Die Basiseinheiten der Raumzeit

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Frau Holle » Mo 2. Okt 2023, 16:27

Daniel K. hat geschrieben:Es gibt keine relative SI-Sekunde und keine gestrichenen Einheiten.

Es gibt einen strunzdummen Daniel K., der die trivialsten Zusammenhänge nicht kapiert, seinen dämlichen Senf zu allem geben muss, was ich schreibe, in jedem seiner "Beiträge" einen Seitenhieb auf mich platziert und mich permanent blöd von der Seite anquatscht. Das ist neben vielen anderen Tatsachen, die er nicht kapiert, zweifelsfrei bewiesen.
 
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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Kurt » Mo 2. Okt 2023, 16:42

Frau Holle hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:Es gibt keine relative SI-Sekunde und keine gestrichenen Einheiten.

Es gibt einen strunzdummen Daniel K., der die trivialsten Zusammenhänge nicht kapiert, seinen dämlichen Senf zu allem geben muss, was ich schreibe, in jedem seiner "Beiträge" einen Seitenhieb auf mich platziert und mich permanent blöd von der Seite anquatscht. Das ist neben vielen anderen Tatsachen, die er nicht kapiert, zweifelsfrei bewiesen.
 


Nicht kapiert, meinst du?
Das ist mitnichten so, das ist Methode.
Kannst dich freuen wenn er dich da bevorzugt, schliesslich bist du jemand der die RT angreift und ihre lächerlichen Aussagen zeigt.

Kurt

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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 2. Okt 2023, 17:17

@Frau Holle » Mo 2. Okt 2023, 16:27

Dann erkläre mir mal die folgende Tatsache:

In dem Gedankenexperiment der Lichtuhr auch bei dem Wiener Professor hat die Lichtuhr die gleiche Länge senkrecht zur Bewegungsrichtung. Wie kann man denn die beiden Lichtuhren aus der SI-Sekunde und er Lichtgeschwindigkeit in beiden Bezugssystemen "konstruieren", wenn die SI-Sekunde in beiden Bezugssystemen unterschiedlich sind. Oder willst du die Idee des isotropen Raums aufgeben?

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Frau Holle » Mo 2. Okt 2023, 18:24

Rudi Knoth hat geschrieben:@Frau Holle » Mo 2. Okt 2023, 16:27

Dann erkläre mir mal die folgende Tatsache:

In dem Gedankenexperiment der Lichtuhr auch bei dem Wiener Professor hat die Lichtuhr die gleiche Länge senkrecht zur Bewegungsrichtung.

Die Tatsache, dass alle drei Lichtuhren die gleiche Länge haben? Na das ist einfach vorausgesetzt. Sie wurden extra so konstruiert mit je 15cm Länge, damit jede Periode eine Nanosekunde dauert, so dass es brauchbare Uhren sind.

Rudi Knoth hat geschrieben:Wie kann man denn die beiden Lichtuhren aus der SI-Sekunde und er Lichtgeschwindigkeit in beiden Bezugssystemen "konstruieren", wenn die SI-Sekunde in beiden Bezugssystemen unterschiedlich sind.

Man kann sie doch problemlos so konstruieren in einer Fabrik. Ich sehe dein Problem nicht^^.

Es ist doch nicht so, dass die Einheiten absolut unterschiedlich wären. Eine im Raumschiff gebaute Uhr mit dort 15cm Länge hat nach der Landung auf der Erde auch genau 15 cm Länge, so wie eine auf der Erde gebaute, wenn man sie ins Raumschiff bringt. 15cm sind 15cm in jedem Inertialsystem. Relativitätsprinzip. Die Naturgesetze sind in jedem Inertialsystem gleich, auch die Einheiten, versteht sich. So ist eine Sekunde eben eine Sekunde, per Definition.

Wenn aber drei Leute auf den drei Lichtuhren des Professors sitzen, dann sind sich beim zweiten Vergleich mit der rechten Uhr alle drei völlig darin einig, dass die Bewegung im oberen System 1 Nanosekunde gedauert hat – es ist die SI-Sekunde des oberen Inertialsystems – und unten hat die Bewegung 1,25 Nanosekunden gedauert – das sind die SI-Sekunden des unteren Inertialsystems. Sie können das ja direkt bei den Vergleichsereignissen so ablesen.

