Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Di 11. Mai 2010, 09:10

Trigemina hat geschrieben:Wie sollen nun zum ermittelten Zeitpunkt des Jupiter-Transits in der Basismitte die an den Endpunkten A und B gleichzeitig empfangenen Radiosignale (abzüglich des herausrechenbaren Sagnac-Effekts) die entsprechenden Frames der Oszilloskope zugeordnet werden, ohne dass sie vorher synchronisiert worden sind?

Das Primärsignal A (welches gleichzeitig an Station B empfangen wird) wird gesplittet, einerseits als Sekundärsignal sofort zur Station B gesendet und andererseits nach einer Verzögerung, die ungefähr der Laufzeit über die Messstrecke entspricht, ins Oszi A geleitet. In diesem Moment wird auch das Sekundärsignal von B empfangen und ebenfalls ins Oszi A geleitet. Am Zweikanaloszi werden beide Signale und der Zeitabstand der Laufzeit sichtbar, weil die beiden Kanäle synchron arbeiten. In der Station B geschieht ganz dasselbe. Das Primärsignal B (welches gleichzeitig wie SIgnal A aus der Wellenfront entnommen wird!) kommt nach gleicher Verzögerung ins Oszi, wo es sich mit dem Sekundärsignal A trifft. Auch hier wird die Laufzeit durch den Abstand zwischen den beiden Signalen sichtbar. Wichtig ist nur, dass die beiden Kanäle in jedem Oszi synchron arbeiten, die Oszis selbst müssen zueinander nur grob synchronisiert sein, da es egal ist, auf welcher Stelle des Schirms (bwz. Frames) die beiden Signale auftauchen. Nur der Abstand zwischen ihnen wird gemessen, denn er entspricht der Zeit zwischen Sendung und Empfang. Die Sendung der beiden Sekundärsignale erfolgt gleichzeitig, weil sie aus ein und derselben Wellenfront stammen - vorausgesetzt, die Ausrichtung der Messstrecke ist parallel zu dieser Wellenfront gewesen! Diese beiden gleichzeitig empfangenen und weitergesenden Signale werden also in jeder Station miteinander verglichen. Das verzögerte SIgnal markiert auf dem Oszi den Sendezeitpunkt, das Sekundärsignal von der anderen Station kommt nach entsprechender Laufzeit auf den Schirm. Um die Signale dem Messzeitpunkt zuzuordnen, genügt eine sekundengenaue Markierung der Frames in den Oszis, d.h. die Oszis laufen nur sekundengenau synchron. Das genügt deshalb, weil der zu erwartende Effekt, nämlich entweder gleiche Abstände zwischen den Signalen innerhalb des Zeitfensters von rund 1 Sekunde (SRT) oder ungleiche Abstände (LET) eindeutig zugeordnet weren kann. Beide Situationen treten zwar laut jeder Theorie auf, liegen aber rund 14 Sekunden voneinander entfernt! Es genügt daher, sowohl Transitzeit als auch Framemarkierung sekundengenau zu kennen bzw. aufzuzeichnen. Man guckt einfach, ob im Zeitfenster gleiche oder ungleiche Abstände zwischen den Signalen auftreten, das ist alles. Und natürlich kann man aus den Abständen die Laufzeiten ermitteln.

Es ist offenbar gar nicht so leicht, diesen einfachen Sachverhalt verbal so zu schildern, dass man es sofort versteht.

Trigemina hat geschrieben:Ein drittes Oszi in der Basismitte könnte helfen, die Primärsignale eindeutig zuzuordnen. Dann wären wir jedoch wieder bei der Poincaré-Einstein-Synchronisation angelangt, die klammheimlich zur Hintertüre hereinkommt wie man es auch immer dreht und wendet.


Nein, braucht man nicht und die Poincare-Einstein Methode spielt keine Rolle. Man könnte die beiden durch GPS synchronisierten Oszis auch durch langsamen Uhrentransport synchronisieren, denn das würde die lediglich sekundengenaue Frame-Markierung viel zu gering verändern, um die Messung zu stören. Denn die Oszis messsen ja nicht zueinander die Laufzeiten, sondern jedes misst die Laufzeit für sich, weil die Messung sich selbst durch die gleichzeitig empfangenen Primärsignale synchronisiert. Das ist ja der besondere Trick dabei. Die GPS-Synchronisierung hat eine Genauigkeit im Bereich von Hunderstelsekunden. Das genügt für die Zuordnung der Frames in das Zeitfenster vollends.

