Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Myonen dort, IS hier

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 20. Feb 2009, 19:43

Sebastian Hauk hat geschrieben:ich habe mir mal die Website
http://www.kornelius.de/arth/luki/generator/index.html
angesehen und festgestellt, dass der Zeitdilatationseffekt auf der Sonne etwa 200 mal so groß ist wie auf dem Mond. Ich hätte jetzt mit mehr gerechnet. Ob das jetzt irgendetwas mit der Frage, wie groß die Lichtablenkung jetzt am Mond ist, zu tun hat, wird uns vielleicht ein Relativist erzählen können.

Normale Uhren kennen keine Zeitdilatation, weder auf dem Mount Everest, noch im Bergwerk, noch auf dem Mond oder dem Jupiter, nicht in der Waschmaschine, noch in der Trockenzentrifuge und last not least auch nicht in einem extrem starken Magnetfeld. Der Takt einer Uhr ist so, als ob in einer Raumkapsel ein Schalter umgelegt worden wäre, der springt auch nicht zurück, wenn die Erdanziehung schwächer wird.
Nocheinmal die beiden zeitmessenden Wunderwerke aus Waschmaschine, Trockenzentrifuge und Magnetfeld:
Bild
Zeitdilatation findet nur rechnerisch statt und nirgendwo sonst. Dass Atomuhren und Pendeluhren empfindlich bei Gravitationsschwankungen sind, ist klar - aber das ist trivial.

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Re: Myonen dort, IS hier

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 20. Feb 2009, 20:01

Hallo Herr Kemme,

ich finde es bemerkenswert und richtig wissenschaftlich, dass Sie und Harald und vielleicht bald auch noch andere Experimente durchführen. Bei den Experimenten muss aber immer darauf geachtet werden, wie genau ich eigentlich in der Lage bin zu messen. Und ob dann diese Messgenauigkeit ausreicht festzustellen, ob eine Theorie richtig ist oder nicht.

Gruß

Sebastian
Zuletzt geändert von Sebastian Hauk am Fr 20. Feb 2009, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 20. Feb 2009, 20:03

Freddy hat geschrieben:Guten Tag! Was meinen Sie denn dazu, dass mit diesem Effekt erklaert wird, dass Muonen, welche eine Lebensdauer von nur 2.2 mus haben und in der oberen Atmosphaere entstehen, dennoch die Erdoberflaeche erreichen, und das aufgrund der Laengenkontraktion (aus der Sicht der Muonen)? Ziemlich realer Effekt, oder?


Also erstmal ist die Lebensdauer der Myonen nicht sehr lang, d.h. sie beträgt 2,19703 µs. Alle Aussagen über solche feinsten Objekte erinnern mich an den Spruch aus dem Elektronik-Labor, dass "alles schwingt nur der Oszillator nicht". Insbesondere sind die Myonen in ihrer Lebensdauer regulierbar - nur dies liegt an den wenig erforschten Myonen und nicht an irgendwelchen Zusammenhängen bezüglich naturgesetzlicher Zeitverzögerungen.

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Re: Myonen dort, IS hier

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 20. Feb 2009, 20:16

Sebastian Hauk hat geschrieben:ich finde es bemerkenswert und richtig wissenschaftlich, dass Sie und Harald und vielleicht bald auch noch andere Experimente durchführen. Bei den Experimenten muss aber immer darauf geachtet werden, wie genau ich eigentlich in der Lage bin zu messen. Und ob dann diese Messgenauigkeit ausreicht festzustellen, ob eine Theorie richtig ist oder nicht.


Wie es bei Harald Maurer ist, weiss ich nicht. Doch für Elektrotechniker wie Ekkehard Friebe oder meiner Wenigkeit, sind Experimente im Laboratorium Selbstverständlichkeiten. Der Rückzug in die extreme Genauigkeit, ist die Aussage, dass im Nebenraum ein Wunder stattfindet, aber niemand zusehen darf. So geht es bei den Experimenten mit Normaluhren nur darum zu zeigen, dass durch Ursachen wie Gravitation oder Magnetfeld oder Beschleunigung absolut nicht die notwendigen Kräfte aufgebracht werden, um eine Uhr zu verstellen. Erst, wenn alles an der Uhr leicht beeinflussbar ist, d.h. sich im atomaren Bereich abspielt, dann kann auch durch geringfügige Ursachen eine Verstellung vorgenommen werden. Was nicht kontrolliert werden kann, öffnet Tür und Tor für beliebige Versuchsausgänge.

