Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Mikesch » Mi 12. Dez 2018, 15:31

Zasada hat geschrieben:McMurdo und Mikesch denken sich, ignorant wie sie nun mal sind, wenn es zulässig sei, ein Bezugssystem "Bezugssystem Zug" zu nennen, muss es auch zulässig sein, ein Koordinatensystem "Koordinatensystem Zug" zu nennen.
Ist doch logisch, gell?
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Wayne? :mrgreen:
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Mikesch » Mi 12. Dez 2018, 15:36

Zasada hat geschrieben:Wir betrachten erneut dieselbe Situation.
Zwei gleich ausgerichtete Bezugssysteme K und K' nähern sich im luftleeren Raum einander. Das Bezugssystem K' bewegt sich bezogen auf K mit der Geschwindigkeit v. Das System K ruht relativ zu K'.


Und ZACK! Die Luft ist nach diesem kapitalen Fehler des Prüflings schon wieder heraus. Er hat immer noch nicht die Grundlagen verstanden.
Bitte weitergehen, es ist nichts zu sehen. Nur Lebenszeitverschwendung!


Zasada hat geschrieben:Der Beweis dafür, dass sich die Relativität der Gleichzeitigkeit aus den Effekten, welche sich innerhalb der Einsteinschen Gleichzeitigkeits-Anordnung zeigen, nicht ableiten lässt. (1)

IMG_4285.PNG


Wir betrachten erneut dieselbe Situation.
Zwei gleich ausgerichtete Bezugssysteme K und K' nähern sich im luftleeren Raum einander. Das Bezugssystem K' bewegt sich bezogen auf K mit der Geschwindigkeit v. Das System K ruht relativ zu K'.

Es werden auf K zwei Sender gleichzeitiger, kugelförmiger Lichtimpulse installiert.
Aus der Perspektive von K' erfolgen die gleichzeitigen Lichtimpulse nicht gleichzeitig. Während sich K' dem Bezugssystem K nähert, erfolgt das eine Ereignis aus der Perspektive von K' stets früher als das andere. Der selbstverständliche Grund dafür ist die Position der Sender der Lichtimpulse bezüglich K'.
Für Einstein ist das ein ausreichender Grund, darin die Relativität der Gleichzeitigkeit zu erkennen und diese in die Physik einzuführn...Es scheint bis heute begründet zu sein: das, was aus Sicht eines Bezugssystems gleichzeitig geschieht, geschieht ja aus Sicht eines anderen nicht gleichzeitig.
Doch hier begeht Einstein einen fatalen und einen unverzeihlichen Fehler: die von ihm erkannte Relativität, betrifft nämlich nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse.
Ich kann das sogar beweisen, indem ich während des Anflugs von K' die Ausrichtung der Anordnung K verändere.
Ich positioniere K rechtwinklig bezüglich der Bewegungsrichtung von K' so, dass K' nun durch die Mitte von K hindurchkommen muss.

IMG_4284.PNG


Das, was aus der Perspektive von K' nicht gleichzeitig geschah, geschieht nun aus seiner Perspektive gleichzeitig.
Es hat sich aus Sicht vom K nichts verändert. Die Entfernung der Sendepunkte voneinander, die Frequenz und die Amplitude der gleichzeitigen Lichtimpulse ist unverändert geblieben.
Sämtliche physikalischen Eigenschaften des Bezugssystems K', wie seine Geschwindigkeit, Ausrichtung, Länge, Position der Bestandteile innerhalb des Systems etc. sind unverändert geblieben. Auch die Physikalischen Eigenschaften des Systems K haben sich, außer seiner Ausrichtung bezüglich K', nicht verändert.
Trotzdem: die Ereignisse, welche nur innerhalb des Bezugssystems K gleichzeitig geschahen, geschehen nun aus der Perspektive von K' ebenso gleichzeitig.
Was ist passiert?
Veränderte sich etwa die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse?
Nein, es hat sich in der Anordnung nichts außer der Ausrichtung von K bezüglich K' geändert. Diese Veränderung hatte keinen Einfluss auf die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse. Es bestand auch keinerlei kausale Verbindung zwischen dem, was mit K geschah und dem, was sich innerhalb von K' abspielte.
Fazit: Es ist nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse innerhalb des Bezugssystems K, welche als relativ zu bezeichnen ist - diese bleibt unverändert - die gleichzeitigen Ereignisse behalten ihre zeitliche Eigenschaft beständig bei - ihre Gleichzeitigkeit ist invariabel (absolut)...relativ ist offenkundig nur die Wahrnehmung ihrer Gleichzeitigkeit.
Diese ist sehr wohl abhängig von der Ausrichtung der Systeme K und K' in Beziehung zueinander - die Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit steht in Relation zu der Ausrichtung von K bezüglich der Bewegungsrichtung von K'.