Trigemina hat geschrieben:Sollte in der Natur die LET realisiert sein, wäre zum Zeitpunkt des Jupiter-Transits in der Basismitte die Wellenfront um den Aberrationswinkel phi=arcsin(v/c) gegen die Messbasis verdreht.


NEIN! Die Wellenfront wäre nicht gegen die Messbasis verdreht, sondern dann wäre auch die Messbasis im gleichen Ausmaß verdreht !!! Denn die Messbasis wird ja anhand des Wellenvektors ausgerichtet. Der ist nämlich im Falle der LET auch verdreht, weil er nach wie vor senkrecht zur dann verdrehten Wellenfront steht!!! Es ist also völlig egal, ob verdreht oder nicht, die Messbasis kommt immer parallel zur Wellenfront zu liegen, wenn man sich nach dem Transitzeitpunkt richtet, denn dieser wurde ja optisch ermittelt, also in dem Moment, als der Wellenvektor durch den Südmeridian ging. Ist der verdreht, ist die ermittelte Transitzeit eben eine andere als im nicht verdrehten Falle. Die Transitzeit entspricht immer dem Zeitpunkt, in welchem der Wellenvektor (Sichtachse) durch den Südmeridian geht, und immer stehen die Wellenfronten dazu senkrecht!!!
Noch einmal werde ich es nicht erklären. Es ist nicht zu glauben, dass dieses Aberrationsgespenst aus Deinem Denken nicht rauszukriegen ist. Aberration verursacht eine geringfügige Verdrehung von beiden: sowohl Wellenfront als auch Messbasis. Die bleiben auch dann parallel zueinander und die Signale werden nach wie vor gleichzeitig empfangen (weil c=const zum Äther und Laufstrecken von Jupiter zur Erde gleich lang!).

Jetzt hat das Gespenst auch Ernst erwischt. Er schreibt:
Ernst hat geschrieben:@Harald
was spricht gegen diesen Gedankengang?:
Gilt die Ätherversion, dann steht infolge der "Ätheraberration" die Wellenfront nicht senkrecht auf der optischen Sichtachse . D.h. zum Zeitpunkt des optischen Transits ist die Wellenfront gegen die Meßbasis geneigt. Durch diese Neigung erreicht die Wellenfront die Basisendpunkte mit einer Zeitdifferenz. Und diese Zeitdifferenz kompensiert die unterschiedlichen Laufzeiten der Meßsignale infolge Ätherwind. So daß ein vermeintlicher Ätherwind wegen dieser Kompensation gar nicht nachweisbar ist.


Lieber Ernst, eine Wellenfront steht IMMER senkrecht auf der optischen Sichtachse! Im Falle der geschilderten Aberration verdrehen sich BEIDE. Die Wellenfronten MÜSSEN zur Sichtachse (=Wellenvektor) rechtwinkelig bleiben, weil c=const zum Äther.

Vielleicht ist ein Bild mehr als 1000 Worte:
aberration4.JPG
aberration4.JPG (21.66 KiB) 3554-mal betrachtet

1: zeigt die Situation ohne Aberration

2: zeigt die richtige SItuation mit Aberration. Die Wellenfronten drehen sich mit dem Wellenvektor (Sichtachse) mit, well sie entstehen ja aufgrund der konstanten LG zum Medium und des jeweils gleichen Abstands zur Emission!

3: ist die falsche Annahme von Trigemina und Dir. Die Wellenfront kann sich nicht vom Wellenvektor verselbständigen und sich nicht mitverdrehen, weil sie sich nicht aus unterschiedlichen Lichtgeschwindigkeiten bilden kann. Merksatz: Wellenfronten stehen stets senkrecht zum Wellenvektor und der gibt immer die Ausbreitungsrichtung an. Auch eine Aberration ändert an dieser Tatsache nichts.

