Kurt hat geschrieben:Rudi Knoth hat geschrieben:Frau Holle hat geschrieben:Nochmal: Die Oberwellen entstehen erst im resonanten Empfänger, so wie die Löwenskulptur des Bildhauers erst bei ihm entsteht und nicht als Inhalt des rohen Steinquaders zu ihm transportiert wird. Auch die Geldmünzen des im Umschlag gesendeten und empfangenen 10€-Scheins "entstehen" erst beim Empfänger, wenn er den Schein umtauscht. Sie sind physisch nicht in der Sendung "enthalten", nur rechnerisch äquivalent, weshalb sich eben eine Resonanz beim Empfänger ergeben kann, wenn man die Parameter dort entsprechend wählt.
Nun kann man aber sicher sagen, daß in dem Signal Sinusschwingungen mit der Vielfachen der Signalfrequenz enthalten sind. Auch wenn man sie nicht in einer Darstellung von Spannung und Zeit zu erkennen sind. Aber die Resonatoren reagieren auf diese. Und das ist etwa in der Bewertung der Aussendung eines Senders. Denn der Abstand der Frequenzen von AM- oder gar FM-Rundfunksendern muß diese Tatsache berücksichtigen. Ebenso, wenn jemand ein Signal "in den Äther schickt". Denn die auf den Oberwellen resonanten Empfänger werden durch die Oberwellen gestört. Und da kann sich derjenige, der dieses Signal aussendet, damit nicht verteidigen, daß sein Signal nur auf der Frequenz seines Rechtecksignals betrieben wird.
Diese beiden Textblöcke sind es wert in einem eigenen Faden besehen zu werden.
Ich freue mich schon darauf.
Kurt
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Nun denn... hier ist der separate Faden.
Beispiele habe ich ja schon gebracht. Hier noch eins, das die Absurdität von im Rechtecksignal "enthaltenen" Oberwellen zeigt:
Jeder Soldat weiß, dass man nicht im Gleichschritt über eine Brücke marschieren soll, und die meisten Zivilisten wissen es auch. Warum nicht? Weil – wenn's dumm läuft – die Schrittfrequenz zufällig die Brücke in Resonanz bringen kann, so dass sie zu schwingen anfängt und im Extremfall sogar einstürzt.
Dabei ist die Resonanzfrequenz der Brücke in der Regel niedriger als die Schrittfrequenz. Das "Signal" der Schritte ist ein reines Rechtecksignal: Klack, Klack, Klack... Will etwa jemand behaupten, dass dieses Signal die tiefere Resonanzfrequenz der Brücke "enthält" – quasi als Unterwelle – nur weil die Brücke in Resonanz gerät? Was für Unsinn ist das denn? Und genauso unsinnig ist es zu behaupten, dass das Rechtecksignal höherfrequente Oberwellen "enthält", noch dazu sinusförmige.
Rudi Knoth hat geschrieben:Und da kann sich derjenige, der dieses Signal aussendet, damit nicht verteidigen, daß sein Signal nur auf der Frequenz seines Rechtecksignals betrieben wird.
Das könnte er schon, wenn ihm keiner gesagt hat, dass es solche Empfänger gibt, die gefälligst nicht ins Schwingen geraten sollen. Sie schwingen nicht deshalb mit, weil die Sendefrequenz Oberwellen enthalten würde. Ebenso wenig, wie die Schrittfrequenz der Soldaten Unterwellen enthält, die eine Brücke zum Schwingen anregen. Solche Resonanzfrequenzen entstehen nicht im Sender und werden auch nicht gesendet. Sie entstehen in einem Resonator bzw. Empfänger. Sei das nun eine Brücke oder ein Schwingkreis.
Dabei bleibe ich. Man muss kein Physiker sein, um das zu verstehen... oder vielleicht doch. Nur Mathematiker tun sich vielleicht schwer damit. Für Physiker solle es klar sein.
