Frau Holle hat geschrieben:
Frohe Weihnachten!
Ja ein frohes Fest, Dir und allen Anderen.
Frau Holle hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:
U2:''' v' = 105 m/s bis 95 m/s (100 m/s ± 5 m/s)
Nach Galiei ist das zwar richtig, aber relativistisch korrekt muss man mit der sog. Relativistischen Addition rechnen.
wikipedia: "
Das Relativistische Additionstheorem für Geschwindigkeiten besagt, wie die Geschwindigkeit
eines Objekts (U₂) in einem bestimmten Bezugssystem (Bhf) zu bestimmen ist, wenn sich das Objekt mit einer Geschwindigkeit
' (5m/s) gegenüber einem zweiten Bezugssystem (Zug) bewegt, das sich selbst gegenüber dem ersten (Bhf) mit einer Geschwindigkeit
(100m/s) bewegt." Ausgehend von der galileischen einfachen Addition

'

ist die resultierende Geschwindigkeit
"um den Faktor 1+(
'∙
)/c² kleiner."
Bei den kleinen Geschwindigkeiten ist das natürlich ein Witz und kein Mensch würde so rechnen. Aber wir reden ja von langsameren Uhren usw. Also müsste man die RT schon korrekt anwenden.
Ja das ist richtig, habe ich aber auch schon ein paar mal gegenüber Kurt und allgemein angesprochen, frag mich aber bitte nicht wo, müsste ich länger suchen und wie Du schon schreibst, bei den geringen Geschwindigkeiten spielt das keine Rolle. Wobei wir von Kurt auch solche "lustigen" Aussagen haben:
Kurt hat geschrieben:sanchez hat geschrieben:
... der Beobachter auf der Plattform sieht U2 mit konstanter Relativgeschwindigkeit von 5 m/s und deshalb mit konstanter Verzögerung, konstant langsamer gehend.
Falsch,
der Beobachter sieht, auf Grund seiner zu langsam taktenden Uhr, die U2 sich mit 5,5 m/s bewegen. Dass der Beobachter die U2 sich mit 5,5 m/s bewegt sieht, hat keinen Einfluss auf den Gang der U2. Sie taktet entsprechend ihrer Geschwindigkeit, diese wechselt mit jedem Richtungswechsel auf der Plattform. Aus der Sicht des Beobachters ergibt sich eine Taktung von mal 95%, mal 105%. Grund:
seine Uhr verwendet eine Sekunde die eine Dauer von 1,1 Sekunden hat.
Frau Holle hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:
Lass uns bitte mal trennen zwischen dem was wer sagt, was er meint und was wir glauben dass der Andere weiß und meint.
Weiß nicht, was das noch bringen soll. Einen Kurt werden wir damit nicht überzeugen und meine Sicht der Dinge habe ich ausführlich dargestellt. Könnte das zwar noch noch zum gefühlt 5ten Mal mit anderen Worten sagen, aber irgendwie dringe ich anscheinend bei dir nicht durch ...
Nun ja, wir habe doch schon einige interessante Dinge zusammengetragen, dachte Du hast auch Freude an der Animation gehabt und diese Dinge mal so zu diskutieren, dass wir Kurt nicht von seinem Unfug abbringen können ist unstrittig. Und was uns angeht, Menschen sind eben verschieden und denken unterschiedlich, hoffe Du erkennst zumindest, dass ich ernsthaft versuche zu ergründen, was Du meinst.
Frau Holle hat geschrieben:
Für mich ist die Sache wie gesagt sehr einfach und sie ganzen gestrichenen Systeme verwirren mich nur. Es gibt 3 Ruhesysteme an der Zahl, die gegeneinander bewegt sind und das einzige, was nicht ganz trivial zu rechnen ist sind die Geschwindigkeiten und Zeiten von U₂ gegenüber dem Bahnhof. Wenn du willst rechne ich sie noch relativistisch aus und du rechnest dasselbe nach deiner Methode. Mal sehen, ob wir wir zum gleichen Ergebnis kommen.
