Ätherwind

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Di 7. Sep 2010, 18:00

Hallo Artie !

Ein zu Erde-Mond ruhender Äther wäre ein von der Erde mitgeführter Äther, das Gegenstück zu einem absoluten Äther.
Wenn die Erde Äther mitführt, dann müssen Sonne und Mond auch jeweils Äther mitführen, was zu deutlicheren Phänomen und weiterer Komplexität führen würde.


Warum denn nicht ?
Die Natur kümmert sich um deine Komplexitätsängste sehr wenig.
Da der Mond gravitativ mit der Erde gekoppelt ist, befindet er sich im Äther der Erde.
Strömungen ähnlich wie Luftströmungen (Sonnenwind usw) sind bekannt, aber schwer messbar.

Schau dir die Gravitation einmal genau an !
Laut Einstein wird der Raum durch Masse gekrümmt -> Gravitation
.

Gut auswendig gelernt. Alles ART. Nichts anderes als wenn ich sage:Rund um jeden massebehafteten Körper befindet sich ein Gravitationsfeld.
Und um ein schwarzes Loch ist es so stark, dass von der Massebeschleunigung die LG überschritten wird.
Aber um die ART geht es nicht.

Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Di 7. Sep 2010, 19:07

Hallo Ernst !

LLR widerlegt Ätherwind, mithin absoluten Äther.
Mitgeführter Äther wird schon durch die gemessene Aberration widerlegt.


Wenn wir uns schon in vielen Ansichten angenähert haben, ohne gegensätzliche Meinungen braucht man nicht diskutieren.

Ich bin prinzipiell ein Gegner des "absoluten" , alles durchdringenden, unbewegten
Äthers. Das war eine Idee vor mehr als 100 Jahren.
Ich habe eher die Vorstellung eines im Vergleich zu den Sternen schwach bewegten Weltraumgases. das durch Grtavitationseinwirkungen mehr oder weniger beeinflusst wird.
Über die Aberration haben wir schon gesprochen und ich finde die Interpretationen
(nicht die Messungen) noch zu widersprüchlich, um mich festzulegen.
Hier herrscht noch großer Diskussionsbedarf, in den auch die Optik einbezogen werden soll.Die Grafiken der letzten Zeit sind zu schwach für eine gute Erklärung.
Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Ernst » Di 7. Sep 2010, 19:16

Hannes hat geschrieben: Da der Mond gravitativ mit der Erde gekoppelt ist, befindet er sich im Äther der Erde.


Da die Erde mit dem Mond gravitativ gekoppelt ist, befindet sich die Erde im Äther des Mondes?
Da die Sonne gravitativ mit der Erde gekoppelt ist, befindet sie sich auch im Äther der Erde?
Da ferne Galaxien gravitativ mit der Erde gekoppelt sind, befinden die sich auch im Äther der Erde?
Die Gravitationskraft der Erde reicht nämlich unendlich weit.
Das sind schon groteske Annahmen. Der mitgeführte Äther wird damit so passend hingebogen, daß die Hinbiegerei der SRT als passabel einfach erscheint. Du wetterst gegen die Paradoxa der SRT und erfindest solche in anderer Größenordnung. Bevor ich sowas märchenhaftes glaube, konvertiere ich sogar zur SRT. ;)

Über die Aberration haben wir schon gesprochen und ich finde die Interpretationen (nicht die Messungen) noch zu widersprüchlich, um mich festzulegen.

Die Aberration ist bestens erklärt. Ljudmils Animationen zeigen die Fakten. Da ist kein Interpretationsspielraum.

Gruß
Ernst
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Di 7. Sep 2010, 20:16

Chief hat geschrieben:Ernst hat geschrieben:
..
Mitgeführter Äther wird schon durch die gemessene Aberration widerlegt.


Davon war nichteinmal Ljudmil überzeugt. Sonst hätte er nicht S...Äther....geschrieben.

