julian apostata hat geschrieben:@Daniel Betreff Rechenergebnisse 5.5. 22:24
x_1=-0.2700 t_1=0.0000 x'_1=-0.3375 t'_1=0.2025
x_0= 0.0000 t_0=0.0000 x'_0=0.0000 t'_0=0.0000
x_2=0.3300 t_2=0.0000 x'_2=0.4125 t'_2=-0.2475
x_3=-0.2700 t_3=1.0000 x'_3=-1.0875 t'_3=1.4525
x_4=0.0000 t_4=1.0000 x'_4=-0.7500 t'_4=1.2500
x_5=0.3300 t_5=1.0000 x'_5=-0.3375 t'_5=-1.0025
t'_5-t'_1=0.8
Das Ergebnis ist banal, wenn du E_5 und E_1 in ein Minkowskidiagramm einzeichnest und beide Raumzeitpunkte durch eine Strecke verbindest. Die Strecke ist parallel zur t'-Achse. Deswegen existiert in S' kein räumlicher, sondern nur ein Zeitlicher Abstand.
Es gilt also
sqrt(1²-0.6²)=sqrt(Δt'²) ergo Δt'=0.8.
Ich bin also jetzt einen kleinen Schritt weiter: Mir ist jedoch noch immer nicht klar, worauf du hinaus willst. Und da sehe ich momentan 2 Möglichkeiten. Entweder mach ich morgen mit meinen detektivischen Ermittlungen weiter oder du sagst es mir einfach (mit möglichst wenig Worten)
Ich habe nie behauptet, es wäre nicht banal, geht nur um die Herangehensweise, normal beginnen Beispiele mit zwei Uhren, wo man eine in den Ursprung setzt, auf Null drückt und die andere sich dann "bewegen" lässt und die zeigt dann weniger Zeitdauer an, als die "ruhende" Uhr. Beim Zwillingsparadoxon hat man dann noch eine fest vorgebende Strecke.
Hintergrund ist, wir hatten hier ein Beispiel, H (Uhr mit Rakete) bewegt sich von der Erde über 18,14 Ls zum Mond mit 0,672 c in 27 s. Die Uhr in H zeigt 20 s an, die Uhr auf dem Mond 27 s. Frau Holle hat nun behauptet, wenn sie die Uhren nicht an der Erde synchronisiert, sondern am Mond, dann würden sich die beiden Zeiten umdrehen, eben die Uhr auf dem Mond zeigt nun 20 s an und die in H 27 s. Es gäbe also zwei "Realitäten" und dann weiter so esoterischen Kram. Damit man es nachlesen kann:
Frau Holle » Fr 20. Jan 2023, 21:10 hat geschrieben:... Ich brauche zum Verständnis keine konkrete Rechnung. Im Fall B ist der Abstand zwischen den Raketen halt so groß wie der in ihrem Ruhesystem S' gesehene Abstand Erde-Mond.
Wie man sieht, vergeht zwischen den absolut selben Ereignissen (H bei der Erde → H beim Mond) im Fall A weniger Zeit im S'-System (H 00:20, Mond 00:27) und im Fall B weniger Zeit im S-System (Mond 00:20, H 00:27), q.e.d.
Es begann mit der Behauptung von Frau Holle, das Relativitätsprinzip widerlegen zu können, und durch eine Messungen feststellen zu können, wer absolut bewegt ist und wer ruht, auch hier mal das Zitat:
Frau Holle » Mo 2. Jan 2023, 23:00 hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:
Offenbar willst Du wirklich beweisen, dass durch das Betrachten von Uhren die an einem vorbeiziehen, man ermitteln kann, ob man selber bewegt ist, oder das anderes System.
Klar, das ist sogar noch einfacher zu beweisen: 1. Synchronisiere drei Uhren von Erde, Mond und deiner Rakete.
2. Berechne die Zeitdilatation für deinen schnellen Raketenflug dorthin.
3. Fliege mit der angesetzten Geschwindigkeit zum Mond und knapp daran vorbei.
4. Lese deine Borduhr und die Monduhr ab im dem Moment, wo sich der Mond an dir vorbei bewegt.
Deine Borduhr wird weniger Zeit anzeigen als die Monduhr. Warum?
Weil du dich zum Mond bewegt hast und nicht der Mond zu dir. Wenn du vorher richtig gerechnet hast, wird die Anzeige auch mit deiner Rechnung übereinstimmen. Noch Fragen?
Trotz aller Erklärungen ist Frau Holle noch immer in diesem Glauben gefangen, im anderen Thread gerade wieder zu erkennen:
Frau Holle » Mo 8. Mai 2023, 17:28 hat geschrieben:Es ist nun mal so: Wenn ich relativistisch schnell von Hamburg nach Peking fliege und meine Uhr bei Start und Landung vergleiche mit den beiden in Hamburg und Peking, dann ist für meine Uhr weniger Zeit vergangen. Daher weiß ich auch, dass ich mich mit meiner Uhr bewegt habe zwischen den beiden anderen, die inzwischen synchron und in Ruhe zueinander geblieben sind. So einfach ist das. Du kapierst es im Leben nicht, ist aber nicht mein Problem. ... Und dass das trotzdem nicht absolut sondern relativ und symmetrisch ist, kapierst du halt auch nicht, weil du einfach nicht sehen willst, dass bei diesen Vergleichen einer einzigen Uhr mit zwei anderen von vorneherein ein Ruhesystem als solches bevorzugt wurde, und zwar hier das, in dem Hamburg und Peking zueinander ruhen. Also ruht mein Flugzeug in dem Fall (A) zwangläufig im bewegten System, q.e.d. Das kapierst du im Leben auch nicht, ist aber ebenfalls nicht mein Problem.
Und noch deutlicher:
Frau Holle hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:Er kannst also echt unterscheiden, ob ich mich gegenüber dem Mond bewege oder der Mond gegenüber mir? Nicht schlecht, ...


Zu viel der Ehre. Das ist nicht mein Verdienst, sondern das von Einstein, Lorentz und Minkowski.
Ganz eindeutig, da klemmt es gewaltig.
Schau, das Problem ist, hat man nur zwei Uhren so wie in dem Beispiel von mir mit der 1 s, dann kann man das voll symmetrisch darstellen. Hat man nun eine Strecke wie Erde/Mond von 18,14 Ls oder das was Peter im Video hat, dann ist die Szene nicht mehr symmetrisch, bekommt man für die Bewegung über die 18,14 Ls eine Dauer von 27 s, bekommt man im anderen System 20 s für die Bewegung über 13,44 Ls, eben die lorentz-kontrahierte Strecke von 18,14 Ls.
Das kann man nicht umdrehen, und bekommt dann auf der Monduhr nur 20 s und dafür 27 s in der Rakete.
Dennoch kann man aber zeigen, dass die Uhr auf dem Mond (und der Erde) im anderen System bewegt ist und dann dilatiert, also weniger als 20 s für die Reisedauer zählt, auch wenn sie 27 s auf der Anzeige hat. In dem Fall ist diese Uhr eben mit einem Vorlauf von 12,19 s gestartet und hat für die Reise genau 14,81 s hochgezählt, was ja weniger als 20 s ist.
Man bekommt so zwei Paare:
27 s > 20 s und 20 s > 14,81 s
Will man zeigen, dass die Uhren bewegt wechselseitig langsamer laufen, muss man es richtig machen, ganz sicher vertauschen sich nicht einfach nur beide Zeiten.
Nur das Du mal den Hintergrund ein wenig kennst.