Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Blindes Glauben

Beitragvon scharo » Di 3. Mär 2009, 18:51

Hallo Bertram,

„Der bertram hat eine Aussage der Physik.Techn.Bundesanstalt (PTB) zitiert. Sonst nix.
Kann sein, daß ich über GPS nur bedingt bescheid weiß. Der PTB traue ich da schon etwas mehr zu.“

Der Bertram hat es als Argument gegen den Kritikern eingebracht.
Ja, das stimmt, Du weißt nur bedingt Bescheid über GPS, genauso wenig, wie die zitierte PTB, wenn sie so einen Schmarrn von sich gibt.
Also, wenn der Bertram was lernen will und über Widersprüche liest, soll sich genau informieren und nicht blind einer „Autorität“ glauben. :lol:

Gruß
Ljudmil
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Re: Frequenz bleibt Frequenz

Beitragvon scharo » Di 3. Mär 2009, 18:57

Hallo Trigemina,

„Bei der Betrachtung eines Körpers oder einer Uhr im Gravitationspotential spielt der kinematische Effekt keine Rolle. Bewegt er sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit relativ zu einem anderen Körper, in der Regel mit der aktuellen Umlaufgeschwindigkeit seiner Bahnparameter, ist diese gesondert im Rahmen seiner kinematischen Effekte zu berechnen und mit dem Effekt aus der Potentialdifferenz des Gravitationskörpers aufzuaddieren.“

Diese Banalitäten sind uns bekannt. Habe ich irgendwo über die kinematische ZD geschrieben? Ich habe nur den Fehler bei der gravitativen Potentialberechnung angegeben. Wenn Du es nicht verstanden hast, darfst Du nochmals lesen.
r2 ist bei Satelliten immer unendlich groß (Schwerelosigkeit), unabhängig davon in welcher Höhe der Sat fliegt, sonst fällt er ja runter.

„Dies ist äquivalent zur Frequenzverschiebung eines oben abgestrahlten Signals, das durch das Gravitationspotential hinunterfällt und dabei Energie hinzugewinnt.“

Schon wieder so eine unsinnige Äquivalenz. Kein Signal gewinnt irgendeine Energie, wenn es „hinunterfällt“. Es wird einfach oben mit höherer Frequenz erzeugt und abgestrahlt, unten wird es mir gleicher Frequenz empfangen. Unterwegs kann sich keine Frequenz ändern.

„Meiner Meinung nach wäre es dennoch angebracht, wenn Du diese Effekte mal mit klassischen quantenmechanischen Methoden zu untersuchen bereit wärst.“

Wenn in irgendeine Formel G und m in Funktion von r2 auftauchen, egal ob nach Newton, RT oder QM, ist r2 für jeden Satelliten = unendlich = Schwerelosigkeit!!! Entsprechend ist immer 1/r2 = 0.

Alles klar? ;)

Gruß
Ljudmil
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Di 3. Mär 2009, 21:06

Hallo Ljudmil

Scharo hat geschrieben:r2 ist bei Satelliten immer unendlich groß (Schwerelosigkeit), unabhängig davon in welcher Höhe der Sat fliegt, sonst fällt er ja runter.


Ja, wir haben Karneval und die Jecken sind los. r2 ist die obere Begrenzung im Gravitationspotential, r1 die untere. Wenn du r2 mit unendlich identifizierst, bloss weil sich die Gravitationskraft mit der Rotationskraft auf jedem Punkt der Satellitenbahn aufhebt, vermischst du nicht nur die Kraft mit der Länge, sondern bringst auch ganz gehörig den Unterschied zwischen Gravitationsfeld und Gravitationspotential durcheinander.

Ich habe nun weder Lust noch Zeit, mich über deine Privatphysik zu unterhalten – bei dem Unsinn den man hier sonst noch so liest muss man ein wenig selektieren.

Gruss
Trigemina
 
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Re: blinder Glaube an Maxwell und Galilei

Beitragvon Big Mac » Di 3. Mär 2009, 23:45

bertram hat geschrieben:Die Liste ist lang....
Sind die Akteure alle irgendwie nicht ganz klar im Kopp ? Ist's gar eine Verschwörung ?


Ganz richtig, es handelt sich nur um eine kleine Verschwörung.

WGDE
In this day and age it is impossible to publish a new scientific theory through the established media. A
book publisher will not even read your manuscript unless you have first gone through the peer review
process. Without a healthy dose of authority behind your submission it will remain a promise. Therefore,
if you wish to challenge the establishment's version of light, gravity, the atom, electricity, magnetism, and
other natural phenomena, it is next to impossible to do it all at once. You will first be required to submit a
series of papers establishing a milestone in each category through official channels. One problem with
this process is that it takes about two years to publish a paper! This means that if you have 50 new ideas
never before considered by the establishment, it would take you about 100 years to publish them if one is
founded upon another. A more formidable obstacle is religion. The peer review system is inordinately
biased in favor of the religion of Mathematical Physics. Imagine submitting a paper arguing against God to
a secret inquisition board comprised of 3 Christians, 2 Muslims, and 1 Buddhist. What are the chances of
getting published?
So now assume that you suspect the fantastic physical interpretations offered by
Mathematical Physics. You submit your paper to a publisher who presents it for review to a secret panel
consisting of 3 relativists, 2 mechanics, and 1 string theorist. What do you think will be your chances of
publishing your article within this century?