Im direkten Vergleich während einer Relativbewegung sind die Sekunden halt nicht mehr gleich lang. Die Periodendauer (Nanosekunde) im oberen bewegten System ist aus Sicht des unteren, ruhenden Systems um den Gammafaktor länger, wegen des aus seiner Sicht längeren Wegs. Das wird doch ganz genau erklärt.

Es ist doch klar, dass damit auch die Längeneinheit betroffen ist, aus Sicht des unteren Systems. Wenn eine längere Zeitperiode (hier Nanosekunde) festgestellt wird, dann auch eine längerer Lichtweg in cm also ein längerer Meter in Bewegungsrichtung. Mit diesem längeren Meter gemessen sieht die obere Uhr dann kontrahiert aus.

Es ist vielleicht etwas verwirrend, aber wenn man sich das mal klar gemacht hat, ist es recht einfach und konsistent. Finde ich jedenfalls.

Der Raum kontrahiert nicht absolut, das sieht immer nur so aus. Woher sollte die Strecke zu Alpha Centauri auch wissen, dass sie sich absolut in einer Richtung zusammenziehen soll, nur weil da jemand in seinem Raumschiff auf AC zufliegt? Und woher sollte der Raum wissen, dass er das Raumschiff selber nicht gleichermaßen zusammenziehen soll, damit der Raumfahrer nicht verwirrt wird? Aber für einen zur Erde Ruhenden soll er das Raumschiff dann doch absolut zusammenziehen oder was? Nein, so läuft das sicher nicht, wie du ja wohl weißt.

Es ist nur eine Frage der relativen Messungen, was man gut mit den relativen Maßeinheiten erklären kann, auch wenn man das nicht muss. Es ist ein Angebot, um den Sachverhalt anschaulich und verständlich zu machen. Kaum jemand redet von relativen Einheiten, das ist mir schon klar. Aber man kann es so auffassen und so wird es auch leicht verständlich. Jedenfalls für mich. Daran ist überhaupt nichts falsch.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Mo 2. Okt 2023, 22:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Daniel K. » Mo 2. Okt 2023, 18:27

Rudi Knoth hat geschrieben:
Dann erkläre mir mal die folgende Tatsache:

In dem Gedankenexperiment der Lichtuhr auch bei dem Wiener Professor hat die Lichtuhr die gleiche Länge senkrecht zur Bewegungsrichtung. Wie kann man denn die beiden Lichtuhren aus der SI-Sekunde und er Lichtgeschwindigkeit in beiden Bezugssystemen "konstruieren", wenn die SI-Sekunde in beiden Bezugssystemen unterschiedlich sind. Oder willst du die Idee des isotropen Raums aufgeben?

Das mit den aufrechten Maßstab ist wirklich recht genial, also die Idee von Dir, so den Widerspruch in den Aussagen von Holle aufzuzeigen. Aber ich gehe inzwischen wirklich davon aus, dass ihm echt die kognitiven Fähigkeiten fehlen, man kann einem Dreijährigen auch nicht Differenzialrechnung beibringen, also einem normalen Dreijährigen nicht. Wir sind hier bei Holle wirklich an dem Punkt, wo sein Hirn die Segel streicht, er kommt da nicht mit, er kann es nicht begreifen. Das macht ihn offenkundig richtig zornig und zerfrisst ihn, und er nimmt es sehr persönlich, wenn man ihn so an seine Grenzen führt. Er versteht das direkt als Beleidigung, als wenn man mit dem Finger auf ihn zeigt und ruft, Du bist ja so was von doof.

Er reagiert ja auch auf Deine Aussagen arrogant, Du verstehst die Dinge dann so falsch wie ich, wenn Du ihm widerspricht, und er dreht sich das wirklich im Kopf so hin, dass wir böse und gemein sind, und voll klug und wissend.


Schauen wir uns noch mal die Aussage hier an:

Frau Holle » Sa 16. Sep 2023, 21:38 hat geschrieben:
In vorherigen Diskussionen vertrete ich die These, dass bei der sog. Zeitdilatation der SRT die Zeit selbst, d.h. die Zeiteinheit im bewegten System dilatiert = gedehnt ist. Dem wurde mehrfach widersprochen, und ich will hier mal ausführlich erklären, wie das gemeint ist und meine These mit einem Beispiel sogar beweisen.

