Lorentztransformation, E=mc² und zwei Myonen.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Lorentztransformation, E=mc² und zwei Myonen.

Beitragvon julian apostata » Fr 28. Dez 2018, 10:19

Nicht von Bedeutung hat geschrieben: Je weiter man sich von einem Gravitationspotential entfernt, desto weniger wirkt es und das schlägt sich in geringerer Gravitationsbeschleunigung nieder.


Womit du den Leuten wieder weis machen willst, dass der Gang von Atomuhren von der Gravitationsfeldstärke abhängig sei, was nur bedingt der Fall ist.

Beispiel zwei Uhren. Eine steht auf Meereshöhe. Eine Andere 100 m höher

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerefe ... _Erdoberfläche

An den Polen haben wir 9,83m/s² und am Äquator 9,78m/s².

Die höhere Uhr läuft dann um den Faktor 1+9.8m/s²*100m/c² schneller als die niedrigere Uhr. Das wäre dann ~ 1+1.1*10^-14.

Ob die höhere Uhr nun am Äquator steht oder am Pol steht, spielt keine Rolle. Und somit spielt die Schwerkraft keine Rolle. Ihr seid also nicht in der Lage, irgendwelche physikalischen Ursachen zu benennen, welche für den Uhrengang verantwortlich ist, welche die Rt schon vor 100 Jahren vorher gesagt hat.
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Re: Lorentztransformation, E=mc² und zwei Myonen.

Beitragvon Kurt » Fr 28. Dez 2018, 10:30

McMurdo hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Die Prozesse laufen also nicht langsamer ab, es scheint nur so zu sein.

Heisst dann wohl: alles läuft ganz normal ab und alles läuft gleich ab.
Das was da 'bewirkt' wird ist alles nur Einbildung.

Das die Effekte tatsächlich auftreten und nicht bloß Einbildung sind


Was den nun?
Du behauptest das irgendwelche Effekte tatsächlich auftreten, Wiki sagt aber das es sich nur um scheinbar langsamer laufende Prozesse handelt.
Was gilt denn nun?
Deine Aussage oder die in Wiki?

Kurt

(von welchen Effekten redest du?)

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Re: Lorentztransformation, E=mc² und zwei Myonen.

Beitragvon Kurt » Fr 28. Dez 2018, 10:34

julian apostata hat geschrieben:An den Polen haben wir 9,83m/s² und am Äquator 9,78m/s².

Die höhere Uhr läuft dann um den Faktor 1+9.8m/s²*100m/c² schneller als die niedrigere Uhr. Das wäre dann ~ 1+1.1*10^-14.

Ob die höhere Uhr nun am Äquator steht oder am Pol steht, spielt keine Rolle. Und somit spielt die Schwerkraft keine Rolle.


Wie sollte sie auch!
Wenn du eine Uhr hast die auf Gravitation reagiert dann wirf sie weg.

Kurt

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Beitragvon Yukterez » Fr 28. Dez 2018, 10:36

julian apostata hat geschrieben:Ob die höhere Uhr nun am Äquator steht oder am Pol steht, spielt keine Rolle. Und somit spielt die Schwerkraft keine Rolle.

Sowohl am Äquator als auch am Nordpol ist die Schwerkraft in 100m Höhe geringer als am Meeresspiegel, die von der Schwerkraft abhängige Zeitdilatationskomponente nennt man im Volksmund die Lapse-Funktion √g⁰⁰ die eine Funktion von r ist. Braucht man die ganze Zeitdilatation inklusive Bewegung wird diese mit dem γ-Faktor multipliziert.

Nicht verstehend worüber hier gestritten wird,

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Re: des Kaisers Bart

Beitragvon julian apostata » Fr 28. Dez 2018, 16:48

Yukterez hat geschrieben: die von der Schwerkraft abhängige Zeitdilatationskomponente nennt man im Volksmund die Lapse-Funktion √g⁰⁰ die eine Funktion von r ist.


Angenommen du hast zwei supergenaue Atomuhren. Eine am Nordpol in einem Ballon auf 21,4 km Höhe und eine auf Meereshöhe am Äquator. Dann hätten beide die gleiche Entfernung vom Erdmittelpunkt.