Es war 1905, genau wie es auch heute ist, unzulässig, aufgrund der Relativität der Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, auf die Relativität der Gleichzeitigkeit als solcher zu schliessen, qed.




Prinzip:
Wenn eine logische Voraussetzung (a) der Implikation "wenn (a), dann (b)" falsch ist, dann lässt sich anhand (a) überhaupt keine sinnvolle Aussage über (b) treffen.


Lässt es sich einerseits über die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B auf diese Weise sinnvoll entscheiden:

Abbildung a)
IMG_4284.PNG


und lässt es sich andererseits (zugleich) über dieselbe Gleichzeitigkeit derselben Ereignisse A und B gar nicht entscheiden:

Abbildung b)
IMG_4285.PNG


, dann haben wir mit einem kleinen Problem zu tun, und zwar mit dem Problem der "Relativität der Gleichzeitigkeit".
Haben wir nämlich bereits einmal und über jeden Zweifel die Gleichzeitigkeit beider Ereignisse erkannt (Abb. a), dann gilt diese Erkenntnis unabhängig vom Ergebnis der Messung, welche über jeden Zweifel ergibt, dass zwischen den Ereignissen A und B keine Gleichzeitigkeit besteht (Abb. b).

Welche sinnvollen Aussagen lassen sich dann über die "Relativität der Gleichzeitigkeit" noch treffen?


Die Relativität der Gleichzeitigkeit: eine geometrische Betrachtung (2).

Albert Einstein betrachtet die Gleichzeitigkeit der Lichtereignisse bei K aus der Perspektive des Bezugssystems K', welches sich parallel zum K bewegt und welches sich zudem genau zwischen den Endpunkten A und B des Bezugssystems K befindet.
Hier zeigen sich die Effekte der "Relativität der Gleichzeitigkeit" am deutlichsten.
Der Maßstab der Bezugssysteme K und K' ist vergleichbar und als solches überschaubar, denn K eine Teilstrecke des Bahndammes und K' ein entlang dieser sich bewegender Zug ist.
Beide Systeme befinden sich also, während die "Relativität der Gleichzeitigkeit" von Einstein konstatiert wird, in unmittelbarer Nähe.
Betrachtet man K allerdings als einen real bei Potsdam existierenden Bahndamm und positioniert man das Bezugssystem K' in der Nähe des Zentrum der Galaxie M-34, so existieren aus Sicht von K', keine relativistisch relevanten Signalunterschiede:
die von K ausgehende Lichtimpulse sind aus Sicht von K' gleichzeitig.
K ist außerdem aus der Perspektive von K' ein einzelner Sendepunkt.

IMG_4293.PNG


Es zeigt sich, dass die Relativität der Gleichzeitigkeit skalenabhängig ist - dies ist, legt man der Betrachtung die Gültigkeit des Prinzips der Relativität zugrunde, strenggenommen unzulässig, denn die Relativität der Gleichzeitigkeit für jeden Beobachter dieselben Effekte zeitigen müsste, nicht nur für diejenigen, welche relativ günstig zu K positioniert sind, und nicht nur für diejenigen, welche imstande sind, die Gleichzeitigkeit der Ereignisse aufgrund der Entfernung überhaupt aufzulösen.
Albert Einstein errichtet also ein mathematisches Monstrum, um Effekte zu beschreiben, welche Signallaufzeiten betreffen und welche bereits aus der Entfernung Erde-Mond vernachlässigbar klein sind. Diese spielen für die "Auflösung" des GPS, also für Entfernungen, die weit darunter liegen, offenbar keine Rolle...
Sie beschreiben tatsächlich die ursprüngliche Situation am Bahndamm.
Ein "mathematisches Monstrum": gutes Stichwort, um eine Diskussion in neuem Thread zu starten.


Gähn...
Mikesch
 
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 12. Dez 2018, 17:10

1.

