M_Hammer_Kruse hat geschrieben:rippi, wer auch immer sich hinter Deinem Namen versteckt, der Sprachstil ("Aus einer Theorie, die auch nur einen einzigen Widerspruch enthält, kann man alles ableiten") kommt mir bekannt vor. Daher gehe ich nicht davon aus, daß Du als Newcomer hier unbedarft etwas in die Diskussion wirfst, sondern genau weißt, daß das, was Du da geschreiben hast, nicht stichhaltig ist.
Es gehört zum wissenschaftlichen Grundrepertoire, dass Schlussfolgerungen mit Hilfe der Implikation vorgenommen werden. Folgert man hier von einer falschen Aussage auf eine wahre so ist es dann genauso richtig und wahr als ob man von einer falschen Aussage auf eine falsche folgert. Als Beispiel könnte man nunmehr bei strahlendem Sonnenschein sagen, dass es regnet und die Straße bleibt trocken oder man kann auch sagen, dass es regnet und im Himmel ist Jahrmarkt - beide Folgerungen sind gemäß Implikation richtig, weil sie von einer unwahren Aussage ausgehen. Insofern würde ich die von rippi gemachten Einwände nicht völlig abtun, sondern auch etwas sachlich ernst nehmen. Die Spezielle Relativitätstheorie geht u.a. vom Zweiten Postulat Albert Einsteins aus, wonach die Geschwindigkeit eines Lichtstrahls in allen Bezugssystemen - egal wie schnell - gleich sei. Dieses Postulat wird von vielen Kritikern der RT als falsch angesehen, trotzdem gründen sich auf diesem Postulat die Herleitungen für die Zeitdilatation, die Lorentzkontraktion und für die Lorentztransformation ganz allgemein. Es ergibt sich hieraus, dass die SRT ausschließlich in der Mathematik den Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit anmelden kann, was allerdings dann auch noch eingehender überprüft werden sollte. In der Physik hat die SRT nichts verloren. Und Kritiker führen nunmehr Argumentationen ins Feld, die an die Konsequenzen erinnern, wenn die SRT physikalisch Anwendung finden würde.
Wenn die SRT physikalisch wahr wäre, dann:
Würde man im Auto von einer langen Autokolonne überholt werden und die aus dem eigenen Fahrzeug festgestellte Überholgeschwindigkeit bliebe gleich, obwohl man seinerseits das Tempo erhöht - wegen zweitem Postulat.
Ginge die Uhr im Flugzeug langsamer als am Boden, was allerdings nicht festgestellt wird. Wer jetzt allerdings argumentiert, dass dies nur von anderen mit Spezialuhren festgestellt wird, der verwendet die Argumentation, dass im Nebenraum ein Wunder passieren würde, nur dass niemand zusehen dürfe. Man müsse es halt glauben und auf die Richtigkeit der Aussage vertrauen.
Wenn sich in einem Fahrzeug ein Stab befindet, dessen Länge gemessen worden ist und es wird gemäß der Verfahrensweise zur Längenkontraktion die Länge des Stabes im Ruhesystem bestimmt, so könnte man einen Stab nach der errechneten Länge im Ruhesystem anfertigen und danach mit dem Stab im bewegten System vergleichen und würde finden, dass der im Ruhesystem nachträglich angefertigte Stab kürzer wäre. Jetzt käme *grübel* die Überlegung, wozu es gut sei, fehlerhafte Rechnungen zu machen. Als Variation käme auch noch eine Stempelanlage in den Sinn, so dass von den Enden des bewegten Stabes ins Ruhesystem Markierungen gestempelt würden, so dass man einfach auch optisch sehen kann, dass die gesamte Rechnung zur LK nix taugt.
Wenn man einen von zwei Zwillingen in den Weltraum schießt, wer so etwas überhaupt nur als Wissenschaftler in Erwähnung bringt, sollte sich sofort einweisen lassen.
mfg