Zwillingsparadoxon

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon McMurdo » Di 27. Aug 2019, 19:20

Lagrange hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Du weißt nichts, du bist zu blöd.

Ich weiß

Klar

Du solltest dich mal mit Unendlichkeiten beschäftigen. Dann kommst vielleicht selbst drauf.
McMurdo
 

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Peter Knoepfheinz » Do 28. Nov 2019, 18:03

McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Alles schön und gut, nur welcher von den beiden "der ruhende Zwilling" ist...und warum?

Der, der die ganze Zeit über nur in einem Intertialsystem zuhause ist.

Ist auch einfach erkennbar:

Erde, bewegt sich die ganze Zeit konstant.
-------------------------------------------------------------------->


Raumschiff 1, bewegt sich die ganze Zeit konstant von der Erde weg.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------>

Raumschif 2, bewegt sich die ganze Zeit konstant auf die Erde zu.
<------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Alle 3 werden übereinkommen das derjenige auf der Erde immer derjenige ist der nur in einem Inertialsystem zuhause ist, währen derjenige im Raumschiff immer in 2 Inertialsystemen zuhause sein muss.


Hi McMurdo,

einverstanden, es existieren drei Intertialsysteme: IS1 = Erde und IS2/IS3 = Raumschiff. Der eine Raumfahrer wechselt von IS2 nach IS3 und nach Berechnung oder Zeichnung im Minkowski-Diagramm erkennt man, dass er unterschiedlich schnell gealtert ist bezogen auf den Erdzwilling. Mathematisch ist alles korrekt - aber wo ist der Bezug zur Realität? Mathematische Formeln verursachen keine physikalischen Wirkungen, sie beschreiben sie!

Ein Intertialsystem ist ja per Definition kräftefrei, d.h. der reisende Zwilling kann lediglich beim Wechsel des IS schneller oder langsamer gealtert sein. Das bedeutet, der Wechseln eines IS ist offensichtlich nicht kräftefrei.

Nun meine Fragen: Welche physikalische Wechselwirkung wird hier mathematisch (Wechsel des IS, Lorentztransformation) beschrieben? Welche Kräfte wirken auf den Reisenden während des Wechsels des IS?

Gruß
P.
Peter Knoepfheinz
 
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Lagrange » Do 28. Nov 2019, 18:05

Peter Knoepfheinz hat geschrieben:...
einverstanden, es existieren drei Intertialsysteme: IS1 = Erde und IS2/IS3 = Raumschiff. Der eine Raumfahrer wechselt von IS2 nach IS3 und nach Berechnung oder Zeichnung im Minkowski-Diagramm erkennt man, dass er unterschiedlich schnell gealtert ist bezogen auf den Erdzwilling...

Unsinn! :lol:
Lagrange
 
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon McMurdo » Do 28. Nov 2019, 19:01

Peter Knoepfheinz hat geschrieben:Hi McMurdo,

einverstanden, es existieren drei Intertialsysteme: IS1 = Erde und IS2/IS3 = Raumschiff. Der eine Raumfahrer wechselt von IS2 nach IS3 und nach Berechnung oder Zeichnung im Minkowski-Diagramm erkennt man, dass er unterschiedlich schnell gealtert ist bezogen auf den Erdzwilling. Mathematisch ist alles korrekt - aber wo ist der Bezug zur Realität? Mathematische Formeln verursachen keine physikalischen Wirkungen, sie beschreiben sie!

Hallo Peter,
wenn die mathematische Formeln Phänomene beschreiben und/oder vorhersagen die dann tatsächlich auch beobachtet werden, wie z.B. die Periheldrehung des Merkur oder die Ablenkung des Lichts in der Nähe großer Massen, dann ist der Bezug zur Realität doch hergestellt.

Ein Intertialsystem ist ja per Definition kräftefrei, d.h. der reisende Zwilling kann lediglich beim Wechsel des IS schneller oder langsamer gealtert sein. Das bedeutet, der Wechseln eines IS ist offensichtlich nicht kräftefrei.

Nun meine Fragen: Welche physikalische Wechselwirkung wird hier mathematisch (Wechsel des IS, Lorentztransformation) beschrieben? Welche Kräfte wirken auf den Reisenden während des Wechsels des IS?

Gruß
P.

Das Zwillingparadoxon lässt sich gänzlich ohne einwirkende Kräfte lösen, die spielen gar keine Rolle.
Entscheidend ist der Symmetriebruch beim Reisenden, denn wie du schon richtig erkannt hast ist der Reisende eben nicht gleichförmig bewegt, es sind eben nicht nur 2 sondern 3 Inertialsysteme involviert.
McMurdo
 

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Lagrange » Do 28. Nov 2019, 19:07

McMurdo hat geschrieben:...
Das Zwillingparadoxon lässt sich gänzlich ohne einwirkende Kräfte lösen, die spielen gar keine Rolle.
Entscheidend ist der Symmetriebruch beim Reisenden, denn wie du schon richtig erkannt hast ist der Reisende eben nicht gleichförmig bewegt, es sind eben nicht nur 2 sondern 3 Inertialsysteme involviert.