Der Beweis dafür, dass die Relativität der Gleichzeitigkeit zwischen den Bezugssystemen K und K' nicht existiert.
Teil 1

IMG_4262.PNG
Abbildung 1: Es wird hier die Lichtemission aus der Mitte des Systems K dargestellt. Das Licht breitet sich gleichmäßig in alle Richtungen aus. Entlang der Strecke AB breitet es sich simultan in entgegengesetzte Richtungen bezüglich M aus.
IMG_4262.PNG (30.38 KiB) 2730-mal betrachtet


Ich werde nun die Bewegung in die Anordnung einführen. Dafür werde ich, statt einem, zwei Systeme betrachten, die aufeinander bezogen werden.
Sie sind identisch aufgebaut. Man könnte nach Einstein sagen, sie seien zwei starre Stäbe derselben Länge, mit den jeweiligen Endpunkten A, B / A', B' und den Mittelpunkten M und M'. Beide Systeme stehen sich "fast" unendlich nah und parallel zueinander.
Der Name des Bezugssystems A,C,M,D,B soll K, während der des Bezugssystems A',C',M',D',B' soll K' sein.
Es lässt sich von K sagen, dass es als Bezugssystem relativ zu K' ruht (wie ein Bahndamm bei Einstein). Außerdem lässt es sich sagen, dass bei K Lichtsender installiert werden, welche entweder vom Mittelpunkt M aus ein einzelnes kugelförmiges Lichtimpuls in Richtung der beiden Endpunkten A und B, oder von den Punkten A und B aus zwei gleichzeitige Lichtimpulse in Richtung M aussenden.
Es lässt sich von K' behaupten, dass es ihm möglich ist, sich entlang seiner Längsachse bezogen auf K zu bewegen (wie der Zug bei Einstein).
Zusätzlich lässt sich von K' sagen, dass sowohl in seinem symmetrischen Mittelpunkt M', als auch an seinen Endpunkten A' und B' sich jeweils Signal-Detektoren befinden, welche uns erlauben, den exakten Ankunftsaugenblick der Signale zu bestimmen, welche von K emittiert werden.

IMG_4261.PNG
Abbildung 2: Es wird hier die Emission der gleichzeitigen Lichtimpulse aus den Punkten A und B dargestellt. Die Lichtsignale breiten sich jeweils gleichmäßig in alle Richtungen aus. Entlang der Strecke AB breiten sie sich simultan in entgegengesetzte Richtungen aus, jeweils in Richtung des Mittelpunktes M.
IMG_4261.PNG (32.57 KiB) 2730-mal betrachtet


Der Aufbau der Anordnung ist symmetrisch.
Befinde sich deshalb K' in bezug auf K in Ruhe, so stimmt die Position der Punkte A,C,M,D,B mit der Position der Punkte A',C',M',D',B' überein. Sowohl der Augenblick der Aussendung der Lichtimpulse aus A und aus B des Systems K (Abb. 2), als auch der Augenblick der Ankunft des Lichtsignals, welches von M aus kugelförmig gesendet wird, bei A und bei B (Abb. 1), werden im Punkt M' des Bezugssystems K' gleichzeitig empfangen.
Wir haben nunmehr eine Anordnung konstruiert, welche an sich etwas klarer strukturiert, der Anordnung Einsteins von 1905 gleichkommt.
Zusammenfassung der Ruhe-Situation: Befindet sich K bezogen auf K' in Ruhe, so erfolgen sämtliche Signalereignisse, welche sich bei M oder A und B gleichzeitig ereignen (Ereignisnummer #3 bei K), auch aus Sicht von entsprechenden Punkten des Bezugssystems K' gleichzeitig (Ereignisnummer #3 bei K')

*

Analyse der Bewegung des Systems K' in bezug auf das Bezugssystem K.

a) Die Lichtereignisse geschehen bei A und B gleichzeitig / System K' bewegt sich mit Geschwindigkeit v am K vorbei.