Wir haben zwei Ereignisse in der Raumzeit. Definiert durch einen physikalischen Vorgang, nämlich die Reise eines Objekts C von A nach B. Diese Reise dauert. Sie braucht Zeit. Es ist ein einziger Vorgang im Universum, und der dauert eine Zeitspanne im Universum. Nennen wir sie Δt. Eine Zeitspanne wird üblicherweise angegeben als eine Anzahl Zeiteinheiten, nennen wir die Einheit zunächst E.


Wir schreiben für die gesuchte Dauer die Gleichung:

Δt₀ = x∙E.

Dabei ist x zunächst eine unbekannte Maßzahl.


Wir beobachten die Reise im Gedankenexperiment:

Wir registrieren x = 5 Zeiteinheiten für Δt₀ im Ruhesystem S von A und B ⇒ Gleichung (1): Δt₀ = 5 E.
Wir registrieren x = 3 Zeiteinheiten für Δt₀ im Inertialsystem S' vom Objekt C ⇒ Gleichung (2): Δt₀ = 3 E.

Ungünstig ist hier x zu nehmen, da wir ja auch x und x' als Variablen haben.


Mal etwas umgebaut:

  1. Δt₀ = 5 E ➞ gemessen im Ruhesystem S von A und B
  2. Δt'₀ = 3 E ➞ gemessen im Ruhesystem S' von C

Das ist kalter Kaffee, wie haben 5 Jahre im Ruhesystem Erde/Centauri und 3 Jahre im Ruhesystem des Raumschiffes, es macht keinen Sinn hier nur die Einheit für die Zeit [Jahr] durch E zu ersetzen.


Frau Holle » Sa 16. Sep 2023, 21:38 hat geschrieben:
Da wir die Werte 5 und 3 sicher festgestellt haben für die Dauer der Reise Δt₀, folgt daraus zwingend, dass nicht E = E in (1) und (2) gleichermaßen gilt. Sonst würde die gesuchte Dauer Δt₀ = 5E = 3E nach üblichem Kürzen zur resultierenden Gleichung 5 = 3 führen, die aber nicht erfüllt ist.

Es darf nicht einfach gekürzt werden.

Das ist nun totaler Humbug, die Dauer der Reise wird in einem System gemessen, in S eben Δt₀ = 5 E und in S' eben Δt'₀ = 3 E. Er schreibt aber für beide Systeme nur Δt₀ nicht gestrichen, dass ist falsch. Er behauptet einfach, die Dauer muss in beiden Systemen gleich sein, immer Δt₀. Und er konstruiert sich so einen falschen Widerspruch, denn klar ist 3 ≠ 5 aber die Variablen sind eben selber auch unterschiedlich, eben Δt₀ und Δt'₀ und nicht für beide Systeme Δt₀. Die gesuchte Dauer ist einfach nicht Δt₀ = 5E = 3E und ganz sicher ist das Kürzen nicht verboten.


Frau Holle » Sa 16. Sep 2023, 21:38 hat geschrieben:
Wir müssen daher die Einheiten E in der Gleichungen (1) und (2) unterscheiden und notieren Gleichung:

(3) Δt₀ = 3E' = 5E ⇒ ⅗ E' = E ⇔ E' = γ∙E (mit γ = 5/3 > 1)

Und da sind sie, die wirklich gestrichenen Zeiteinheiten, E kann ja für [Jahr] oder auch [s] stehen. Holle behauptet hier wirklich, 3 s' = 5 s und erfindet hier die Definition einer von der Geschwindigkeit abhängigen Zeiteinheit [s'] = [γs] und da rotiert doch jeder tote Physiker im Grab.


Frau Holle » Sa 16. Sep 2023, 21:38 hat geschrieben:
⇒ Die Zeiteinheit E' im bewegten System ist um den Lorentzfaktor γ länger als E.
⇒ Die Zeit selbst ist im bewegten System um den Faktor γ dilatiert = gedehnt.

q.e.d.