Welcher Bruch? :lol: :lol: :lol:
Lagrange
 
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Peter Knoepfheinz » Fr 29. Nov 2019, 22:41

McMurdo hat geschrieben:Das Zwillingparadoxon lässt sich gänzlich ohne einwirkende Kräfte lösen, die spielen gar keine Rolle.


Nein, das ist mir zu esoterisch. Wenn es so einfach wäre, könnte ich ja die Lorentztransformation auf meinen Beruf anwenden, dadurch ergäbe sich dann eine Gehaltsdilatation und eine Arbeitszeitkontraktion. Falls der Chef nach einer physikalischen Begründung fragt (z.B. Effektivitätssteigerung meinerseits), dann könnte ich ihm einfach antworten: "Ich kann meine Arbeitszeit ganz ohne Gegenleistung verkürzen, das ergibt sich ganz allein aus der Mathematik heraus, und die ist korrekt, rechnen Sie doch nach!"

McMurdo hat geschrieben:Entscheidend ist der Symmetriebruch beim Reisenden, denn wie du schon richtig erkannt hast ist der Reisende eben nicht gleichförmig bewegt, es sind eben nicht nur 2 sondern 3 Inertialsysteme involviert.


Nein, ein Symmetriebruch ist eine rein mathematische Betrachtung, diese verursacht physikalisch rein gar nichts. Wenn das so wäre, könnte ich ja im Baumarkt einen Lattenzaun mit der Länge -40 Meter (minus 40 Meter) kaufen, denn das einzuzäunende, quadratische Feld ist 100 m² groß und hat somit eine Seitenlänge von -10 Metern und einen Umfang von -40 Metern.
Derartige Beispiele (wo die Mathematik über die Realität "hinausschießt") gibt es unzählige, es muss schon ein physikalischer Zusammenhang her.

Ein Wechsel des IS (oder besser Bezugssystems) ist physikalisch eine Beschleunigung, d.h. in der SRT kann also maximal die Beschleunigung für den unterschiedlichen Gang der Uhren verantwortlich sein. Das könnte man sich sogar vorstellen: Setze dich in einen Ferari und versuche dich zu bewegen, während er auf 100 beschleunigt, du wirst es nur im Zeitlupentempo schaffen :-)
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Fr 29. Nov 2019, 23:19

Peter Knoepfheinz hat geschrieben:Wenn es so einfach wäre, könnte ich ja die Lorentztransformation auf meinen Beruf anwenden, dadurch ergäbe sich dann eine Gehaltsdilatation und eine Arbeitszeitkontraktion. Falls der Chef nach einer physikalischen Begründung fragt (z.B. Effektivitätssteigerung meinerseits), dann könnte ich ihm einfach antworten: "Ich kann meine Arbeitszeit ganz ohne Gegenleistung verkürzen, das ergibt sich ganz allein aus der Mathematik heraus, und die ist korrekt, rechnen Sie doch nach!"

Der ist gemerkt. :lol:
Aber ich wäre da vorsichtig. Der Chef könnte eine Gehaltskontraktion mit Arbeitszeitdilatation vorschlagen. :lol:
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Zasada » Fr 29. Nov 2019, 23:54

Sciencewoken hat geschrieben:
Peter Knoepfheinz hat geschrieben:Wenn es so einfach wäre, könnte ich ja die Lorentztransformation auf meinen Beruf anwenden, dadurch ergäbe sich dann eine Gehaltsdilatation und eine Arbeitszeitkontraktion. Falls der Chef nach einer physikalischen Begründung fragt (z.B. Effektivitätssteigerung meinerseits), dann könnte ich ihm einfach antworten: "Ich kann meine Arbeitszeit ganz ohne Gegenleistung verkürzen, das ergibt sich ganz allein aus der Mathematik heraus, und die ist korrekt, rechnen Sie doch nach!"

Der ist gemerkt. :lol:
Aber ich wäre da vorsichtig. Der Chef könnte eine Gehaltskontraktion mit Arbeitszeitdilatation vorschlagen. :lol:


Müll. Müll. Müll.
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon McMurdo » Sa 30. Nov 2019, 08:01

Peter Knoepfheinz hat geschrieben:
Nein, das ist mir zu esoterisch.

So ist es aber. Beschleunigung ist nicht die Ursache. Sondern das Erde und Raumschiff zueinander bewegt sind und drei Inertialsysteme im Spiel sind.
Wenn du dich damit noch etwas intensiver befassen willst:
https://youtu.be/noaGNuQCW8A


Ein Wechsel des IS (oder besser Bezugssystems) ist physikalisch eine Beschleunigung, d.h. in der SRT kann also maximal die Beschleunigung für den unterschiedlichen Gang der Uhren verantwortlich sein

Wie gesagt diese Auffassung ist nicht korrekt.
McMurdo
 

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Ernst » Sa 30. Nov 2019, 10:44

McMurdo hat geschrieben:
Ein Wechsel des IS (oder besser Bezugssystems) ist physikalisch eine Beschleunigung, d.h. in der SRT kann also maximal die Beschleunigung für den unterschiedlichen Gang der Uhren verantwortlich sein

Wie gesagt diese Auffassung ist nicht korrekt.

Wechsel des IS ist Beschleunigung. Was denn sonst?
.
.
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