Zwillingsparadoxon

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » So 19. Jul 2020, 23:12

Lagrange hat geschrieben:Nö, das geht nicht, die Wavelets benötigen mindestens einen Referenzpunkt, um die richtige Geschwindigkeit einzustellen.
Was ist das denn für ein Blödsinn? Kein Teilchen - ob solide oder fluid - stellt irgendeine Geschwindigkeit gegenüber irgendwas ein. Teilchen haben intrinsische Eigenschaften und eine konstante Bewegung gegenüber ihrer Umgebung ist z.B. eine der Wavelets. Außerdem bräuchte jede Form von Materie Messgeräte und Maßstäbe, wenn sie selbständig irgendwas einstellen wollte. "Wavelets benötigen mindestens einen Referenzpunkt, um die richtige Geschwindigkeit einzustellen" ist also eine der irrationalsten Weisheiten, die ich je gehört habe.

Lagrange hat geschrieben:
...aber viele andere Uhren, insbesondere Atomuhren werden bei sinkender Gravitation schneller...

Das ist eine Vermutung, die noch nicht bestätigt werden konnte.

Das wurde schon bestätigt. GPS-Satellitenuhren werden deswegen verlangsamt (z.B. 10,22999...MHz statt 10,23MHz) und über Frequenzstabilisatoren stabilisiert. Außerdem ist man sich auch bei der Bestätigung durch Hafele und Keating darüber recht sicher. Das bedeutet, es muss erst mal eindeutig das Gegenteil feststehen, bevor man davon wieder abweicht. Aber angesichts dessen, wie das mit Relativbewegungen, einer Konstanten Geschwindigkeit und Uhren funktioniert, besteht da kaum eine Chance.
Man muss also andere Möglichkeiten finden, um diese irrationalen Dinge aus der Wissenschaft zu entfernen und da darf einem nichts heilig sein. Grundsätzlich neue Gedankengänge sind von Vorteil, wenn nicht sogar erforderlich.
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Kurt » Mo 20. Jul 2020, 00:15

Sciencewoken hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Nö, das geht nicht, die Wavelets benötigen mindestens einen Referenzpunkt, um die richtige Geschwindigkeit einzustellen.
Was ist das denn für ein Blödsinn? Kein Teilchen - ob solide oder fluid - stellt irgendeine Geschwindigkeit gegenüber irgendwas ein. Teilchen haben intrinsische Eigenschaften und eine konstante Bewegung gegenüber ihrer Umgebung ist z.B. eine der Wavelets. Außerdem bräuchte jede Form von Materie Messgeräte und Maßstäbe, wenn sie selbständig irgendwas einstellen wollte. "Wavelets benötigen mindestens einen Referenzpunkt, um die richtige Geschwindigkeit einzustellen" ist also eine der irrationalsten Weisheiten, die ich je gehört habe.

Lagrange hat geschrieben:
...aber viele andere Uhren, insbesondere Atomuhren werden bei sinkender Gravitation schneller...

Das ist eine Vermutung, die noch nicht bestätigt werden konnte.

Das wurde schon bestätigt. GPS-Satellitenuhren werden deswegen verlangsamt (z.B. 10,22999...MHz statt 10,23MHz) und über Frequenzstabilisatoren stabilisiert. Außerdem ist man sich auch bei der Bestätigung durch Hafele und Keating darüber recht sicher. Das bedeutet, es muss erst mal eindeutig das Gegenteil feststehen, bevor man davon wieder abweicht. Aber angesichts dessen, wie das mit Relativbewegungen, einer Konstanten Geschwindigkeit und Uhren funktioniert, besteht da kaum eine Chance.
Man muss also andere Möglichkeiten finden, um diese irrationalen Dinge aus der Wissenschaft zu entfernen und da darf einem nichts heilig sein. Grundsätzlich neue Gedankengänge sind von Vorteil, wenn nicht sogar erforderlich.


Es funktioniert nicht was du dir da ausgedacht hast und GPS-Uhren werden nicht verstellt.
Was bitteschön sind Frequenzstabilisatoren bei Atomuhren?

Kurt

.

Achja, der Gang von Uhren hat mit Gravitation nichts zu tun (sollte zumindest).
Grund: auch eine Uhr die keiner Gravitation ausgesetzt ist (Geostationär) taktet schneller als herunten.

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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mo 20. Jul 2020, 00:49

Kurt hat geschrieben:Es funktioniert nicht was du dir da ausgedacht hast und GPS-Uhren werden nicht verstellt.
Darüber solltest du dich mal besser informieren und dann schwafeln. Außerdem steht diese deine Aussage im krassen Widerspruch zu
Kurt hat geschrieben:Achja, der Gang von Uhren hat mit Gravitation nichts zu tun (sollte zumindest).
Grund: auch eine Uhr die keiner Gravitation ausgesetzt ist (Geostationär) taktet schneller als herunten.

