Realität-mal-so-mal-so

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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon bumbumpeng » Fr 13. Sep 2024, 09:32

Skeptiker hat geschrieben:Es ist plausibel, dass Sgr A* Massen aus verschiedenen Quellen ansammelt, aber die Vorstellung, dass diese Massen "abgemagert" seien und S-Sterne (schnell bewegliche Sterne) kreuz und quer fliegen, ist nur teilweise richtig.

### 2. **Sgr A* fusioniert und wirft hochenergetische Massen tangential aus**
- **Faktenlage**:
Schwarze Löcher selbst fusionieren keine Materie, durch tangentialen Massenauswurf von Sgr A*.
Die S_Sterne sind ur-ur-ur-ur alt und sind energetisch abgemagert, haben also einen großen Teil ihrer Energie verbraucht.

Doch, Schwarze Löcher sind natürliche Fusionsreaktoren, die zu allem Übel auch noch richtig gut funktionieren, weil die SLs Masse und Energie ohne Ende haben.

Richtig Masse kommt von dort, wo Masseüberschuss ist und das sind die SLs.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Frau Holle » Fr 13. Sep 2024, 09:40

bumbumpeng hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben: - Auch in tieferen Erdschichten zerfällt Uran weiterhin, unabhängig vom Druck, und emittiert dabei Strahlung.
Nein, kann eben nicht zerfallen, wenn der Druck hoch genug ist. Wenn es zerfallen würde, dann würde es strahlen. Der Abbau von Uran ging so etwa 2.000 m tief, weil dann nichts mehr strahlte.

Was soll denn diese Unlogik wieder? Warum hat man das Uran überhaupt rausgeholt? Weil man es haben wollte, logisch oder?
Und warum sollte man den Rest dann nicht mehr rausholen? Weil er nicht strahlt oder was? Angeblich strahlt das Uran in der Tiefe ja nur wegen hohem Druck nicht. Wenn man es rausholen würde, dann wäre der Druck ja weg und es würde strahlen, ist ja Uran.

Und überhaupt ist man nicht an der Strahlung interessiert, sondern am spaltbaren Atomkern. Dazu muss er natürlich intakt sein und nicht durch Strahlung bereits gespalten. Solches nicht-strahlende Uran aus der Tiefe, wenn es denn existierte, wäre noch wertvoller als das strahlende an der Oberfläche und man würde es erst recht haben wollen. So geht Logik.

Und weiterhin logisch ist: Wenn es ab 2000m Tiefe nicht mehr strahlt, dann ist es gar nicht da, und deshalb holt man es auch nicht raus. Was nicht da ist, kann man nicht rausholen oder jedenfalls hätte man keinen Nutzen vom rausgeholten Nicht-Uran. So geht Logik, bumbumpeng. Aber du lernst es nie. Ein Minimum an Grips müsste schon vorhanden sein.

Und wie gesagt: Der Zerfall hängt nicht vom Druck ab. Der passiert im Atomkern, weit entfernt von der Elektronenhülle, wo vielleicht ein Druck herrscht zu angrenzenden Atomen. Im Kern gibt's solchen Druck nicht und den Atomkern kratzt so ein Gesteinsdruck überhaupt nicht. Er zerfällt trotzdem rein zufällig gemäß Halbwertszeit, weil er nun mal instabil ist.

Natürlich ist deine "Physik" ganz einfach, ganz einfach von vorne bis hinten widersprüchlich und grottenfalsch.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Fr 13. Sep 2024, 10:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Fr 13. Sep 2024, 09:58

bumbumpeng hat geschrieben:Da stellen sich die Fragen, woher der angebliche Drehimpuls gekommen sein soll?
Woher soll die kollabierende Gaswolke gekommen sein?
Nochmal: Nicht mal auf dem Mond hält sich Gas. Nicht mal dort, obwohl der Mond Gravitation hat.