Und das ist dann der Gipfel des 'Gagaismus', dazu dann '⇒' und 'Quod erat demonstrandum', und normal würde mal wohl glauben, ja lustig, Kurt oder da will einen wer veralbern, oder ein Flacherdler ist aufgetaucht, ein Crackpot eben, aber nein, Holle behauptet voll hinter der anerkannten Physik zu stehen, hinter dem Relativitätsprinzip, hinter der SRT, und prügelt ja verbal auf andere Crackpots ein.


Frau Holle » Sa 16. Sep 2023, 21:38 hat geschrieben:
Es ist m.E. auch der Grund, warum man Phänomen Dilatation = Dehnung nennt. Wegen hier 3 < 5 könnte es ja auch Schrumpfung heißen. Aber Dehnung bezieht sich offenbar auf die Zeiteinheit, auf die Zeit selbst, und nicht auf die kleinere Maßzahl, wie bei der Längenkontraktion, wo man natürlich eine analoge Beweisführung für die Längeneinheit machen kann.

Ja, ist wirklich so geschrieben, und dann soll sich das "Dilatation" nun auf die Zeiteinheit beziehen, und bei der Lorentzkontraktion aber soll sich das "Kontraktion" dann nicht auf die Längeneinheit geziehen, aber natürlich könnte man das dennoch so beweisen.

Und all das meint Holle wirklich ernst, er stolpert da nicht über seine eigenen Aussagen, er ist davon felsenfest überzeugt, so muss es sein. Wer das so nicht sieht, versteht diese geniale unwiderlegbare mathematische Beweisführung nicht, und will ihm vermutlich etwas Böses.

Was ich mich frage ist, warum zeigt er das nicht so genau so, wie hier, im anderen Forum, da ist er nämlich auf einmal mit seiner Behauptung zu dem Vorzeichen der beiden Geschwindigkeitsvektoren wie Asche im Wind verweht. Wird er mit dieser Behauptung nun auch so einknicken? Ich frage das nur aus dem Grund, weil wenn, dann würde das belegen, er verarscht uns hier nach Strich und Faden, oder er schnallt es wirklich nicht, und würde dann dort nur einknicken, weil die Anderen das belächeln und nicht fassen können, was für ein Unfug er da behauptet, und ohne selber verstehen zu können, was an seiner Behauptung falsch ist, unfähig das zu begreifen, knickt er einfach nur ein, weil er nicht dumm dastehen will. Inzwischen gehe ich schwer davon aus, dass Letzteres der Fall ist, und vermutlich er auch gar nicht das mit den Vektoren wirklich verstanden hat, noch immer meint, er habe Recht, denn die Uhr B bewegt sich doch mal auf C zu und dann von C weg, das muss doch eine unterschiedliche Richtung sein. Also er kann diese Dinge einfach nicht begreifen, schwimmt nur mit dem Strom, hier ist das relativ egal, aber dort will er in der Menge der User die Ahnung haben, die SRT richtig verstehen verortet werden, auch wenn er wirklich nichts begreifen kann, dann tut er zumindest einfach so.

Und darum, eben nach über neun Monaten und so vielen Erklärungen gehe ich davon aus, dass er Dich einfach nicht verstehen kann, er kann es nicht erkennen, vermutlich will er wirklich begreifen, scheitert aber einfach. Ja und das kann wütend machen, zornig, aber es ist nun ja nicht unsere Schuld.

In dem Sinne Rudi, Du gibst Dir echt Mühe, habe ich ja auch, aber wenn das Ziel ist, Holle die Dinge begreiflich zu machen, dann befürchte ich, dass das einfach nicht möglich ist.


Das ist der Weg ...
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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Frau Holle » Mo 2. Okt 2023, 22:21

@Daniel K.

1. Rudi hat mir eine Frage gestellt, konkret zur Physik. Er hat nicht dir eine Frage gestellt zu meinen geistigen Fähigkeiten.

2. Langsam sehe ich deine Schwierigkeiten. Die liegen noch unter Basic-Niveau, da du mein Δt₀ nicht verstehst. Daher auch deine seltsamen Auffassungen vom Blockuniversum und deine Probleme mit Ereignissen und Minkowski-Diagrammen.