Nochmal 2: weil die Messbasis nach dem Wellenvektor ausgerichtet wird, kommt sie nach wie vor parallel zur Wellenfront zu liegen! Egal welche Theorie, die Messbasis muss immer nur im rechten Winkel zur Sichtachse eingestellt werden!

Alles klar?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Di 11. Mai 2010, 10:04

Harald Maurer hat geschrieben: Jetzt hat das Gespenst auch Ernst erwischt. ...
,,, eine Wellenfront steht IMMER senkrecht auf der optischen Sichtachse!

Das war mir ja auch ganz klar. Aber diese Nachtgespenster :)
Die haben mir folgendes vorgegaukelt:
Der Bewegung enlang der (blauen) Wellennormalen ist eine horizontale Bewegung der Front überlagert, so daß sich die (rote) Sichtachse ergibt.

Gruß
Ernst
theraberration.jpg
theraberration.jpg (13.93 KiB) 3512-mal betrachtet
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Di 11. Mai 2010, 11:57

Lieber Ernst,

„Mann, Ljudmil, Du wirst doch erkennen, daß das lediglich die Skalierungsbedingung für t und t' darstellt.“

Was ist das jetzt „Skalierungsbedingung“? Wie stellst Du dir die Sache überhaupt vor – einmal soll x = 0 sein, zu gleicher Zeit aber doch 3Ls, irgendeine erfundene dritte Uhr auf Abstand v. 3Ls soll beobachtet werden, irgendwelche unzählige Uhren sollen auf der Strecke sein und gleichzeitig beobachtet werden und weiß nicht was Du noch erfinden wirst.

Die Sache ist ganz einfach und heißt Standart LT-Anwendung. Es gibt nur zwei Uhren – eine auf der Erde, als unbewegt postuliert, und eine auf der Rakete. Rakete fliegt mit v in Richtung Ereignisort, der auf x von der Erde entfernt und rel. z. Erde unbewegt ist (muss nicht – da wir aber mehrere Punktereignisse untersuchen, lassen wir den Ereignisort dort.). Somit ist x immer = 3Ls.
Als die Rakete sich bei der Erde befindet, werden diese einzige zwei Uhren auf 0 gestellt.
Du schreibst, bei t = 0, wäre t = 0 = t´. In gleichem Atemzug sagst Du, bei t = 0, t´aber –4s und fängst irgendwelche x sei nicht 3Ls, irgendwelche Skalierungsbedingung, irgendeine Uhr beim Ereignisort usw.
Meinst Du nicht zufällig verschiedene Zeiten für t´ bei t = 0? Dann muss Du sie mit entsprechendem Suffix versehen. Jetzt sieht es so aus, wie ich Dir mehrmals zeigte:
bei t = 0, soll t´= 0
und zugleich
bei t = 0, soll t´= -4s
oder
t´ kann doch nicht zu gleicher Zeit t = 0 gleichzeitig 0s und –4s sein.
Folglich, t´ kann nicht t´ sein?
x ist immer und zu jeder Zeit = 3Ls – das ist die Koordinate, Abstand zum Punktereignis, Ereignisort und sonst nichts.
Kläre diesen Widerspruch auf, ohne eigene LT Konstellationen zu erfinden!

Die LT in Grundform: Zwei IS starten aus gemeinsamem Ort und zu gleicher Zeit. Beide IS haben je eine Uhr im KS-Ursprung und sonst nirgends, mit der Punktereigniszeiten gemessen werden. Es gibt ein Punktereignis, das beliebig entfernt sein kann – dort ist KEINE Uhr, und zu beliebiger Zeit stattfinden kann. Das Ereignis kann natürlich bei einer der zwei Uhren auch sein – in dem Fall ist die LT nicht besonders aussagekräftig, da der Abstand in einem IS zum Ereignis = 0 ist. Und die LT & SRT leben von Lichtlaufzeiten in Verbindung mit der Invarianz der LG. Ein Punktereignis ist immer und zu allen IS unbewegt.