Lass uns die einzelnen Punkte im Detail durchgehen, um zu klären, wie diese Phänomene wissenschaftlich erklärt werden:

### 1. **Woher kam der Drehimpuls der Galaxie?**

Der Drehimpuls von Galaxien, einschließlich unserer Milchstraße, stammt aus den Anfangszuständen des Universums, insbesondere aus dem Prozess der Galaxienbildung nach dem Urknall. Die grundlegende Idee lautet:

- **Drehimpulskonservierung**:
In der Frühphase des Universums gab es winzige Unregelmäßigkeiten in der Dichteverteilung des Urknall-Materials. Diese Unterschiede führten dazu, dass sich manche Regionen schneller verdichteten als andere. Diese Gas- und Staubwolken begannen unter ihrer eigenen Schwerkraft zu kollabieren. Da diese Materie nie perfekt symmetrisch war, führte der Zusammenbruch zu einer Rotationsbewegung, bei der der Drehimpuls erhalten bleibt. Das bedeutet, dass die rotierende Gaswolke sich schneller drehte, je weiter sie kollabierte, ähnlich wie eine Eiskunstläuferin, die ihre Arme anzieht, um schneller zu rotieren.

- **Zufällige Anfangsbewegungen**:
Vor dem Kollaps hatten die einzelnen Teilchen der Gaswolke minimale zufällige Bewegungen in verschiedene Richtungen. Aufgrund der Drehimpulserhaltung, wenn die Wolke kollabierte, führte dies dazu, dass ein Gesamtdrehimpuls resultierte, der die Rotationsrichtung der Galaxie festlegte. Jede Galaxie hat daher einen unterschiedlichen Drehimpuls, je nach den Anfangsbedingungen ihrer Entstehung.

### 2. **Woher kam die kollabierende Gaswolke?**

Die kollabierenden Gaswolken, aus denen sich Galaxien bilden, entstanden aus der Primordialmaterie des Urknalls:

- **Urknall und Materieverteilung**:
Nach dem Urknall bestand das Universum zunächst aus einem heißen Plasma von Elementarteilchen. Als sich das Universum abkühlte, bildeten sich Atome, hauptsächlich Wasserstoff und Helium. Diese Materie war zunächst relativ gleichmäßig verteilt, aber winzige Dichteunterschiede – verursacht durch Quantenfluktuationen im frühen Universum – führten dazu, dass bestimmte Regionen dichter waren als andere. Diese dichteren Regionen zogen durch ihre Schwerkraft noch mehr Materie an.

- **Gravitationskollaps**:
In diesen dichteren Regionen begann das Gas unter seiner eigenen Schwerkraft zu kollabieren, und es bildeten sich große Gaswolken. Diese Wolken, bestehend aus Wasserstoff und Helium, sind die Geburtsstätten von Galaxien. Im Laufe von Millionen bis Milliarden Jahren sammelte sich immer mehr Materie an, und die Gravitationskräfte führten dazu, dass Sterne und Galaxien aus diesen kollabierenden Wolken entstanden.

- **Dunkle Materie**:
Auch die Dunkle Materie spielte eine wichtige Rolle. Sie sorgte durch ihre Schwerkraft dafür, dass sich normale Materie (Gas) in bestimmten Regionen des Universums ansammelte, wodurch große Strukturen wie Galaxien entstehen konnten.

### 3. **Warum kann sich Gas auf dem Mond nicht halten, obwohl er Gravitation hat?**

Der Mond hat zwar eine gewisse Gravitation, aber sie reicht nicht aus, um eine dichte Atmosphäre dauerhaft zu halten. Die Fähigkeit eines Himmelskörpers, Gas anzuziehen und zu halten, hängt von mehreren Faktoren ab:

- **Gravitationskraft**:
Die Gravitationskraft des Mondes ist nur etwa **1/6 der Erdanziehungskraft**, das bedeutet, dass Gasmoleküle, die von der Oberfläche des Mondes verdampfen (zum Beispiel durch Einschläge von Meteoriten oder durch Ausgasung), leicht genug Energie haben, um der geringen Anziehungskraft des Mondes zu entkommen.