3. Dazu:
Daniel K. hat geschrieben:Das mit den aufrechten Maßstab ist wirklich recht genial, also die Idee von Dir, so den Widerspruch in den Aussagen von Holle aufzuzeigen.

Erkläre doch mal, gerne auf dem Niveau von Dreijährigen – je einfacher umso besser – wo du da einen Widerspruch zu meinen Aussagen siehst. Ich sehe ihn wirklich nicht.

3a. Ich meine: Wenn sich ein Meterstab um seinen Mittelpunkt dreht und dabei relativistisch schnell relativ zu mir bewegt ist, dann verkürzt und verlängert er sich aus meiner Sicht kontinuierlich und periodisch mit seiner Drehung. In Bewegungsrichtung ist er immer am kürzesten, und senkrecht dazu am längsten. Stimmt das so?

3b. Ich meine außerdem: Wenn ein mitbewegter Alien diesen Meterstab in der Hand hält und ihn so dreht, dann merkt er nichts von einer Verkürzung oder Verlängerung. Es bleibt immer sein ganz normaler Meterstab. Stimmt das so?

Aber bitte keine 250 Seiten dazu und nicht das halbe Internet hierher kopieren. Einfach mal deine Sicht zu der Sache. Da du dich ja so gut auskennst, müsstest du das locker ohne Google aus dem Ärmel schütteln können.
 
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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Rudi Knoth » Di 3. Okt 2023, 07:59

@Frau Holle » Mo 2. Okt 2023, 23:21

Erkläre doch mal, gerne auf dem Niveau von Dreijährigen – je einfacher umso besser – wo du da einen Widerspruch zu meinen Aussagen siehst. Ich sehe ihn wirklich nicht.


Ich antworte mal anstelle von Daniel, weil ich ja den Punkt "Meterstab senkrecht zur Bewegungsrichtung" genannt habe.

Angenommen beide zueinander bewegte Beobachter haben als Instrumente neben dem Meterstab auch eine Atomuhr. Jeder wird mit seiner Atomuhr und der Lichtgeschwindigkeit feststellen, daß "sein" Meterstab genau 10/3 Lichtnanosekunden lang ist. Vergleichen dann beide ihre Meterstäbe senkrecht zur Bewegungsrichtung, stellen sie fest, daß diese gleichlang sind. Damit wären aber auch "ihre" SI-Sekunden gleichlang. Wir haben es also mit gleichen Basiseinheiten zu tun. Genauso würden auch die jeweiligen Lichtuhren im gleichen Takt wie "ihre" Atomuhren laufen. Natürlich werden sie die "andere" Atomuhr als "langsamer gehend" messen.

Bei den "senkrecht zur Bewegungsrichtung" ausgerichteten Meterstäben ist es einfach so, daß die "Relativität der Gleichzeitigkeit" in diesem Falle keine Rolle spielt. Das ist beim "in Bewegungsrichtung" aufgestellten Meterstab anders. Da spielt die "Relativität der Gleichzeitigkeit" eine Rolle.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Frau Holle » Di 3. Okt 2023, 12:58

Rudi Knoth hat geschrieben:@Frau Holle » Mo 2. Okt 2023, 23:21

Erkläre doch mal, gerne auf dem Niveau von Dreijährigen – je einfacher umso besser – wo du da einen Widerspruch zu meinen Aussagen siehst. Ich sehe ihn wirklich nicht.


Ich antworte mal anstelle von Daniel, weil ich ja den Punkt "Meterstab senkrecht zur Bewegungsrichtung" genannt habe.

Angenommen beide zueinander bewegte Beobachter haben als Instrumente neben dem Meterstab auch eine Atomuhr. Jeder wird mit seiner Atomuhr und der Lichtgeschwindigkeit feststellen, daß "sein" Meterstab genau 10/3 Lichtnanosekunden lang ist. Vergleichen dann beide ihre Meterstäbe senkrecht zur Bewegungsrichtung, stellen sie fest, daß diese gleichlang sind. Damit wären aber auch "ihre" SI-Sekunden gleichlang. Wir haben es also mit gleichen Basiseinheiten zu tun.