So ist es eben, für mich ist es "verwirrend" die Dinge aus dem wie Du sie beschreibst zu extrahieren, Objekte sind keine Systeme, besitzen intrinsisch keinen Ort und Geschwindigkeit. Ich schreibe ja auch, dass ich davon ausgehe, dass Dir das klar ist und Du eben das Ruhesystem eines Objektes meinst. Ich brauche das eben einfach klarer und so wie üblich. Also Liste der System von S über S' bis S'' und weiter. Darin sind alle Objekte zu finden, mit Ortskoordinaten und auch Zeiten für die Ereignisse. Über die Jahre habe ich einfach gelernt, weniger ist mehr und man sollte so klar die Dinge beschreiben wie nur möglich. Ich fange da eben mit einem Ereignis an, einem Punkt in der Raumzeit, x, y, z, t und da kann eben ein Objekt sein, ein Blitz einschlagen oder was auch immer. Zwei Ereignisse haben einen Abstand kann im Raum und/oder in der Zeit sein und dieser Abstand ist bedingt "relativ". Was in einem System nacheinander, also mit zeitlichem Abstand am selben Ort geschieht, kann in einem anderen System am selben Ort passieren.
Und ich glaube nicht, dass sich unsere Methoden unterscheiden, wohl nur die Notation, ich versuche die zu nehmen, die eben üblich ist.
Frau Holle hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:Ach und zu jeder Ort im Universum hat seine Zeit, es gibt im Universum keine absoluten Orte, fest mit Koordinaten, ich weiß Du weißt das. Somit gibt es keinen "jeder" Ort, der eindeutig zu markieren ist.

Natürlich gibt es absolute Orte. Ich sitze gerade hier vor dem Bildschirm und dieser Ort ist
hier und jetzt absolut und einmalig im Universum. Dass ich hier jetzt schreibe ist ein absolutes
Ereignis in der Raumzeit des Universums. Mit welchen Koordinaten das jemand beschreibt ist seine Sache und ändert nichts an dieser Absolutheit.
Den widerspreche ich, eventuell ist das mehr eine philophische als physikalische Frage. Ich kann mich ja auch irren und es wird nicht so definiert, wie ich es sehe. Aber ich habe eben noch mal geschaut:
https://de.wikipedia.org/wiki/Absoluter_Raum und nein, ich finde da nichts was Deine Aussage bestätigt. Ich weiß schon was Du wohl meinst, aber physikalisch hat der Raum keine "festen" oder absolute Orte. Was soll das sein, ein "absolutes" Ereignis gegenüber einem "nicht absoluten" Ereignis? Man kann einen Ort nur in einem System mit Koordinaten beschreiben und diese sind abhängig von der Definition des Systems. Aber Du kannst mir gerne mal physikalisch beschreiben, was Du meinst, Quellen nennen, und differenzieren, bin da doch offen für neue Ideen.
Frau Holle hat geschrieben:
Raum und Zeit sind seit Minkowski nicht mehr selbständig, sondern hängen zusammen: Jeder Ort hat seine Zeit bzw. jedes Ereignis hat Ort und Zeit. Deshalb ist es am sinnvollsten beim Uhrenvergleich, wenn man das gleichzeitig am selben Ort macht. Sonst wird es zur Rechnerei mit Lorentzfaktor, relativistischer Addition etc.
Ich kann wenig mit "jeder Ort hat seine Zeit" anfangen. Mir zu viel Prosa, muss nicht sein, wir haben einen Punkt in der Raumzeit, ein Ereignis, vierdimensional, x, y, z, t und aus die Maus. Ja und ein "Uhrenvergleich" ist für mich ein Ereignis.
Frau Holle hat geschrieben:
Man muss bei der RT immer in Ereignissen denken. Daher finde ich auch deine Idee mit den Fotos ziemlich gut und anschaulich. Auf einem Foto wird direkt ein absolutes Ereignis mit Ort und Zeit dokumentiert.
Meine Rede, und ja, genau, und es freut mich, dass Du das mit dem Foto gut findest. Genau das ist mir wichtig, klares Bild für das was gemeint ist. Bei dem Beispiel mit dem Zug zur RdG lasse ich immer an den Zugenden den Blitz durch den Zug ins Gleisbett einschlagen um im Raum einen Punkt zu markieren, man muss dabei aber beachten, dass man so eine Weltlinie bekommt, der Ort des Einschlages bleibt erhalten und bewegt sich durch die Zeit. Gut, unschön formuliert, kann hoffe ich aber verstanden werden, der Einschlag des Blitzes ist eben ein Zeitpunkt auf dieser Linie, ein Ereignis in der Raumzeit.
Frau Holle hat geschrieben:
Es ist z. B. drauf:
- U₂ mit Zeit z₂ und wo? Bei der Messtelle M1.
- M1 mit Zeit m₂ und wo? Bei der U₂ und am Bahnkilometer k₁ (Gleis).
- Ug mit Zeit g₁ und wo? Bei M1 und bei der U₂ und am Bahnkilometer k₁.