GPS-Uhren werden nämlich sehrwohl verstellt.
Grund: Je geinger die Gravitation, desto schneller takten die verwendeten Uhren.
Kurt hat geschrieben:Was bitteschön sind Frequenzstabilisatoren bei Atomuhren?
Was ein Stabilisator ist, weißt du? Ein Frequenzstabilisator sorgt dann wohl dafür, dass sich eine Frequenz in einem gewissen Rahmen nicht verändert, also zuverlässig konstant ist. Bei GPS wird damit dann wohl die Frequenz der GPS-Uhren daran gehindert allzuviel von dem Uhrentakt der Master-Control-Uhren abweichen zu können. Wenn du das nachvollziehen kannst, dann hast du dir erfolgreich etwas erarbeitet. Fall nicht, versuch es weiter.

Allzuviel müssen die Stabilisatoren allerdings nicht tun, denn die Geschwindigkeit der Satelliten auf ihrer Umlaufbahn ist viel zu gering um eine nennenswerte Abweichung zu provozieren und andere Störeinflüsse sind recht selten. Deutlich abgefangen werden damit z.B. kurzzeitige Beschleunigungen durch kleinere Kollisionen mit "Raumstaub".
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Kurt » Mo 20. Jul 2020, 07:27

Sciencewoken hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Es funktioniert nicht was du dir da ausgedacht hast und GPS-Uhren werden nicht verstellt.
Darüber solltest du dich mal besser informieren und dann schwafeln. Außerdem steht diese deine Aussage im krassen Widerspruch zu
Kurt hat geschrieben:Achja, der Gang von Uhren hat mit Gravitation nichts zu tun (sollte zumindest).
Grund: auch eine Uhr die keiner Gravitation ausgesetzt ist (Geostationär) taktet schneller als herunten.

GPS-Uhren werden nämlich sehrwohl verstellt.


Nein, sie können nicht verstellt werden.
Was verändert wird ist der Teilerfaktor des Vorteilers für sämtliche Stufen des SAT.
Dadurch laufen alle Vorgänge etwas langsamer ab.

Sciencewoken hat geschrieben:Grund: Je geinger die Gravitation, desto schneller takten die verwendeten Uhren.
Kurt hat geschrieben:Was bitteschön sind Frequenzstabilisatoren bei Atomuhren?
Was ein Stabilisator ist, weißt du? Ein Frequenzstabilisator sorgt dann wohl dafür, dass sich eine Frequenz in einem gewissen Rahmen nicht verändert, also zuverlässig konstant ist. Bei GPS wird damit dann wohl die Frequenz der GPS-Uhren daran gehindert allzuviel von dem Uhrentakt der Master-Control-Uhren abweichen zu können. Wenn du das nachvollziehen kannst, dann hast du dir erfolgreich etwas erarbeitet. Fall nicht, versuch es weiter.

Allzuviel müssen die Stabilisatoren allerdings nicht tun, denn die Geschwindigkeit der Satelliten auf ihrer Umlaufbahn ist viel zu gering um eine nennenswerte Abweichung zu provozieren und andere Störeinflüsse sind recht selten. Deutlich abgefangen werden damit z.B. kurzzeitige Beschleunigungen durch kleinere Kollisionen mit "Raumstaub".


Deine Phantasie hat dir wohl wiedermal einen Streich gespielt.
Zeig doch mal was so ein wundersamer "Stabilisator" ist, wie er arbeitet, wie er aufgebaut ist.

Kurt

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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mo 20. Jul 2020, 08:40

Kurt hat geschrieben:Nein, sie können nicht verstellt werden.
Was verändert wird ist der Teilerfaktor des Vorteilers für sämtliche Stufen des SAT.
Klugscheißer. :lol:
Ja, So funktionieren Frequenzstabilisatoren nun mal... hinter dem Taktgeber. Aber wenn ich auch mal klugschwißen darf: In den Satelliten gibt es keine Uhren, es gibt dort nur die Taktgeber und Taktzähler solcher Uhren - kein Mensch muss dort oben eine Anzeige ablesen.
Kurt hat geschrieben:Dadurch laufen alle Vorgänge etwas langsamer ab.
Du solltest auch daran denken, dass diese Taktgeber immer eine Eichschraube haben - über diese werden sie verlangsamt und über nichts Anderes.
Kurt hat geschrieben:Deine Phantasie hat dir wohl wiedermal einen Streich gespielt.
Zeig doch mal was so ein wundersamer "Stabilisator" ist, wie er arbeitet, wie er aufgebaut ist.
Nein Kurt, das zeige ich dir nicht. Zeige du mir lieber, dass mir meine Phantasie einen Streich gespielt hat oder erarbeite dir deren Funktionsweise selbst. Ich muss nicht beweisen, dass es Stabilisatoren gibt, denn wenn man nach Stabilisatoren im Internet sucht, bekommt man mehr Treffer als die Erde Einwohner hat.
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Kurt » Mo 20. Jul 2020, 09:17

