Gluon hat geschrieben: Eine Oszillation ist keine lineare Bewegung.
Das Panzer-Gedankenexperiment ist nunmal zweidimensional und braucht deutlich mehr Worte und Bilder als das relativ einfache Garagenparadoxon.
Nein, es ist extrem einfach und es ist bezüglich der Bewegung eindimensional. Es geht darin lediglich um eine enstehende Unlogik bei Annahme einer physischen LK. Die besteht darin, daß der eigene Panzer mit seinen Ketten die Ränder gleichzeitig erreicht, der gegnerische jedoch nicht, sondern nur mit seinen Antennenspitzen.
Daß letzterer nach meiner Logik dann hineinfallen soll, ist nur eine bildlich angenommene Darstellung. Genauso könnte ich logisieren, daß der Panzer dann in die Luft fliegt oder einfach, und das kommt Deiner Intention wohl am nächsten, daß er dabei einfach seine Farbe wechselt. Der eigene Panzer bleibt grau, während der andere rot wird. und zwar aus der Sicht jedes Panzerfahrers. Bleiben wir daher im folgenden bei der letzten Logik, der Umfärbung.
Das verlegene Ausbüxen in die zweidimensionale Dynamik ist dann vergebens. Das Problem bleibt schön einfach und eindimensional.
Was sagst du also zu meinem Einwand, dass Ernsts Bedingungen für den Fall des Panzers ungenügend sind. Er nimmt ja an, der Panzer falle erst, wenn er sich frei fliegend mittig über der Grube befindet. Meiner Ansicht nach sollte aber schon klassisch der Panzer bereits anfangen zu kippen, wenn er mit dem Vorderteil über die Klippe ragt. Die Comic-Logik: Der Panzer fährt bis er mittig über der Klippe schwebt und fällt dann senkrecht herab, wird dem Gedankenexperiment nicht gerecht. Sie lässt sich auch nicht auf das Limit starkter Gravitation reduzieren, denn gerade die starke Gravitation sollte den Panzer schon vorher kippen lassen. Wir brauchen als eine 2D-Betrachtung des Falles, die die Wurfparabel und das Kippen des Panzers beschreibt.
Daß dieses Argument der Ablenkung auf ein reales Dynamikproblem vergeblich ist, habe ich oben bereits beschrieben. Die Ablenkung vom Extrakt der Aussage und die Flucht in nicht relevante komplizierte Nebenbedingungen ist zwar verbreitet, hätte ich allerdings von dir nicht erwartet.
Gruß
Ernst