hmpf hat geschrieben:Die Absorption des CO2 war in den letzten 600 Millionen Jahren immer schon gesättigt.
Somit kann die 15 µm-CO2-Absorptionsbande nur noch vernachlässigbar leicht seitlich wachsen.
Das Argument der „Sättigung“ stammt aus einem vereinfachten Verständnis des Absorptionsspektrums, es ignoriert die wichtige Rolle der Strahlung im Randbereich der Banden (Wings) sowie die Höhenabhängigkeit der Absorption.
Ja, im Bandzentrum (~15 µm) ist CO₂ bei heutigen Konzentrationen nahezu vollständig absorbierend, bereits in wenigen hundert Metern.
Aber: Das Klimasystem reagiert nicht nur auf das Bandzentrum, sondern auf die gesamte spektrale Breite der Absorptionsbande.
Mit mehr CO₂ wird die Bande in die „Wings“ verbreitert, und mehr Strahlung wird in größeren Höhen absorbiert und emittiert.
Außerdem: Die Höhe der effektiven Strahlungsschicht steigt, und diese ist kälter → geringere Emission → Energieüberschuss → Erwärmung.
hmpf hat geschrieben:Das alles spielt sich aber im unteren Kilometer der Atmosphäre ab und hat mit der Temperaturabnahme
Falsch.
Die Treibhauswirkung und damit auch die vertikale Temperaturstruktur, hängt entscheidend vom Strahlungstransport über die gesamte Troposphäre hinweg ab.
Die Temperaturabnahme mit der Höhe (der Temperaturgradient) entsteht nicht primär durch CO₂, sondern durch:
adiabatische Prozesse (Konvektion),
latente Wärme (H₂O),
und den Strahlungstransport (v. a. H₂O und CO₂).
CO₂ spielt eine zentrale Rolle in Höhen ab ca. 5–10 km, wo Wasserdampf stark abnimmt.