Ernst hat geschrieben:
...Da die Erde mit dem Mond gravitativ gekoppelt ist, befindet sich die Erde im Äther des Mondes?
Da die Sonne gravitativ mit der Erde gekoppelt ist, befindet sie sich auch im Äther der Erde?
Da ferne Galaxien gravitativ mit der Erde gekoppelt sind, befinden die sich auch im Äther der Erde?

Hannes
Die Gravitationskraft der Erde reicht nämlich unendlich weit.
Das sind schon groteske Annahmen. ...


Dazu sind die Entferngen zwischen den Objekten zu groß.
Wie weit der Einfluss reicht, wissen wir nicht. Auf jeden Fall bis zu den
Lagrangepunkten.

Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon galactic32 » Di 7. Sep 2010, 20:41

Hallo,
Artie hat geschrieben:
Übersetzt: … Und zwar weil all die genauen Abstände die in der Analyse zum im Einsatz kamen in der Tat, durch die selbe Art von Laserpuls Zeit bestimmt wurden die auch in [1] verwendet wurde. ...

Er benutzt Werte die unter Vorgabe von c = 299.792.458m/s gemessen wurden, er hätte im besten Falle einen neuen Mittelwert errechnen können.
Deswegen:

Sorry, no Cigar.

Dein Resultat ist so absolut verständlich.
Wo ist mit Deiner Methode der Unterschied?

Also allein aus dem KurzÜberblick :““Abstract:
The speed of laser light pulses launched from Earth and returned by a retro-reflector on the Moon was calculated from precision round-trip time-of-flight measurements and modeled distances. The measured speed of light (c) in the und den Mischmasch aus Berechenung Messung...““

entnehme ich ein Misch-Masch aus calculated=errechnet(eigene Modell-Interpretation) measurements=Messungen (genau hier Zeit-RohDaten) und measurd (VerwexlungsMoment! = Auswertung unter Vorbehalt ), somit entnehmt sich's da keiner LängenMessung DistanzMessung!

Artie hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Ätherwind ist bewegter Äther

Nein, "Ätherwind" ist ein Phänomen das durch absoluten(unbewegten) Äther auftreten würde.

Also ein nicht absolut „Nein“,
Hannes hat allgemein definiert, und Artie bezieht sich hier auf den SpezialFall einer Version von absolutem ruhendem Äther.
Hmm.

Zu Artie und Ernst:
Artie 17:27 hat geschrieben:Auch galactic kann sich auf den Kopf stellen.
Kein Ätherwind gemessen --> ruhender Äther kann ausgeschlossen werden.
Mitgeführter Äther würde auch Mond selber mitgeführt und sollte ebenfalls zu nachweisbar sein, denn auch der Mond hat Gravitation.


Ernst hat geschrieben:LLR widerlegt Ätherwind, mithin absoluten Äther.
Mitgeführter Äther wird schon durch die gemessene Aberration widerlegt.

Seid ihr da nicht sehr vorschnell!
Ich zitier noch mal worauf Artie sich indirekt bezieht:
Arties Analystin hat geschrieben:Und zwar weil all die genauen Abstände die in der Analyse zum im Einsatz kamen in der Tat, durch die selbe Art von Laserpuls Zeit bestimmt wurden die auch in [1] verwendet wurde.

Gelernt verstanden verwendet?
Euer beiden Analysen haben in der Tat das Selbige Manko.
Ihr benutzt bei LRR die selbe Art LaserPulsZeit um beides haben zu wollen, oder ?:
a)Eine LängenMessung!∆ x.
b)Eine GeschwindigkeitsMessung! C₀.
Nun genau SRT mißt C₀ nicht sondern setzt vorraus!
Oder SRT kennt Längen nicht nur Zeiten!

Im EmissionsModell, wie sieht's da aus ???
Auch DoppelVerwertung?

Allerdings ÄtherModelle messen, berechnen hier doch anders!
Gehen wir von Einfachheit aus, wie's Kurt so hervorhebt.
So weit.

