Plaudereien über Äther

Hier werden diverse Äthermodelle diskutiert

Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Skeptiker » Mi 22. Jan 2025, 08:15

Lagrange hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:...Da das zu Signal aber bereits bei zu erwarten wäre...

Woher hast du das?

Das lässt sich berechnen:

Wenn man einen hypothetischen Lichtäther annimmt, wäre die Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit am Äquator von der relativen Bewegung der Erde durch diesen Äther abhängig. Dabei könnte die erwartete Anisotropie mit dem quadratischen Verhältnis abgeschätzt werden, wobei v die Geschwindigkeit der Erde relativ zum Äther ist.


Relevante Geschwindigkeiten:
1. Erdrotation am Äquator:
Die Geschwindigkeit eines Punktes auf der Erdoberfläche aufgrund der Rotation beträgt:

Mit:
(Erdradius),
(Dauer eines Tages).


2. Bewegung der Erde um die Sonne:
Die Geschwindigkeit der Erde in ihrer Umlaufbahn beträgt:


3. Bewegung des Sonnensystems relativ zur Milchstraße:
Die Sonne (und damit die Erde) bewegt sich relativ zum Zentrum der Milchstraße mit etwa:


4. Relative Geschwindigkeit zum hypothetischen Äther:
Es wird oft angenommen, dass oder die dominante Bewegung relativ zum Äther darstellt.

Berechnung der Anisotropie:
Die erwartete Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit \( \Delta c/c \) ergibt sich aus der klassischen Relation:


a) Beitrag der Erdrotation:



b) Beitrag der Erdumlaufbahn um die Sonne:



c) Beitrag der Bewegung im galaktischen Rahmen:



Gesamte Anisotropie:
Die Gesamteffekte könnten sich überlagern, wobei der dominierende Beitrag von stammt. Das bedeutet, dass die maximale erwartete Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit in einem hypothetischen Äther etwa:
beträgt.

Experimentelle Messungen und Schlussfolgerungen:
Moderne Experimente haben Anisotropien auf Größenordnungen von bis eingegrenzt, was weit unter den erwarteten Werten eines Äthers liegt.
Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der speziellen Relativitätstheorie, die keine bevorzugte Richtung für die Lichtausbreitung kennt, und widersprechen der Annahme eines Äthers.
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Skeptiker » Mi 22. Jan 2025, 08:17

Kurt hat geschrieben:Was ist, was sollte sich denn zeigen?

Siehe vorheriger Beitrag.
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Kurt » Mi 22. Jan 2025, 08:38

Skeptiker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Was ist, was sollte sich denn zeigen?

Siehe vorheriger Beitrag.


Was wurde denn beim original MMI als Geschwindigkeit der Erde gegen den Äther angesetzt?
Und was ist gemessen worden?

Kurt

.
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Skeptiker » Mi 22. Jan 2025, 09:24

Kurt hat geschrieben:Was wurde denn beim original MMI als Geschwindigkeit der Erde gegen den Äther angesetzt?
Und was ist gemessen worden?

Schon Michelson und Morley fanden keine signifikante Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit.

Erwartete Geschwindigkeit: Etwa 30 km/s (Erde relativ zum Äther, basierend auf ihrer Bewegung um die Sonne).
Gemessene Geschwindigkeit: Effektiv 0 km/s bis maximal 5km/s (abhängig von der Interpretation der experimentellen Unsicherheiten, keine signifikante Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit).
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Kurt » Mi 22. Jan 2025, 10:18

Skeptiker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Was wurde denn beim original MMI als Geschwindigkeit der Erde gegen den Äther angesetzt?
Und was ist gemessen worden?

Schon Michelson und Morley fanden keine signifikante Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit.

Erwartete Geschwindigkeit: Etwa 30 km/s (Erde relativ zum Äther, basierend auf ihrer Bewegung um die Sonne).
Gemessene Geschwindigkeit: Effektiv 0 km/s bis maximal 5km/s (abhängig von der Interpretation der experimentellen Unsicherheiten, keine signifikante Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit).


Es wurde also ein "Ätherwind" von 30 km/s erwartet.
Was haben sie gemessen und was wurde als gemessen interpretiert?
Welche technische Möglichkeiten hatte ihre Messeinrichtung.
Und welche Fehler/Probleme/Unzulänglichkeiten hatte diese bzw. könnte diese Messeinrichtung gehabt haben?
Konnten sie mit ihrer Einrichtung die Lichtgeschwindigkeit überhaupt messen?

Kurt

.
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Skeptiker » Mi 22. Jan 2025, 11:01

Kurt hat geschrieben:Was haben sie gemessen und was wurde als gemessen interpretiert?

Gemessene Geschwindigkeit: Effektiv 0 km/s bis maximal 5km/s (abhängig von der Interpretation der experimentellen Unsicherheiten, keine signifikante Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit).

Kurt hat geschrieben:Welche technische Möglichkeiten hatte ihre Messeinrichtung.
Und welche Fehler/Probleme/Unzulänglichkeiten hatte diese bzw. könnte diese Messeinrichtung gehabt haben?
Konnten sie mit ihrer Einrichtung die Lichtgeschwindigkeit überhaupt messen?
.

Ist alles irrelevant: Moderne Experimente haben Anisotropien auf Größenordnungen von bis eingegrenzt, was weit unter den erwarteten Werten eines Äthers liegt.
Sich jetzt mit dem originalen M&M Experiment zu beschäftigen ändert gar nichts mehr.
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Lagrange » Mi 22. Jan 2025, 11:51

1. Bei modernen Experimenten dürfen systematische Effekte nicht eliminiert werden. Die sind die gesuchten Effekte. Systematische Fehler dürfen herausgerechnet werden.