Dass Lichtereignisse bei A und B gleichzeitig in bezug auf M sind, ist selbstverständlich: nachdem die Lichtimpulse gleichzeitig an den Punkte A und B erzeugt werden, und indem wir die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit der ganzen Untersuchung voraussetzen, erreichen die beiden Lichtimpulse den Mittelpunkt der Strecke [AB] definitionsgemäß gleichzeitig.
Den Ereignispunkten A,M und B entsprechen die Endpunkte des Bezugssystems K': A' und B' und sein Mittelpunkt M'.
Der letzte Ereignispunkt fällt im Ruhezustand mit dem Mittelpunkt M des Systems K zusammen. Jetzt aber, da sich K' in die eingezeichnete Richtung mit Geschwindigkeit v an K vorbei bewegt, eilt M' dem von B herkommenden Lichtimpuls entgegen, während er dem von A herkommenden Lichtimpuls vorauseilt. Es ist also klar, dass den Detektor bei M' zuerst das von B herkommende, als das von A herkommende Signal erreicht.

IMG_4294.PNG
Abbildung 3: Systeme K und K' werden aufeinander bezogen. Das System K' bewegt sich relativ zu K. Es wird gezeigt, dass im Augenblick, in dem Punkt M' das erste der Lichtimpulse detektiert, befindet sich dieser bereits gegenüber vom Punkt D des Bezugssystems K und nicht mehr gegenüber vom Punkt M. Nebenbei wird hier die unmittelbare Gleichzeitigkeit der Punkte A',M' und B' gezeigt: alle drei werden durch die Wellenfronten der kugelförmigen Lichtsignale gleichzeitig erfasst, welche die Punkte A und B gleichzeitig verlassen haben (grüne Darstellung der Wellenfront). Es wird deutlich, dass die Bewegung des K' keinen Einfluss auf die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse ausübt, sondern ihre Signale bewegungsbedingt ungleichzeitig wahrnimmt - nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei K ist relativ, sondern die Wahrnehmung ihrer Signale, welche K' zeitversetzt erreichen.
IMG_4294.PNG (56.4 KiB) 2730-mal betrachtet


Es wird in der Abb. 3 folgende Situation abgebildet:
Das Bezugssystem K befindet sich wie beschrieben im Ruhezustand. Es werden in den Punkten C,M,B des Bezugssystems K halbdurchlässige Spielgel installiert, wobei die Punkte C und D jeweils in der symmetrischen Mitte der Teilstrecken MA und MB positioniert werden. Die Spiegel reflektieren ein Teil des Lichtsignals in Richtung ihres jeweiligen Sendepunktes A (für C) oder B (für D), der übrige Teil der Lichtsignale wird durchgelassen und fliegt ungehindert in Richtung des Mittelpunktes M, der auch von beiden Seiten durch die Signale gleichzeitig erreicht wird.
Die Spiegelvorrichtung dient der Bestimmung des Weges, und der Zeitdauer der Ausbreitung des Signals entlang der Strecke [AB] in Bezug auf das relativ zu K bewegte Bezugssystem K'. Dank dieser Vorrichtung lässt sich genau bestimmen, in welchem Augenblick, welche Bestandteile der Bezugssysteme K und K' sich gegenüberstehen (als Bezugspunkte der Bewegung der Bezugssysteme und der Gleichzeitigkeit ihrer Bestandteile).
Es zeigt sich, dass die Bewegung vom Bezugssystem K', welche bezogen auf K stattfindet, keinerlei Einfluss auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse besitzt, welche innerhalb des Bezugssystems K gleichzeitig stattfinden. Die Ereignisse A und B finden nach wie vor (absolut) gleichzeitig statt. Das Einzige, was sich aus Sicht von K' ändert, ist die Reihenfolge der Wahrnehmung dieser Ereignisse. Es zeigt sich, dass nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei K relativ ist - diese Gleichzeitigkeit ist vielmehr absolut.
Dass Einstein die "Relativität der Gleichzeitigkeit" in die Physik einführen konnte, ist ein Missverständnis.

Siehe Fortführung für weitere Details.
Zuletzt geändert von Zasada am Mi 12. Dez 2018, 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 12. Dez 2018, 17:19

2.

Bild
Abbildung 4: Dargestellt wird der Augenblick, in dem die von den Punkten A und B herkommenden Lichtsignale am Punkt M des Bezugssystem K gleichzeitig eintreffen. Der Signalweg-Diagramm zeigt die Gleichzeitigkeit zwischen den Punkten A,M,B des Bezugssystems K und den Punkt A' des Bezugssystems K' als den Punkt, an dem diese Gleichzeitigkeit innerhalb des Bezugssystems K' wahrgenommen werden kann. Die Tatsache, dass ein bewegtes System gleichzeitige Ereignisse als nicht gleichzeitig wahrnimmt, hat nichts mit der Relativität der Gleichzeitigkeit zu tun. Im Punkt A' lässt sie sich nämlich ordnungsgemäß wahrnehmen. Orange werden im Diagramm die Wellenfronten der kugelsymmetrischen Signale dargestellt. Diese treffen sich beim Punkt M, was ein Indiz ihrer Gleichzeitigkeit aus Sicht von K' ist.

