hmpf hat geschrieben:Frau Holle hat geschrieben:...
hmpf hat geschrieben:In der Realität erreichen die Moleküle ihre Höhe in der Atmosphäre jedoch dadurch,
dass es unten zu eng wird und sie von ihren Nachbarmolekülen nach oben geschubst werden.
Das ziemlich unwissenschaftlich ausgedrückt und widerspricht direkt dem Unsinn, der drei Sätze weiter steht:
hmpf hat geschrieben:Jedes aufsteigende Luftpaket erzeugt unter sich einen Unterdruck und über sich einen Überdruck.
Wenn das Luftpaket nach oben "geschubst" wird, dann ja wohl kaum von einem Unterdruck.
Es ist eher so wie z.B. bei einem Schienenstück der Eisenbahn: Es dehnt sich bei Erwärmung aus und wird länger, drückt dabei vorn und hinten gegen die kälteren Stücke und kann krumm werden.
Ein Luftpaket drückt sich bei seiner Ausdehnung nach oben weg, wo die Gravitation und damit der Gegendruck der kälteren Umgebung schwächer ist.
Wollen Sie bestreiten, dass ein durch Erwärmung aufsteigendes Luftpaket stets ein gleichschweres
absteigendes Luftpaket erwirkt, dass Kälte nach unten Transportiert, wenn es oben kälter als unten ist?
Damit will ich bestreiten, dass ein aufsteigendes Luftpaket von einem
Unterdruck nach oben "geschubst" wird, was aber geschehen müsste, wenn man die zitierten Aussagen von hmpf ernst nimmt.
Denn bekanntlich folgt aus dem dritten Newtonschen Axiom, dass jedem Druck einen gleich großer Gegendruck entspricht.
Aber wenn wir schon dabei sind, können wir diesen Teil vom hmpf'schen Gisgh-Galopp auch gleich abhaken und ja: Ich bestreite, dass Kälte nach unten transportiert wird. Kurt würde sofort einwenden, und hier sogar zu recht: Kälte gibt's nicht! Es wird Energie transportiert, und physikalisch nennt man sie Wärme, nicht Kälte.
Wenn ein kälteres Luftpaket nach unten transportiert wird, wo die Umgebungsluft wärmer ist, dann fließt Wärme trotzdem von der wärmeren zur kälteren Luft. Die kältere wird dann nämlich aufgeheizt durch Wärmeleitung aus ihrer neuen Umgebung, wie es sich gehört.
hmpf hat geschrieben:Dass also beide Teilströmungen nur Temperaturdifferenzen abbauen, aber keinesfalls erzeugen können?
Auch das bestreite ich. Es wäre nur dann richtig, wenn Wärmeleitung der einzige Einfluss auf die Temperatur von aufsteigender/absteigender Luft wäre und den Energietransport hinreichend beschreiben würde. So ist es aber nicht.
Zur Erinnerung und Erklärung erst mal das...
Uni Münster hat geschrieben:Die
Temperatur ist ein Maß für die mittlere Bewegungsenergie der Teilchen eines Körpers.
Die Temperatur ist also lediglich das Maß für die kinetische Energie der Atome und Moleküle in einem Luftpaket ("Körper") und beschreibt als Zustandsgröße seinen aktuellen Zustand.
Zur Wärmenergie und zum Wärmetransport dann ganz wichtig:
EEZ hat geschrieben:Es ist wichtig zu beachten, dass die kinetische Energie in der Wärmeenergie nicht die Bewegung des Objekts als Ganzes berücksichtigt, sondern nur die ungeordnete Bewegung der atomaren „Bausteine“.
Zur Wärmeenergie und zum Wärmetransport gehört aber die Bewegung eines Luftpakets ("Objekt") als Ganzes, und dabei ändert sich dessen Temperatur nicht ausschließlich durch Wärmeleitung, sondern zusätzlich und in wesentlich stärkerem Ausmaß durch die eingebrachte Arbeit (eine Energiemenge), welche letztlich von der Gravitation geleistet wird.
Weil die Wärmeleitung an dieser zusätzlichen Temperaturänderung keinen Anteil hat, nennt man das physikalisch eine adiabatische Zustandsänderung. Selbstverständlich spielt dabei auch Strahlung keine Rolle.
Hmpf hat geschrieben:Adiabasie ist eine Idealisierung, die in der Realität nicht vorkommt und auch jeden Wärmetransport ausdrücklich ausschließt.
Adiabasie ist eine experimentell zweifelsfrei belegte Tatsache und die zitierte Behauptung ist physikalisch einfach nur
falsch. Sie wird auch durch endlose Wiederholung nicht richtig.