Willst du jetzt allen Ernstes behaupten, beide Uhren würden gleich schnell ticken?
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Re: des Kaisers Bart

Beitragvon Yukterez » Fr 28. Dez 2018, 17:17

Yukterez hat geschrieben: die von der Schwerkraft abhängige Zeitdilatationskomponente nennt man im Volksmund die Lapse-Funktion √g⁰⁰ die eine Funktion von r ist.
julian apostata hat geschrieben:Angenommen du hast zwei supergenaue Atomuhren. Eine am Nordpol in einem Ballon auf 21,4 km Höhe und eine auf Meereshöhe am Äquator. Dann hätten beide die gleiche Entfernung vom Erdmittelpunkt. Willst du jetzt allen Ernstes behaupten, beide Uhren würden gleich schnell ticken?

Ist die Masse der Erde kugelsymmetrisch verteilt und ihre Rotation Null? Wenn ja dann ja, wenn nein dann nein.

Keine Ahnung habend wie du darauf kommst,

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Re: des Kaisers Bart

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Fr 28. Dez 2018, 17:32

julian apostata hat geschrieben:Angenommen du hast zwei supergenaue Atomuhren. Eine am Nordpol in einem Ballon auf 21,4 km Höhe und eine auf Meereshöhe am Äquator. Dann hätten beide die gleiche Entfernung vom Erdmittelpunkt.

Willst du jetzt allen Ernstes behaupten, beide Uhren würden gleich schnell ticken?
Angenommen, du hast zwei super hyper genaue Atomuhren. Eine irgendwo auf der Erde und die andere auf der ISS. Ihr relativisten behauptetet die ganze Zeit, sie würden gleichschnell ticken, weil ein nach Definition hergestellter ISS-Meter für euch stets genauso lang ausfällt, wie ein nach Definition hergestellter Erdmeter. Das ist natürlich nicht der Fall - der ISS-Meter wird kürzer, weil die ISS Uhr schneller geht. Ein Erdmeter wird auf der ISS länger gemessen, weil die ISS Uhr schneller geht.
Der Unterschied ist zwar sehr gering, aber eine Erdsekunde ist auf der ISS nicht mehr 9192631770 Takte lang.
Dabei ist es egal, ob die ISS 400km oder nur 385,75km über dem Erdboden steht oder die Erde als kugelsymmetrisch oder nicht angenommen wird.

BTW.: Nach welchen Daten ist der Polar-Äquatorunterschied der Erde 21,4km? Ich komme nach GRS80 bzw. WGS84 nur auf 14,25km.
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Beitragvon Yukterez » Fr 28. Dez 2018, 17:48

Es ist sowieso ein alter Hut dass die Zeitdilatation auf Meereshöhe immer gleich ist, da der geringere Radius am Pol und die Zentrifugalkraft am Äquator den gleichen Effekt haben:

Bild Luboš Motl hat geschrieben:Because the 00-component of the metric tensor is essentially the gravitational (which is normally called "gravitational plus centrifugal" in the "naive inertial" frame where the Earth is spinning) potential and it is constant at the sea level across the globe, g₀₀ which encodes the gravitational slow down as a function of the place in the gravitational field must be constant in everywhere at the sea level, too. In the "normal inertial" frame where the Earth is spinning, the special relativistic time dilation is compensated by the fact that the Earth isn't spherical, and the gravitational potential is therefore less negative i.e. "less bound" at the sea level near the equator.

Mit den Worten des Meisters,

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Re: des Kaisers Bart

Beitragvon julian apostata » Fr 28. Dez 2018, 19:01

Yukterez hat geschrieben: die von der Schwerkraft abhängige Zeitdilatationskomponente nennt man im Volksmund die Lapse-Funktion √g⁰⁰ die eine Funktion von r ist.


Wie soll man denn nun diese Aussage verstehen? Die gravitative Zd zwischen zwei genauen stationären Atomuhren auf der Erdoberfläche ist nach offizieller Rt eine Funktion von h (=Höhe über Meeresspiegel).

Jetzt kommst du daher und behauptest, es wäre eine Funktion von r. Kannst du uns auch mal verraten, wie diese Funktion lautet?
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Re: des Kaisers Bart

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Fr 28. Dez 2018, 19:20

julian apostata hat geschrieben:Wie soll man denn nun diese Aussage verstehen? Die gravitative Zd zwischen zwei genauen stationären Atomuhren auf der Erdoberfläche ist nach offizieller Rt eine Funktion von h (=Höhe über Meeresspiegel).

Jetzt kommst du daher und behauptest, es wäre eine Funktion von r. Kannst du uns auch mal verraten, wie diese Funktion lautet?
Ist es nicht ein wenig egal, ob man den Abstand vom gravitativen Zentrum h oder r nennt?
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