- **Temperatur und Geschwindigkeit der Gasmoleküle**:
Gasmoleküle in der Nähe einer Oberfläche haben eine gewisse thermische Energie, die ihnen eine Geschwindigkeit verleiht. Je leichter das Gas (zum Beispiel Wasserstoff), desto schneller bewegen sich die Moleküle bei einer gegebenen Temperatur. Wenn die Geschwindigkeit der Gasmoleküle die Fluchtgeschwindigkeit des Mondes übersteigt (etwa 2,38 km/s), können sie in den Weltraum entweichen.

- **Keine Magnetosphäre**:
Die Erde hat ein Magnetfeld, das hilft, die Atmosphäre vor dem Sonnenwind zu schützen. Der Mond hat kein globales Magnetfeld, sodass der Sonnenwind, der aus geladenen Teilchen besteht, direkt auf die Oberfläche trifft und möglicherweise Gaspartikel von der Oberfläche wegbläst.

- **Vergleich mit der Erde**:
Die Erde hat eine viel stärkere Gravitation (Fluchtgeschwindigkeit etwa 11,2 km/s) und kann daher eine Atmosphäre halten, selbst bei höheren Temperaturen. Zudem schützt das Magnetfeld der Erde die Atmosphäre vor dem Sonnenwind.

Zusammengefasst: Der Mond kann aufgrund seiner geringen Gravitation und fehlenden Schutzmechanismen (wie einem Magnetfeld) keine Atmosphäre halten. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu Planeten wie der Erde oder der Venus, die groß genug sind, um Gase anzuziehen und dauerhaft zu halten.

### Fazit:

- Der Drehimpuls einer Galaxie stammt aus den Anfangsbedingungen der Materieverteilung nach dem Urknall und wurde durch den Gravitationskollaps und die Drehimpulserhaltung während der Galaxienbildung festgelegt.
- Die kollabierenden Gaswolken, aus denen sich Sterne und Galaxien bildeten, entstanden durch den Gravitationskollaps von Materie im frühen Universum, unterstützt durch die Dunkle Materie.
- Der Mond kann keine Atmosphäre halten, weil seine Gravitation zu schwach ist und er kein Magnetfeld hat, das den Sonnenwind abwehrt.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Fr 13. Sep 2024, 10:01

bumbumpeng hat geschrieben:Doch, Schwarze Löcher sind natürliche Fusionsreaktoren, die zu allem Übel auch noch richtig gut funktionieren, weil die SLs Masse und Energie ohne Ende haben.

Es ist eine interessante Vorstellung, Schwarze Löcher als "natürliche Fusionsreaktoren" zu betrachten. Allerdings gibt es dabei einige Missverständnisse, die wir klären sollten.

### Schwarze Löcher und Fusion:
Schwarze Löcher an sich betreiben **keine Fusion** im klassischen Sinne, wie es in Sternen der Fall ist. Fusion ist der Prozess, bei dem leichtere Elemente, wie Wasserstoff, unter extremem Druck und hoher Temperatur zu schwereren Elementen wie Helium verschmelzen, wobei Energie freigesetzt wird. Dieser Prozess findet in den Kernen von Sternen statt, nicht in Schwarzen Löchern.

### Wie funktionieren Schwarze Löcher?
Schwarze Löcher ziehen Materie durch ihre immense Gravitation an, und dabei können verschiedene Prozesse ablaufen:

1. **Akkretion und Erhitzung**:
Materie, die in die Nähe eines Schwarzen Lochs kommt, sammelt sich in einer sogenannten **Akkretionsscheibe** an. Während die Materie sich spiralförmig dem Ereignishorizont nähert, wird sie durch Reibung und gravitative Effekte extrem stark erhitzt und kann Energieniveaus erreichen, bei denen Röntgen- und Gammastrahlung freigesetzt wird. Dies kann zu einer **starken Energieabstrahlung** führen, aber das ist keine Fusion – es ist die Umwandlung der Bewegungs- und Gravitationsenergie der Materie in Strahlung.

