fallili hat geschrieben:
Meine Grundannahme ist, dass das Licht von der Erde über A nach B dann nach C dann nach D ... bis zum bekannten System X kommen müsste
Na immerhin weißt du bereits dass diese Grundannahme falsch ist. Das Licht kann zwar so viele Lichtjahre weit kommen wie es Jahre unterwegs ist, aber an dem Ort befinden sich dann nicht mehr die Objekte die ursprünglich da waren sondern welche die bei Emission noch näher an der Quelle standen.
fallili hat geschrieben:
(und daher natürlich auch umgekehrt von X zur Erde), weil man die Teilstrecken immer so wählen kann, dass jede dieser Teilstrecken von elmag. Strahlung in endlich langer Zeit bewältigbar ist.
B muss aber zuerst einmal warten bis das Signal von A bei ihm eingetroffen ist bevor er es nach C weiterschicken kann. In der Zeit hat sich der Abstand zwischen den Punkten aber kontinuierlich vergrößert.
fallili hat geschrieben:
Wieso soll das Licht also unendlich lange Zeit zwischen A und B brauchen?
Wenn A und B einen Ereignishorizont voneinander entfernt sind wegen der Expansion des Universums.
fallili hat geschrieben:
Jede bekannte lange Strecke A ----- X ( also nicht unendlich lange Strecke) kann in eindeutig bestimmbare (also ebenfalls nicht unendliche !) einzelne ausreichend kurze Unterstrecken (A -- B -- C --D ....) unterteilt werden, auch wenn sich die Systeme A,B,C... mit bestimmbaren Geschwindigkeiten von einander entfernen.
Wie gesagt, bis das Licht von A nach B kommt ist der Abstand B..C bereits größer als A..B ursprünglich war, da die Koordinaten ja beschleunigen (sie werden umso schneller je weiter sie sich entfernen).
fallili hat geschrieben:
In diesen "Unterstrecken" kommt das Licht daher in endlich langer Zeit von A nach B (dann von B nach C usw.) und die Summe dieser bekannten (und daher eindeutig nicht unendlich vielen) endlich langen Strecken und zugehörigen Zeiten kann keine unendliche Zeitspanne ergeben.
Das wäre nur in einem statischen Universum so, nicht aber in einem expandierenden.
fallili hat geschrieben:
Das führt bei mir eben zu der Schlussfolgerung dass Licht eigentlich immer von A nach X kommen muss - egal wie schnell sich dann X von A selbst unter Berücksichtigung einer Expansion des Raumes wegbewegt.
Das ist eindeutig falsch, es gilt nur wenn man die Expansion vernachlässigt.
fallili hat geschrieben:
Also ich sehe in Deiner Angabe nicht die Lösung des Rätsels - bzw. versteh es nicht, da muss meines Erachtens was anderes an meiner Vorstellung nicht passen.
Rechne es einfach nach, Zahlen lügen nicht! Man sieht es ja schon an der Evolution des Lichtkegels dass er auf eine mitbewegte Koordinate (jene die sich derzeit in 16.7588 Glyr Entfernung, also am Ereignishorizont befindet) zukonvergiert:

Mit einem Bild mehr als mit 1000 Worten sagend,
