Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » So 21. Okt 2018, 16:07

Lagrange hat geschrieben:Die Messgeräte sind in allen diesen Experimenten unbewegt. Die bestätigen überhaupt nichts.

Na sowas, stand bei all diesen Experimenten die Erde still und bewegte sich nicht mehr um die Sonne? Sehr unwahrscheinlich....
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » So 21. Okt 2018, 19:02

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Die Messgeräte sind in allen diesen Experimenten unbewegt. Die bestätigen überhaupt nichts.

Na sowas, stand bei all diesen Experimenten die Erde still und bewegte sich nicht mehr um die Sonne? Sehr unwahrscheinlich....

Und die Messgeräte? Hat man die zurückgelassen?

PS: Kann man die Rotation um die Sonne Messen?

McMurdo hat geschrieben:Niemand hat je behauptet Rotation wäre nicht absolut messbar.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mo 22. Okt 2018, 04:40

Lagrange hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Die Messgeräte sind in allen diesen Experimenten unbewegt. Die bestätigen überhaupt nichts.

Na sowas, stand bei all diesen Experimenten die Erde still und bewegte sich nicht mehr um die Sonne? Sehr unwahrscheinlich....

Und die Messgeräte? Hat man die zurückgelassen?

Wo zurück gelassen? Ich nehme doch stark an das die immer noch auf der Erde sind. :)
PS: Kann man die Rotation um die Sonne Messen?

Selbstverständlich.
https://astro.uni-bonn.de/~deboer/plans ... tmass.html
McMurdo
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mo 22. Okt 2018, 07:26

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:PS: Kann man die Rotation um die Sonne Messen?

Selbstverständlich.
Aha... und wie geht das? Welche Geschwindigkeit misst man denn da? Kann man auch die Geschwindigkeit der Sonne um den Galaxiekern und die Geschwindigkeit der Galaxie im Universum messen? :lol:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mo 22. Okt 2018, 07:53

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:Na sowas, stand bei all diesen Experimenten die Erde still und bewegte sich nicht mehr um die Sonne? Sehr unwahrscheinlich....

Und die Messgeräte? Hat man die zurückgelassen?

Ich nehme doch stark an das die immer noch auf der Erde sind. :)

So ist es. Man misst also immer im gleichen System. Daraus kann man nach deiner Logik schließen, dass die Schallgeschwindigkeit in Luft in jedem Inertialsystem gleich und konstant ist. Wie misst man die LG in einem Inertialsystem welches sich relativ zur Erde bewegt?
PS: Kann man die Rotation um die Sonne Messen?

Selbstverständlich.

Vielleicht so wie Michelson-Morley.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mo 22. Okt 2018, 09:49

Lagrange hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Und die Messgeräte? Hat man die zurückgelassen?

Ich nehme doch stark an das die immer noch auf der Erde sind. :)

So ist es. Man misst also immer im gleichen System. Daraus kann man nach deiner Logik schließen, dass die Schallgeschwindigkeit in Luft in jedem Inertialsystem gleich und konstant ist. Wie misst man die LG in einem Inertialsystem welches sich relativ zur Erde bewegt?
PS: Kann man die Rotation um die Sonne Messen?

Selbstverständlich.

Vielleicht so wie Michelson-Morley.

Wenn schon, dann Michelson-Gale. Ist aber nicht nötig.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mo 22. Okt 2018, 10:19

Mikesch hat geschrieben:
Vielleicht so wie Michelson-Morley.

Wenn schon, dann Michelson-Gale. Ist aber nicht nötig.

Michelson-Gale geht nur wenn c+v und c-v gilt. Offenbar geht das nicht weil es Michelson-Morly messen müsste wegen v=30 km/s.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mo 22. Okt 2018, 11:26

Lagrange hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Vielleicht so wie Michelson-Morley.
Wenn schon, dann Michelson-Gale. Ist aber nicht nötig.

Michelson-Gale geht nur wenn c+v und c-v gilt. Offenbar geht das nicht weil es Michelson-Morly messen müsste wegen v=30 km/s.
Ich merke schon, du bist jemand vom Fach.
Der Michelson-Gale-Versuch zeigt, dass man die Rotation vermessen kann.
Der Michelson-Morley-Versuch zeigt, das keine translatorische Bewegung durch einen Äther nachweisbar ist.
Du merkst den Unterschied? Rotation - Translation? Ja?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Mo 22. Okt 2018, 11:35

Lagrange hat geschrieben: Offenbar geht das nicht weil es Michelson-Morly messen müsste wegen v=30 km/s.


Mit Michelson-Morlay kann man da nichts messen, dann wäre die SRT auch komplett für die Tonne - das ist ja im Prinzip nichts anderes als eine Lichtuhr, da kommen die Lichtstrahlen immer gleichzeitig in der Mitte an. Das ist ein ziemlich schlagender Beweis für die Längenkontraktion, weil der Lichtweg in Bewegungsrichtung etwas länger sein müsste als der Lichtweg senkrecht zur Bewegung - das wird von der Längenkontraktion ausgeglichen, so wie es in der Theorie auch hergeleitet wird.