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Re: Myonen dort, IS hier

Beitragvon contravariant » Fr 20. Feb 2009, 20:29

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Sebastian Hauk hat geschrieben:Nocheinmal die beiden zeitmessenden Wunderwerke aus Waschmaschine, Trockenzentrifuge und Magnetfeld:
Bild
Zeitdilatation findet nur rechnerisch statt und nirgendwo sonst. Dass Atomuhren und Pendeluhren empfindlich bei Gravitationsschwankungen sind, ist klar - aber das ist trivial.

Haben sie mal nachgerechnet, wie groß die Zeitabweichung zwischen dne beiden Uhren laut den RThen sein müsste? Ich wage mal die Behauptung, dass die zu klein ist um sie mit handelsüblichen Stoppuhren zu messen. Und damit ist ihr Experiment nicht aussagekräftig.
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Re: Myonen dort, IS hier

Beitragvon Trigemina » Fr 20. Feb 2009, 21:27

Hallo Sebastian

Sebastian Hauk hat geschrieben:... dass der Zeitdilatationseffekt auf der Sonne etwa 200 mal so groß ist wie auf dem Mond. Ich hätte jetzt mit mehr gerechnet. Ob das jetzt irgendetwas mit der Frage, wie groß die Lichtablenkung jetzt am Mond ist, zu tun hat, wird uns vielleicht ein Relativist erzählen können.


Deine Intuition hat Dich nicht im Stich gelassen. Das Verhältnis der Lichtablenkung ist weitaus extremer als dasjenige der gravitativen Zeitdilatation an den Oberflächen beteiligter Himmelskörperr:

Lichtablenkung am Sonnenrand: 1.7505 Bogensekunden
Lichtablenkung am Mondrand : 0.00001295 Bogensekunden

Also 1 : 135'169

Gruss


Nachtrag: Irgendwo hast Du Dich mit dem Faktor 200 verrechnet. Die verlinkte Seite berechnet die gravitative Zeitdilatation korrekt. Stellt man auf der Sonnen- und Mondoberfläche je einen 100 Meter hohen Turm auf, beträgt das Verhältnis der gravitativen Zeitdilatation 1 : 675 zwischen den beiden Türmen. Das Verhältnis verändert sich mit zunehmender Turmhöhe nicht besonders. Bei 10km Turmhöhe wäre das Verhältnis 1 : 677
Zuletzt geändert von Trigemina am Fr 20. Feb 2009, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Myonen dort, IS hier

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 20. Feb 2009, 22:33

contravariant hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:
Sebastian Hauk hat geschrieben:Nocheinmal die beiden zeitmessenden Wunderwerke aus Waschmaschine, Trockenzentrifuge und Magnetfeld:
Bild
Zeitdilatation findet nur rechnerisch statt und nirgendwo sonst. Dass Atomuhren und Pendeluhren empfindlich bei Gravitationsschwankungen sind, ist klar - aber das ist trivial.

Haben sie mal nachgerechnet, wie groß die Zeitabweichung zwischen dne beiden Uhren laut den RThen sein müsste? Ich wage mal die Behauptung, dass die zu klein ist um sie mit handelsüblichen Stoppuhren zu messen. Und damit ist ihr Experiment nicht aussagekräftig.


Leider ist es in der Physik so, dass aus der gegenständlich verfügbaren Realität Schlüsse auf nicht unmittelbar zugängliche Bereiche gezogen werden müssen - wobei dies sogar zum Grundrepertoire menschlicher Orientierung in der Umwelt gehört.

Durch das vorliegende Experiment wurde gezeigt, dass "normale" Uhren durch stärkste Kraftwirkungen in ihrer Funktion unbeeinflussbar bleiben. Erst, wenn jetzt ein anderer Uhrentypus zur Anwendung kommt, dann existieren plötzlich Abweichungen. Dieser andere Typus von Uhren hat nachweislich eine Empfindlichkeit gegenüber den Wirkungen der Gravitation - unterscheidet sich also signifikant gegenüber den handelüblichen Uhren. Der Rest ist dann schnell erzählt, eine gravitationsempfindliche Uhr wird in einer Umgebung transportiert, die so vorher weder erprobt noch danach wiederholt werden kann. Es ist so als ob eine Pendeluhr per Flugzeug kreuz und quer transportiert wird und das Bedienungspersonal behauptet, es könnte anhand von Rechnungen, Kurven und Diagrammen mit solcher Pendeluhr die Zeit genauso genau messen, wie mit einer Stoppuhr. Ist nicht! Eine in den entsprechenden Verhältnissen ungenaue Uhr kann durch das Bedienungspersonal nicht zu einer präzisen Zeitangabe per Berechnungen benutzt werden.