Einstein hebt die Tatsache hervor, dass die Gleichzeitigkeit relativ wäre, setzt aber selbst voraus, dass die Blitzeinschläge am "Bahndamm" absolut gleichzeitig sind, ja, er definiert den Begriff der absoluten Gleichzeitigkeit zwischen zwei räumlich getrennten Ereignissen, indem er diese Gleichzeitigkeit zwischen zwei Bestandteilen eines sich im Ruhezustand befindlichen Bezugssystems K konstatiert.
Den ganzen Aufwand betreibt er um uns sogleich zu beweisen, dass die Gleichzeitigkeit zwischen denselben räumlich getrennten Ereignissen A und B aus der Perspektive eines anderen Bezugssystems K', nicht konstatiert werden kann. Er begeht damit einen schwerwiegenden logischen Fehler, denn in Wirklichkeit verändert (relativiert) sich in seiner Anordnung nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sondern der Zeitpunkt ihrer Wahrnehmung.
Die Ereignisse, welche innerhalb des Systems K gleichzeitig sind, bleiben gleichzeitig, unabhängig davon ob und von welcher Instanz sie betrachtet oder gemessen werden - es sind ihre Signale, die der Relativität unterworfen sind.
Einstein betrachtet nämlich ausschliesslich Signale, welche sich mit einer konstanten Geschwindigkeit im Raum ausbreiten, und selbstverständlich von räumlich unterschiedlich positionierten oder sich in Bewegung bezüglich ihrer Quelle befindlichen Beobachtern, unterschiedlich wahrgenommen werden.
Einstein vermengt damit zwei getrennte Phänomene: das Phänomen der absoluten "Gleichzeitigkeit der Ereignisse" und das Phänomen der "Relativität der Wahrnehmung ihrer Signale". Dieser Fehler ist unverzeihlich - er steht am Anfang der Relativitätstheorie und wird nicht als solcher erkannt.
Die Konsequenz ist, dass die Existenz einer absoluten Gleichzeitigkeit im Sinne einer Gegenwart, welche für mehrere beliebig entfernte Ereignisse gemeinsam gilt, von den Spezialisten des Hokus-Pokus bis heute geleugnet wird.
Diese Einstellung der Relativisten ist absurd und äußerst einfach als dämmlich zu küren.

Bild
Abbildung 5: Dargestellt wird der Augenblick, an dem die von den Punkten A und B herkommenden Lichtsignale am Punkt A' des Bezugssystem K' gleichzeitig eintreffen (alternative Darstellung).

Der Beweis wird bald fortgeführt (3.)
Zuletzt geändert von Zasada am Mi 12. Dez 2018, 17:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Der Prüfling Zasada versagt schon wieder.

Beitragvon Mikesch » Mi 12. Dez 2018, 17:23

Zasada hat geschrieben:Der Beweis dafür, dass die Relativität der Gleichzeitigkeit zwischen den Bezugssystemen K und K' nicht existiert.
Teil 1

IMG_4262.PNG


Ich werde nun die Bewegung in die Anordnung einführen. Dafür werde ich, statt einem, zwei Systeme betrachten, die aufeinander bezogen werden.
Sie sind identisch aufgebaut. Man könnte nach Einstein sagen, sie seien zwei starre Stäbe derselben Länge, mit den jeweiligen Endpunkten A, B / A', B' und den Mittelpunkten M und M'. Beide Systeme stehen sich "fast" unendlich nah und parallel zueinander.
Der Name des Bezugssystems A,C,M,D,B soll K, während der des Bezugssystems A',C',M',D',B' soll K' sein.
Es lässt sich von K sagen, dass es als Bezugssystem relativ zu K' ruht (wie ein Bahndamm bei Einstein). Außerdem lässt es sich sagen, dass bei K Lichtsender installiert werden, welche entweder vom Mittelpunkt M aus ein einzelnes kugelförmiges Lichtimpuls in Richtung der beiden Endpunkten A und B, oder von den Punkten A und B aus zwei gleichzeitige Lichtimpulse in Richtung M aussenden.
Es lässt sich von K' behaupten, dass es ihm möglich ist, sich entlang seiner Längsachse bezogen auf K zu bewegen (wie der Zug bei Einstein).
Zusätzlich lässt sich von K' sagen, dass sowohl in seinem symmetrischen Mittelpunkt M', als auch an seinen Endpunkten A' und B' sich jeweils Signal-Detektoren befinden, welche uns erlauben, den exakten Ankunftsaugenblick der Signale zu bestimmen, welche von K emittiert werden.