2. Der Äther wird von der Erde mitgeführt.

Nochmal:
The final precision could be reached by integrating over more
than 130 000 rotations relying on a careful suppression of
systematic effects caused by the turntable rotation.


PS: Um mit dem klassischen MMI die Erdbewegung relativ zum Äther messen zu können, müsste die Armlänge bei MMI 100km betragen.

PPS: Michelson-Gale konnten die Bewegung der Erde relativ zum Äther nachweisen.
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Kurt » Mi 22. Jan 2025, 13:03

Skeptiker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Was haben sie gemessen und was wurde als gemessen interpretiert?

Gemessene Geschwindigkeit: Effektiv 0 km/s bis maximal 5km/s (abhängig von der Interpretation der experimentellen Unsicherheiten, keine signifikante Anisotropie der Lichtgeschwindigkeit).

0.. 5 km/s sind also das Messergebnis.
Daraus wurde dann gefolgert, dass es null sei.


Skeptiker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Welche technische Möglichkeiten hatte ihre Messeinrichtung.
Und welche Fehler/Probleme/Unzulänglichkeiten hatte diese bzw. könnte diese Messeinrichtung gehabt haben?
Konnten sie mit ihrer Einrichtung die Lichtgeschwindigkeit überhaupt messen?
.

Ist alles irrelevant

Tja, wenn man es nicht sehen will.

Skeptiker hat geschrieben:: Moderne Experimente haben Anisotropien auf Größenordnungen von bis eingegrenzt, was weit unter den erwarteten Werten eines Äthers liegt.
Sich jetzt mit dem originalen M&M Experiment zu beschäftigen ändert gar nichts mehr.


Diese "modernen" Experimente und die daraus abgeleiteten Werte sind nichts weiter als augenauswischerei.
Und du bist darauf reingefallen.
Jede Messmethode hat ihre Schwächen und Begrenzungen.
Diese sind zu kennen und zu berücksichtigen.
Das fängt bereits beim MMI an und lässt erkennen, dass das was da gemessen wurde reine Interpretation und wohl Wunschdenken ist.
Das damalige MMI konnte nämlich eigentlich nichts messen, ihre Einrichtung gab das nämlich garnicht her.
Aber, oh Wunder, es ergab ich ein Nullergebnis, ganz im Sinne der RT-Ler.

The final precision could be reached by integrating over more
than 130 000 rotations relying on a careful suppression of
systematic effects caused by the turntable rotation.


Welch eine Idiotie, eigentlich Vorsatz, was hinter solchen Aussagen steht muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Es werden 130000 Einzelmessungen integriert und dann daraus ein Ergenis, das eigentlich: Ergebnis/130000 heissen müsste, gezogen.
Dabei ist es so, dass bereits eine einzige Messung Relevanz hat, entweder sie funktioniert technisch/physikalisch, bringt ein Ergebnis, oder sie kann, anhand von Umständen, nichts erfassen.
Das "hochrechnen" ist nichts weiter als Leuteverblödeln, so meine Meinung.

All das was du so an Zahlen zu Geschwindigkeiten und hochgerechneten Ergebnissen gebracht hast ist völlig wertlos es sagt nämlich nichts aus.
Hat wohl nur den Zweck, des Postulatsbeweises, sonst nichts.
Die Realität ist da wohl unerwünscht.

Macht nichts, es gibt eine technische Anwendung die diese ganzen "Experimente" als das was sie sind, ausweist, nämlich als reine Augenauswischerei.
Diese lässt sich nicht Weghochrechnen.

Kurt

.
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Skeptiker » Mi 22. Jan 2025, 13:56

Lagrange hat geschrieben:2. Der Äther wird von der Erde mitgeführt.
...
PPS: Michelson-Gale konnten die Bewegung der Erde relativ zum Äther nachweisen.

Wenn der Äther tatsächlich vollständig mit der Erde mitgeführt wird, wäre keine relative Bewegung messbar, und die zweite Aussage wäre falsch.
Falls Michelson-Gale eine Bewegung relativ zum Äther nachgewiesen haben, bedeutet das, dass der Äther nicht mit der Erde mitgeführt wird, wodurch die erste Aussage falsch ist.

Die beiden Aussagen schließen sich daher gegenseitig aus.
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Re: Plaudereien über Äther

Beitragvon Skeptiker » Mi 22. Jan 2025, 14:01

Kurt hat geschrieben:0.. 5 km/s sind also das Messergebnis.
Daraus wurde dann gefolgert, dass es null sei.

Daraus wurde gefolgert das es keinen Äther gibt durch den sich die Erde bewegt, denn dann müsste man eine Geschwindigkeit von ca. 30km/s messen. Hat man aber nicht. Und das schon 1887, also lange vor Einstein und der RT.

Kurt hat geschrieben:Tja, wenn man es nicht sehen will.

Ich sehe das heute das moderne Experimente um viele Größenordnungen genauer sind als M&M und man dennoch keine Anisotropie nachweisen konnte.

Kurt hat geschrieben:Aber, oh Wunder, es ergab ich ein Nullergebnis, ganz im Sinne der RT-Ler.

Nur war M&M Jahrzehnte vor der RT. Das Experiment konnte also gar nicht im Sinne der RT gemacht worden sein.
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