Ätherwind

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Ätherwind

Beitragvon Ernst » Mi 1. Sep 2010, 12:42

Hannes hat geschrieben:
Das Vorhandensein eines Trägermediums ist heute kein Problem mehr,...

Vor 120 Jahren schon. Da "wußte" man, daß ein Trägermedium existiert. Da aber kamen MM und zeigten, daß ein solcher Äther nicht existiert.
Heute wird dieser Beweis tagtäglich durch die Laserreflexionsmessungen an den Laserspiegeln auf dem Mond bestätigt. Da wird eine Konstanz des Mondorbits mit einer Auflösung von ca. 2mm gemessen (abgesehen von einer jählichen Abstandsänderung von etwa 4cm). Das bedeutet, daß die LG über der gesamten Strecke nicht durch einen angenommenen Ätherwind beeinflußt wird.
Gäbe es nämlich den vielfach angenommenen Ätherwind von v ca. 400 km/s, dann wäre die mitlere LG des hin- und rücklaufenden Laserimpulses

w_mittel = (c²-v²) / c = c - v²/c
Δw = v²/c ≈ 0,5 km/s

Das ergibt bei einer Lichtlaufzeit t von ca. 2s eine gemessenen vermeintliche Abstandsänderung von

Δs = Δw*t = 0,5 km/s *2 s = 1km

Eine solche Abweichung widerspricht dem nach Newton berechneten Orbit.
Die gemessene Konstanz des Mondorbits liegt demgegenüber bei kleiner als 5 mm und entspricht der Newtonrechnung.
Die Rechnug gilt für Ätherwind in der Ebene des Mondorbits. Aber selbst bei einem Ätherwindwinkel in 80° dazu ergäbe sich noch eine vermeintliche Abstandsänderung von 175 m

Die Diskrepanz der Ätherannahme zur Messung beträgt also auch dann noch mehr als 4 Zehnerpotenzen.

Die Laserreflexmessung zum Mond ist bezüglich des Nachweises eines Ätherwindes eine Alternative zum Jupiterexperiment. Aus der Laserreflexmessung folgt, daß ein Ätherwind in der vermuteten Größenordnung nicht existiert. Die abschließende Ergebnisdarstellung des Jupiterexperimentes steht dagegen noch aus.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Mi 1. Sep 2010, 15:44, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Mi 1. Sep 2010, 13:35

Hallo Ernst !
Du schreibst :
Heute wird dieser Beweis tagtäglich durch die Laserreflexionsmessungen an den Laserspiegeln auf dem Mond bestätigt.


Dann schreibst du aber :
Die Radarreflexmessung zum Mond ist bezüglich des Nachweises eines Ätherwindes eine Alternative zum Jupiterexperiment.


Für die Messungen ist es wahrscheinlich egal, ob Laser- oder Radar.
Mich würde nur interessieren, welche Technik angewandt wird.

Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Ernst » Mi 1. Sep 2010, 14:39

Hannes hat geschrieben:Für die Messungen ist es wahrscheinlich egal, ob Laser- oder Radar. Mich würde nur interessieren, welche Technik angewandt wird.

Ja, Entschuldigung, ein Schreibfehler (ich korrigiere das); es ist eine Messung mittels Laser. Es werden spezielle Laserreflektoren benutzt, welchen die Apolloleute aufgestellt haben. Einige Observatorien führen die Messungen regelmäßig aus.

Gruß
Ernst
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Mi 1. Sep 2010, 15:33

Hallo Ernst !

Es werden spezielle Laserreflektoren benutzt, welchen die Apolloleute aufgestellt haben. Einige Observatorien führen die Messungen regelmäßig aus.


Mir ist auch bekannt, dass Reflektoren aufgestellt wurden.

Es ergibt sich jetzt die Frage, wie weit die ätherwindfreie Zone reicht.

Bei Messungen an Sternen mit Exoplaneten wird die Radialgeschwindigkeit zur Erde mit Spektrografen gemacht.
Da ergibt sich beim Übergang von der Sternatmosphäre zum Weltraum
ein Dopplereffekt.

Auch der Ätherwind zum CMB mit ca 400 km /sek (eine für astronomische
Verhältnisse nicht allzugroße Geschwindigkeit) wird mittels Spektrografen
gemessen. Ebenso die Bewegung unseres Sonnensystems in Richtung
Sternbild Löwe.
Mit der Lichtgeschwindigkeitsmessung kann man eigentlich nichts rechtes anfangen, außer man hat wie auf dem Mond Reflektoren.
Ob man Radarechos von Nachbarplaneten verwenden kann,weiß ich nicht genau.
Da Nachbarplaneten schon ausserhalb der Gravitationszone der Erde liegen , wäre es interessant, ob dort Ätherwind gemessen wird.