Nun gut, halten wir fest in SI-Einheiten: Das Licht kommt 1 Meter weit in ≈10/3 Nanosekunden, gemessen mit der daneben stehenden Atomuhr. Das ist soweit unbestritten: Jeder misst den eigenen Meterstab mit 1 m Länge, die vom Licht in 10/3 ns durchlaufen wird, und zwar unabhängig von der Ausrichtung des Stabs in jede Raumrichtung gleich. In einem Inertialsystem sind ja diese Basiseinheiten gemäß SI konsistent und eben per Definition in jedem Inertialsystem gleich.

Wo genau soll jetzt ein Widerspruch zu meinen Aussagen sein? Ich behaupte doch nicht, dass jemand in seinem Inertialsystem etwas anderes misst als definiert, nämlich 1 Meter und 10/3 Nanosekunden gemäß Lichtgeschwindigkeit.

Jeder misst etwas anderes beim "anderen" System als im eigenen. Das ist doch der Punkt:

Rudi Knoth hat geschrieben: 
Genauso würden auch die jeweiligen Lichtuhren im gleichen Takt wie "ihre" Atomuhren laufen. Natürlich werden sie die "andere" Atomuhr als "langsamer gehend" messen.

Ja. Sie werden eine kürzere Zeit auf der "anderen" Atomuhr feststellen und ggf. auch eine kürzere Länge des "anderen" Meterstabs, je nach Ausrichtung desselben im Raum. Und sie werden eine entsprechend längere Zeit auf "ihren" Atomuhren feststellen und auch einen längeren Lichtlaufweg in "ihrem" System entlang des "anderen" Meters, so wie sie auch den längeren Lichtlaufweg der "anderen" Lichtuhr feststellen, was ja die Zeitdilatation ausmacht.

Stört es dich, dass das Licht im "anderen" System immer gleich lang braucht um den dortigen Meter zu durchlaufen, obwohl der je nach Ausrichtung mal verkürzt, mal unverkürzt gesehen wird? Ist es das?

Rudi Knoth hat geschrieben:Bei den "senkrecht zur Bewegungsrichtung" ausgerichteten Meterstäben ist es einfach so, daß die "Relativität der Gleichzeitigkeit" in diesem Falle keine Rolle spielt. Das ist beim "in Bewegungsrichtung" aufgestellten Meterstab anders. Da spielt die "Relativität der Gleichzeitigkeit" eine Rolle.

Ja sicher. Deshalb wird der parallel zur Bewegung ausgerichtete Stab vom eigenen Ruhesystem aus kürzer gemessen. Diese kürzere Länge geteilt durch die kürzere Zeit der "bewegten" Atomuhr ergibt genau die absolute Lichtgeschwindigkeit. Wir sehen also, dass dort alles konsistent ist: Der bewegte Stab wird gemäß bewegter Uhr mit Lichtgeschwindigkeit durchlaufen.

Aus Sicht des Ruhesystems hat das aber länger gedauert, denn das Licht entlang des bewegten Stabs hat ja aus Sicht des Ruhesystems in jede Richtung einen längeren Weg zurückgelegt als 1 m, wie auch das Licht in der bewegten Lichtuhr einen längeren Weg zurückgelegt, was ja die Zeitdilatation ausmacht. Man könnte den Meterstab durch eine Lichtuhr von 1 m Ruhelänge ersetzen, dann wird es vielleicht deutlicher. Man kann die Lichtuhr auch hinlegen, dass ihr Licht in Bewegungsrichtung läuft. Es hat trotzdem einen längeren Weg vom ruhenden System aus gesehen. Nur sieht man dann das Zickzack nicht so gut.

Da passt doch alles:
– Im ruhenden System ist der vom Lichtsignal des bewegten Systems zurückgelegte Weg entlang des Stabs größer an der Zahl, und ebenso ist auch die dafür benötigte Zeit auf der ruhenden Uhr größer an der Zahl.
– Im ruhenden System ist der bewegte Stab ggf. kleiner an der Zahl, und ebenso ist auch die auf der bewegten Uhr registrierte Lichtlaufzeit entlang des Stabs kleiner an der Zahl.