„Diese Uhr ist im System S unbewegt. Diese Uhr ist im System S' bewegt. Und aus Sicht S ist sie in S´schneller gelaufen.
Verwechsele das nicht mit der ZD. Die gilt für eine Uhr, welche in S' fixiert ist und sich folglich im System S bewegt.“

Siehe oben – so eine Uhr, die Du dir vorstellst, existiert in der LT nicht. Dort gibt es nur je eine Uhr in KS-Ursprung der beiden IS– fest fixiert. Also ZWEI und nicht DREI Uhren.

Du hast Dir irgendeine Situation vorgestellt, bei der die Resultaten der LT Dir passen und versteifst Dich in einer eingebildeten „Wahrheit“. Siehe Deine obige Aussage – das bedeutet, eine Uhr beim Ereignisort, d.h. auf Abstand x (so verstehe ich „Diese Uhr“), und wie Du sagst, unbewegt in S aber bewegt in S´ - ja dann, lieber Ernst, diese Uhr entspricht der Uhr im letzten Waggon, sie kommt dem S´ entgegen – d.h. sie muss eine vorgerückte POSITIVE Zeit zeigen (bei t=0 zeigt +4s), und muss langsamer laufen.

Wenn Du eine negative Zeit zaubern willst, dann muss diese ominöse Uhr bei der Lok sein, muss in S´ synchron sein, muss in S´ unbewegt sein, muss sich von S entfernen. Erst dann wird S in dortiger S´-Uhr eine negative Zeit sehen.

Lass also Deine erfundene LT-Situationen bei Seite und bleibe bei der Standart LT. Und wenn Unverständnis, dann liegt es garantiert bei Dir. Ich kann Dir alles berechnen und auch in M-Diagramm zeigen.

Liebe Grüße
Ljudmil
scharo
 
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Di 11. Mai 2010, 12:00

Liebe Trigemine,

„Man kann auf jedem beliebigen Abstand x zum Koordinatenursprung in S für ein punktuelles Ereignis eine beliebige Zeit t definieren, also z.B. auch eine negative, weswegen niemand behaupten würde, die Uhr liefe rückwärts.“

Selbstverständlich! Auch wenn die Startorte oder Startzeiten versetzt sind. Ist so was im Beispiel angegeben? Wohl nicht. Berechnet wird mit den Grundformeln der LT – das bedeutet, Startort und Startzeit sind identisch. Punktereignis bei +2s.

Hat einer behauptet, irgendwelche Uhren liefen rückwärts? Es wurde nur nach der Erklärung für die negativen Zeiten gefragt, nachdem beide Uhren beim Start auf Null gestellt wurden und nach 2s soll die eine –0,667 zeigen – also, soll das bedeuten, die eine Uhr ist rückwärts gelaufen (FRAGE und nicht BEHAUPTUNG) oder wie ist die Erklärung – das ist die FRAGE, sonst nichts.

Bislang ist von Euch keine Erklärung gekommen. Du versuchst mit angeblich versetzten Startkoordinaten oder mit negativen Ereigniszeiten – und das ist im Fall irrelevant und lächerlich, weil so was nicht vorgegeben ist.

„Ist das jetzt immer noch ein Problem für dich?“

Ich habe keine Probleme, da ich die Antworten kenne, für Dich aber schon, nachdem Du keine vernünftige Antwort liefern kannst – s. oben – nur Ausflüchte. :lol:

„Die Zeitdilation ist ein Spezialfall für Zeitmessungen am gleichen Ort. Diese Bedingung ist in S' leider nicht erfüllt. Wie Ernst bereits erwähnte gilt dies für gegen S bewegte Uhren in S', wo die Zeiten in S am gleichen Ort gemessen werden.“

Unsinn hoch zwei! Oder hast Du eine Menge von Uhren, wo kein Mensch versteht, welche Uhr gemeint ist.