Hallo Hannes,
Hannes hat geschrieben:Wenn ich sage, die Messungen von MM haben nur die Lichtleitfähigkeit des hochverdünnten Gases (Vacuum) ergeben und dabei eine wichtige Naturkonstante entdeckt (c), habe ich nicht viele, die mir zustimmen.

Nicht direkt.
NebenBei wolltest Du evtl. Nicht-Zustimmung von vielen?
Aus meiner Sicht die Constanz zwischen Materielle-Länge und Licht-Länge, allerdings nach ÄtherModellen beides aus dem Träger-Prinzip bedingte Nullergebnisse!
Da Materie ein LICHT-SYSTEM darstellt.

Allerdings eine angemessenen Bescheidenhait dieser Antworten, Folgerungen und sogenannten Fakten aus solchen Versuchen möcht ich mitverstanden wissen.

Gruß
galactic32
 
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Re: Ätherwind

Beitragvon galactic32 » Di 7. Sep 2010, 21:29

Hallo Artie,
Das du was das LLR betrifft verwirrt bist, ist seit deinem ersten Posting klar, aber ich halte es für möglich, das deine Verwirrung etwas grundlegendes sein könnte.
Vielen Dank, allerdings diskutieren wir in diesem Forum nicht über Teilnehmer sondern über Physik.

Brauchst auch nicht spontan antworten.

@ Chief
Logisch, wenn man sich nicht richtig orientieren kann, weil in einem System die Zeit schneller geht als im anderen, und den springenden Punkt der inneren WiderSprüchlichkeit nicht wahrhaben will.

Gruß
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Di 7. Sep 2010, 22:10

Hallo Galactic !

Hannes hat geschrieben:
Wenn ich sage, die Messungen von MM haben nur die Lichtleitfähigkeit des hochverdünnten Gases (Vacuum) ergeben und dabei eine wichtige Naturkonstante entdeckt (c), habe ich nicht viele, die mir zustimmen.
Nicht direkt.
NebenBei wolltest Du evtl. Nicht-Zustimmung von vielen?


Ich weiß, dass sich die Vorstellung einer gleichmäßigen Lichtausbreitung
in das Bewusstsein vieler Diskussionspartner eingebrannt hat, von den Relativisten und Ballistikern ganz zu schweigen.
Dass Licht als Wellenerscheinung sehr variabel ist,wollen viele nicht wahrhaben.
Deswegen bin ich aber nicht enttäuscht,denn das geht nicht anders.
Was man einmal gelernt hat, das kann man nicht so schnell aus dem Kopf herausbringen.
Mir macht es Spaß mit gescheiten Menschen zu reden und zu diskutieren .
Im Gegensatz zu manchen Relativisten möchte ich sie nicht davon ausnehmen.
Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon galactic32 » Di 7. Sep 2010, 23:25

Hallo,
Die Formulierung ist eindeutig und es handelt sich um keinen Spezialfall:
Entweder ist der Äther in Ruhe, dann ist er in absoluter Ruhe. Ist er nicht in absoluter Ruhe, dann ist der Äther bewegt.
Entweder. oder, und kein "vielleicht".

Ist er nicht in absoluter Ruhe, dann ist er relativ wozu denn bewegt?

Und Hannes AusSage war ganz allgemein:
ÄtherWind ist bewegter Äther. Also nicht sehr speziell sonder allgemein gebräuchlich.

Mitgeführter Äther ist in relativer Ruhe,zu...
etc.

Der noch einfachere Äther-Ansatz ist:
Es gibt keine ÄtherMitführung (zunächst!).Das Wie des Mitführens, etc usw. !

Also im absoluten ruhenden Äther .
LICHT ist immer bewegt!
Eine Trägheit (Körper) kann absolut ruhen!
Bewegt sich der Körper, dann erfahren wir den absoluten Äthwer wie Wind.

Verstehe, Du mußtest so ja meine Sätze sicherlich sehr irritirend deuten!

