von McDaniel-77 » Fr 8. Aug 2014, 13:29
Hallo Trigemina,
q1*q2 ist nicht gleichzusetzen mit q², weil es bei Ladungen auf die Differenz ankommt. Die Erde mit 0,6 MC und der Mars ohne Ladung, würde ja null ergeben, was natürlich nicht sein kann. Ladung null kann man ausschließen, da alle Körper in irgendeiner Weise geladen sind und immer als Elementarladungen bestehen.
0,6 MC sind 600.000 Coulomb. Ein Coulomb erhält man wenn man 6*10^18 Elementarladungen aufsummiert, 600.000 C multipliziert mit 6*10^18 e/C ergibt eben diese 3*10^24 e (Elementarladungen).
Wenn man für q1 nur 1 C (e-) einsetzt und q2 ebenfalls 1 C (e+), dann würde man nach deiner Logik 1² C² erhalten. Multipliziert man 1 mit 1/4piE0 und 1/r², erhält man 9*10^9 / r² was bedeuten würde, dass die Ladung von 1 C auf 95 km Entfernung auf eine entgegengesetzt geladene Ladung von 1 C eine Kraft von 1 N ausübt.
F_gravitation = 1 N bei r = 95.000 m. Wie groß ist m²?
Man benötigt zwei Massen mit einem Gewicht von 10 Millionen Tonnen (1,16*10^10 kg) um die gleiche Kraftwirkung zu erzielen, wie die Massen von 6 g Protonen und 3 mg Elektronen.
10.000.000.000 / 0,003 = 3,3*10^12
So wäre die Coulombkraft "nur" 10^12-mal stärker als die Gravitation, die EM-WW ist aber rund 10^40-mal stärker. Es spielt eigentlich keine Rolle ob es 10^12-mal oder 10^40-mal sind, man muss die EM-WW beachten, weil sie die stärkste Kraft ist und eben nicht ausgeschlossen werden kann, da alle Himmelskörper sich in einer Suppe aus Ladungen bewegen und dadurch selbst aufgeladen werden.
McDaniel-77