Lagrange hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:Lagrange hat geschrieben:Ohne Referenz von unten, werden [oben] 110 MHz gemessen.
Ist ja genau das Gegenteil von dem was du behauptest. Du sagst ja, man muss die Referenz von unten holen und misst dann mit der oben 110 MHz und ohne die eben richtig 100 MHz.
Die Frage ist was wer unter Referenz versteht.
Es scheint notwendig zu sein das zu klären.
Also zum Begriff und der Funktion von "Referenz".
Lagrange hat geschrieben:Referenz heißt für mich, die Sekunde von Unten wird als "Messsekunde" eingesetzt.
Heißt, die Uhr oben wird gezwungen langsamer (Atomuhr) oder schneller (Pendeluhr) zu ticken.
Das kann man ruhig so stehen lassen.
Referenz kann man auch als Abkürzung von Referenzoszillator und weiteren Begriffen anschauen.
Hier haben wir es pro Station mit jeweils zwei Mutteroszillatoren zu tun, einer der die Sendefrequenz festlegt, einer der die Torzeit des Frequenzählers bestimmt.
Sie sind komplett unabhängig und laufen frei, sie können ihr Signal zur Verfügung stellen und sie können weggeschaltet und durch ein externes Signal ersetzt werden.
Der Einfachheit halber habe ich vier gleiche Referenzoszillatoren genommen, ihre Resonanzfrequenz beträgt 100 MHz und es handelt sich um atomgesteuerte Oszillatoren, auch unter dem Begriff: "Atomuhr" bekannt.
Die Sender senden direkt das Ausgangssignal der Atomuhr, das bedeutet: Resonanzfrequenz der Atomuhr ist Sendesignalfrequenz.
Bei den Zählern wurde eine "Torzeit" von einer Sekunde eingerichtet.
Das heisst das das Ausgangssignal der Atomuhr durch 100 000 000 geteilt wird und damit die "Referenzsekunde" zur Verfügung steht.
Diese wird verwendet um das "Tor", zu schalten.
Beim "Tor" handelt es sich um einen Schaltungsteil der die zu zählenden Impulse/Schwingungen von seinem Eingang auf sein internes Zählwerk schaltet.
In diesem werden sie gezählt und am Ende der Sekunde in der Anzeige sichtbar gemacht. Diese zeigt dann 100 000 000 an.
Hier eine
Realanwendung wie ein Referenzoszillator "diszipliniert" wird.
Durch „Anbinden“ eines OCXO an die von den GPS-Satelliten gesendeten sehr genauen Sekundentakte lassen sich genaue und stabile Referenzoszillatoren (GPS-DO, GPS disziplinierter Oszillator) realisieren. Die Kurzzeitstabilität wird dabei im wesentlichen vom OCXO und die Langzeitstabilität vom GPS-System bestimmt. Solche Lösungen wurden z.B. von James Miller, G3RUH (1) und Ewald Göbel, DK2DB (2) beschrieben.
(später mehr)
Kurt
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