Gleiches Beispiel – jetzt wird nicht ein Ereignis auf 3Ls bewertet, sondern, das „ruhende“ IS beobachtet die Uhr im „bewegten“ IS.
Wie willst Du es haben – direkt nach t/y oder nach der LT? Beides? – aber bitte:
t´(t=0) = t/y = 0s t´= (t – v*x)*y = (0 – 0,8*0)*1,667 = 0s
t´(t=1) = t/y = 1/1,667 = 0,6s t´= (1 – 0,8*0,8)*1,667 = 0,6s
t´(t=2) = t/y = 2/1,667 = 1,2s t´= (2 – 0,8*1,6)*1,667 = 1,2s

Wo siehst Du hier ein „am gleichen Ort“??? Meinst Du x´ - ja x´ ist hier = 0, gemessen wird jedoch aus „ruhendem“ IS – der Ort der beobachtete Uhr x ändert sich ständig = v*t.

Gruß
Ljudmil
scharo
 
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Di 11. Mai 2010, 12:50

Ernst hat geschrieben:Das war mir ja auch ganz klar. Aber diese Nachtgespenster
Die haben mir folgendes vorgegaukelt:
Der Bewegung enlang der (blauen) Wellennormalen ist eine horizontale Bewegung der Front überlagert, so daß sich die (rote) Sichtachse ergibt.


Ja, die Nacht- und Aberrationsgespenster können so manchen in die Irre führen. Die horizontale Verschiebung der Wellenfronten in Deiner Zeichnung funktioniert nicht, weil ihre Ausbreitungsrichtung durch den Wellenvektor definiert ist und der zeigt nicht nach oben, sondern dorthin, wo Jupiter zum Zeitpunkt der Emission stand. Er ist also nicht von der Sichtachse zu trennen. Oberhalb Deiner verschobenen Wellenfronten existieren nämlich gar keine Wellenfronten- da müssten aber welche sein, wenn sie aus der Richtung kommen, die der Wellenvektor (Wellennormalen) vorgibt. Dazu noch eine Skizze:
aberration5.JPG
aberration5.JPG (36.95 KiB) 3638-mal betrachtet

Die Signalausstrahlung beim Jupiter erzeugt eine Sphäre, die sich im Medium vom Erzeugungspunkt ausbreitet, währenddessen der Jupiter weiter zieht. Inzwischen ist auch die dem Jupiter gegenüberliegende Erde weiter gezogen und wird vom der Sphäre ca. 20 Minuten später berührt. Die Photonen kommen dabei direkt vom Entstehungsort im Medium und deshalb schräg herunter. Da es sich um eine Kugelsphäre handelt, werden auch die Wellenfronten schräg sein und sich nicht horizontal verschieben, denn senkrecht oberhalb gibt es ja gar keine Wellenfronten, die herunter kommen könnten! Sie kommen an jedem Punkt der Sphäre aus dem Zentrum der Sphäre und aus dem Zusammenhang c=const + gleiche Strecke + senkrechte Lage zum W-Vektor liegen sie tangential an jeder der Kugelsphären, die nacheinander entstanden sind, die Erde berühren und natürlich weiterhin entstehen und sich ausbreiten.
Die Wellenfronten sind daher, falls Aberration vorhanden, bei Ankunft auf der Erde schräg und nach wie vor rechtwinkelig zum W-Vektor angeordnet. Ebenso schräg kommt die Messbasis zu Liegen, wenn sie rechtwinkelig zum W-Vektor ausgerichtet wird. Sichtachse und Wellenvektor sind immer dasselbe und nicht voneinander zu trennen.
Die Messbasis samt Wellenfront liegt dann nicht ganz genau in der Bewegungsrichtung des Systems Richtung Löwe, aber das tut sie von vornherein nicht, da Jupiter zu dieser Jahrenszeit nicht genau im rechten Winkel zu dieser Richung stand. Das verändert das Messergebnis allerdings nur gering.
Das ganze System Jupiter-Erde samt Sphäre bewegt sich Richtung Löwe, d.h. es entsteht eine Sphäre nach der anderen und in jeder sind die Wellenfronten bei der Ankunft an der Messbasis schräg, d.h. die schrägen Wellefronten verschieben sich in Bewegungsrichtung zum Löwen. Diese horizontale Komponente ändert nichts an der Ausrichtung der Fronten und der Messbasis, da ja auch der Emissionsort mitgewandert ist!