Der Umrechnungsfaktor ist der Lorentzfaktor. Da in jedem Inertialsystem die SI-Einheiten maßgeblich sind, kann man also sagen, dass vom ruhenden System aus gesehen die SI-Einheiten des bewegten Systems um den Lorentzfaktor größer sind, weil ja die Maßzahlen kleiner sind (die Länge nur in Bewegungsrichtung), die man vom ruhenden System aus feststellt.

Dass dabei die Länge des bewegten Stabs nicht in jede Raumrichtung gleich ist, mag vielleicht verwirrend sein, aber so ist es nun mal. Es ist und bleibt ja derselbe Meterstab, von dem wir sicher wissen, dass 1 m Ruhelänge hat. Wenn er je nach Ausrichtung unterschiedlich lang gemessen wird, dann nur deshalb, weil er perspektivisch verzerrt ist, so dass der Meter als SI-Einheit des ruhenden Systems nicht mehr der SI-Einheit des bewegten Systems entspricht.

Also nochmal: Nicht die Einheiten im bewegten System sind für den Bewegten oder womöglich absolut anders, sondern nur vom ruhenden System aus gesehen sind sie anders. Es ist sozusagen eine perspektivische Verzerrung, was erst in der ART als Raumzeitkrümmung interpretiert wird, im flachen Raum der SRT aber schon angelegt ist, wie ich finde.

Die Ausrichtung des bewegten Meterstabs spielt keine wesentliche Rolle. In seinem System ist alles "normal", und im System des ruhenden Beobachters werden die Lauflängen und Laufzeiten entsprechend länger gemessen. Ob das Licht entlang des bewegten Stabs nun in Bewegungsrichtung oder senkrecht oder dazu oder wie auch immer läuft ist doch egal.
 
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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Daniel K. » Di 3. Okt 2023, 18:25

Frau Holle hat geschrieben:
...

Da in jedem Inertialsystem die SI-Einheiten maßgeblich sind, kann man also sagen, dass vom ruhenden System aus gesehen die SI-Einheiten des bewegten Systems um den Lorentzfaktor größer sind, weil ja die Maßzahlen kleiner sind (die Länge nur in Bewegungsrichtung), die man vom ruhenden System aus feststellt.

Man kann vieles sagen, und hier ruderst Du ja auch mal wieder gewaltig zurück, denn was Du hier so schreibst, passt nicht zu dem, was Du im ersten Beitrag geschrieben hast. Da erklärst Du nämlich, die Einheiten im bewegten System sind von der Geschwindigkeit abhängig.

Du erklärst, im "bewegten" System S' wird mit Jahren' gemessen, die Zeiteinheit selber mit der im bewegten System gemessen wird, ist Jahr' = γ Jahr.

Du verstehst auch nicht, dass der Abstand, egal ob im Raum oder in der Zeit, alleine vom System abhängig ist und nicht gleich groß, so behauptest Du dann ja auch, der gereiste Zwilling ist nicht wirklich jünger als der nicht gereiste Zwilling, sondern er schaut nur jünger aus, und hat weniger Jahre gezählt, die wären aber alle eben länger gewesen, er zählt eben selber in seinem Ruhesystem γ Jahr und nicht Jahre wie der Zwilling auf der Erde.

Da es eben nur einen Abstand gibt, was so erstmal richtig ist, kannst Du Dir nicht erklären und nicht verstehen, dass ein und derselbe Abstand vom System abhängig ist und unterschiedlich, dass ein und derselbe Vorgang in S eben 5 Jahre dauert und in S' eben nur 3 Jahre. Für Dich ist das eine Länge und die kann für Dich nur absolut sein, die kann für Dich in Deiner Vorstellung nicht unterschiedlich lang sein.

So suchst Du nun krampfhaft nach einer Erklärung für Dich, da 3 Jahre und dort 5 Jahre, aber es ist doch nur ein einziger Abstand in der Zeit. Und da Du inzwischen erkannt hast 3 ≠ 5 bleibt Dir dann, so glaubst Du, nur noch eine Möglichkeit, damit die Gleichung wieder passt, müssen die Längeneinheiten eben unterschiedlich sein, und so klebst Du den Gammafaktor selber an die Zeiteinheit.

