Beim Born'schen Gedankenexperiment geht es eigentlich nur um diesen vollkommen unelastischen "Auffahrunfall"!
[url]https://de.wikipedia.org/wiki/Sto%C3%9F_(Physik)#/media/Datei:Elastischer_sto%C3%9F.gif
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Wenn ihr das da aufruft, erscheint Animationsansicht 1.
https://www.geogebra.org/m/D8jNzhcH
In System S ruht die Mitte (senkrechter Strich). Die beiden Massen (jede hat die Masse m) bewegen sich mit der Geschwindigkeit u auf die Mitte zu und kommen dort auch zur Ruhe.
Die vereinigte Masse ist natürlich größer als 2m. Und das, obwohl die Mitte masselos ist. Der Grund liegt in der kinetischen Energie die in Wärme umgewandelt würde und nun zur Gemeinschaftsmasse hinzu gekommen ist. Diese thermische Masse hab ich durch 2 rote Zusatzbalken gekennzeichnet.
Im System S' ruht vor dem Stoß die blaue Masse. u=0.6*c
Mitte rast auf Blau mit u zu
Schwarz rast auf Mitte mit u zu
Und das bedeutet natürlich nicht, dass Schwarz mit 2*u auf Blau zu rast.
Es muss relativistisch verdoppelt werden. Und das ergibt v=c*15/17.
Wie wir in Animationsansicht 1 gesehen haben, verändert sich die Geschwindigkeit der Mitte nicht.
Kurze Zusammenfassung: in S' wird Schwarz von v~0.88*c auf u=0.6*c abgebremst. Schwarz verhält sich also so, als hätte es eine größere Masse als Blau. Diese scheinbare Masse bezeichne ich in der Matheansicht mit M. Seine tatsächliche Masse bekommt (genau wie Blau) die Variable m zugewiesen.
Jetzt die Matheansicht 2. 3 blaue Kästen. 3 nichtrelativistische Grenzfälle. 2 * Zusammenhang zwischen v und u. 1*Impulserhaltung.
Im dritten Kasten kommt nun die klassische Physik in einen gewaltigen Erklärungsnotstand.
m*v=2*m*u (mit u=v/2)
Wie soll da jetzt rechts vom "=" die thermische Masse hinein passen? Die einfache Antwort lautet: Da passt nix mehr rein, ohne das Impulserhaltungsgesetz zu verletzen.
Schaltet man in die Matheansicht 2, dann erscheinen in den 3 Kästen die relativistischen Gleichungen.
In der ersten Zeile wird die relativistische Geschwindigkeitsverdopplung so lange umgeformt bis da steht: sqrt(1-v²/c²)=(1-u²/c²)/(1+u²/c²)
In der 2.Zeile wird noch auf beiden Seite 1 hinzu gezählt, also
1+(1-v²/c²)=2u/(1+u²/c²)
Teilt man 1.Gleichung,1.Zeile durch 1.Gleichung, 2.Zleile so erscheint die relativistische Geschwindigkeitshalbierung. Der erste blaue Kasten wäre damit voll.
Teilt man 1.Zeile 1 Gleichung durch 1.Zeile letzte Gleichung, dann wird der 2.blaue Kasten voll.
3:Zeile: M*v=(M+m)*u
Wird u durch v ersetzt (siehe 1.Kasten) und löst nach M auf und multipliziert wieder mit v, so taucht der relativistische Impuls auf.
Zweiter blauer Kasten auf beiden Seiten mit m multipliziert ergibt den Anfang der 4.Zeile.
In selbiger Zeile ist auch folgende Näherungslösung enthalten:
1/sqrt(1-u²/c²)~1+u²/(2c²)
Wer's nicht glauben will, ersetze u/c durch x und gebe es in einen Plotter seiner Wahl ein. Beide Funktionen werden sich nahe 0 kaum mehr unterscheiden,
Es erscheint nun die thermische Zusatzmasse m*u²/c² und wenn man diese Masse mit c² multipliziert, kommt genau die hinein gesteckte kinetische Energie heraus: (0.5*m*u²)*2
Wie lange könnte man nun mit 1 Gramm Masse ununterbrochen Auto ( 100 Kilowatt Leistung) fahren
10^-3kg*(3*10^8m/s)²
----------------------------=9*10^8s~28.5 Jahre
10^5kg*m²/s³
Bei 40% Wirkungsgrad wären das immerhin noch 11.4 Jahre.
