Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Beitragvon Ernst » Mi 3. Aug 2016, 18:52

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Das meine ich keineswegs. Eine Kontinuitätsaussage ist weder überflüssig noch unmöglich. Sie lässt sich kovariant für SRT und ART formulieren. Die integrale Darstellung hat jedoch nicht mehr die triviale Form auf die du dich berufst.

Welche denn dann? Jedenfalls muß die Frequenzkonstanz gewährleistet sein.
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Re: Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 3. Aug 2016, 20:48

Ernst hat geschrieben: Jedenfalls muß die Frequenzkonstanz gewährleistet sein.

Nein. Ist auch experimentell bestätigt, dass sich die Frequenz im Gravitstionsfeldes ändert.
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Re: Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Beitragvon Ernst » Mi 3. Aug 2016, 21:16

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben: Jedenfalls muß die Frequenzkonstanz gewährleistet sein.

Nein. Ist auch experimentell bestätigt, dass sich die Frequenz im Gravitstionsfeldes ändert.

Das bezieht sich auf die Frequenz eines Oszillators und seine Position im Gravitationsfeld.

Für unsere Lichtwelle kann man ebenfalls eine Frequenzkonstanz bei ihrer Ausbreitung mit folgender Überlegung finden:
Während ihres Weges durch die unterschiedlichen Potentiale durchquert sie Orte mit unterschiedlich schnell laufender Zeit. Da c dabei stets örtlich konstant sein muß, werden entsprechend dieser unterschiedlichen Zeit unterschiedliche Wege zurückgelegt. In Bezug auf eine ausgewählte Zeitskala, etwa die des Erdbodens, entspricht das einer Geschwindigkeitsänderung und damit bei Kontinuität des Vorgangs einer Änderung der Wellenlänge. Und alles paßt wieder.

Das ist ganz ähnlich wie die von mir angedachte Geschwindigkeitsabhängigkeit von der Gravitationsfeldstärke.

Allerdings, und das war ja der anfängliche Widerspruch, ist damit eine zusätzliche Frequenzerhöhung durch Energieumwandlung nicht kompatibel. Das kann man dann vergessen.
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Re: Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Beitragvon fallili » Mi 3. Aug 2016, 23:28

Ernst hat geschrieben:....
In Bezug auf eine ausgewählte Zeitskala, etwa die des Erdbodens, entspricht das einer Geschwindigkeitsänderung und damit bei Kontinuität des Vorgangs einer Änderung der Wellenlänge. Und alles paßt wieder.
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Das ist ja alles schön und nett -aber bei einem vom Orbit kommenden Lichtstrahl würde ich erwarten, dass er "beim Hinunterfallen" die Geschwindigkeit erhöht. Was dazu führt, das die Wellen "weiter gedehnt" werden - also von der Wellenlänge her rotverschoben erscheinen müssten. Tun sie aber nicht sondern sie werden blauverschoben!

Na von mir aus soll sich die Geschwindigkeit beim Weg von oben nach unten gegen alle Logik entsprechend einer Zeitskale verringern - das erklärt wenigstens die Blauverschiebung.
Als nächtes kommt dann aber dazu, dass man den vom Orbit ankommenden Lichtstrahl (der nun blau wird) natürlich auch anschaun kann.
Dann nimmt man einen blauen Laser am Erdboden und schaut sich dessen Lichtstrahl parallel dazu an.
Dann sehen wir zwei blaue Lichtstrahlen, die sich aber dadurch unterscheiden, dass sie sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ausbreiten.

Ich fürchte, so etwas kann ich nicht mal meiner Großmutter weismachen!
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Re: Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Beitragvon Yukterez » Do 4. Aug 2016, 03:00

Fallili hat geschrieben:Na von mir aus soll sich die Geschwindigkeit beim Weg von oben nach unten gegen alle Logik entsprechend einer Zeitskale verringern

Auf dem Weg nach unten langsamer und nach oben schneller wenn man die Zeitskala des Koordinatenbuchhalters verwendet. Aber warum gegen alle Logik, mit der rot markierten Bedingung steht das im Einklang mit der RT (siehe Wikipedia) :

Wikipedia hat geschrieben:Die Shapiro-Verzögerung lässt die Ausbreitung von Licht in der Nähe einer Masse für einen weit entfernten Beobachter langsamer als mit Lichtgeschwindigkeit erscheinen. Dies steht im Einklang mit der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Oder im Originaltext:

Irwin Shapiro hat geschrieben:Because, according to the general theory, the speed of a light wave depends on the strength of the gravitational potential along its path, these time delays should thereby be increased when the pulses pass near the sun.

Nur so wie Ernst das sagt:

Fallili hat geschrieben:Dann sehen wir zwei blaue Lichtstrahlen, die sich aber dadurch unterscheiden, dass sie sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ausbreiten.

geht das natürlich nicht, da Licht lokal immer Lichtgeschwindigkeit hat (daher auch der Name).