Es ist so, für Dich ist der Abstand wie ein Abstand zwischen Berlin und Hamburg beträgt 256 km Luftlinie und ein Amerikaner misst nun 159 Meilen, klar 159 < 256 und hier geht es, denn hier sind die Längeneinheiten real unterschiedlich 1 Meile = 1,61 km.

Für Dich in Deiner "physikalischen" Vorstellung ist ein Abstand zwischen zwei Ereignissen im Raum aber auch in der Zeit, so absolut wie hier der zwischen Berlin und Hamburg. Wenn da nun zwei Beobachter eine unterschiedliche Maßzahl messen, dann bedeutet das für Dich zwingend, die Maßeinheit kann nicht dieselbe sein, geht ja nicht, weil der Abstand muss ja für beide Beobachter immer gleich groß sein.

Und genau das ist der Punkt, an dem Du an der SRT zerbrichst, scheiterst, und das ist einfach nur eine Tatsache, dass sage ich nicht, weil ich böse und gemein bin und Dich fertigmachen will. Das sage ich, weil es einfach so ist, Du rennst hier tief in den Wald, Du erliegst einem Fehlschluss.

Denn genau das was Du Dir nicht vorstellen kannst, ist die Aussage der SRT, der Abstand Berlin/Hamburg ist nicht mehr absolut wie bei Newton, nein beide Beobachter können den mit den selben Einheiten für Länge und Zeit messen und messen unterschiedliche Längen, unterschiedliche Werte, der Abstand in Raum und Zeit ist einfach selber nun systemabhängig.

Vermutlich hast Du nun die letzte Zeit gesucht, recht sicher, um Bestätigung für Deine Aussage und Deine Vorstellung zu finden. Lief nicht so erfolgreich, weil Deine Behauptungen ja einfach falsch sind. Und nun ruderst Du etwas zurück, auf einmal willst Du mit der veränderlichen Einheit nicht mehr im bewegten System selber messen, Du ziehst diese Behauptung zurück, subtil, nicht klar und deutlich, und behauptest jetzt, ja Du willst ja mit der veränderlichen Zeiteinheit gar nicht mehr im bewegten System selber messen, nicht mehr der Beobachter dort soll damit messen, jetzt willst Du im eigenen System damit messen, nun erklärst Du, Du misst mit Deiner Einheit in Deinem System die Einheit aus dem anderen System eben verkürzt, oder länger.

Aber das war so nicht Deine eigentliche Aussage, dass man mit der eigenen Einheit im eigenen System Längen und Dauern aus dem anderen System anders misst, wurde ja nie bestritten. Nun behautest Du aber, doch, genau, Du hast ja es immer so gemeint wie Du jetzt erst behauptest, und nie so, wie Du es wirklich behauptest hast.

Im Wissen um diese Dinge habe ich in fast allen Beiträgen immer das "im" bei Dir vor dem "System" deutlich hervorgehoben, weil Du eben immer geschrieben hast, im bewegten System wird mit den veränderlichen Einheiten gemessen. Und genau das ergibt sich ja auch aus Deinem ersten Beitrag.


Das ist der Weg ...
Zuletzt geändert von Daniel K. am Di 3. Okt 2023, 19:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Basiseinheiten der Raumzeit

Beitragvon Frau Holle » Di 3. Okt 2023, 18:45

Daniel K. hat geschrieben:Da erklärst Du nämlich, die Einheiten im bewegten System sind von der Geschwindigkeit abhängig.

Deine typische i-Punkt-Reiterei halt. Versuch' doch mal zu verstehen was man sagt, und häng' dich nicht ständig daran auf, wie man es sagt. Habe ja auch mehrfach präzisiert, dass es nur aus Sicht des ruhenden Systems so ist. Wie die Zeitdilatation und Längenkontraktion halt. Du suchst immer nach der denkbar falschesten Interpretation des Gesagten, zur Not werden einzelne Wörtchen wie "im" auf die Goldwaage gelegt. Dann unterstellst du, dass es genau so falsch und nicht anders zu verstehen ist. Konstruktiv geht anders rum, aber darum geht's dir ja nicht, schon klar. Den Rest lese ich gar nicht erst, vllt. wenn mir mal langweilig wird.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Di 3. Okt 2023, 19:10, insgesamt 2-mal geändert.
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