Mit Gruß Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Ernst » Mi 1. Sep 2010, 17:02

Ernst hat geschrieben: Heute wird dieser Beweis tagtäglich durch die Laserreflexionsmessungen an den Laserspiegeln auf dem Mond bestätigt

Zudem muß bei Vorhandensein eines Äthers ein jahreszeitlicher Offset des Mondorbits infolge des Erdorbits gemessen werden. Mit einer Bahngeschwindigkeit der Erde von ca. 30km/s wird

w_mittel = (c²-v²) / c = c - v²/c
Δw = v²/c ≈ 3 m/s

Das ergibt bei einer Lichtlaufzeit t von ca. 2s eine gemessenen vermeintliche Abstandsänderung von

Δs = Δw*t = 3 m/s *2 s = 6 m

Gegenüber den Meßwerten, welche eine Konstanz des Orbits (unter Berücksichtigung der kontinuierlichen Entfernung des Mondes von der Erde) von 4 cm zeigen, ist das eine Diskrepanz von 2 Größenordnungen.
Es exitiert da folglich kein lichttragender Äther.

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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Mi 1. Sep 2010, 17:14

Hallo Ernst !
Gegenüber den Meßwerten, welche eine Konstanz des Orbits (unter Berücksichtigung der kontinuierlichen Entfernung des Mondes von der Erde) von 4 cm zeigen, ist das eine Diskrepanz von 2 Größenordnungen.
Es exitiert da folglich kein lichttragender Äther.


Du willst wohl sagen: es existiert kein Ätherwind ! Über den haben wir ja diskutiert.Aber das Nichtvorhandensein einer Ätherbewegung relativ zur Erde beweist noch nicht das Nichtvorhandensein eines Äthers .

Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Ernst » Mi 1. Sep 2010, 19:42

Hannes hat geschrieben:Du willst wohl sagen: es existiert kein Ätherwind !

Genau. Betrachtet wird ein normaler, d.h. kein mitgeführter Äther. Wobei dann allgemein ein Ätherwind vorhanden ist.

Die Umdrehung der Erde um die Sonne bewirkt eine halbjährige Änderung der Richtung der Erdbewegung d relativ zum Ätherwind v und folglich des von der Erde "mitgenommenen" Mondorbits um die Erde. In der einen Position 1 bewegt sich die Erde/der Orbit relativ zum Äther mit d+v, in der anderen Position 2 mit d-v. Damit wird

Δw_1 = (v+d)²/c
Δw_2 = (v-d)²/c

ΔΔw = Δw_1 - Δw_2 = 4vd/c

Mit einem Ätherwind von 400km/s und einer Orbitalgeschwindigkeit der Erde von 30km/s wird

ΔΔw = 0,16 km/s

Und für 2s Lichtlaufzeit

ΔΔw = 320m

Um diesen Betrag müßte die Orbitbmessung mittels Reflexlaser im Jahresverlauf variieren. Das trifft aber nicht zu. Daher kein Ätherwind in der angenommenen Größenordnung.

Gruß
Ernst
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Mi 1. Sep 2010, 20:29

Hallo Ernst !

Um diesen Betrag müßte die Orbitbmessung mittels Reflexlaser im Jahresverlauf variieren. Das trifft aber nicht zu. Daher kein Ätherwind in der angenommenen Größenordnung.


Haben wir bereits im vorigen Post festgestellt !
Wir müssen daher fragen, wieweit der Einfluss der Erdgravitation reichen kann.

Da sich die Messungen genau mit der Erdbewegung decken ist anzunehmen, dass
das Medium relativ zur Erde unbewegt ist.
Da die Erde keinen Sonderfall in der Welt darstellt, ist weiters anzunehmen, dass
dieser Effekt bei allen Himmelskörpern auftritt, egal in welche Richtung sie sich bewegen.

Ein Lichtstrahl, der von einem sich nähernden oder sich entfernenden Himmelskörper auf einen zweiten übertritt, muss daher einer Geschwindigkeitsänderung unterliegen.

Der Lichtstrahl muss variabel sein und nicht wie die SRT behauptet, invariant.

Wodurch diese Variabilität hervorgerufen wird,ob Aether oder irgendein anderes Medium, ist dabei zweitrangig.

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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Mi 1. Sep 2010, 20:38

Hallo Chief !

Selbstverständlich dass ein Ätherwind existiert aber nicht hier unten auf der Erde. So z.B. die GPS Satelliten spüren diesen Wind weil sie um die Erde fliegen. Die Bewegung um die Sonne hat keinen Einfluss.


Darf ich deine Aussage präzisieren ?
Die Satelliten spüren diesen Wind als Gegenwind wenn sie um die Erde fliegen.

Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Mi 1. Sep 2010, 21:14

Hallo Chief !

Aus diesem Grund (Bewegung im Bezug zum Äther) werden Atomuhren durch Ätherwirkung beeinflusst.


So einfach und mit wenigen präzisen Worten kann man ein komplexes Thema
beschreiben,wenn man die nötige Vorstellungskraft besitzt.

Hannes
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