Das Brauchbare vom Unbrauchbaren trennend,

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Beitragvon Yukterez » Do 4. Aug 2016, 05:49

Ich schlage vor Highway, Chief und Kurt zu ignorieren damit es in diesem Faden nicht zu unübersichtlich wird.

Mich ganz auf Ernst konzentrierend,

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Re: Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Beitragvon Ernst » Do 4. Aug 2016, 08:47

Yukterez hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:Die Shapiro-Verzögerung lässt die Ausbreitung von Licht in der Nähe einer Masse für einen weit entfernten Beobachter langsamer als mit Lichtgeschwindigkeit erscheinen. Dies steht im Einklang mit der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Das ist 1:1 das. was ich gerade beschrieben habe: :)

"In Bezug auf eine ausgewählte Zeitskala, etwa die des Erdbodens, entspricht das einer Geschwindigkeitsänderung."


Nur so wie Ernst das sagt: geht das natürlich nicht, da Licht lokal immer Lichtgeschwindigkeit hat (daher auch der Name).

Nochmal Ernst aufmerksamer lesen:

Ernst hat geschrieben: Da c dabei stets örtlich konstant sein muß

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Re: Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Beitragvon fallili » Do 4. Aug 2016, 09:09

Yukterez hat geschrieben:
Fallili hat geschrieben:Na von mir aus soll sich die Geschwindigkeit beim Weg von oben nach unten gegen alle Logik entsprechend einer Zeitskale verringern

Auf dem Weg nach unten langsamer und nach oben schneller wenn man die Zeitskala des Koordinatenbuchhalters verwendet. Aber warum gegen alle Logik, mit der rot markierten Bedingung steht das im Einklang mit der RT (siehe Wikipedia) :

Wikipedia hat geschrieben:Die Shapiro-Verzögerung lässt die Ausbreitung von Licht in der Nähe einer Masse für einen weit entfernten Beobachter langsamer als mit Lichtgeschwindigkeit erscheinen. Dies steht im Einklang mit der Allgemeinen Relativitätstheorie.


@Yukterez

"gegen alle Logik" weil ich davon ausgegangen bin, das Ernst die Geschwindigkeit des Lichtes lokal größer oder kleiner c haben möchte.
Shapiro bezieht sich ja nur auf das was eine entfernter Beobachter bemerkt.

Aber wie ich an dem letzten Beitrag von Ernst sehe, sagt er nun das c lokal erhalten wird.
Bisher hat er eine reale Änderung der Wellenlänge auf eine reale Änderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit zurückgeführt.
Jetzt wird das alles wieder anders.

Ich blick da echt nicht mehr durch. Du, Yukterez, argumentierst natürlich im Sinne der RT, Ernst lehnt die RT zuerst mal ab ab und argumentiert vor sich hin.
Und dann plötzlich wird Ernst auch zum "Relativisten".
Ich frag mich nur warum er dann überhaupt dieser Diskussionstheater veranstaltet, wenn er nun alles sowieso entsprechend der RT beschreibt?
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Re: Zwei rote Bälle - wirklich rot?

Beitragvon Ernst » Do 4. Aug 2016, 09:31

fallili hat geschrieben:Ich frag mich nur warum er dann überhaupt dieser Diskussionstheater veranstaltet, wenn er nun alles sowieso entsprechend der RT beschreibt?

Daß ich Vorgänge, die in der RT beschrieben werden, entsprechend der RT betrachte, ist doch wohl selbstverständlich. Aber die Relativisten hier haben es nicht konform mit der RT beschrieben.

Hier ging es mir darum, die Kompatibilität des Vorgangs mit der Kontinuität zu ermitteln. Und da war leider erstmal die Meinung, solche Kompatibilität muß hier gar nicht gelten. Und weiters die gegen alle Grundsätze gerichtete Meinung, Zeiten an unterschiedlichen Orten seien nicht mit Zeiten an einem ausgewählten Ort in Beziehung setzbar. Beides ist falsch.

Und so hab ich die Einhaltung der Kontinuität dadurch erklärt, daß die Geschwindigkeit des Lichtes im Gravitationsfeld einem stationären Beobachter variabel erscheint. Damit ist die Kontinuität erklärt, weil die Wellenlänge proportional der Geschwindigkeit ist.

Das hat Yuck mit seiner Quellenrecherche nun als ART konform bestätigt.

Damit dürfte sich das Problem erledigen mit Ausnahme der Unterbringung der ominösen zusätzlichen Frequenzerhöhung durch Energieumwandlung.

PS.: Ein "Relativist" bin ich deshalb noch lange nicht, weil die Ursache dieses Verhaltens auch alternativ ohne RT beschreibbar ist.
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Zuletzt geändert von Ernst am Do 4. Aug 2016, 09:41, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Die Bühne gehört Ernst

Beitragvon fallili » Do 4. Aug 2016, 09:35

Yukterez hat geschrieben:Ich schlage vor Highway, Chief und Kurt zu ignorieren damit es in diesem Faden nicht zu unübersichtlich wird.

Mich ganz auf Ernst konzentrierend,

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Bin absolut Deiner Meinung!
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