Lagrange hat geschrieben:Michelson-Gale, Sagnac, Wang-Experiment.
Die Experimente von Michelson-Gale, Sagnac und Wang sind bedeutend im Bereich der Optik und Relativitätstheorie, aber sie beweisen nicht, dass sich Licht in einem bewegten System mit c +/-v (also mit der Geschwindigkeit des Lichts plus oder minus die Geschwindigkeit des bewegten Systems) ausbreitet. Stattdessen zeigen sie andere Effekte im Zusammenhang mit der Bewegung und der Ausbreitung von Licht in rotierenden oder beschleunigten Bezugssystemen.
Michelson-Gale-Experiment (1925):
Das Michelson-Gale-Experiment baut auf dem Michelson-Morley-Experiment auf, bei dem gezeigt wurde, dass die Lichtgeschwindigkeit in einem ruhenden Inertialsystem immer konstant ist. Im Michelson-Gale-Experiment wurde der sogenannte "Sagnac-Effekt" im großen Maßstab untersucht, indem die Rotation der Erde in die Experimente einbezogen wurde. Das Experiment zeigte, dass Licht, das entlang eines rotierenden Systems (z. B. der Erdrotation) läuft, eine Phasenverschiebung erfährt, die proportional zur Winkelgeschwindigkeit der Rotation ist. Dies unterstützt den Sagnac-Effekt, aber nicht die Idee, dass sich Licht mit c +/- v bewegt. Vielmehr bleibt die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum konstant, unabhängig vom bewegten System.
Sagnac-Experiment (1913):
Das Sagnac-Experiment demonstrierte, dass in einem rotierenden System ein Lichtstrahl, der in die Rotationsrichtung gesendet wird, länger braucht als ein Lichtstrahl, der gegen die Rotationsrichtung läuft. Dies wird als Sagnac-Effekt bezeichnet. Dieser Effekt erklärt sich dadurch, dass das rotierende Bezugssystem die Weglänge für die Lichtstrahlen verändert, was zu einer Phasenverschiebung führt. Auch hier bleibt die Lichtgeschwindigkeit c konstant, aber die relative Bewegung des Systems führt zu unterschiedlichen Laufzeiten der Lichtstrahlen in einem rotierenden System, ohne dass dies als c +/- v interpretiert werden kann.
Wang-Experiment (2003):
Das Experiment von Wang et al. untersuchte ebenfalls den Sagnac-Effekt, diesmal unter der Verwendung von optischen Faser-Interferometern. Es bestätigte erneut, dass Lichtstrahlen, die in einem rotierenden System gegen die Rotationsrichtung und in die Rotationsrichtung laufen, unterschiedliche Laufzeiten haben. Die Ergebnisse stimmen mit der Vorhersage des Sagnac-Effekts überein, wo die Zeitdifferenz durch die Rotation des Systems verursacht wird. Die Lichtgeschwindigkeit bleibt jedoch auch hier c , und das Experiment liefert keinen Hinweis darauf, dass sich Licht mit c +/- v bewegt.
Diese Experimente zeigen Effekte, die mit der Rotation oder Bewegung des Systems zusammenhängen (wie der Sagnac-Effekt), jedoch bleibt die Lichtgeschwindigkeit c in jedem Inertialsystem konstant, wie es die spezielle Relativitätstheorie von Einstein fordert. Es wird also nicht bewiesen, dass sich Licht in einem bewegten System mit c +/- v ausbreitet. Stattdessen wird durch diese Experimente bestätigt, dass die Lichtgeschwindigkeit unabhängig von der Bewegung des Beobachters oder des Systems ist, wenn man Inertialsysteme betrachtet.