Zum Thema LLR (Lunar Laser Ranging) muss erwähnt werden, dass mit dieser Methode von Daniel Y. Gezari (NASA/Goddard Space Flight Center, Laboratory for ExoPlanets and Stellar Astrophysics and American Museum of Natural History, Astrophysics Department) experimentell gezeigt wurde, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht invariant ist, sondern vom bewegten Beobachter abhängt. Damit liegt eine Verletzung der Lorentz-Invarianz in erster Ordnung vor. Die LG bezieht sich offenbar auf ein bevorzugtes Bezugssystem.
"Abstract:
The speed of laser light pulses launched from Earth and returned by a retro-reflector on the Moon was calculated from precision round-trip time-of-flight measurements and modeled distances. The measured speed of light (c) in the moving observer’s rest frame was found to exceed the canonical value c = 299,792,458 m/s by 200±10 m/s, just the speed of the observatory along the line-of-sight due to the rotation of the Earth during the measurements. This result is a first-order violation of local Lorentz invariance; the speed of light seems to depend on the motion of the observer after all, as in classical wave theory, which implies that a preferred reference frame exists for the propagation of light. However, the present experiment cannot identify the physical system to which such a preferred frame might be tied."
(Deutsch: Die Geschwindigkeit der von der Erde aus gestarteten und von einem Reflektor auf dem Mond zurückgeschickten Laserlichtimpulse wurden mittels Präzision Round-Trip-Time-of-flight-Messungen und modellierten Distanzen berechnet. An der gemessenen Lichtgeschwindigkeit (c) im Ruhesystem des bewegten Beobachters
wurde festgestellt, dass der kanonische Wert c = 299.792.458 m / s überschritten wird mit 200 ± 10 m / s, entsprechend der Geschwindigkeit der Sternwarte auf dem Line-of-sight aufgrund der Rotation der Erde während der Messungen. Dieses Ergebnis ist eine Verletzung der lokalen Lorentz-Invarianz in erster Ordnung, die Lichtgeschwindigkeit scheint von der Bewegung des Beobachters abzuhängen, wie in der klassischen
Wellen-Theorie, was bedeutet, dass ein bevorzugtes Bezugssystem für die Ausbreitung
des Lichtes vorhanden ist. Allerdings kann das vorliegende Experiment das physikalische System nicht identifizieren, an das ein derart bevorzugtes Bezugssystem gebunden sein könnte.)
Originalartikel hier:
http://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/0912/0912.3934.pdfDas Gezari-Experiment ist ziemlich neu (Dez.2009 bzw. Juni 2010) und hat sich offenbar noch nicht herumgesprochen!
Grüße
Harald Maurer