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Der Aufbau der Anordnung ist symmetrisch.
Befinde sich deshalb K' in bezug auf K in Ruhe, so stimmt die Position der Punkte A,C,M,D,B mit der Position der Punkte A',C',M',D',B' überein. Sowohl der Augenblick der Aussendung der Lichtimpulse aus A und aus B des Systems K (Abb. 2), als auch der Augenblick der Ankunft des Lichtsignals, welches von M aus kugelförmig gesendet wird, bei A und bei B (Abb. 1), werden im Punkt M' des Bezugssystems K' gleichzeitig empfangen.
Wir haben nunmehr eine Anordnung konstruiert, welche an sich etwas klarer strukturiert, der Anordnung Einsteins von 1905 gleichkommt.
Zusammenfassung der Ruhe-Situation: Befindet sich K bezogen auf K' in Ruhe, so erfolgen sämtliche Signalereignisse, welche sich bei M oder A und B gleichzeitig ereignen (Ereignisnummer #3 bei K), auch aus Sicht von entsprechenden Punkten des Bezugssystems K' gleichzeitig (Ereignisnummer #3 bei K')

*

Analyse der Bewegung des Systems K' in bezug auf das Bezugssystem K.

a) Die Lichtereignisse geschehen bei A und B gleichzeitig / System K' bewegt sich mit Geschwindigkeit v am K vorbei.

Dass Lichtereignisse bei A und B gleichzeitig in bezug auf M sind, ist selbstverständlich: nachdem die Lichtimpulse gleichzeitig an den Punkte A und B erzeugt werden, und indem wir die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit der ganzen Untersuchung voraussetzen, erreichen die beiden Lichtimpulse den Mittelpunkt der Strecke [AB] definitionsgemäß gleichzeitig.
Den Ereignispunkten A,M und B entsprechen die Endpunkte des Bezugssystems K': A' und B' und sein Mittelpunkt M'.
Der letzte Ereignispunkt fällt im Ruhezustand mit dem Mittelpunkt M des Systems K zusammen. Jetzt aber, da sich K' in die eingezeichnete Richtung mit Geschwindigkeit v an K vorbei bewegt, eilt M' dem von B herkommenden Lichtimpuls entgegen, während er dem von A herkommenden Lichtimpuls vorauseilt. Es ist also klar, dass den Detektor bei M' zuerst das von B herkommende, als das von A herkommende Signal erreicht.

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Es wird in der Abb. 3 folgende Situation abgebildet:
Das Bezugssystem K befindet sich wie beschrieben im Ruhezustand. Es werden in den Punkten C,M,B des Bezugssystems K halbdurchlässige Spielgel installiert, wobei die Punkte C und D jeweils in der symmetrischen Mitte der Teilstrecken MA und MB positioniert werden. Die Spiegel reflektieren ein Teil des Lichtsignals in Richtung ihres jeweiligen Sendepunktes A (für C) oder B (für D), der übrige Teil der Lichtsignale wird durchgelassen und fliegt ungehindert in Richtung des Mittelpunktes M, der auch von beiden Seiten durch die Signale gleichzeitig erreicht wird.
Die Spiegelvorrichtung dient der Bestimmung des Weges, und der Zeitdauer der Ausbreitung des Signals entlang der Strecke [AB] in Bezug auf das relativ zu K bewegte Bezugssystem K'. Dank dieser Vorrichtung lässt sich genau bestimmen, in welchem Augenblick, welche Bestandteile der Bezugssysteme K und K' sich gegenüberstehen (als Bezugspunkte der Bewegung der Bezugssysteme und der Gleichzeitigkeit ihrer Bestandteile).
Es zeigt sich, dass die Bewegung vom Bezugssystem K', welche bezogen auf K stattfindet, keinerlei Einfluss auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse besitzt, welche innerhalb des Bezugssystems K gleichzeitig stattfinden. Die Ereignisse A und B finden nach wie vor (absolut) gleichzeitig statt. Das Einzige, was sich aus Sicht von K' ändert, ist die Reihenfolge der Wahrnehmung dieser Ereignisse. Es zeigt sich, dass nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei K relativ ist - diese Gleichzeitigkeit ist vielmehr absolut.
Dass Einstein die "Relativität der Gleichzeitigkeit" in die Physik einführen konnte, ist ein Missverständnis.