Gruß
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Mi 4. Mär 2009, 00:20

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Und eins steht für die Beschreibung der Natur in der SRT jetzt nun mal fest: Kein Objekt verändert materiell seine Länge bei Bewegung. Das ist amtlich. Das bewegte Objekt bleibt die ganze Zeit ganz brav materiell so lang, wie es beim Ruhezustand gemessen wurde. Die Voraussagen von physikalischen Ereignissen in der Natur, die eine relativistische Längenkontraktion der bewegten Objekte beschreiben, sind folglich fiktiv und in der Natur falsch: Kein Ereignis wird am Ort und zum Zeitpunkt in der Natur stattfinden, die relativistisch unter Berücksichtigung eines nicht-existenten materiellen Längenkontraktion vorausgesagt wurden.


Die (maximale) Ruhelänge eines Stabes wird aus einem anderen relativ dazu bewegten Bezugssystem unterschiedlich, sprich kürzer gemessen, was sich gemeinhin als Ausdruck “Lorentz-Kontraktion“ etabliert hat. Dieser Effekt wurde ursprünglich von Lorentz postuliert, um das Null-Ergebnis des Michelson-Morleiy-Experiments zu erklären sowie seine qualitativen Überlegungen eines ruhenden Äthers aufrecht zu erhalten. Einstein machte bekanntermassen ein vierdimensionales Raumzeit-Kontinuum daraus und konnte fortan auf einen irgendwie gearteten Äther – wie ich meine äusserst pragmatisch – verzichten.



Ob man nun die aus relativ dazu bewegten Bezugssystemen gemessenen Längen als fiktiv, scheinbar, irreal oder nicht-materiell bezeichnen will, bleibe dahingestellt. Während Lorentz von einer tatsächlichen, also physikalisch reellen Kontraktion ausgeht (Bezugsmolluske des Äthers) und der Zeit ihren von Newton geprägten absoluten Charakter belässt, verwirft Einstein diese qualitative Idee und führt sie im Rahmen seiner SRT auf die Relativität der Gleichzeitigkeit zurück und entzieht der absoluten Zeit somit ihre Daseinsberechtigung.

Beide qualitativ verschiedenen Deutungen führen jedoch quantitativ zum selben Ergebnis über die Lorentz-Transformation. Ob Lorentz’ Ideen oder jene von Einstein, mehr als ein Spiel um Worte ist das nicht, weshalb sich Deine Frage lediglich innerhalb philosophischer Betrachtungen beantworten lässt, worauf ich bereits an früherer Stelle hingewiesen habe, dies nicht zu können.

Gruss
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 4. Mär 2009, 09:02

Trigemina hat geschrieben:
Die (maximale) Ruhelänge eines Stabes wird aus einem anderen relativ dazu bewegten Bezugssystem unterschiedlich, sprich kürzer gemessen, was sich gemeinhin als Ausdruck “Lorentz-Kontraktion“ etabliert hat.


Bleiben wir bei der "(maximalen) Ruhelänge" eines Stabes, die ja ohne Lorentz und ohne Lorentz-Kontraktion primär existiert, ohne Lorentz präzis messbar ist und sich in der Physik schon lange vor Lorentz etabliert hat. Diese "maximale Ruhelänge" ist also eine in der Physik und in der Technologie präzis meßbare Größe und sie besteht aus Materie. Einverstanden?

Meine Fragen:

1) Wenn ein Beobachter die präzis ermittelte "maximale Ruhelänge" des Stabes bei einer Messung des bewegten Stabes kürzer ermittelt, wo ist die verschwundene Materie geblieben? Wie erklärt sich der Beobachter das Verschwinden der Materie?

2) Wie rechtfertigst Du die Aussage von Dr. Markus Pössel, Experte der Relativitätstheorie:
"Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;"?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Beitragvon Big Mac » Mi 4. Mär 2009, 13:48

bertram hat geschrieben:Bei aller gebotenen Netikette : Mit Kaffeesatzlesen, Spökenkieken, Pendelschwingen und WGDE-Fans
kann ich nix anfangen. Ich glaube auch nicht, daß Du mit solchen "Argumenten" dem Kritikerteam einen Gefallen erweist.


Ich habe über "geistige Bücherverbrennung" (aggressive Zensur) gesprochen.

pauli hat geschrieben:Es hat (soweit ich das noch zusammenkriege) mit dem Äther-Widerspruch zu tun bei mitgeführter Äther (MM-Nullergebnis) und Aberration des Sternenlichts.

Kann es sein, dass Photonen auch Teilchencharakter haben? Sollte dies zutreffen fallen alle Argumente gegen Äthertheorie bezüglich Aberration des Sternenlichts weg.