Sciencewoken hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Deine Phantasie hat dir wohl wiedermal einen Streich gespielt.
Zeig doch mal was so ein wundersamer "Stabilisator" ist, wie er arbeitet, wie er aufgebaut ist.
Nein Kurt, das zeige ich dir nicht. Zeige du mir lieber, dass mir meine Phantasie einen Streich gespielt hat oder erarbeite dir deren Funktionsweise selbst. Ich muss nicht beweisen, dass es Stabilisatoren gibt, denn wenn man nach Stabilisatoren im Internet sucht, bekommt man mehr Treffer als die Erde Einwohner hat.


Du bist wohl wieder im "Möchtegernmodus."

Zeig doch mal so einen Stabilisator, erkläre seine Funktionsweise.
Und bedenke: die Atomuhr kann nicht verstellt werden, ein wenig auf Phasenlage zu einer anderen Uhr hintrimmen das geht, aber auch nur auf Kosten der Stabilität der Uhr.
Und ja, eine Atomuhr hat keine Anzeige, es heisst nur Uhr.
Die unnütze wundersame Frequenzkorrektur der RT-ler spielt auch keine Rolle.
Dabei wird nicht die Uhr selber verstellt, das geht nicht, sondern der nachgeschaltete Teilerfaktor des geregelten Oszillators für die Anregung der Atome verändert.
Hatten wir alles schon mehrmals durchgekaut, schon wieder vergessen?

Kurt

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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon McMurdo » Mo 20. Jul 2020, 09:26

Sciencewoken hat geschrieben:Nein, eben nicht.

Natürlich, hast du ja selbst gesagt: bewegte Uhren gehen langsamer.
Ergo,
1. Uhr A ist aus Sicht von Uhr B bewegt, also geht Uhr A aus Sicht von Uhr B langsamer.
2. Uhr B ist aus Sicht von Uhr A bewegt, also geht Uhr B aus Sicht von Uhr A langsamer.

Wenn du jetzt wieder sagst: Nein. Dann stimmt schon deine Grundannahme nicht dass bewegte Uhren langsamer gehen.
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mo 20. Jul 2020, 09:29

Kurt hat geschrieben:Du bist wohl wieder im "Möchtegernmodus."

Nö, bin ich nicht.
https://www.google.com/search?q=stabilisatoren

Was nur 2,3 Millarden Treffer? Was solls, dann habe ich mich halt ein wenig verschätzt, aber immerhin gibt es Stabilisatoren.

Mal schauen, was er zu Frequenzstabilisatoren sagt...
https://www.google.com/search?q=frequenzstabilisatoren

Immerhin auch noch rund 5000 Treffer... da findet sich sicher auch eine Beschreibung, wie solche Dinger funktionieren. Ich wünsche dir viel Spaß bei der Lektüre. :lol:

Bedenke du, dass eine Atomuhr sehrwohl technisch im Gang verstellt werden kann, wenn sie geeicht werden kann. Bevor du mir sagst, was ich alles bedenken soll, bedenke, dass ich mir mein Wissen im Gegensatz zu dir erarbeitet und nicht erträumt habe. :lol:
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mo 20. Jul 2020, 09:32

McMurdo hat geschrieben:bewegte Uhren gehen langsamer.

Ja, habe ich gesagt und das Ganze ist an keine Bedingung geknüpft. Nur leider gehen Uhren niemals tatsächlich wechselseitig langsamer und deswegen muss es - entgegen der Aussagen eines Galileo Galilei - ein feststellbares bevorzugtes Bezugssystem geben und tatsächlich... Es funktioniert sogar. Noch Fragen? :lol:
Nee, aber dafür jede Menge Behauptungen. Z.B. die, dass ich nicht in der Lage wäre ein bevorzugtes Bezugssystem zu finden, weil es ja sonst auch keiner schafft und ich ohnehin sehr viel dümmer als Einstein bin. :lol:
Und bloß nicht vergesse: Nebenbei immer schön all meine Beschreibungen ignorieren, Zecke! :lol:
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Lagrange » Mo 20. Jul 2020, 09:36

Sciencewoken hat geschrieben:...entgegen der Aussagen eines Galileo Galilei - ein feststellbares bevorzugtes Bezugssystem geben und tatsächlich...

Das hat Galileo nicht gesagt.
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