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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 20. Feb 2009, 22:46

Kondensat74 hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Also erstmal ist die Lebensdauer der Myonen nicht sehr lang, d.h. sie beträgt 2,19703 µs. Alle Aussagen über solche feinsten Objekte erinnern mich an den Spruch aus dem Elektronik-Labor, dass "alles schwingt nur der Oszillator nicht". Insbesondere sind die Myonen in ihrer Lebensdauer regulierbar - nur dies liegt an den wenig erforschten Myonen und nicht an irgendwelchen Zusammenhängen bezüglich naturgesetzlicher Zeitverzögerungen.


sie antworten nicht auf die frage! WARUM können wir überhaupt myonen von teilchenschauerkaskaden auf meereshöhe nachweisen, wenn diese gar nicht die erforderliche reichweite haben?


Wenn ein Objekt sehr unerforscht ist, dann kann über alles gerätselt und spekuliert werden. Wenn ein Hund den bunten Bildschirm sieht, was wird der sich alles zusammenreimen. Myonen zeigen ein bestimmtes Verhalten, welches dann allerdings keinesfalls als Begründung für irgendwelche sonstigen artfremden Aussagen bezüglich der Zeitdilatation der SRT herangezogen werden können. Auch dies ist wieder eine Konsequenz aus der Anwendung der Logik. Wenn man die Funktionsweise und die Bedingungen der Myonen nicht kennt, dann kann man auch nicht folgern, dass sie einem zeitverzögerndem Naturgesetz unterliegen. Für eine Folgerung bedarf man einer wahren Grundaussage, ansonsten kann man alles behaupten.

Allerdings kommt man auf mögliche Erklärungen, wenn man annimmt, dass bei zunehmender Geschwindigkeit eines Objektes sich der "Fahrtwind" vor diesem staut - und dass dies die Ursache bei Eintritt Auftreffen auf der Erdoberfläche ist bzw. beim Umlauf im Synchrotron.

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Re: Myonen dort, IS hier

Beitragvon contravariant » Fr 20. Feb 2009, 22:54

Gerhard Kemme hat geschrieben:Durch das vorliegende Experiment wurde gezeigt, dass "normale" Uhren durch stärkste Kraftwirkungen in ihrer Funktion unbeeinflussbar bleiben.

Innerhalb der Messgenauigkeit. Und die beträgt bei Handstoppuhren vll. einige Hunderstel Sekunden.
Gerhard Kemme hat geschrieben: Erst, wenn jetzt ein anderer Uhrentypus zur Anwendung kommt, dann existieren plötzlich Abweichungen. Dieser andere Typus von Uhren hat nachweislich eine Empfindlichkeit gegenüber den Wirkungen der Gravitation - unterscheidet sich also signifikant gegenüber den handelüblichen Uhren.

Die Messgenauigkeit von Atomuhren (auf die spielen sie doch an?) ist auch ein Dutzend Größenordnungen besser als bei Stoppuhren. Und die, mit diesen Uhren gemessen, Effekte sind auch viele Größenordnungen kleiner als die Messgenauigkeit der Stoppuhren. Das Ergebnis mit der Stoppuhrmessung ist also schlicht nicht signifikant. Es ist nicht falsch, aber auf Basis ihrer Messgenauigkeit lässt sich schlicht keine Aussage treffen.
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Re: Myonen dort, IS hier

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 20. Feb 2009, 22:56

pauli hat geschrieben:Wer das nicht versteht sollte statt RT zu kritisieren lieber häkeln.


Das würde ich dann auch müssen, wenn du dich mit Zerstörung der Reputation von Wissenschaftlern durchsetzt, dann existiert keine Technik mehr und du müsstest aus Mangel an Textilmaschinen im Winter nackt im Wald verbringen, wenn da nicht einige deine Klamotten häkeln würden.

Deine SRT ist wirklich weder hergeleitet, noch begründet, noch experimentell bestätigt. Das ist einfach nur ein falschen Postulat am Anfang gewesen aus welchem dann mathematisch gefolgert wurde, was in der Physik keinen Bestand hat.

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