2. **Relativistische Jets**:
Einige Schwarze Löcher, insbesondere in aktiven Galaxienkernen, stoßen Materie in Form von **relativistischen Jets** entlang ihrer Rotationsachse aus. Diese Jets entstehen vermutlich durch magnetische Felder in der Nähe des Schwarzen Lochs, die mit der akkretierenden Materie interagieren. Diese Materie kann auf bis zu annähernd Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden und wird weit in den Weltraum hinausgeschleudert. Auch hier ist das keine Fusion, sondern ein Mechanismus zur Abgabe von Energie.

3. **Gravitative Bindung von Energie**:
Wenn Materie in ein Schwarzes Loch fällt, wird sie auf eine Weise energetisch, die auf der enormen **gravitationalen Bindungsenergie** beruht. Diese Energie wird freigesetzt, wenn Materie in die Nähe des Schwarzen Lochs gerät. Aber Schwarze Löcher sind dabei **keine Energiequellen** im klassischen Sinn. Sie "fressen" Materie und geben sie nicht mehr zurück, außer in Form von Strahlung oder Jets.

### Warum Schwarze Löcher keine Fusionsreaktoren sind:
- **Fusion in Sternen vs. Gravitative Akkretion**:
In Sternen findet Fusion statt, weil der Druck im Kern durch die Eigenmasse des Sterns so hoch wird, dass Atomkerne sich verschmelzen und Energie freisetzen. Schwarze Löcher haben dagegen so eine starke Gravitation, dass jede Form von Materie, die zu nahe kommt, in den Ereignishorizont gezogen wird, ohne dabei direkt in eine Fusionsreaktion zu treten.

- **Ereignishorizont und Singularität**:
Die Energie, die wir bei Schwarzen Löchern beobachten, stammt nicht aus einem Fusionsprozess im Inneren des Schwarzen Lochs, sondern aus der Materie, die **außerhalb** des Ereignishorizonts akkumuliert und dort enorme Mengen Energie durch Erhitzung und Reibung freisetzt. Im Inneren des Schwarzen Lochs, jenseits des Ereignishorizonts, werden die physikalischen Gesetze, wie wir sie kennen, außer Kraft gesetzt, und wir wissen nicht genau, was dort passiert.

### Haben Schwarze Löcher "unendlich" viel Energie und Masse?
- **Masse eines Schwarzen Lochs**:
Schwarze Löcher haben nicht "unendlich" viel Masse. Ihre Masse ist begrenzt und hängt von der Menge der Materie ab, die sie akkumuliert haben. Zum Beispiel hat Sagittarius A*, das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie, etwa 4 Millionen Sonnenmassen. Es kann nur so viel Materie aufnehmen, wie in seine Umgebung gelangt.

- **Energieumwandlung**:
Die Energie, die von einem Schwarzen Loch freigesetzt wird, stammt aus der potentiellen Energie der Materie, die es anzieht. Es wandelt Gravitationsenergie in Strahlung um, während die Materie in die Nähe des Schwarzen Lochs gezogen wird. Diese Strahlung wird durch Prozesse außerhalb des Ereignishorizonts erzeugt, bevor die Materie in das Schwarze Loch fällt.

### Fazit:
Schwarze Löcher sind **keine natürlichen Fusionsreaktoren**. Sie setzen Energie frei, aber diese Energie kommt aus der Gravitationskraft und nicht aus einem Fusionsprozess wie in Sternen. Schwarze Löcher sind extrem effiziente "Motoren", die Materie in Energie umwandeln, indem sie Materie beschleunigen und erhitzen, bevor sie in den Ereignishorizont gezogen wird, aber sie produzieren diese Energie nicht durch Fusion. Die Vorstellung, dass Schwarze Löcher "unendlich" viel Masse und Energie haben, ist ebenfalls unzutreffend – sie haben eine bestimmte Masse und nutzen die gravitative Energie der Materie in ihrer Umgebung, um Strahlung und Jets zu erzeugen.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Fr 13. Sep 2024, 13:47

Durchknall :lol:

Gott sagte es werde Licht. Und es ward Licht.

