„Und was soll das jetzt mit dieser ach so ominösen negativen Zeit t’ zu tun haben, die sich je nach Verschiebung der Nullpunkte für ein Ereignis in S ins dazu transformierte Koordinatensystem S’ ergeben kann?“
Ja, Du müsstest sie erklären. Keine Nullpunkte sind hier verschoben. Beide KS haben gemeinsamen Ursprung bei t_IS1 und t_IS2 = 0.
„Weshalb schreibst du nicht die für die Zeit t’ relevante Transformationsgleichung
t’=gamma*((t±t0)-v*(x±x0)/c^2)
hin? Damit lässt sich die Verschiebung des Koordinatensystems formal definieren“
Und wieso sollte ich es schreiben? Ist doch klar. Bringt nichts, da im Beispiel nichts verschoben ist – s. oben.
„oder wenn der ursprüngliche Koordinatenursprung nicht von Interesse ist einfach mit
t’=gamma*(t-v*x/c^2) darstellen,“
Und ich bin mir sicher, dass Du nicht weißt, was Du da schreibst. Diese „Grundformel“ gilt nur für IS mit gemeinsamem Ursprung – s. oben - bei t_IS1 und t_IS2 = 0 und am gleichen Ort. Auch noch, diese Grundformel gilt nur für IS, die voneinander weg fliegen (sich bewegen). Fliegen sie aufeinander aus einem Abstand, sind zusätzlichen Korrekturen notwendig, sonst ist das RP verletzt – aber das ist ein anderes Kapitel.
Zu Disput steht: Zwei zueinander bewegte mit v = 0,8c IS, die gemeinsamen Ursprung haben, d.h. als beide am gleichen Ort waren (nebeneinander), wurden die Uhren in beiden IS auf Null gestellt. Dann nach t = 2s ereignete sich ein Punktereignis auf Abstand x = 3Ls – das sind zugleich die Koordinaten des Punktereignisses im „unbewegten“ IS. Beim Einsetzen der LT – nochmals, nichts ist verschoben, somit Grundformel der LT – bekommt man für t´ eine negative Zeit.
Und Du solltest erklären, woher diese negative Zeit entsteht. Ist die Uhr im „bewegten“ IS zurückgelaufen, oder was ist die Ursache?
Bislang ist von Dir, wie auch von contravariant, nichts, absolut nichts gekommen.
Gruß
Ljudmil