Siehe Fortführung für weitere Details.


Wieder eine Wortwüste. Muss man nicht lesen, sind die gleichen Fehler drin, wie immer.

Der Prüfling rafft es nicht. :mrgreen:
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Mi 12. Dez 2018, 17:26

Mikesch hat geschrieben:Muss man nicht lesen, sind die gleichen Fehler drin, wie immer.

Wo siehst du Fehler? :lol:
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Der Prüfling macht immer noch die gleichen Fehler

Beitragvon Mikesch » Mi 12. Dez 2018, 17:35

Zasada hat geschrieben:2.

IMG_4274.PNG

Einstein hebt die Tatsache hervor, dass die Gleichzeitigkeit relativ wäre, setzt aber selbst voraus, dass die Blitzeinschläge am "Bahndamm" absolut gleichzeitig sind, ja, er definiert den Begriff der absoluten Gleichzeitigkeit zwischen zwei räumlich getrennten Ereignissen, indem er diese Gleichzeitigkeit zwischen zwei Bestandteilen eines sich im Ruhezustand befindlichen Bezugssystems K konstatiert.
Den ganzen Aufwand betreibt er um uns sogleich zu beweisen, dass die Gleichzeitigkeit zwischen denselben räumlich getrennten Ereignissen A und B aus der Perspektive eines anderen Bezugssystems K', nicht konstatiert werden kann. Er begeht damit einen schwerwiegenden logischen Fehler, denn in Wirklichkeit verändert (relativiert) sich in seiner Anordnung nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sondern der Zeitpunkt ihrer Wahrnehmung.
Die Ereignisse, welche innerhalb des Systems K gleichzeitig sind, bleiben gleichzeitig, unabhängig davon ob und von welcher Instanz sie betrachtet oder gemessen werden - es sind ihre Signale, die der Relativität unterworfen sind.
Einstein betrachtet nämlich ausschliesslich Signale, welche sich mit einer konstanten Geschwindigkeit im Raum ausbreiten, und selbstverständlich von räumlich unterschiedlich positionierten oder sich in Bewegung bezüglich ihrer Quelle befindlichen Beobachtern, unterschiedlich wahrgenommen werden.
Einstein vermengt damit zwei getrennte Phänomene: das Phänomen der absoluten "Gleichzeitigkeit der Ereignisse" und das Phänomen der "Relativität der Wahrnehmung ihrer Signale". Dieser Fehler ist unverzeihlich - er steht am Anfang der Relativitätstheorie und wird nicht als solcher erkannt.
Die Konsequenz ist, dass die Existenz einer absoluten Gleichzeitigkeit im Sinne einer Gegenwart, welche für mehrere beliebig entfernte Ereignisse gemeinsam gilt, von den Spezialisten des Hokus-Pokus bis heute geleugnet wird.
Diese Einstellung der Relativisten ist absurd und äußerst einfach als dämmlich zu küren.

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Der Beweis wird bald fortgeführt.


Nichts zu sehen, man kann weitergehen: Trotz der Behauptung, es handelt sich um eine relativistische RdG ist es weiterhin nur ein profanes vor-relativistisches Gedankenexperiment aus der Newtonwelt

Lustig ist der Kunstgriff auf "sondern der Zeitpunkt ihrer Wahrnehmung.", was ja nichts anderes bedeutet als Messung. Der Prüfling will sich wohl wieder wichtig machen.
Nach der Methode misst man normalerweise im Alltag z.B. die Entfernung vom Gewitter, in dem man die Laufzeiten dazu benutzt. Geht auch umgekehrt mit einer bekannten Strecke. Kann man auch in der SRT anwenden, hat nur nichts mit der RdG zu tun.
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Der Prüfling macht 1 Fehler auf 2 Sätze.

