt sein.


Analog wäre dies wie ein Oszillator, dessen Sinussignal in einem Mischer mit dem Messsignal gemischt wird und das Produkt einem Tiefpass zugeführt wird. liegt dann eine Gleichspannung am Kondensator an, hat man eine Frequenz gefunden. In meinem Studium hatten wir einen Lock-In-Verstärker benutzt, um die Frequenzspektren von AM- und FM-Signalen zu ermitteln.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Enthält ein Rechtecksignal Oberwellen?

Beitragvon Kurt » Do 25. Dez 2025, 09:48

Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt » Do 25. Dez 2025, 9:12

Selbstverständlich können sie das, wird ja in jedem Radio so gemacht.
Man sollte halt wissen wie so ein Resonanzkreis sich verhält wenn man ihn für bestimmte Anwendungen/Umstände einsetzen will.
Man sollte auch wissen wie sich dieses Gebilde verhält wenn man es mit schnellen Änderungen beaufschlagt.



Kurzzeitige Impulse haben auch ein breitbandiges Frequenzspektrum.


Sie haben keins, sie können in einem Empfänger eins erzeugen.

Rudi Knoth hat geschrieben:
Na und!!
Er ist nichts anderes als ein Empfänger, ja er kann sogar als reines Softwaregebilde ausgelegt sein.


Analog wäre dies wie ein Oszillator, dessen Sinussignal in einem Mischer mit dem Messsignal gemischt wird

Signale kann man nicht mischen, Signale kann man addieren, das Ergebnis ist dann ein neues Signal.

Kurt

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