Nun
mal VorGedanken, eine Versuch's-Skizze, zur ÄtherWind Bestimmung!

Im ÄtherModell:
Systemanordnung:
Vllt. Ähnl. MM ohne GrundPlatte.
3 Sattelitten mit rechtem Winkel.

Calibrierung (!) des zu messenden System's in abs. ruhendem Äther.
Abs. Ruhe Vermessung!
( mit Erde-Mond system kaum möglich!)

Unter Beibehaltung der inneren Abstände beschleunigen.
Rechte Winkel beibehalten!
Da ist so eine Crux!ZirkelLogik!
Also einfach Identisch beschleunigen oder wie?

Jetzt mit LichtPulsen Abstände messen!

Zu einfach?

An Hannes:
Was man einmal gelernt hat, das kann man nicht so schnell aus dem Kopf herausbringen.

Da ist ein Verlernen wohl eine Lösung.
Denn unser System-Schul-Lernstoff ist zu oft des Vergessens wert.
Gegen Desinformationen muß man hier gefeit sein.

Dass Licht als Wellenerscheinung sehr variabel ist, wollen viele nicht wahrhaben.

Da betonst Du was.
Zu viele oder zu laute wollen WellenErscheinung an sich nicht, da werden den Lernenden Paradoxien also PseudoParadoxes aufgeredet.

Von meinem natürlichen GefühltVerstehen ist das Teilchen-Partikel-Konzept eine meßInterne VerstricktHeit.
Die Partikel-Detektions-Interpretation ignoriert ja auch alles, was noch möglich ist.
Irgendwo wird nur ein InformationsBit abgefragt.
Das genauere wie und drumherum ließe sich erkenntnis-eröffnend Diskutieren.
Es macht ja auch die Faszination in der Wissenschaft aus.

Gruß so weit
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Re: Ätherwind

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 8. Sep 2010, 07:54

Wenn es nun diesen mysteriösen Ätherwind mit einer Geschwindigkeit von 400 km/s geben soll, dann wäre doch die Frage gegen welches Bezugssystem diese Geschwindigkeit gemessen wird. Insofern reicht es für eine Diskussion nicht, einfach eine Vokabel in den Raum zu stellen und dann die Gedanken frei schweifen zu lassen.
Egal - wie man ein solches Ätherwind-Konzept formuliert, es passt einfach nix zusammen:
Sollen es örtliche (Äther-)Winde sein, sodass zwischen Erde und Mond der Geschwindigkeitsvektor anders ist als zwischen Erde und Jupiter, wobei zu beachten wäre, dass nicht nur das Sonnensystem, sondern auch die Galaxy Milchstraße sich im Space bewegen, d.h. die wahrgenommene Windrichtung müsste sich ständig ändern, weil die Erde ihre Bewegungsrichtung durch die Bewegung auf einer Kreisbahn ändert. Wenn sich alles bewegt, aber der Ätherwind gleich bleibt, dann wäre er sehr großräumig und würde einen größeren Teil des Weltraums umfassen und würde dann als vorherrschende Strömung alle Himmelskörper in ihrer Bewegung beeinflussen.
Die theoretische Grundlage scheint noch unklar zu sein, so dass weitere Recherche erforderlich ist.
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Mi 8. Sep 2010, 10:16

Hallo Gerhard Kemme !

Egal - wie man ein solches Ätherwind-Konzept formuliert, es passt einfach nix zusammen:
Wenn sich alles bewegt, aber der Ätherwind gleich bleibt, dann wäre er sehr großräumig und würde einen größeren Teil des Weltraums umfassen und würde dann als vorherrschende Strömung alle Himmelskörper in ihrer Bewegung beeinflussen.
Die theoretische Grundlage scheint noch unklar zu sein, so dass weitere Recherche erforderlich
ist.

Ich finde deine Vorgehensweise professionell und richtig.
Abwägung aller pro und Kontra ist immer das Beste.
Auf diesem Gebiet gibt es noch viel zu erkunden.

Hannes
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