Beitragvon Mikesch » Mi 12. Dez 2018, 17:38

Lagrange hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Muss man nicht lesen, sind die gleichen Fehler drin, wie immer.

Wo siehst du Fehler? :lol:
Nimm einen beliebigen Satz vom Prüfling. Die Wahrscheinlichkeit einen Fehler zu finden liegt bei 50%.
Schaffst du auch.
Viel Spaß!
Mikesch
 
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Re: Der Prüfling macht 1 Fehler auf 2 Sätze.

Beitragvon Lagrange » Mi 12. Dez 2018, 17:38

Mikesch hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Muss man nicht lesen, sind die gleichen Fehler drin, wie immer.

Wo siehst du Fehler? :lol:
Nimm einen beliebigen Satz vom Prüfling. Die Wahrscheinlichkeit einen Fehler zu finden liegt bei 50%.
Schaffst du auch.
Viel Spaß!

Hast du einen Gefunden? :lol:
Lagrange
 
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 12. Dez 2018, 17:46

McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Hier steht es, dass Bezugssysteme nicht frei definierbar sind:

So ein Unsinn, natürlich sind Bezugssysteme frei definierbar. Ich kann aus jedem beliebigen Bezugssystem aus beschreiben.

Warum schreibst Du dann, ein Schlafzimmer könne nicht ein Bezugssystem sein? Warum schreibst Du, dass dies zu schreiben, ein Fehler wäre? - ein Bezugssystem ist ja auch ein Koordinatensystem. Du kannst ja alles von deinem Schlafzimmer-Koordinatensystem beschreiben. Problemlos. Die einzige Voraussetzung ist, dass es sichtbar ist. Dann gehört es nämlich dazu.
Wäre es nicht sichtbar, könntest Du es nicht aus deinem Schlafzimmer-Koordinatensystem beschreiben.
:lol:


McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Ich behaupte auch nicht, dass nachts genauso hell ist, wie am Tag, nur weil es mir möglich ist, das Licht in meinem Bezugssystem "Schlafzimmer" einzuschalten. Nach deiner Logik wäre die Behauptung durchaus legitim.
Miteinander verwachsene Bezugssysteme, Raketen-Triebwerke im Zug...

Das Ergebnis ist aber physikalisch dasselbe: es ist hell. Und nur darauf kommt es an. Und ein Zimmer ist kein Bezugssystem. Den Fehler machst ja auch immer noch.

Es gibt das Bezugssystem "Zimmer", das heisst aber nicht das das Bezugssystem irgendwie materiell nur dieses Zimmer betrifft. Das bedeutet nur das alle Beschreibungen von Objekten und Vorgängen aus Sicht des Zimmers passieren, damit jeder weiß wovon gesprochen wird. Und daich aus jedem Bezugssystem alles im Universum beschreiben kann gibts auch kein "innerhalb" oder "ausserhalb".

Gell?

und hier steht es, dass Es sich für McMurdo um ein "Koordinatensystem »Zug«" handelt

So ist es, alle Bschreibungen erfolgen aus Sicht des Zuges ist damit gemeint.

Hier ist der Zug und zu dem zeichne ich in ein Koordinatensystem Zug alle Objekte ein

Hier ist ein Zug und zu dem(!) zeichne ich in(!) ein Koordinatensystem Zug alle Objekte ein.

Es gibt also ein Objekt Zug und ein Koordinatensystem Zug. Zwei Dinge, die Du aus deinem Schlafzimmer-Koordinatensystem beschreibst
Mehr muss man gar nicht wissen.



nochmal sichtbar und in Farbe:

McMurdo hat geschrieben:Ich kann durchaus sagensein hier ist der Zug und zu dem zeiche ich in ein Koordinatensystem Zug alle Objekte ein


übersetzt (sinngemäß): "ich kann sagen hier ist ein Zug und zu dem zeichne ich in ein Koordinatensystem Zug alle Objekte ein. Ist problemlos machbar."

Nur für dich werde ich demnächst den Namen des Bezugs- /koordinatensystems immer in " " schreiben, damit du weißt das damit die Bezeichnung des Systems gemeint ist, wenn du damit so Probleme hast.


Für mich kannst Du eins machen. Dich bitte verblubbsen.
Zasada
 
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