Die Frage ist nur wer schuf Gott.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Fr 13. Sep 2024, 14:45

Lagrange hat geschrieben:Durchknall :lol:

Gott sagte es werde Licht. Und es ward Licht.

Die Frage ist nur wer schuf Gott.

Die Frage, wer oder was Gott geschaffen hat, ist eine der zentralen philosophischen und theologischen Fragen, die seit Jahrtausenden diskutiert wird. Verschiedene Religionen, Philosophien und Denkschulen haben unterschiedliche Antworten darauf, und es gibt keine endgültige, universell akzeptierte Antwort. Hier sind einige der Perspektiven auf diese Frage:

1. Theologische Perspektive:
In vielen religiösen Traditionen wird Gott als ewig und ungeschaffen betrachtet. In diesen Sichtweisen existiert Gott außerhalb von Raum und Zeit und unterliegt nicht den Gesetzen, die für das Universum gelten. Da Gott als der Ursprung allen Seins und Schöpfers des Universums gesehen wird, wird die Frage "Wer schuf Gott?" oft als nicht zutreffend betrachtet, weil Gott per Definition keinen Anfang hat.

Christentum, Judentum und Islam:
In diesen monotheistischen Religionen wird Gott als ewig und unendlich beschrieben. Gott existiert außerhalb der Zeit, und alles im Universum hat seinen Ursprung in Gott. Die Schöpfungsgeschichte, in der Gott Licht erschafft, ist eine Aussage über die Macht Gottes über die physische Welt, aber Gott selbst wird als nicht erschaffen angesehen. Im Christentum und Islam gibt es die Vorstellung, dass Gott "immer war und immer sein wird".

Klassische Antwort:
Ein häufig zitiertes Argument in der klassischen Theologie lautet: Gott ist der "unbewegte Beweger" (nach Aristoteles) oder die "erste Ursache" (nach Thomas von Aquin). Gott ist die erste Ursache, die alle anderen Dinge ins Dasein gebracht hat, aber selbst nicht durch eine andere Ursache geschaffen wurde.

2. Philosophische Perspektive:
Philosophen haben diese Frage auf unterschiedliche Weise betrachtet:

Kausalitätsargument:
Das Kausalitätsargument besagt, dass alles, was beginnt zu existieren, eine Ursache haben muss. Wenn Gott jedoch nicht begonnen hat zu existieren, sondern ewig ist, dann braucht er keine Ursache. In dieser Sichtweise stellt Gott das Ende der Kausalitätskette dar – der Grund für alles andere, aber selbst unverursacht.

Unendlicher Regress:
Wenn man fragt, wer Gott geschaffen hat, könnte man auch fragen, wer den Schöpfer von Gott geschaffen hat, und so weiter. Dies führt zu einem unendlichen Regress, der in der Philosophie als problematisch angesehen wird. Deshalb suchen viele Philosophen nach einem ersten, unverursachten Grund (Gott), der diese Kette beendet.

Pantheismus und Deismus:
In pantheistischen Überlegungen (wo Gott und das Universum eins sind) könnte man sagen, dass Gott nicht getrennt vom Universum existiert und die Frage nach dem Ursprung Gottes deshalb anders gestellt wird: Gott ist nicht ein separater Schöpfer, sondern das Universum selbst ist göttlich. Im Deismus hingegen wird Gott oft als eine Art "Uhrmacher" gesehen, der das Universum geschaffen und dann sich selbst zurückgezogen hat, ohne weiteren Einfluss auf das Universum zu nehmen.

