@Rudi KnothRudi Knoth hat geschrieben:Skeptiker hat geschrieben:In einem adiabatischen System gibt es per Definition keine Wärmequellen oder -senken, aber trotzdem kann eine stabile Temperaturdifferenz existieren, z. B. mit der Höhe.
Diese Temperaturdifferenz ist dann durch Druck- oder Volumenänderungen begründet, nicht durch Wärmezufuhr oder -abfuhr.
Nun da muß ich man etwas klar stellen. Eine adiabatische Erwärmung oder Abkühlung ist ein
dynamischer Prozess etwa wenn Luft aufsteigt oder absteigt.
Da muss ich auch etwas klar stellen.
hmpf bringt ständig Beispiele wie den geschlossenen Autoreifen oder eine geschlossene, thermisch isolierte eine Küche mit Herdplatte, wo sich das innere Volumen
nicht ändert, sondern nur Druck und Temperatur. Die Dynamik nimmt dann ein Ende, alles wird mit der Zeit statisch und so eine Atmosphäre wird isotherm.
Dieser Vergleich mit der Erdatmosphäre ist aber nicht zulässig. Kurts thermisch isolierte Ballonhülle zeigt es besser: Diese kann sich ausdehnen, wobei sich im Inneren Druck
und Volumen ändern. Die Temperaturänderung im Inneren erfolgt weitgehend adiabatisch.
Rudi Knoth hat geschrieben:Dies geht aber nicht ohne Energiezufuhr.
Warum denn ohne Energiezufuhr? Davon redet niemand. Die Sonne führt bekanntlich der Erde permanent Energie zu, pausenlos seit Milliarden Jahren.
Rudi Knoth hat geschrieben:Und Wärmeenergie kann nur durch Wärmequellen und Wärmesenken in mechanische Arbeit umgewandelt werden.
Richtig. Wärmequelle der Erde ist die Oberfläche und mit Treibhausgasen
auch die Atmosphäre. Ohne Treibhausgase
nur die Oberfläche. Wärmesenke ist ebenfalls die Oberfläche und mit Treibhausgasen
auch die Atmosphäre. Ohne Treibhausgase
nur die Oberfläche.
Dass die Erde mitsamt Atomsphäre viel Energie ins All zurückstrahlt ist ja wohl bekannt.
Die Atmosphäre verliert global betrachtet ~240 W/m² ins All (gemittelt).
Davon stammen etwa 80% direkt oder indirekt von Treibhausgasen (CO₂, H₂O, O₃).
Der Rest kommt aus Fensterbereichen (direkte Abstrahlung von der Oberfläche durch transparente Spektralbereiche).
Das heißt: Strahlung ist der dominante Kühlmechanismus der gesamten Atmosphäre.
Ohne diesen Abfluss (d.h. ohne Treibhausgase) würde die Luft tatsächlich aufheizen, bis die Oberfläche allein (per Leitung/Kontakt) die gesamte Energie ins All strahlt – in ihrer Funktion als Wärmesenke.
Wir hätten dann ca. -18 °C globale Durchschnittstemperatur an der Oberfläche. Tatsächlich allerdings nur -20...-25 °C, wegen weitgehender Vereisung und dadurch größerer Albedo.
Aber: Der vertikale Temperaturgradient in der Troposphäre entsteht nicht durch „lokale Abstrahlung“ selbst, sondern durch Konvektion + Schwerkraft + Gasgesetze.
Die Strahlung ist nur der Energieabfluss, der diese Konvektion
dauerhaft antreibt.
Die Konvektion kann nicht zum Stillstand kommen wie in hmpfs Autoreifen oder isolierter Küche – auch ohne Treibhausgase nicht – schon allein deshalb, weil die stärkste Wärmequelle auf jedem Breitengrad täglich über die ganze Oberfläche
wandert (Sonnenstand). Das ganze bleibt dynamisch und wird niemals statisch wie in hmpfs Reifen oder Küche.