Noch immer nicht alles klar?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Di 11. Mai 2010, 12:53

nocheinPoet hat geschrieben:Mach Dir mal keine Sorgen, da hast Du nichts kaputt gemacht, da kann man nichts mehr kaputt machen, und ganz bekommt man das auch nicht mehr. Da muss man einfach mit Leben.

Ich muss feststellen, dass die Beiträge von nocheinPoet wieder nur aus Stänkereien bestehen. Ich verwarne den Teilnehmer deshalb und werde ihn bei der nächsten Stänkerei endgültig sperren!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 11. Mai 2010, 12:54

Highway hat geschrieben:Oha...

Ich brauche Hilfe. Ich glaube jetzt hab ich was angestellt, was vielleicht nicht mehr zu beheben ist. :?

Wer erklärt es ihr wie es richtig sein muss?


Wieso, was verstehst Du hier nicht, die Lösung ist ja ganz einfach und ein Relativist hat es auch ausnahmsweise ganz klar und ganz eineutig auf den Punkt in einem Forum gebracht:

Zitat von Dingle:

Die Lösung besteht ganz einfach darin, dass dasjenige Bezugsobjekt, auf welches Du die Geschwindigkeiten der anderen beziehst, eben automatisch die Geschwindigkeit Null erhält. Oder, falls Dir das besser gefällt, der Beobachter, der die Messungen vornimmt, wird sich selbst immer die Geschwindigkeit 0 zumessen. Das kannst du einfach ausprobieren, indem Du die Laserpistole auf Dich selbst richtest. ; -)


Wieso verstehst Du diese Lösung nicht? Die ist doch ganz einfach. Probiere doch eine Laserpistole auf Dich selbst zu richten, wirst Du die experimentelle Bestätigung erhalten. Einfach immer automatisch voraussetzen, dass v=0, und fertig ist die LG-Konstante in allen Lebenslagen. :)

Na ja, wir können ja abwarten, was Dr. Pössel zu dieser „Lösung“ sagt, ich habe ihm ja die Frage gestellt. Er wird es uns erklären und dann ist das alles auch für Euch geklärt. Er hat ja schließlich auch geklärt, dass die Längenkontraktion sowieso nicht real ist, was für Einige neu war, und dass die relativistischen Voraussage von Trigemina dadurch immer für die Katz sind, trotz viele Bemühungen und Hingabe zur SRT, schon traurig, oder? :(

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Di 11. Mai 2010, 13:23

Lieber Ljudmil,

Vorneweg noch mal die einfache Situation:
t’= γ*(t-v*x/c^2)
t`(t=0;x=0) = 0s

t' (t=0,x=3Ls) = -4s
t' (t=2s,x=3Ls) = -0,6667s

Was ist das jetzt „Skalierungsbedingung“?

Eine Skalierungsbedingung ist eine Skalierungsbedingung. Aus der unskalierten Form:
t’= γ*(t-t_0-v*x/c^2)
wird mit der Randbedingung t`(t=0 ; x=0) = 0s dann t_0=0
und die obige allgemeiner Gleichung vereinfacht sich zu
t’= γ*(t-v*x/c^2)
mit welcher hier dann numerisch gerechnet wird.
Merkwürdig, daß Du danach fragst. Tut aber prinzipiell nichts zur Sache.

Der Grund, warum Du die Geschichte nicht nachvollziehen kannst, liegt in folgenden Fehlinterpretationen:
Siehe oben – so eine Uhr, die Du dir vorstellst, existiert in der LT nicht. Dort gibt es nur je eine Uhr in KS-Ursprung der beiden IS– fest fixiert. Also ZWEI und nicht DREI Uhren.

Wie kommst Du darauf? Es gibt da keine Uhren, sondern transformierte Zeiten an unendlich vielen Orten. Und die sind aus gleichzeitiger Sicht S in S' an unterschiedlichen Orten alle verschieden. Die kann er mittels der LT berechnen. Um sie zu "sehen" kann er in S' an unterschiedlichen Orten soviele Uhren hinsetzen, wie er will. Unendlich viel Uhren. Und alle zeigen eine unterschiedliche Zeit.

t´ kann doch nicht zu gleicher Zeit t = 0 gleichzeitig 0s und –4s sein.