Aber es ist kein Beweis für das Relativitätsprinzip und auch nicht für c+v=c - im Gegenteil, auch in der Theorie kommen die Photonen in der bewegten Lichtuhr nicht gleichzeitig bei den Spiegeln an (in der unbewegten Lichtuhr kommen alle Lichtstrahlen auch gleichzeitig bei den Spiegeln an - auch im Widerspruch zum RP). Man muss also nur die Laufzeit zu den Spiegeln messen und kann daran seine Bewegung ohne weiteren Bezug absolut, also relativ zur Lichtausbreitung, bestimmen.

Oder man nimmt ein Michelson-Gale-Interferometer, ist halt ein ganz schöner Apparat mit über 600x300m oder so. Die Relativisten sagen zwar, dass das auch nur bei Rotation funktioniert und nicht bei einer Translation, aber dafür sehe ich keinen Grund. Jedenfalls hat das Michelson-Gale-Interferometer nicht mehr mit dem Sagnac-Effekt zu tun, als das Michelson-Morlay.

Wenn man das Michelson-Gale-Experiment weiter entwickelt hätte, die haben damals noch mit Lichtbögen gearbeitet, dann könnte man die Bewegung vielleicht schon besser bestimmen. So muss man sich dann irgendwie astronomisch orientieren - die Angaben für die Umlaufzeit der Sonne ums galaktische Zentrum schwanken um +/-100 Mio. Jahre. Aber man hat halt lieber tausendmal das Experiment gemacht, mit dem man eh nichts messen kann...

Dabei muss man doch nur eine Lampe anmachen und schon malt das Licht ein perfekt 3D kugelförmiges und absolut ruhendes Bezugssystem in den Raum - hat nur den Nachteil, es ist sau schnell wieder weg, aber dafür auch den Vorteil, kann man immer wieder und überall machen. ;)

Mikesch hat geschrieben:Rotation - Translation? Ja?


Na dann klär mich mal auf.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mo 22. Okt 2018, 11:50

Hantierer hat geschrieben:Mit Michelson-Morlay kann man da nichts messen, dann wäre die SRT auch komplett für die Tonne - UNSINN. Das ist ein ziemlich schlagender Beweis für die Längenkontraktion, NOCH MEHR UNSINN
Unsinn, das hat mit der Längenkontraktion so überhaupt nichts zu tun. Du stehst neben der Meßanlage mit v=0, was soll da kontrahieren?
Hantierer hat geschrieben:Aber es ist kein Beweis für das Relativitätsprinzip und auch nicht für c+v=c - im Gegenteil, auch in der Theorie kommen die Photonen in der bewegten Lichtuhr nicht gleichzeitig bei den Spiegeln an (in der unbewegten Lichtuhr kommen alle Lichtstrahlen auch gleichzeitig bei den Spiegeln an - auch im Widerspruch zum RP). Man muss also nur die Laufzeit zu den Spiegeln messen und kann daran seine Bewegung ohne weiteren Bezug absolut, also relativ zur Lichtausbreitung, bestimmen.
Selber verstanden, was du da schreibst?
Hantierer hat geschrieben:Oder man nimmt ein Michelson-Gale-Interferometer, ist halt ein ganz schöner Apparat mit über 600x300m oder so. Die Relativisten sagen zwar, dass das auch nur bei Rotation funktioniert und nicht bei einer Translation, aber dafür sehe ich keinen Grund. Jedenfalls hat das Michelson-Gale-Interferometer nicht mehr mit dem Sagnac-Effekt zu tun, als das Michelson-Morlay.
Weil sich das Licht im Kreis bewegt und nicht hin- und her? Genauso wie bei Sagnac. Kreis, Hin und Her? Verstanden?
Hantierer hat geschrieben:Wenn man das Michelson-Gale-Experiment weiter entwickelt hätte, die haben damals noch mit Lichtbögen gearbeitet, dann könnte man die Bewegung vielleicht schon besser bestimmen. So muss man sich dann irgendwie astronomisch orientieren - die Angaben für die Umlaufzeit der Sonne ums galaktische Zentrum schwanken um +/-100 Mio. Jahre. Aber man hat halt lieber tausendmal das Experiment gemacht, mit dem man eh nichts messen kann...
Genau. Wie legen da mal ein evakuiertes Rohr aus, sagen wir mal 60.000km Durchmesser und ballern die Photonen mit Bienenwachskerzen in die Bahn hinhein. Das wird eine Hochgenauigkeits-Messung. Nobelpreis!
Hantierer hat geschrieben:Dabei muss man doch nur eine Lampe anmachen und schon malt das Licht ein perfekt 3D kugelförmiges und absolut ruhendes Bezugssystem in den Raum - hat nur den Nachteil, es ist sau schnell wieder weg, aber dafür auch den Vorteil, kann man immer wieder und überall machen. ;)
Ja, einfach. Sozusagen. Ist nur noch nie einer darauf gekommen. Fragt sich nur warum?
Hantierer hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Rotation - Translation? Ja?
Na dann klär mich mal auf.
Lies selber...
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