fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die SRT ergibt sich als Grenzfall der ART für die flache Raumzeit und das hat nichts mit irgendeiner Ideologisierung zu tun. Somit kann die SRT nicht mit der ART widerlegt werden. Zentral für die ART ist der metrische Tensor g mit dem das differenzielle Wegelement berechnet wird, das invariant bezüglich Koordinatentransformation ist:
ds²=g_nm*dx^n*dx^m
Ist der Raum flach, dann gilt g_nm=1 für n=m und 0 sonst und das ist das Wegelement der SRT.
Ja, das kenne ich. Das ist die Theorie innerhalb einer Modellwelt. Der Raum ist aber nicht flach, sondern bedingt sich durch die Gravitation. Zwei gleichzeitig fallende Körper, von denen einer senkrecht zu Boden fällt, und der andere dies in einer Wurfparabel macht (schräger Wurf) kommen lt. Newton und wie die Praxis zeigt, gleichzeitig am Boden an. Die SRT sagt hier etwas anderes voraus. Wenn also nach Newton
und ART das Ergebnis übereinstimmt, und nach der SRT ein Widerspruch entsteht, ist die SRT eindeutig widerlegt. Da kann man nun sagen, die SRT gilt hier eben nicht, denn die Bedingungen ihrer Gültigkeit seien nicht erfüllt ... aber wenn in so einem einfachen Beispiel die SRT keine Gültigkeit hat, wo hat sie dann innerhalb unserer Natur bzw. Wirklichkeit dann Gültigkeit??? Nur in einer Modellwelt, die nicht existiert?
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Man synchronisiert um 12:00 mittags zwei Atomuhren mit Radiosignalen (Einsteinsche Uhrensynchronisation), dann wartet man bis z.B. Mitternacht (langsamer Uhrentransport durch die Erddrehung) und vergleicht die Uhren, sind sie noch synchron, gilt die SRT, sind sie nicht mehr synchron, gilt die SRT nicht.
Wieso sollten 2 Atomuhren zueinander asynchron werden, wenn sie beide dieselbe Bewegung durch die Erddrehung ausführen???
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Siehe Sexl, R., Mansouri, R., A Test Theorie of Special Relativity: II. First Order Tests, General Relativity and Gravitation, Vol. 8, No. 7 (1977), pp. 515-524
Wie schon betont, handelt es sich hier um Theorie und theoretische Untersuchung bereits durchgeführter Experimente in den darauf folgenden Papers. Ein Experiment speziell dazu mittels langsamem Uhrentransport und Vergleich mit nicht transportierter Uhr wurde nicht durchgeführt. Andererseits will man mit transportierten Uhren die Zeitdilatation "bewiesen" haben. Was erwartet man sich von der Poincare-Einstein Methode eigentlich? Synchrone oder asynchrone Uhren? Und weshalb sollte die langsam bewegte Uhr mit der stationären synchron bleiben, wenn die Geschwindigkeit nur einen quantitativen aber keinen qualitativen Einfluss haben kann? Gilt die Zeitdilatation für langsam bewegte Uhren nicht oder werden sie genauso asynchron, wie sie durch die Poincare-Einstein Methode werden, falls ein absoluter Äther existiert?
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Zwei-Weg-Satelliten-Zeit-und-Frequenzvergleich (TWSTFT)
Kenne ich. Was soll diese Synchronisationsmethode beweisen? Die funktioniert ja im Äther genau so. Ist ja nichts anderes als Synchronisation mittels Signalen, bloß dass sie einen Umweg über einen Satelliten machen. Die Methode eignet sich zwar zur Synchronisation von zueinander weit entfernten Uhren, aber sonst auch für nichts, weil die absolut gleichzeitige Sendung der Signale nicht gegeben ist. Und wäre sie gegeben, bräuchte man die Methode nicht, denn dann wären die Uhren ohnehin synchron. Die Erwähnung dieses Zwei-Weg-Satelliten-Zeit-und-Frequenzvergleiches hat überhaupt keinen Bezug zur Frage, ob Poincare-Einstein-Methode und langsamer Uhrentransport dasselbe ergeben. Ich verstehe nicht, was Du mit diesem Link sagen willst.
Grüße
Harald Maurer