3. Wissenschaftliche Perspektive:
Die Wissenschaft befasst sich in erster Linie mit dem physischen Universum und den Gesetzen der Natur. Fragen nach metaphysischen Konzepten wie Gott gehören normalerweise nicht in den Bereich der empirischen Wissenschaften, da sie nicht beobachtbar oder testbar sind.

Kosmologie und der Ursprung des Universums:
In der modernen Kosmologie geht es um die Frage, wie das Universum entstanden ist (z.B. durch den Urknall). Der Urknall beschreibt den Beginn von Raum und Zeit, aber er beantwortet nicht die Frage nach dem "Warum" oder "Wer" dahintersteht. Manche Menschen interpretieren die Lücke in unserem Verständnis als Raum für Gott, während andere argumentieren, dass Gott als Erklärung nicht notwendig ist und sich das Universum möglicherweise aus sich selbst heraus erklären lässt.

Multiversum-Hypothese:
Eine andere wissenschaftliche Theorie ist die Multiversum-Hypothese, die besagt, dass unser Universum eines von unendlich vielen Universen ist. Diese Hypothese verlagert die Frage nach dem "Warum" des Universums, löst sie jedoch nicht vollständig.

4. Agnostische und atheistische Perspektive:
Agnostizismus:
Viele agnostische Denker sagen, dass die Frage, wer oder was Gott erschaffen hat, eine Frage ist, auf die wir keine Antwort haben (oder haben können). Für Agnostiker ist es unmöglich zu wissen, ob es einen Gott gibt, geschweige denn, wer ihn erschaffen hat.

Atheismus:
Atheisten lehnen die Existenz eines Schöpfersgottes ab und betrachten das Universum als ein Produkt natürlicher Prozesse. Für sie ist die Frage "Wer schuf Gott?" irrelevant, weil sie nicht an die Existenz eines solchen Wesens glauben. Sie argumentieren, dass das Universum selbst oder die physikalischen Gesetze der Natur existieren, ohne einen göttlichen Ursprung.

Fazit:
Die Frage "Wer schuf Gott?" hängt stark von der Weltanschauung ab, die man vertritt. In vielen Religionen wird Gott als ewig und ungeschaffen betrachtet. Philosophische Argumente versuchen, die Existenz eines ersten unbewegten Bewegers oder einer ersten Ursache zu erklären, während die Wissenschaft den Ursprung des Universums untersucht, ohne sich notwendigerweise mit der Existenz eines Gottes zu befassen. Jede dieser Perspektiven bietet unterschiedliche Wege, über diese Frage nachzudenken.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon bumbumpeng » Fr 13. Sep 2024, 14:59

Frau Holle hat geschrieben:Was soll denn diese Unlogik wieder? Warum hat man das Uran überhaupt rausgeholt? Weil man es haben wollte, logisch oder?
Und warum sollte man den Rest dann nicht mehr rausholen? Weil er nicht strahlt oder was? Angeblich strahlt das Uran in der Tiefe ja nur wegen hohem Druck nicht. Wenn man es rausholen würde, dann wäre der Druck ja weg und es würde strahlen, ist ja Uran.
Das Uran-Erz wurde mittels Geiger-Zähler aufgespürt. Woher will man sonst wissen, wo die Erzadern liegen?
In den Tiefen um 1.000 bis 2.000 m strahlte das Uran, war aber nicht komplett zerfallen.
In geringen Tiefen, das hatte ich ja verlinkt, wurde sehr oft am Ende einer Erzader die Pechblende gefunden. Das war aber alles mal Pechblende. Das Ende der Ader war tiefer oder weiter im Berg drin, damit war dort der Druck etwas höher.