Natürlich kann es das - an unterschiedlichen Orten. Das ist ja gerade der Effekt der RdG.
t=0 ist gleichzeitig im gesamten System S. Zu diesem Zeitpunkt ist aus Sicht S dann t' an jeder Position x unterschiedlich. t=0: t'(x=0)=0 ; t'(x=3Ls)=-4s

trigemina hat geschrieben:„Die Zeitdilation ist ein Spezialfall für Zeitmessungen am gleichen Ort. Diese Bedingung ist in S' leider nicht erfüllt. Wie Ernst bereits erwähnte gilt dies für gegen S bewegte Uhren in S', wo die Zeiten in S am gleichen Ort gemessen werden.“
Unsinn hoch zwei!

Das ist dein Problem, daß du diese Dinge nicht verstehst. Natürlich ist das richtig.
Die ZD ergibt sich aus dem Vergleich der "Taktdifferenz" einer in S' fixierten Uhr (d.h. einer in S bewegten Uhr) mit der "Taktdifferenz" einer in S befindlichen Uhr.

Laß mal deine Raketen, wo sie sind. Sie sind vermutlich der Grund deiner Irrtümer.

Liebe Grüße
Ernst[/quote]
Ernst
 
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Di 11. Mai 2010, 14:20

Harald Maurer hat geschrieben: Die horizontale Verschiebung der Wellenfronten in Deiner Zeichnung funktioniert nicht, weil ihre Ausbreitungsrichtung durch den Wellenvektor definiert ist und der zeigt nicht nach oben, sondern dorthin, wo Jupiter zum Zeitpunkt der Emission stand. Er ist also nicht von der Sichtachse zu trennen.

In meiner Skizze habe ich die eigentlich schräge zu zeichnende Meßbasis nebst Fronten bildlich in die Horizontale gedreht. Der "schiebende" Aberrationseffekt ist mit diesem Bild sicher nicht ausreichend erkennbar dargestellt.
Ich versuch´s noch einmal mit einer anderen Skizze, welche diese "Schiebung" der auf die Meßbasis eintreffenden Fronten eventuell besser veranschaulicht.
(Mein Zeichenprogramm erlaubt leider keine bessere Qualität.)

Gruß
Ernst

Bild einer Front:
therwirkung 2.jpg
therwirkung 2.jpg (29.07 KiB) 3543-mal betrachtet
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 11. Mai 2010, 18:07

Das Problem, das die Äthertheorie mit der Elektrodynamik - und damit mit dem Licht und anderen elektromagnetischen Wellen - ist, dass bei Anwendung der Galilei-Transformation der Wellenvektor und der Richtungsvektor eines Lichtstrahls in einem zum Äther bewegten Bezugssystem NICHT MEHR PARALLEL sind. Im Äther ist das kein Problem, in einem zum Äther bewegten Bezugssystem aber schon. Hier das Bild dazu:
sichtachse2.jpg
Sichtachse im Äther und in bewegten Bezugssystemen
sichtachse2.jpg (55.81 KiB) 3793-mal betrachtet

Die Erkenntnis daraus ist, dass gemäß Äthertheorie und Galilei-Transformation in Bezugssystemen, die zum Äther bewegt sind, der Wellenvektor und der Richtungsvektor von Lichtstrahlen (und Radiowellen) NICHT MEHR PARALLEL sind. Die physikalisch wirksame Größe ist aber die Richtung des Lichtstrahls (bzw. die Richtung der Radiowelle) und NICHT die Richtung des Wellenvektors, der nur dann physikalische Bedeutung erlangt, wenn er mit der Richtung des Photonenimpulses und damit mit der Richtung des Licht(Radio)strahls identifiziert werde kann. Das geht aber nur, wenn der Wellenvektor parallel zu Ausbreitungsrichtung ist.

Auch in der Äthertheorie inklusive Galilei-Transformation ist es so, dass die Ausbreitungsrichtung bestimmt, wo ein Stern (Planet) gesehen wird. ES GIBT ALSO KEINE ÄTHERABERRATION. Das Kolliminationsfernrohr bleibt unverdreht auf den Jupiter ausgerichtet.
fb557ec2107eb1d6
 
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