Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 15:02

Der Beweis dafür, dass sich die Relativität der Gleichzeitigkeit aus den Effekten, welche sich innerhalb der Einsteinschen Gleichzeitigkeits-Anordnung zeigen, nicht ableiten lässt.

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Abbildung 9: Die aus der Perspektive des Punktes M des Bezugssystems K gleichzeitig von A und B ausgehende Blitze, erfolgen aus der Perspektive des Punktes M' des Bezugssystems K' nicht gleichzeitig.
IMG_4285.PNG (9.25 KiB) 1935-mal betrachtet


Wir betrachten erneut dieselbe Situation.
Zwei gleich ausgerichtete Bezugssysteme K und K' nähern sich im luftleeren Raum einander. Das Bezugssystem K' bewegt sich bezogen auf K mit der Geschwindigkeit v. Das System K ruht relativ zu K'.

Es werden auf K zwei Sender gleichzeitiger, kugelförmiger Lichtimpulse installiert.
Aus der Perspektive von K' erfolgen die gleichzeitigen Lichtimpulse nicht gleichzeitig. Während sich K' dem Bezugssystem K nähert, erfolgt das eine Ereignis aus der Perspektive von K' stets früher als das andere. Der selbstverständliche Grund dafür ist die Position der Sender der Lichtimpulse bezüglich K'.
Für Einstein ist das ein ausreichender Grund, darin die Relativität der Gleichzeitigkeit zu erkennen und diese in die Physik einzuführn...Es scheint bis heute begründet zu sein: das, was aus Sicht eines Bezugssystems gleichzeitig geschieht, geschieht ja aus Sicht eines anderen nicht gleichzeitig.
Doch hier begeht Einstein einen fatalen und einen unverzeihlichen Fehler: die von ihm erkannte Relativität, betrifft nämlich nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse.
Ich kann das sogar beweisen, indem ich während des Anflugs von K' die Ausrichtung der Anordnung K verändere.
Ich positioniere K rechtwinklig bezüglich der Bewegungsrichtung von K' so, dass K' nun durch die Mitte von K hindurchkommen muss.

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Abbildung 10: wir verändern die Ausrichtung von K, während sich ihm K' nähert. Die zeitliche Eigenschaft der Ereignisse innerhalb von K verändert sich nicht.
IMG_4284.PNG (11.72 KiB) 1960-mal betrachtet


Das, was aus der Perspektive von K' nicht gleichzeitig geschah, geschieht nun aus seiner Perspektive gleichzeitig.
Es hat sich aus Sicht vom K nichts verändert. Die Entfernung der Sendepunkte voneinander, die Frequenz und die Amplitude der gleichzeitigen Lichtimpulse ist unverändert geblieben.
Sämtliche physikalischen Eigenschaften des Bezugssystems K', wie seine Geschwindigkeit, Ausrichtung, Länge, Position der Bestandteile innerhalb des Systems etc. sind unverändert geblieben. Auch die Physikalischen Eigenschaften des Systems K haben sich, außer seiner Ausrichtung bezüglich K', nicht verändert.
Trotzdem: die Ereignisse, welche nur innerhalb des Bezugssystems K gleichzeitig geschahen, geschehen nun aus der Perspektive von K' ebenso gleichzeitig.
Was ist passiert?
Veränderte sich etwa die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse?
Nein, es hat sich in der Anordnung nichts außer der Ausrichtung von K bezüglich K' geändert. Diese Veränderung hatte keinen Einfluss auf die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse. Es bestand auch keinerlei kausale Verbindung zwischen dem, was mit K geschah und dem, was sich innerhalb von K' abspielte.
Fazit: Es ist nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse innerhalb des Bezugssystems K, welche als relativ zu bezeichnen ist - diese bleibt unverändert - die gleichzeitigen Ereignisse behalten ihre zeitliche Eigenschaft beständig bei - ihre Gleichzeitigkeit ist invariabel (absolut)...relativ ist offenkundig nur die Wahrnehmung ihrer Gleichzeitigkeit.
Diese ist sehr wohl abhängig von der Ausrichtung der Systeme K und K' in Beziehung zueinander - die Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit steht in Relation zu der Ausrichtung von K bezüglich der Bewegungsrichtung von K'.

Es war 1905, genau wie es auch heute ist, unzulässig, aufgrund der Relativität der Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, auf die Relativität der Gleichzeitigkeit als solcher zu schliessen, qed.




Prinzip:
Wenn eine logische Voraussetzung (a) der Implikation "wenn (a), dann (b)" falsch ist, dann lässt sich anhand (a) überhaupt keine sinnvolle Aussage über (b) treffen.


Wenn sich einerseits über die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B auf diese Weise sinnvoll entscheiden lässt:

Abbildung a)
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Abbildung 10: wir verändern die Ausrichtung von K, während sich ihm K' nähert. Die zeitliche Eigenschaft der Ereignisse innerhalb von K verändert sich nicht.
IMG_4284.PNG (11.72 KiB) 1960-mal betrachtet




und andererseits (zugleich) über dieselbe Gleichzeitigkeit derselben Ereignisse A und B gar nicht entscheiden lässt:

Abbildung b)
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Abbildung 9: Die aus der Perspektive des Punktes M des Bezugssystems K gleichzeitig von A und B ausgehende Blitze, erfolgen aus der Perspektive des Punktes M' des Bezugssystems K' nicht gleichzeitig.
IMG_4285.PNG (9.25 KiB) 1935-mal betrachtet


, dann haben wir mit einem kleinen Problem zu tun, und zwar mit dem Problem der "Relativität der Gleichzeitigkeit".
Haben wir nämlich bereits einmal und über jeden Zweifel die Gleichzeitigkeit beider Ereignisse erkannt (Abb. a), dann gilt diese Erkenntnis unabhängig vom Ergebnis der Messung, welche über jeden Zweifel ergibt, dass zwischen den Ereignissen A und B keine Gleichzeitigkeit besteht (Abb. b).