Die kleinen tiefer gestellten Zahlen sind cool was?
Frau Holle hat geschrieben:
Es gibt also für das einmalige Fotoereignis den einen, absoluten Ort (so wie meiner hier am Bildschirm), wo gleichzeitig alle 3 relevanten Uhren sind. Es gibt auch den absoluten Zeitpunkt (so wie meiner hier am Bildschirm), den zwar jede Uhr mit einer anderen Zahl angibt, aber das ist egal. Alle 3 beschreiben genau denselben, absoluten Zeitpunkt an genau demselben, absoluten Ort für das Ereignis. Der Ort hat natürlich auch verschiedene Koordinaten in den drei Systemen. Es ist trotzdem absolut derselbe. Die Orts- und Zeitkoordinaten sind relativ und beobachterabhängig, das ist klar, aber doch nicht das Ereignis, das sie gemeinsam beschreiben: U₂ befindet sich bei M2 am Bahnkilometer k₁. Das gilt für alle drei.
Wie gesagt, es gibt keinen absoluten Raum, also auch keinen absoluten Ort. Keine absolute Zeit. Man kann im Raum keinen Ort wirklich absolut markieren. Ja Du kannst da ein Objekt haben und sagen, das ist absolute da, die Koordinaten sind von dem System abhäng, in dem es beschrieben wird. Aber das wird nichts, wenn ich einen absoluten Ort habe, dann gibt es daneben auch einen, dann müsste man sagen können, Objekt X hat seinen absoluten Ort 1 eben verlassen und sich zu den absoluten Ort 2 bewegt und das hat 1 s gedauert. Damit hast Du dann eine absolute Geschwindigkeit.
Also ich sage, geht nicht, Beispiel, im "fahrenden" Zug machst Du kurz das Licht an und wartest eine Sekunde und machst es noch mal kurz an. Auf die Frage, ob das nun am selben Ort war, wo zwei mal das Licht anging, sagst Du im Zug, ja. Das ist ein "absoluter" Ort. Der Beobachter an den Gleisen wird das zu Recht bestreiten und erklären, das erste Licht war an dem Ort wo er noch immer steht, aber der Zug fuhr weiter und das zweite Licht war 100 m weiter die Gleise entlang am Bahnübergang. So und nun kommst Du und kannst mir mal erklären, wie Du Dir Deinen absoluten Ort vorstellst.
Noch mal, ich weiß was Du meinst, ein Objekt ist wenn es ist an einem Ort, ein Ereignis ist an einem Ort. Und ja es ist ein und derselbe Ort, der in vielen Systemen mit unterschiedlichen Koordinaten beschrieben werden kann, aber er ist nicht absolut. Jedenfalls nicht in dem Sinne so wie ich "absolut" verstehe.
Versuchen wir es mal anders, es gibt ein Ereignis und das ist unique. Ersetzen wir Dein "absoluten" Ort doch einfach durch ein Ereignis welche unique ist. Das kannst Du mit beliebigen Koordinaten in beliebigen Systemen beschreiben.
Frau Holle hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:
Im Ruhesystem S'' der U2 gehen die alle asynchron und das mit zunehmenden Vorlauf.
Das ist richtig aber völlig irrelevant für das Foto vom Ereignis, das uns einzig und allein interessiert: U₂ befindet sich bei M₂ am Bahnkilometer k₁. Nur die dortige Uhr am Gleis beschreibt
das Ereignis aus Sicht vom Bahnhof-System und keine andere. Welche soll denn auch sonst auf dem Foto sein? Und genau diese eine Uhr zeigt genau diese Zeit auch nur einziges Mal, und zwar beim Ereignis. Daran gibt es nichts zu deuteln. Dass die anderen Uhren am Gleis für den Fotografen im Zug nicht synchron gehen ist sowas von unwichtig ... warum machst du dir darüber Gedanken? Die Interessieren nicht für sein Foto. Er braucht die einzig richtige Uhr am Gleis, und das ist die, die beim Klick vom Fotoapparat draußen zu sehen ist.
Ich kann Dir da so noch immer nicht richtig folgen, schwierig, für mich ist das wirr. Es geht hier um Abstände im Raum und in der Zeit, geht ja um eine Zeitdauer, da kann mir eine Uhr - egal welche - nur eine sinnvolle Information geben, wenn klar ist wann sie angefangen hat zu zählen. Offenkundig willst Du zwei Zeiträume vergleichen. Zwei Abstände in der Zeit. Für die U₂ ist der für mich klar, der beträgt im Ruhesystem der U₂ eben immer 9,99999999 ... s. Ist eben immer der zeitliche Abstand für einen Zyklus, die Uhr startet mit 0 bei einer Messstation und bewegt sich mit konstant 5 m/s über 50 m zur anderen Station. Wobei das erstmal irrelevant ist, wir betrachten nur die Dauer, die ist für jeden Zyklus gleich.