Um es raus zu holen, damit der Druck weg ist, muss man erst mal wissen, wo es liegt.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 13. Sep 2024, 15:17

bumbumpeng hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Was soll denn diese Unlogik wieder? Warum hat man das Uran überhaupt rausgeholt? Weil man es haben wollte, logisch oder?
Und warum sollte man den Rest dann nicht mehr rausholen? Weil er nicht strahlt oder was? Angeblich strahlt das Uran in der Tiefe ja nur wegen hohem Druck nicht. Wenn man es rausholen würde, dann wäre der Druck ja weg und es würde strahlen, ist ja Uran.
Das Uran-Erz wurde mittels Geiger-Zähler aufgespürt. Woher will man sonst wissen, wo die Erzadern liegen?
In den Tiefen um 1.000 bis 2.000 m strahlte das Uran, war aber nicht komplett zerfallen.
In geringen Tiefen, das hatte ich ja verlinkt, wurde sehr oft am Ende einer Erzader die Pechblende gefunden. Das war aber alles mal Pechblende. Das Ende der Ader war tiefer oder weiter im Berg drin, damit war dort der Druck etwas höher.

Um es raus zu holen, damit der Druck weg ist, muss man erst mal wissen, wo es liegt.



Also nach ]diesem Tex] kann man bis 200 Metern Tiefe das Uran abbauen. Ob man für die Feststellung der Existenz von Uranerz einen Geigerzähler braucht ist fraglich, wenn die Pechblende also das Mineral leicht zu erkennen ist. Und die Argumentation mit dem Druck ist schon deshalb fragwürdig, weil der Atomkern im Inneren des Atoms ist und die Elektronenhülle auf den keinen keinen Druck ausübt.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon bumbumpeng » Fr 13. Sep 2024, 15:18

Skeptiker hat geschrieben:Der Drehimpuls von Galaxien, einschließlich unserer Milchstraße, stammt aus den Anfangszuständen des Universums, insbesondere aus dem Prozess der Galaxienbildung nach dem Urknall. Die grundlegende Idee lautet:

- **Drehimpulskonservierung**:
In der Frühphase des Universums gab es winzige Unregelmäßigkeiten in der Dichteverteilung des Urknall-Materials.
Das JWST sieht weit draußen, ca. 13,5 Mrd. Lj, Galaxien, die angeblich ca. 300 Mio. Jahre nach dem angeblichen Urknall schon in voller Größe vorhanden gewesen sein müssen. Das wird berechtigt von Forschern angezweifelt.

Du weißt ja, dass ich zu 100 % weiß, dass es keinen Urknall gegeben haben kann.
Der Urknall wird vom Hubble-Wert ca. 70 km/s/Mpc abgeleitet und basiert darauf, weil dieser Lemaitre behauptete, dass das Universum expandieren würde. Das ist falsch.
Die Rotverschiebung kommt durch Driftens des Lichts zustande.

Nicht mal die Berufsknaller könne den angeblichen Urknall in sich erklären. Wie denn auch, wenn es keinen gab?

Dieser angebliche Drehimpuls, den du anführst, kann gar nicht sein.
Dann erkläre bitte, wieso es die Ebene gibt und den Halo???
Im Halo fliegen die S-Sterne alle völlig unterschiedliche Bahnen. Wieso das???
Weil die von anderen Galaxien kamen, eingefangen worden sind, reingedriftet sind und nun auf ihr Ende warten.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Fr 13. Sep 2024, 15:38

bumbumpeng hat geschrieben:Das JWST sieht weit draußen, ca. 13,5 Mrd. Lj, Galaxien, die angeblich ca. 300 Mio. Jahre nach dem angeblichen Urknall schon in voller Größe vorhanden gewesen sein müssen. Das wird berechtigt von Forschern angezweifelt.