Welche sinnvollen Aussagen lassen sich dann über die "Relativität der Gleichzeitigkeit" noch treffen?
Zuletzt geändert von Zasada am Mi 5. Dez 2018, 15:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Mikesch » Mi 5. Dez 2018, 15:07

Witzig: Gleich am Anfang Esoterik-Schrott und trotzdem entblödet Zasada sich nicht, den Sermon immer wieder zu posten. Als ob es dadurch besser würde... :mrgreen:
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 15:08

Daniel K. hat geschrieben:K nähert sich K'. Haste gesagt.

Der Abstand zwischen K und K' ändert sich. Logisch.

K misst den Abstand zu K' und der ändert sich, K' bewegt sich relativ zu K.
K' misst den Abstand zu K und der ändert sich, K bewegt sich relativ zu K'.

Geht nicht anders.

Du schnackelst gar nichts. Nothing, nada, cero, niente ...


Beide sind nicht imstande zu entscheiden, wer sich nun bewegt und wer nicht.
Wie entscheidet aber Einstein dann, dass sich der Zug bezogen auf den Bahndamm bewegt?
Wie kommt er auf Sätze wie diesen: "Ereignisse, welche in bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, sind in bezug auf den Zug nicht gleichzeitig und umgekehrt."

Zero?
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 15:10

Es geht bitte um die Problematik, die ich aufgeworfen habe.
Dies steht zu Debatte.
Es wird keine Hysterie und kein Zero was daran ausrichten. Es wurde ausgesprochen...
Eine logische Begründung für die Relativität der Gleichzeitigkeit existiert nicht mehr.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Mi 5. Dez 2018, 15:26

Daniel K. hat geschrieben:K nähert sich K'. Haste gesagt.

Der Abstand zwischen K und K' ändert sich. Logisch.

K misst den Abstand zu K' und der ändert sich, K' bewegt sich relativ zu K.
K' misst den Abstand zu K und der ändert sich, K bewegt sich relativ zu K'.

Geht nicht anders.


Ja und wie geht es dann weiter?
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon McMurdo » Mi 5. Dez 2018, 15:30

Zasada hat geschrieben:Beide sind nicht imstande zu entscheiden, wer sich nun bewegt und wer nicht.
Wie entscheidet aber Einstein dann, dass sich der Zug bezogen auf den Bahndamm bewegt?

Der Zug bewegt sich bezogen auf den Bahndamm und der Bahndamm bewegt sich bezogen auf den Zug. Was soll daran nicht gehen?

Wie kommt er auf Sätze wie diesen: "Ereignisse, welche in bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, sind in bezug auf den Zug nicht gleichzeitig und umgekehrt."

Ist der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen geschuldet. Legt er ja auch so dar.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 15:35

Zasada hat geschrieben:
Beide sind nicht imstande zu entscheiden, wer sich nun bewegt und wer nicht.
Wie entscheidet aber Einstein dann, dass sich der Zug bezogen auf den Bahndamm bewegt?

Der Zug bewegt sich bezogen auf den Bahndamm und der Bahndamm bewegt sich bezogen auf den Zug. Was soll daran nicht gehen?


Wozu dann der Aufwand mit den Bezugssystemen, wenn man ihnen keine singuläre Eigenschaften zuordnen darf, welche in bezug auf andere Bezugssysteme gelten sollen?

Ich erkenne einen logischen Zirkel hier...
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Mi 5. Dez 2018, 15:37

McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Beide sind nicht imstande zu entscheiden, wer sich nun bewegt und wer nicht.
Wie entscheidet aber Einstein dann, dass sich der Zug bezogen auf den Bahndamm bewegt?

Der Zug bewegt sich bezogen auf den Bahndamm und der Bahndamm bewegt sich bezogen auf den Zug. Was soll daran nicht gehen?

Und wer misst dann c? Beide?

Wie kommt er auf Sätze wie diesen: "Ereignisse, welche in bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, sind in bezug auf den Zug nicht gleichzeitig und umgekehrt."

Ist der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen geschuldet.

Wie denn? Wenn LG=c in beiden KS gilt, dann sehen beide, beide Ereignisse gleichzeitig. Sonst ist LG nicht gleich c.

Legt er ja auch so dar.

Wer? Mikosch?
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon McMurdo » Mi 5. Dez 2018, 15:42

Zasada hat geschrieben:
Wozu dann der Aufwand mit den Bezugssystemen, wenn man ihnen keine singuläre Eigenschaften zuordnen darf, welche in bezug auf andere Bezugssysteme gelten sollen?

Was meinst du? Ich kann das eine als bewegt ansehen und das andere als ruhend oder umgekehrt. Macht keinen Unterschied.
McMurdo
 

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Mi 5. Dez 2018, 15:45

McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:
Wozu dann der Aufwand mit den Bezugssystemen, wenn man ihnen keine singuläre Eigenschaften zuordnen darf, welche in bezug auf andere Bezugssysteme gelten sollen?

Was meinst du? Ich kann das eine als bewegt ansehen und das andere als ruhend oder umgekehrt. Macht keinen Unterschied.

Nicht? Warum sind die Ereignisse nicht in beiden gleichzeitig?
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