Damit bleibt nun nur die Frage, wie schaut das in S' aus, im Ruhesystem der Gleise. Und da hilft es - mir zumindest - nicht, wenn ich die U₂ nun neben irgendeiner Uhr an den Gleisen fotografiere, wenn ich nicht weiß, wann diese Uhr angefangen hat zu zählen. Ich will ja die Dauer der Bewegung der U₂ in S' wissen, also brauch ich dort zwei Ereignisse.
Frau Holle hat geschrieben:
Das ist es doch, was uns interessiert: Wann genau finden die Ereignisse für den Beobachter am Bahnhof statt? Und das zeigt eben diese Uhr beim Ereignis und auf dem Foto, und nur diese. Für den Beobachter am Bahnhof gehen ja alle seine Uhren synchron. Er hat damit eh kein Problem, wenn man ihm später das Foto zeigt und sagt "guck mal, das war nach der ersten Fahrt der U₂ und das nach der zweiten. Am Anfang warst du ja dabei, als wir alle Uhren auf 0 gestellt haben."
Keine Ahnung ob Du meinen letzten Beitrag schon gelesen hattest, als Du das hier schriebst. Aber wenn ich das aus S' dem Ruhesystem der Gleise beschreibe ist das trivial, so trivial, dass ich nicht gedacht habe, dass Du das meinst. Wir haben einfach eine in S' bewegte Uhr, gibt zwei Ereignisse, sie zählt von 0 bis 9,99999 ... s und aus die Maus. Diese Uhr ist in S' mit 95 m/s bewegt und darum dauert dieser Zyklus der U2 eben dort länger. Also ΔT₁ > 9,99999 ... s und wenn die U mit 105 m/s bewegt ist gilt natürlich ΔT₂ > ΔT₁.
Frau Holle hat geschrieben:
Ich weiß nicht, warum du das komplizierter sehen willst als es ist. Einfacher und klarer geht es doch gar nicht. Jetzt habe ich es doch nochmal mit vielen Worten beschrieben, aber das war jetzt wirklich das letzte mal. Lass es mal Sacken und überleg dir, ob es nicht einfach stimmt und plausibel ist. Lies es mehrfach durch, wenn es sein muss^^.
Wie gesagt, eventuell passt es ja schon, ich weiß nicht ob Du meinen letzten Beitrag beim Schreiben hier schon gelesen hattest.
Frau Holle hat geschrieben:
Foto 1 (am Bahnhof):
1. U₂ bei M₁: 0 Takte, 0 Sekunden
2. M₁ (hinten): 0 Takte, 0 Sekunden (auf UM₁)
3. U₀ (Bahnhofsuhr): 0 Takte, 0 Sekunden
Foto 2 (U2 ist nach vorne gefahren): [v' = 105 / (1+500/c²) m/s]
1. U₂ bei M₂: 950 Takte, 9,5 Sekunden
2. M₂ (vorne): 1000 Takte, 10 Sekunden (auf UM₂)
3. Ug₀ (am Gleis): x Takte, x/100 Sekunden
Foto 3 (U₂ ist nach hinten gefahren): [v' = 95 / (1-500/c²) m/s]
1. U₂ bei M₁: 950 Takte, 9,5 Sekunden
2. M₁ (hinten): 1000 Takte, 10 Sekunden (auf UM₁)
3. Ug₀ (am Gleis): y Takte, y/100 Sekunden
Die Synchronisation auf 0 beim Foto 1 ist natürlich wichtig. Sonst hängen die Zeitkoordinaten in der Luft. Soll ich jetzt x und y noch ausrechnen, und du rechnest mit deiner Methode? Wenn es sein muss mach dich das.
Du sollst gar nichts ausrechnen, geht ja nicht um Wortklauberei, geht um die Sache, Du kannst natürlich gerne was ausrechnen, wenn Du magst, wenn Du meinst wir sind da noch nicht ganz einig. Wie gesagt, ich habe es nun mal aus S' beschrieben und eventuell war ja das genau eben jenes, was Du meintest und ich so nicht erkennen konnte. Zumindest ist klar, die Realität sollte einzigartig sein, wir sollten also zusammenfinden können.