Ja, die Entdeckungen des James Webb Space Telescope (JWST) haben in der Tat einige überraschende Ergebnisse geliefert, die unser Verständnis der frühen Galaxienbildung und des Urknalls herausfordern. Hier sind die Hauptpunkte der Diskussion:

### 1. **Frühzeitige, massereiche Galaxien**
Das JWST hat Galaxien beobachtet, die etwa **300 bis 400 Millionen Jahre nach dem Urknall** entstanden sind und dennoch bereits eine beträchtliche Masse und Struktur aufweisen. Diese Galaxien erscheinen älter und weiter entwickelt, als es das Standardmodell der Kosmologie – insbesondere die Theorie des Urknalls – vorhersagt. Nach bisherigen Modellen hätte man in dieser Zeit eher kleine, unstrukturierte Galaxien erwartet, die sich noch im Aufbau befinden.

### 2. **Das Standardmodell und seine Herausforderungen**
Nach dem aktuellen kosmologischen Standardmodell (ΛCDM-Modell) sollte es eine gewisse Zeit dauern, bis sich große Galaxien durch die Akkumulation von Gas und durch Verschmelzungen kleinerer Galaxien entwickeln. Dass Galaxien bereits so kurz nach dem Urknall voll entwickelt erscheinen, stellt dieses Modell infrage. Es wird davon ausgegangen, dass die Bildung großer Strukturen Zeit erfordert – doch die Beobachtungen des JWST zeigen Galaxien, die so früh bereits massereich und strukturiert sind.

### 3. **Mögliche Erklärungen**
Es gibt mehrere Erklärungsansätze, die Wissenschaftler in Betracht ziehen, um diese Diskrepanz zu erklären:

- **Schnellere Galaxienentstehung als bisher angenommen**: Es könnte sein, dass die frühen Phasen der Galaxienbildung viel effizienter verliefen, als bisher angenommen. Möglicherweise wurden die ersten Sterne und Galaxien schneller gebildet und wuchsen rasant, was wir mit dem bisherigen Modell nicht vollständig erfasst haben.

- **Dunkle Materie und Dunkle Energie**: Dunkle Materie und Dunkle Energie spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Universums. Es könnte sein, dass diese Phänomene anders funktionieren, als wir bisher dachten, und so die schnelle Galaxienbildung beeinflussen.

- **Modifikation der Urknall-Theorie**: Einige Forscher diskutieren, ob die Urknall-Theorie oder bestimmte Aspekte davon modifiziert werden müssen, um diese neuen Beobachtungen zu erklären. Eine Möglichkeit wäre, dass unser Verständnis von der Frühphase des Universums oder von der Expansion des Raums überdacht werden muss.

- **Fehlinterpretation der Daten**: Es ist auch möglich, dass die beobachteten Galaxien jünger sind, als sie erscheinen. Die Entfernung und das Alter von Galaxien werden anhand der Rotverschiebung des Lichts geschätzt, das zu uns gelangt. Diese Methode ist jedoch nicht immer perfekt, und es könnte sein, dass einige der gemessenen Werte korrigiert werden müssen.

### 4. **Wissenschaftliche Skepsis und Debatten**
Wie du bereits erwähnt hast, gibt es unter Wissenschaftlern eine berechtigte Skepsis gegenüber den Schlussfolgerungen, die aus den JWST-Daten gezogen werden. Es wird diskutiert, ob die beobachteten Galaxien tatsächlich so früh im Universum entstanden sind oder ob andere Faktoren die Daten beeinflussen könnten. Wissenschaft ist ein fortlaufender Prozess, und diese Diskussionen sind Teil des normalen wissenschaftlichen Vorgehens, bei dem Theorien an neue Daten angepasst werden müssen.

### Fazit:
Die Entdeckungen des JWST werfen wichtige Fragen über die Geschwindigkeit der Galaxienbildung und das frühe Universum auf. Während das Standardmodell der Kosmologie in Frage gestellt wird, sind diese Daten auch eine Chance, unser Verständnis des Universums zu erweitern. Die Wissenschaft wird sich in den kommenden Jahren intensiv mit diesen Beobachtungen auseinandersetzen, um zu klären, ob wir unser Modell des Urknalls und der Galaxienentstehung anpassen müssen.
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