Gruß
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Mi 4. Mär 2009, 18:12

Pauli hat geschrieben:Ohne dir die Qualifikation absprechen zu wollen muss ich hier widersprechen weil ich es anders in Erinnerung habe:
Wäre es so wie du es beschreibst, gäbe es Anfang 1900 nicht den geringsten Bedarf für eine SRT.
Es hat (soweit ich das noch zusammenkriege) mit dem Äther-Widerspruch zu tun bei mitgeführter Äther (MM-Nullergebnis) und Aberration des Sternenlichts.

Auch wenn damit jetzt der LK-Thread möglicherweise etwas gekapert scheint..


Ich finde deinen Einwand überhaupt nicht störend und er berührt ein wesentliches Element der physikalischen Entwicklung. Mal schauen ob ich das im historischen Kontext kurz skizzieren kann:

Im ausgehenden 19. Jahrhundert herrschte der Konsens eines ruhenden Lichtmediums, analog zum Medium der Luft oder des Wassers und seiner Wellenausbreitung. Michelson-Morleys überraschendes Null-Resultat stellte diesen in Frage. Um die Ätheridee jedoch weiterhin aufrecht zu erhalten, wurden mitgeführte Äthermodelle entworfen, die zwar das Nullresultat von M&M erklären konnten, aber wie du bereits erwähntest an der Aberration des Sternenlichts scheiterten.

Mit der postulierten Längenkontraktion in seinem Äther konnte Lorentz wieder ein ruhendes Äthermedium einführen, das sowohl M&M erklärt (Kontraktion der Lichtlaufwege relativ zum Äther) als auch mit der Aberration des Sternenlichts nicht kollidiert. Einstein konnte dann mit seiner quantitativ zu denselben Ergebnissen führenden SRT zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

Er löste die Lorentzsche Asymmetrie eines bevorzugten Bezugssystems auf, in dem der Äther ruht, und stellte durch die strukturelle Verknüpfung von Raum und Zeit eine Symmetrie gleichberechtigter Bezugssysteme her. Ein weiterer Schwachpunkt des Lorentz-Äthers ist die Frage, weshalb er einerseits die Grundlage kinematischer Erscheinungen sein soll, sich jedoch gänzlich seiner Betrachtung entzieht.

Trotz dieser meiner Meinung nach ziemlich gravierenden qualitativen Unstimmigkeiten des ad-hoc postulierten Lorentz-Äthers hält er auch heute noch allen quantitativen Anforderungen stand und wird – aus welchen Gründen auch immer – von einigen Liebhabern vorgezogen.

Gruss
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Re: Bertram muss noch lernen!

Beitragvon scharo » Mi 4. Mär 2009, 19:41

Hallo Bertram,

„mein Problem ist, daß ich eben keine Widersprüche sehe.“


Hier hast Du den Widerspruch - lies bitte bei Wikipedia - "Global Positioning System" – unter „Relativistische Effekte“. Dann wirst Du lernen müssen, dass GPS ohne RT funktioniert. Vergleiche dann mit der Aussage von PTB und vergesse nicht, dass in Wikipedia nur Relativisten schreiben dürfen.

„Die SRT basiert auf Galilei und Maxwell.“

Etwas muss Du wohl falsch verstanden haben. :roll:

„Diese beiden plus Lorentz , Einstein und einige tausend Kollegen sind die "Autoritäten"

Lorentz gehört mit Sicherheit nicht dazu, und was ist mit Tausenden „Kollegen“, die gegen die RT sind oder waren? :lol:

Gruß
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon scharo » Mi 4. Mär 2009, 19:43

Hallo Trigemina,

„Wenn du r2 mit unendlich identifizierst, bloss weil sich die Gravitationskraft mit der Rotationskraft auf jedem Punkt der Satellitenbahn aufhebt, vermischst du nicht nur die Kraft mit der Länge, sondern bringst auch ganz gehörig den Unterschied zwischen Gravitationsfeld und Gravitationspotential durcheinander.“

Dass Du Verständnisprobleme bei der Elementarphysik aufweist, ist uns bekannt. Du brauchst sie aber nicht ständig zur Schau stellen. :lol:
Womit wirkt die Gravitation auf einen Prozess, Körper? Wohl mit Kraft, oder?
Womit wirkt eine Beschleunigung auf einen Prozess, Körper, Wohl auch mit Kraft, oder?
Was willst Du zwischen zwei G-Potentialen berechnen, wenn nicht die wirkenden Kräfte?
Und wenn Du beim unteren Potential die G-Kraft einsetzt, was muss Du beim oberen einsetzen – Meter, Liter, Volt oder doch auch Kraft?
Und wenn oben keine Kraft vorhanden ist, da sie aufgehoben ist, und Du drückst diese fehlende Kraft mithilfe des Radius v. Gravitationserzeuger weg aus, was für Radius muss Du dann einsetzen, um 0,nichts Kraft in die Formel einzusetzen?

Aber, wenn Du meinst, die Gravitation wirkt irgendwie anders als Kraft, dann kannst Du weiter Metaphysik verbreiten.

Gruß
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